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Wie viele Stunden darf man mit Hartz 4 arbeiten?

Gefragt von: Herr Prof. Oswald Hecht B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 19. September 2026
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Bei Hartz IV (jetzt Bürgergeld) gilt die 15-Stunden-Grenze für Arbeitslosengeld I nicht mehr; stattdessen dürfen Sie grundsätzlich unbegrenzt hinzuverdienen, wobei aber nur ein Teil des Einkommens angerechnet wird, mit gestaffelten Freibeträgen (z.B. 100 € Grundfreibetrag bei einem Minijob) und die Erwerbsfähigkeit (mind. 3 Std./Tag) gegeben sein muss, was aber die Arbeitszeit begrenzt, falls Sie Bürgergeld aufstocken möchten. Der Nebenjob muss dem Jobcenter gemeldet werden, die genauen Freibeträge hängen vom Einkommen ab und sind komplexer als bei ALG I.

Wie viele Stunden darf ich arbeiten, wenn ich Bürgergeld beziehe?

Um Bürgergeld zu bekommen, müssen Sie erwerbsfähig sein. Also, mindestens drei Stunden pro Tag arbeiten können. Und Sie müssen bereit und fähig sein, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten. Menschen mit Behinderung, die nicht erwerbsfähig sind, können Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bekommen.

Wie viele Stunden darf ich nebenbei arbeiten, wenn ich Arbeitslosengeld beziehe?

Beziehen Sie Arbeitslosengeld, müssen Sie Ihren Nebenjob bei Ihrer Agentur für Arbeit vorab anmelden. Sie dürfen nur weniger als 15 Stunden pro Kalenderwoche arbeiten. Arbeiten Sie 15 Stunden oder mehr, müssen Sie sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden.

Wie viel darf man neben Bürgergeld arbeiten?

Beim Bürgergeld dürfen Sie bis zu 100 Euro monatlich komplett behalten, darüber hinaus greifen gestaffelte Freibeträge: 20 % von 100 € bis 520 €, 30 % von 520 € bis 1.000 € (in 2026 538 € bis 1.000 €) und 10 % von 1.000 € bis 1.200 € (bei Kindern 1.500 €). Junge Menschen unter 25 Jahren dürfen Schüler-, Studenten- und Ausbildungs-Einkommen bis zur Minijob-Grenze (ab 2026 603 €) komplett behalten. Diese Freibeträge erhöhen das verfügbare Einkommen, da sie nicht vom Bürgergeld abgezogen werden.
 

Wie viele Stunden für 520 €?

Für 520 Euro verdienen Sie je nach Stundenlohn unterschiedlich viele Stunden; bei Mindestlohn von 12 € sind es ca. 43 Stunden, bei höherem Lohn weniger (z.B. bei 16 €/Std. nur 33 Stunden), da die Formel "520 € / Stundenlohn" die Stunden ergibt. Beachten Sie jedoch, dass seit 2024 die Minijob-Grenze bei 538 € liegt, was die maximale Stundenzahl beeinflusst, aber der Grundgedanke der Berechnung bleibt gleich: Je höher der Lohn, desto weniger Stunden sind für 520 € möglich. 

Bürgergeld: Das darf Dir das Jobcenter nicht wegnehmen

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Sind 10 Stunden pro Woche Minijob?

Die monatliche Entgeltgrenze für Minijobs orientiert sich an 10 Stunden Wochenarbeitszeit zum Mindestlohn. Steigt der Mindestlohn, steigt auch die Entgeltgrenze. Wer mehr verdient, kann entsprechend weniger Stunden arbeiten, wenn es beim Minijob bleiben soll.

Was ist besser, Minijob oder Midijob?

Weder Minijob noch Midijob sind pauschal besser; die Wahl hängt von Ihren Zielen ab: Ein Minijob (bis ca. 538 €/Monat) ist ideal für flexible Nebentätigkeiten ohne Sozialabgaben, während ein Midijob (ca. 538 € bis 2.000 €/Monat) sich lohnt, wenn Sie mehr verdienen wollen, da Sie durch reduzierte Sozialabgaben bei vollem Rentenanspruch deutlich mehr Netto haben, aber Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. 

Wie viel muss ich verdienen, damit ich aus dem Jobcenter weg bin?

Um vom Jobcenter (Bürgergeld) wegzukommen, müssen Sie so viel verdienen, dass Ihr Einkommen Ihren gesamten Bedarf deckt, also Ihren Regelsatz (ca. 563 € für Alleinstehende in 2024/2026) plus Ihre angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU), plus eventuelle Mehrbedarfe. Es gibt Freibeträge, aber sobald Ihr Einkommen über bestimmten Grenzen liegt (z.B. 1200 €/1500 € mit Kind), wird es komplett verrechnet, bis Sie komplett ohne staatliche Unterstützung auskommen – das ist das Ziel. 

Kann ich Bürgergeld bei Teilzeitarbeit aufstocken?

Ja, Teilzeitarbeit kann mit Bürgergeld "aufgestockt" werden, wenn Ihr Einkommen nicht zur Deckung des Lebensunterhalts reicht; das Jobcenter zahlt die Differenz, wobei Einkommensfreibeträge (z.B. 100 € Grundfreibetrag und weitere Prozentsätze je nach Verdienst) vom Bruttoeinkommen abgezogen werden, bevor die Anrechnung auf das Bürgergeld erfolgt. Wichtig ist, dass nicht nur Lohn, sondern auch andere Einnahmen (Kindergeld, Unterhalt etc.) angerechnet werden und der Aufstockungsbetrag individuell berechnet wird, da auch Vollzeitbeschäftigte Bürgergeld beziehen können, wenn ihr Lohn zu niedrig ist.
 

Wie viele Stunden pro Woche darf ich in einem Nebenjob arbeiten?

In Deutschland dürfen Sie mit Haupt- und Nebenjob zusammen maximal 48 Stunden pro Woche arbeiten, nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Die tägliche Höchstarbeitszeit liegt bei 8 Stunden, kann aber vorübergehend auf 10 Stunden verlängert werden, wenn in einem Ausgleichszeitraum die Mehrarbeit wieder abgezogen wird. Für Arbeitslose gelten Sonderregeln (unter 15 Stunden/Woche). 

Wie viel zieht das Jobcenter bei einem Minijob ab?

Das Jobcenter zieht bei einem Minijob (bis 520 €) vom Einkommen einen Freibetrag ab: Zuerst 100 € komplett, dann 20 % des Betrags zwischen 100 € und 520 €, was bei 520 € einem Gesamtfreibetrag von 184 € entspricht. Das bedeutet, von 520 € bleiben Ihnen 184 € anrechnungsfrei, und 336 € werden vom Bürgergeld abgezogen. 

Was ist die 58er Regelung beim Arbeitsamt?

Der Gesetzgeber hat die ursprünglich bis zum Jahresende 2005 befristete 58er-Regelung für weitere zwei Jahre verlängert. Die sogenannte 58er-Regelung besagt, dass ältere Arbeitslose auf Antrag vom Arbeitsamt nicht mehr vermittelt werden. Für die Arbeitslosen entfallen damit bestimmte Meldepflichten.

Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 1000 € netto?

Bei 1.000 € netto bekommst du ungefähr 600 € Arbeitslosengeld (ALG I), da es sich um ca. 60 % deines Nettogehalts handelt; hast du Kinder, sind es 67 %. Die genaue Berechnung erfolgt aber anhand deines Bruttogehalts der letzten 12 Monate und berücksichtigt Steuerklasse sowie Kinder, da die Bundesagentur für Arbeit Sozialversicherungsbeiträge übernimmt und Steuern abzieht, um ein tägliches Leistungsentgelt zu ermitteln. 

Wie viele Stunden darf ich arbeiten, wenn ich Arbeitslosengeld beziehe?

Neben der Höhe Ihres Verdienstes sollten Sie auch Ihre Arbeitsstunden im Blick behalten. Denn Bezieher oder Bezieherinnen von ALG I dürfen regelmäßig weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten. Sollten es mehr werden, gelten Sie nicht mehr als arbeitslos und haben keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld.

Kann man Bürgergeld beziehen und teilzeit arbeiten?

Wenn Sie Teilzeit arbeiten und Bürgergeld beantragen, wird das Einkommen auf die Leistungen angerechnet. Hierbei gelten aber gewisse Freibeträge: Die ersten 100 Euro sind anrechnungsfrei, das heißt, diese bekommen Sie zusätzlich zum Bürgergeld.

Was darf man beim Bürgergeld 2025 dazuverdienen?

Beim Bürgergeld 2025 dürfen Sie bis 100 € komplett behalten, darüber hinaus gibt es gestaffelte Freibeträge (20 % bis 556 €, 10 % von 556 € bis 1.000 €, 10 % von 1.000 € bis 1.200 €), die den Abzug vom Bürgergeld mindern, wobei sich die genauen Grenzen nach dem Minijob-Limit (556 € in 2025) richten und sich ab 2026 auf 603 € erhöhen, was auch die Freibeträge beeinflusst. 

Wie viele Stunden darf ein Bürgergeldempfänger pro Tag arbeiten?

Voraussetzungen für Bürgergeld

Sie wohnen in Deutschland und haben hier Ihren Lebensmittelpunkt. Sie können mindestens 3 Stunden pro Tag arbeiten.

Wie kann ich mein Gehalt mit Bürgergeld aufstocken?

Wenn Ihr Einkommen nicht für Ihren Lebensunterhalt beziehungsweise den Ihrer Bedarfsgemeinschaft reicht, können Sie es mit Bürgergeld ergänzen (umgangssprachlich: aufstocken). Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie angestellt oder selbstständig sind. Sie können diese Leistung beim zuständigen Jobcenter beantragen.

Was darf ich zum Bürgergeld dazuverdienen?

Zum Bürgergeld dürfen Sie bis zu einer bestimmten Grenze steuerfrei hinzuverdienen, wobei die ersten 100 € immer komplett anrechnungsfrei sind, danach gibt es gestaffelte Freibeträge (z.B. 20 % bis 538 €), danach weitere 30 %, bis zu 1.200 € (1.500 € mit Kind), wobei das Einkommen danach komplett auf das Bürgergeld angerechnet wird, was den Anreiz schafft, mehr zu arbeiten, da ein größerer Teil des Verdienstes Ihnen bleibt, je mehr Sie verdienen. 

Wann wird man vom Jobcenter in Ruhe gelassen?

Unabhängig vom Alter: So lässt Sie das Jobcenter in Ruhe

Arbeiten Sie mehr als 15 Stunden die Woche, erhalten Sie keine Leistungen mehr vom Jobcenter. Ab diesem Zeitpunkt werden Sie automatisch in Ruhe gelassen, solange Sie nicht arbeitslos werden oder unter diese Wochenstunden rutschen.

Wie viel Geld darf ich verdienen, um noch Hartz 4 zu bekommen?

Bei Hartz IV (jetzt Bürgergeld) dürfen Sie einen Teil Ihres Einkommens behalten, es gibt feste Freibeträge: Die ersten 100 € sind komplett frei, danach gibt es einen Prozentsatz auf das Einkommen in verschiedenen Stufen (20 % bis 520 €, 30 % bis 1.000 €) und je nach Situation sogar noch mehr. Wichtig ist, dass Sie weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten müssen und jede Arbeit bei der Agentur für Arbeit melden, da Ihr Freibetrag sonst gekürzt werden kann und Sie bei mehr als 15 Stunden Ihre Arbeitslosigkeit verlieren. 

Welche 2 Arten von Minijobs gibt es?

Es gibt zwei Arten geringfügiger Beschäftigung: die kurzfristige Beschäftigung, zum Beispiel Saisonarbeit oder Ferienjobs, und den Minijob, die sogenannte geringfügig entlohnte Beschäftigung bis 556 Euro (2025) (2024: 538 Euro).

Welche Nachteile hat ein Midijob?

Die Hauptnachteile eines Midijobs sind, dass dein Netto-Einkommen durch Steuern und Sozialabgaben deutlich niedriger ist als das Brutto-Gehalt, du keine Steuerbefreiung hast, wie bei Minijobs, und bei einer Nebentätigkeit oft steuerliche Privilegien verloren gehen, da der Midijob voll sozialversicherungspflichtig ist und die Verdienstgrenze von 2.000 € monatlich nicht überschritten werden darf, was zu bürokratischem Aufwand führen kann. 

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