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Wie viel Schmerzensgeld bei Trauma?

Gefragt von: Herr Prof. Eric Adler B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 1. August 2026
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Die Höhe des Schmerzensgeldes bei einem Trauma hängt stark vom Einzelfall ab, da es auf Schwere der Verletzung, Dauer der Behandlung, Folgen für die Lebensführung und Heilungsaussichten ankommt, wobei die Beträge von wenigen Hundert Euro (z.B. leichtes Schleudertrauma) bis zu mehreren hunderttausend Euro (z.B. schwerstes SHT, Lähmungen) reichen können. Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann je nach Ausmaß zwischen einigen Tausend Euro und über 30.000 € oder mehr einbringen, oft in Kombination mit körperlichen Verletzungen.

Wie hoch ist die Entschädigung für psychische Traumata?

Die Höhe des Schmerzensgeldes hängt vom Schweregrad Ihrer psychischen Erkrankung und den Auswirkungen auf Ihr Leben und das Ihrer Angehörigen ab. Die Entschädigungssummen können stark variieren und reichen von 1.440 £ für weniger schwere Fälle bis zu 108.620 £ für schwerwiegendere Fälle .

Wie hoch ist das Schmerzensgeld für eine PTBS nach einem Unfall?

Ja, bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach einem Unfall besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Schmerzensgeld, da dies ein immaterieller Schaden ist, der einen finanziellen Ausgleich rechtfertigt; die Höhe hängt stark von Schwere, Dauer und Auswirkungen der Störung auf das Leben ab und kann von wenigen tausend bis zu Zehntausenden von Euro reichen. Voraussetzung ist, dass der Unfall die direkte Ursache für die PTBS ist, was durch einen Arzt nachgewiesen werden muss. 

Wie berechnet man die Höhe von Schmerzensgeld?

Schmerzensgeld wird nicht pauschal berechnet, sondern individuell anhand von Faktoren wie Verletzungsart, -schwere, -dauer, Behandlungsaufwand, Alter, psychischen Folgen und Auswirkungen auf Beruf/Alltag bemessen, wobei sich Gerichte und Anwälte an Schmerzensgeldtabellen (z.B. Beck'sche Tabelle) orientieren, die konkrete Vergleichsfälle enthalten. Jede Entscheidung ist eine Einzelfallprüfung, die oft eine taggenaue Berechnung (z.B. Intensivstation: 150€/Tag) oder spezifische Beträge nach Verletzungsmuster (z.B. Schleudertrauma: 250-2000€) einbezieht, um eine angemessene Entschädigung zu finden.
 

Für was bekommt man das meiste Schmerzensgeld?

Art und Schwere der Verletzung: Schwere und dauerhafte Verletzungen führen in der Regel zu höheren Schmerzensgeldbeträgen als leichte und vorübergehende Beeinträchtigungen. Dauer der Beeinträchtigung: Langandauernde oder dauerhafte Leiden erhöhen das Schmerzensgeld.

Schmerzensgeld - wie viel erhalte ich?

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Was gilt als seelische Verletzung?

Psychische (auch: seelische oder emotionale) Gewalt ist „unsichtbar“: Man kann von außen meist weder die Gewalttat noch ihre Folgen sehen. Die psychische Gewalt hat viele Formen, vom Beschimpfen, Verspotten und Bloßstellen bis zu Drohung und Erpressung. Auch Stalking und Mobbing zählen zur psychischen Gewalt.

Wann zählt etwas als Trauma?

Man spricht von einem Trauma, wenn eine Person ein extrem belastendes Ereignis erlebt, das ihre psychischen Bewältigungsmöglichkeiten übersteigt und eine tiefe "seelische Wunde" hinterlässt, gekennzeichnet durch Gefühle von Lebensgefahr, Hilflosigkeit und Kontrollverlust, wie bei Unfällen, Gewalt oder Katastrophen, die zu langfristigen psychischen Folgen wie Angst, Depression oder PTBS führen können, obwohl nicht jedes belastende Ereignis automatisch ein Trauma auslöst.
 

Wie lange Psychotherapie bei Trauma?

Zwischen 5 und 8 Wochen dauert die Behandlung, in der zum Einen die aktuellen Symptome, Probleme und Belastungen angesprochen werden, darüber hinaus aber auch die Hintergründe, die früheren Traumatisierungen, die Prägungen und Muster bearbeitet werden.

Kann man Traumata weitervererben?

Ja, Traumata können vererbt werden, nicht direkt über die DNA-Sequenz, sondern durch epigenetische Veränderungen (Gen-Schalter werden verändert) und durch soziale Weitergabe (Verhaltensmuster, Erzählungen), was als transgenerationale Traumatisierung bekannt ist und mehrere Generationen betreffen kann, wie z.B. nach Kriegsereignissen. Kinder und Enkel können so Symptome entwickeln, obwohl sie das ursprüngliche Trauma nicht selbst erlebt haben.
 

Wer legt die Höhe von Schmerzensgeld fest?

Das Gericht entscheidet, ob Sie Schmerzensgeld bekommen sollen und wie hoch das Schmerzensgeld ist. Das Gericht bestimmt auch, bis wann die Gegenseite das Schmerzensgeld bezahlen muss.

Was ist ein Schleudertrauma 3. Grades?

HWS-Distorsion 3. Grades: Es handelt sich um schwere Fälle mit Rissen und Frakturen. Es gibt keine Latenzzeit. Die Beschwerden treten sofort auf.

Was sind schwere Belastungsstörungen?

Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine mögliche Folgereaktion auf eines oder mehrere traumatische Ereignisse, wie z.B. Erleben von körperlicher und sexueller Gewalt, Terroranschläge, Kriegserlebnisse, schwere Unfälle oder schwere medizinische Eingriffe.

Welches Geld bekomme ich, wenn ich psychisch erkrankt bin?

Sie können bis zu 6 Wochen Entgeltfortzahlung erhalten, wenn Sie wegen der Depression nicht arbeiten können. Sind Sie länger als 6 Wochen arbeitsunfähig, endet die Entgeltfortzahlung und die Krankenkasse zahlt Krankengeld. Die Auswirkungen der Depression können eine medizinische Reha erforderlich machen.

Wie hoch ist der Grad der Behinderung bei PTBS?

Der Grad der Behinderung (GdB) bei PTBS ist individuell und hängt von den Einschränkungen im Alltag ab, liegt aber oft zwischen 30 und 70, bei komplexer PTBS häufig ab 50; leichte Formen können auch bei 20 liegen, während schwere Fälle bis zu 100 erreichen, entscheidend sind die tatsächlichen Auswirkungen auf die Lebensqualität und soziale Teilhabe nach den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen (VMG). 

Wie viel Prozent bekommt man bei psychischer Erkrankung?

Rund ein Drittel der Erwachsenen (ca. 31-41 %) in Deutschland sind jährlich von psychischen Erkrankungen betroffen, wobei jüngere Menschen und Frauen häufiger betroffen sind, wie aktuelle Zahlen von RKI, DGPPN und anderen zeigen. Es gibt zwei Hauptbereiche, in denen Prozente wichtig sind: die Häufigkeit der Erkrankungen (Prävalenz) und der Grad der Behinderung (GdB), der bei der Antragstellung für Nachteilsausgleiche eine Rolle spielt (0-20 leicht, 30-50 mittel, 50-100 schwer), wobei ab 50 die Schwerbehinderung beginnt. 

Kann ich Schmerzensgeld ohne Anwalt verlangen?

Ja, Schmerzensgeld kann man auch ohne Anwalt beantragen, besonders außergerichtlich bei der gegnerischen Versicherung oder bei geringen Forderungen (bis 5.000 €) vor dem Amtsgericht, aber ein Anwalt ist oft ratsam, da Versicherungen versuchen, Kosten zu minimieren und man als Laie Nachteile hat, vor allem bei höheren Beträgen oder vor Gericht. Sie schreiben einen Antrag, legen ärztliche Nachweise bei und müssen sich mit der Versicherung auseinandersetzen; ein Anwalt hilft bei der korrekten Bemessung und Durchsetzung.
 

Was war das höchste Schmerzensgeld?

Die Arzthaftungskammer des Landgerichts Göttingen hat in einer am 14. August 2025 verkündeten Entscheidung einer Patientin ein Schmerzensgeld von einer Million Euro zugesprochen. Dies ist die höchste Schmerzensgeldsumme, die das Landgericht Göttingen bisher jemals ausgeurteilt hat.

Wie hoch ist das Schmerzensgeld pro Tag?

Es gibt kein pauschales "Schmerzensgeld pro Tag", da die Höhe individuell nach Verletzungsschwere, Dauer der Arbeitsunfähigkeit und Lebensbeeinträchtigung berechnet wird; jedoch nutzen Gerichte eine Methode mit Tagessätzen für Behandlungsphasen (z.B. 150 € Intensivstation, 100 € Normalstation, 60 € Reha) und addieren dies zu weiteren Faktoren wie der Dauer der Krankschreibung (oft 20-50 € extra pro Tag) und bleibenden Schäden, um eine Gesamtsumme zu ermitteln, wobei der Bundesgerichtshof die reine Tagessatz-Methode kritisiert.
 

Was brauche ich vom Arzt für Schmerzensgeld?

Das ärztliche Attest ist unbedingt notwendig für die Geltendmachung des Schmerzensgeldes, weil man als Geschädigter nachweispflichtig ist. War man beim Arzt, so kann man danach mit der gegnerischen Versicherung Kontakt aufnehmen und dieser mitteilen, dass man sich verletzt hat und Schmerzensgeld beantragen will.

Wie lange dauert es, bis ich mein Schmerzensgeld bekomme?

Die Dauer bis zur Schmerzensgeld-Auszahlung variiert stark: Einfache Fälle können in Wochen reguliert werden (oft 2-6 Wochen), während komplexe Fälle mit unklarer Schuld oder langwierigen Verhandlungen Monate bis Jahre dauern können, da Klärung der Schuld, medizinische Gutachten und rechtliche Schritte (Anwalt, Gericht) nötig sind. Die Auszahlung erfolgt oft als Einmalzahlung, kann aber bei Langzeitschäden auch eine Rente sein.