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Wie viel Prozent Feuchtigkeit darf ein Mauerwerk haben?

Gefragt von: Max Jost-Lechner  |  Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2026
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Mauerwerk sollte so trocken wie möglich sein, idealerweise unter 8 % Feuchtigkeit, wobei Werte bis 5–6 % als unkritisch gelten; über 8 % wird es als feucht eingestuft und über 10–14 % als nass, was Maßnahmen zur Sanierung erfordert, da hier Schimmelbildung droht und Bauschäden entstehen können, besonders in Kellern können auch bis 15 % toleriert werden, aber alles über 20 % ist kritisch. Die genauen Grenzwerte hängen vom Messverfahren (CM-Methode, Digits) und Baustoff ab, aber Muffigkeit, Salzausblühungen und optische Mängel sind immer Warnsignale.

Welche Feuchtigkeit im Mauerwerk ist normal?

Normalerweise sollte Mauerwerk so trocken wie möglich sein, aber Werte von 3-4 % Feuchtigkeit sind oft akzeptabel für oberirdische Bereiche, während in Kellern bis 15 % als normal gelten können, wobei der ideale Wert je nach Baustoff und Messmethode variiert. Wichtig ist: Alles über 80 % Digits (bei bestimmten Geräten) oder über 8-10 % im Masseprozent-Verfahren deutet auf eine feuchte Wand hin, die je nach Wert (< 80%, 80-100%, >100%) als feucht oder nass eingestuft wird und sanierungsbedürftig sein kann.
 

Wie hoch darf die Restfeuchte im Mauerwerk sein?

Zwischen 3 und 10% Restfeuchte sind ganz normal. So eine Messung an der Wandoberfläche kann aber auch nur ein erster Hinweis sein. Profis messen mit genaueren Geräten und vor allem auch in der Tiefe der Wand. Bei der Skala von Profigeräten gilt ein Wert von 50 als trocken.

Wie viel Feuchtigkeit ist in einer Wand zulässig?

Kurz gesagt: so niedrig wie möglich. Laut Norm sollte die Feuchtigkeit des Mauerwerks in oberirdischen Bereichen, die nicht mit Erde in Kontakt stehen, bei 3 bis 4 % liegen. Alles über fünf Prozent gilt als erhöhte Feuchtigkeit, und Werte über zehn Prozent sind bereits alarmierend und erfordern eine schnelle Lösung.

Welcher Feuchtigkeitsgrad ist in Wänden normal?

Industriestandards und zulässige Messwerte

Bei den meisten Innenwänden in bestehenden Gebäuden sollte der Feuchtigkeitsgehalt idealerweise unter 15 % liegen. Messwerte zwischen 15 % und 20 % können auf ein potenzielles Problem hinweisen und sollten überwacht werden, während Werte über 20 % in der Regel weitere Untersuchungen erforderlich machen.

Kapazitive Feuchtemessung - So messt ihr die Feuchtigkeit in der Wand richtig.

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Welchen Wert sollte ein Feuchtigkeitsmessgerät anzeigen?

Eine akzeptable Luftfeuchtigkeit in Innenräumen liegt im Allgemeinen zwischen 30 und 50 % , da sie das Wachstum von Mikroorganismen wie Schimmelpilzen verhindert. Zu hohe Feuchtigkeit begünstigt hingegen Schimmelpilze, Mehltau, Pilze, Bakterien und möglicherweise auch Viren.

Wie kann ich Wände entfeuchten?

Um Wände zu entfeuchten, kombiniert man richtiges Lüften und Heizen mit technischen Hilfsmitteln wie elektrischen Luftentfeuchtern oder Bautrocknern, die die Feuchtigkeit aktiv aus der Luft ziehen, und bei tiefgreifenderer Durchfeuchtung werden oft Injektionsverfahren angewendet, um eine Abdichtung in das Mauerwerk zu bringen. Zusätzliche Maßnahmen sind das Aufstellen von Möbeln mit Abstand zur Wand und der Einsatz von feuchtigkeitsabsorbierenden Materialien.
 

Ist eine Luftfeuchtigkeit von 70% in einer Wohnung unbehaglich?

70 % Luftfeuchtigkeit in der Wohnung sind deutlich zu hoch und erhöhen stark das Risiko für Schimmelbildung sowie Gesundheitsbeschwerden (Atemwege, Allergien) und empfinden die Luft als muffig und schwül. Idealerweise liegt der Wert zwischen 40-60 %, in Küche und Bad können 60-70 % akzeptabel sein. Sofortiges, konsequentes Stoßlüften, Heizen und die Suche nach Ursachen wie Wasserdampf (Duschen, Kochen) oder baulichen Mängeln sind wichtig, um die Feuchtigkeit zu senken und Bauschäden sowie gesundheitliche Probleme zu vermeiden.
 

Wie hoch ist die Ausgleichsfeuchte von Beton?

Die Ausgleichsfeuchte von Beton beträgt beispielsweise ca. 15 Vol. -Prozente, während sie bei Ziegel nur ein Zehntel davon beträgt.

Ist eine Wand mit 80% Feuchtigkeit feucht?

Eine Feuchtigkeit von 80 % in der Wand bedeutet Handlungsbedarf, da dies als "feucht" gilt (Normalwert < 80 %), was Schimmelwachstum begünstigt und auf ein ernstes Problem hinweist, das von aufsteigender Feuchtigkeit, Bauschäden oder Kondensation herrühren kann und eine schnelle Sanierung durch einen Fachmann erfordert, um Folgeschäden zu vermeiden. 

Wann gilt Mauerwerk als trocken?

Wände gelten im Allgemeinen bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von 5 – 6 % als trocken. Bei 5 % – 8 % handelt es sich um Bausubstanz mit leicht erhöhter Feuchtigkeit. Ab 8 % aufwärts Feuchtigkeit spricht man von einer feuchten; zwischen 10 % und 14 % von einer nassen Wand.

Warum sind meine Wände feucht, aber es gibt keinen Schimmel?

Eine feuchte Wand ohne sichtbaren Schimmel deutet oft auf Kondensation durch falsches Lüften/Heizen oder aufsteigende/durchdringende Feuchtigkeit (z. B. durch Baumängel wie defekte Abdichtungen, undichte Rohre, Fassadenrisse) hin. Wichtig ist, die genaue Ursache zu finden: Prüfen Sie das Heiz- und Lüftungsverhalten, halten Sie Möbel von der Wand fern, und lassen Sie bei Verdacht auf Baumängel (z. B. Salzausblühungen) einen Experten (Gutachter) kommen, um größere Schäden oder Schimmelbildung zu verhindern.
 

Welche Feuchtigkeitsschäden können im Mauerwerk auftreten?

Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk führen zu Schimmelbildung, Salzausblühungen (weiße Flecken) und Materialzerfall (abplatzender Putz, bröckelnde Ziegel), gefährden die Gesundheit (Atemwegserkrankungen) und die Bausubstanz, schwächen die Statik und mindern den Wert der Immobilie. Ursachen sind oft mangelhafte Abdichtungen (z.B. Horizontalsperre), Baumängel, falsches Lüften oder Wasserschäden. Die Sanierung erfordert die genaue Ursachenbestimmung und kann von einfachen Maßnahmen wie Sanierputz bis zu aufwendigeren Verfahren wie Mauerentfeuchtung oder Außenabdichtung reichen. 

Wie lange braucht eine Feuchte Wand zum trocknen?

Eine feuchte Wand trocknet je nach Wassermenge und Schadenstyp unterschiedlich schnell: Leichte Feuchtigkeit kann in wenigen Tagen bis zwei Wochen trocknen, während ein starker Wasserschaden (z.B. durch Rohrbruch) oft 2 bis 6 Wochen oder länger dauert, bei extremen Schäden wie Hochwasser sogar Monate; professionelle Bautrocknung beschleunigt dies erheblich. Wichtig sind dabei Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Baumaterial.
 

Ist eine Luftfeuchtigkeit von 71 Prozent gefährlich?

Ab einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent oder mehr ist ein Befall fast unausweichlich. Das Entstehen von Schimmel durch hohe Luftfeuchtigkeit gefährdet nicht nur die Bausubstanz des Hauses, sondern ist auch für die menschliche Gesundheit gefährlich.

Bei welcher Luftfeuchte bildet sich Schimmel?

Schimmel entsteht meist bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 60 %, mit erhöhtem Risiko ab 70 %, und fast sicher bei 80 % oder mehr, besonders an kühlen Oberflächen, da Feuchtigkeit dort kondensiert und Schimmelpilze Nährboden finden. Idealerweise sollte die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen zwischen 40 und 60 % liegen, um Wachstum zu verhindern. 

Warum ist die Luftfeuchtigkeit in meiner Wohnung trotz Lüften über 60 Prozent?

Hohe Luftfeuchtigkeit über 60 %, trotz Lüften, deutet oft auf falsches Lüftungsverhalten (Kipplüften statt Stoßlüften), bauliche Probleme (Wärmebrücken, Bauschäden) oder eine hohe Innenfeuchtigkeit durch Aktivitäten wie Kochen/Duschen hin, die nicht ausreichend abgeführt wird. Man sollte Stoßlüften (Querlüften) anstreben, Wäsche draußen trocknen und prüfen, ob Baumängel oder Kondensation an kalten Wänden die Ursache sind; ein Luftentfeuchter kann kurzfristig helfen, muss aber die Ursache bekämpfen. 

Wie viel Prozent Wandfeuchte ist normal?

Normale Wandfeuchtigkeit liegt bei 3–4 % für Mauerwerk, Werte über 5 % sind erhöht, über 10 % alarmierend; professionelle Geräte nutzen "Digits", wobei bis 80 Digits als trocken, darüber als feucht gilt, und über 100 Digits (oder 180 Digits je nach Skala) als nass und sanierungsbedürftig angesehen wird, da die Werte je nach Material (Putz, Beton, Gipskarton) und Messmethode variieren.
 

Kann eine feuchte Wand von alleine trocknen?

Kann ein Wasserschaden von allein trocknen? Nach einem Wasserschaden trocknen Böden, Wände und Decken nicht von allein restlos durch. Denn die Feuchtigkeit dringt tief ins Mauerwerk, den Estrich oder die Deckenkonstruktion vor.

Wann gilt eine Wand als feucht?

Eine Wand gilt als feucht, wenn der Feuchtigkeitsgehalt rund 80 % erreicht (in Digits oft ab 80-100 Digits), was auf erhöhten Feuchtigkeitsgehalt hinweist, und über 100 % (oder 100+ Digits) als nass angesehen wird, wobei bereits Werte um 20 % oder mehr Anlass zur Überprüfung geben, da Schimmelbildung begünstigt wird und Schäden drohen. Handlungsbedarf besteht oft schon bei 20 %, um Folgeschäden zu vermeiden. 

Wie zuverlässig sind Feuchtigkeitsmesser?

In Beton, Ziegel, Estrich, Gipskarton, Tapeten und Holz misst der preisgünstige Feuchtigkeits-Detector MD von Brennenstuhl den Wassergehalt. Bei Holz reicht der Messbereich von 5–50% Feuchtigkeit, bei Baustoffen von 1,5–33%.

Welches Gerät misst die Feuchtigkeit in der Wand?

Das Tobometer-HY-Feuchtemessgerät von Tobolin ist ein zuverlässiges Instrument zur zerstörungsfreien Feuchtemessung in verschiedenen Materialien wie Mauerwerk, Holz, Wand, Gips und Putz. Seine präzisen Feuchtigkeitsmessungen werden durch das LCD-Display und eine Messtiefe von 40 mm ermöglicht.

Wie tief kann ein Feuchtigkeitsmessgerät messen?

Eigenschaften: Mit einer Messtiefe von 20-40 mm spürt der Feuchtigkeitsmesser auch tieferliegende Feuchtigkeit sicher auf. Im Messbereich von 0-100 kann die Feuchtigkeit eines Materials schnell und präzise gemessen werden.