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Wie viel Stunden darf man in der Kurzarbeit arbeiten?

Gefragt von: Erwin Münch-Freitag  |  Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026
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Bei Kurzarbeit können die Stunden je nach Betrieb und Auftragslage stark variieren, oft von 10 % bis 100 % (Kurzarbeit Null), wobei der Arbeitsausfall mindestens 10 % der wöchentlichen Zeit betragen muss, um Kurzarbeitergeld zu erhalten. Die genaue Stundenzahl wird individuell festgelegt, kann aber auch Arbeitszeitkonten abbauen oder reduzieren und wird durch betriebliche Vereinbarungen geregelt.

Wie viele Stunden darf man bei Kurzarbeit arbeiten?

Kurzarbeit ist nur möglich, wenn mindestens zehn Prozent der normalen Arbeitsstunden entfallen. Man darf also höchstens 90 Prozent der normalerweise abzuleistenden Stunden arbeiten.

Ist es erlaubt, während der Kurzarbeit zu arbeiten?

Der Nebenverdienst wird nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Nehmen Beschäftigte während des Bezugs von Kurzarbeitergeld eine Nebentätigkeit auf, liegt eine Erhöhung des tatsächlichen erzielten Entgelts vor. In diesem Fall wird das daraus erzielte Entgelt auf das Kurzarbeitergeld angerechnet.

Wie viel darf ich bei Kurzarbeit dazuverdienen?

Nimmst Du in der Corona-Krise einen systemrelevanten Nebenjob an, darfst Du bis zur vollen Höhe Deines bisherigen Monatseinkommens dazuverdienen. Die Beschränkung auf systemrelevante Berufe wurde Anfang Mai 2020 aufgehoben. Seitdem können Kurzarbeiter eine Nebentätigkeit in allen Berufen anrechnungsfrei ausüben.

Wie lange darf Kurzarbeit maximal gehen?

Die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld beträgt weiterhin 24 Monate. Eine entsprechende Verordnung hat das Bundeskabinett nun beschlossen. Betroffene Unternehmen haben damit Planungssicherheit bis zum Ende des kommenden Jahres.

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Wie lange darf eine Kurzarbeit gehen?

Kurzarbeit kann aktuell bis zu 24 Monate dauern, eine Verlängerung durch die Bundesregierung gilt für Betriebe bis Ende 2026, danach greift wieder die gesetzliche Regeldauer von maximal 12 Monaten. Die Verlängerung auf 24 Monate gilt einheitlich für das gesamte Unternehmen oder eine Betriebsabteilung und muss bei der Bundesagentur für Arbeit angezeigt werden, um Planungssicherheit zu schaffen.
 

Ist Kurzarbeit auch stundenweise möglich?

Von der Kurzarbeitsphase betroffen können alle Arbeitnehmer eines Unternehmens sein oder nur ein Teil der Belegschaft. Die Arbeitszeit der betroffenen Beschäftigten kann bei Kurzarbeit stundenweise oder tageweise gekürzt werden. Wird die Arbeit vorübergehend komplett ausgesetzt, spricht man auch von Kurzarbeit Null.

Was passiert nach 12 Monaten Kurzarbeit?

Nach 12 Monaten Kurzarbeit endet der Anspruch auf Kurzarbeitergeld, und Arbeitnehmer kehren zur regulären Arbeitszeit zurück, sofern keine Verlängerung gewährt wird; ab 2026 gilt wieder die reguläre Höchstbezugsdauer von 12 Monaten, wobei Ausnahmen für Betriebe, die vor 2026 in Kurzarbeit waren, möglich sind, und Arbeitgeber planen müssen, ob sie zur Vollarbeit zurückkehren, umstrukturieren oder Alternativen prüfen. 

Ist ein Nebenjob während der Kurzarbeit erlaubt?

Kann ich während der Kurzarbeit einen Nebenjob annehmen? Grundsätzlich ja. Wenn Du diesen aber erst nach Beginn der Kurzarbeit auf nimmst, wird das Entgelt aus Deinem Nebenjob bei der Berechnung des Kurzarbeitergeldes berücksichtigt.

Wie wirkt sich Kurzarbeit auf die Rente aus?

Kurzarbeit wirkt sich nur geringfügig negativ auf die Rente aus, da Arbeitnehmer weiter rentenversichert bleiben und Arbeitgeber zusätzliche Beiträge auf Basis von 80 % des ausgefallenen Entgelts zahlen. Das bedeutet, die Beiträge werden auf Basis des reduzierten Lohns plus einem Aufstockungsbetrag berechnet, was den Rentenverlust minimiert und die spätere Rente nur unwesentlich mindert, z.B. nur wenige Euro pro Jahr Kurzarbeit. 

Welche Nachteile habe ich bei Kurzarbeit?

Nachteile der Kurzarbeit sind Einkommenseinbußen, reduzierte Sozialversicherungsbeiträge (was die spätere Rente schmälern kann) und ein bürokratischer Aufwand, zudem droht eine Steuernachzahlung durch den Progressionsvorbehalt; psychologisch kann es zu Demotivation führen, während Unternehmen Produktivitätseinbußen und Abhängigkeit von Staatshilfen erleben. 

Kann mein Chef mich kurzfristig aus der Kurzarbeit holen?

Wenn die Arbeitszeit während der Kurzarbeitsphase reduziert wird, stellt sich auch die Frage nach der Abrufbereitschaft während der Kurzarbeit. Dem Arbeitgeber ist es grundsätzlich möglich, den Arbeitnehmer zurückzurufen, damit er direkt wieder voll beschäftigt wird.

Was besagt die 3-Monats-Regel bei einem Job?

Eine dreimonatige Probezeit ist ein üblicher Testzeitraum, in dem Arbeitgeber die Eignung eines neuen Mitarbeiters für eine Stelle beurteilen . Probezeiten können für Neueinstellungen, Beförderungen, unzureichende Leistungsbeurteilung und mögliche Kündigungen eingesetzt werden.

Was passiert, wenn man trotz Kurzarbeit arbeitet?

Auch Überstunden während Kurzarbeit widersprechen deren Zweck und sind bis auf wenige Ausnahmefälle (etwa dringende Reparaturen) unzulässig. Bei Betrug oder Subventionsbetrug drohen Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren (in besonders schweren Fällen bis zu zehn Jahren) oder Geldstrafe.

Wie viele Stunden darf man maximal pro Tag arbeiten?

Die zur Berechnung des regulären Stundenlohns herangezogenen Stunden dürfen in der Regel die gesetzliche Höchstarbeitszeit nicht überschreiten, die in den meisten Fällen 8 Stunden pro Arbeitstag bzw. 40 Stunden pro Arbeitswoche beträgt. Diese Höchstarbeitszeit kann auch von der Anzahl der Arbeitstage pro Arbeitswoche abhängen.

Welche Regeln gelten bei Kurzarbeit?

Kurzarbeitregelungen in Deutschland ermöglichen Unternehmen, bei vorübergehendem Arbeitsausfall Entlassungen zu vermeiden, indem die Agentur für Arbeit einen Teil des Lohnentfalls erstattet; die Hauptvoraussetzungen sind ein erheblicher Arbeitsausfall (mind. 1/3 Betroffene mit >10% Entgeltausfall), Unvermeidbarkeit, Anzeige bei der Arbeitsagentur und Fortführung der Beschäftigung, wobei die Bezugsdauer aktuell bis Ende 2025 auf bis zu 24 Monate verlängert wurde, mit Zahlungen von 60-67% des Nettoentgelts bei 60% Arbeitszeit, steuerpflichtig über Progressionsvorbehalt. 

Wie viel darf man in Kurzarbeit arbeiten?

Kurzarbeit ist nur möglich, wenn mindestens zehn Prozent der normalen Arbeitsstunden entfallen. Man darf also höchstens 90 Prozent der normalerweise abzuleistenden Stunden arbeiten.

Wie viele Stunden muss ich während der Kurzarbeit arbeiten?

Bei Kurzarbeit wird die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit vorübergehend reduziert, typischerweise um 10 bis 100 Prozent, wobei der Arbeitnehmer weniger Stunden arbeitet, aber durch das Kurzarbeitergeld einen Teil des Lohns von der Agentur für Arbeit ersetzt bekommt. Die genaue Stundenanzahl variiert je nach Betrieb, kann auch komplett auf null reduziert werden (Kurzarbeit Null) und muss angemeldet werden, wobei der Arbeitsausfall erheblich sein muss.
 

Wie viele Überstunden darf man bei Kurzarbeit haben?

Dürfen trotz Kurzarbeit Überstunden gemacht werden? Nein. Der Arbeitgeber darf während der Kurzarbeit keine Überstunden anordnen.

Wie viel Geld bekommt man bei 100% Kurzarbeit?

In welcher Höhe wird Kurzarbeitergeld gezahlt? Das Kurzarbeitergeld berechnet sich nach dem Nettoentgeltausfall. Die Kurzarbeiter erhalten grundsätzlich 60 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts.

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter der Kurzarbeit nicht zustimmt?

Wenn diese Zustimmung verweigert wird, dürfen Arbeitgeber nicht deshalb kündigen. Sie können aber eine Änderungskündigung oder eine Beendigungskündigung aussprechen.

Wie viel Geld muss man bei Kurzarbeit zurückzahlen?

Durchschnittlich dürften es aber so ca. 15% des Kurzarbeitergeldes sein. Je mehr Kurzarbeitergeld bezogen wird, desto mehr muss nachgezahlt werden. Die Betroffenen sollten rechtzeitig Rat bei ihrem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein einholen.

Welche Nachteile hat Kurzarbeit?

Nachteile der Kurzarbeit sind Einkommenseinbußen, reduzierte Sozialversicherungsbeiträge (was die spätere Rente schmälern kann) und ein bürokratischer Aufwand, zudem droht eine Steuernachzahlung durch den Progressionsvorbehalt; psychologisch kann es zu Demotivation führen, während Unternehmen Produktivitätseinbußen und Abhängigkeit von Staatshilfen erleben. 

Kann Kurzarbeit von heute auf morgen?

Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder einzelne Zustimmung zur Kurzarbeit jedes Arbeitnehmers. Der Arbeitgeber kann die Anordnung der Kurzarbeit nicht von heute auf morgen beschließen. Die Kurzarbeit muss im Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung geregelt sein.

Wie viel Urlaub muss ich vor der Kurzarbeit einnehmen?

Arbeitnehmende müssen grundsätzlich vor dem Bezug von Kurzarbeitergeld vorrangig ihren Resturlaub aus dem Vorjahr einsetzen. Etwas anderes gilt nur, wenn vorrangige Urlaubswünsche der Arbeitnehmenden zur anderweitigen Nutzung des Resturlaubs entgegenstehen.

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