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Wie viel Krankengeld muss ein Rentner zahlen?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Leopold Jacob  |  Letzte Aktualisierung: 30. Januar 2026
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Ein Rentner zahlt auf seine Rente Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung (ca. 14,6 % bzw. 3,6 % des Brutto-Renteneinkommens), wobei die Hälfte vom Rentenversicherungsträger übernommen wird, und muss bei Krankheit anstelle des Krankengeldes oft auf Lohnfortzahlung verzichten, wenn er eine Altersrente bezieht, da der Anspruch auf Krankengeld entfällt; bei Erwerbsminderungsrentnern, die weiterarbeiten, besteht der Anspruch auf Krankengeld (70 % des Brutto-Lohns), wobei dann Beiträge darauf gezahlt werden müssen, wie MDR, Deutsche Rentenversicherung, Rentenbescheid überprüfen und betanet.de zeigen.

Wie viel Krankengeld muss ich als Rentner bezahlen?

Der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung der Rentner beträgt derzeit einheitlich für alle Krankenkassen 14,6 Prozent. Hiervon tragen Sie und wir jeweils die Hälfte. Wir behalten Ihren Anteil bei der monatlichen Rentenzahlung ein und leiten diesen zusammen mit unserem Anteil an Ihre Krankenkasse weiter.

Hat ein Rentner, der arbeitet, Anspruch auf Krankengeld?

Rentner oder Rentenantragsteller haben einen Anspruch auf Krankengeld, wenn ihnen durch die Arbeitsunfähigkeit Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen entgeht; vorausgesetzt, es wurden davon Krankenversicherungsbeiträge entrichtet.

Kann man Rente und gleichzeitig Krankengeld beziehen?

Trifft der Anspruch auf Krankengeld mit dem Bezug einer Rente zusammen, ist der Anspruch auf Krankengeld entweder ausgeschlossen oder das Krankengeld zu kürzen. Die Krankenkasse erwirbt einen Erstattungsanspruch gegen den Rentenversicherungsträger und greift auf die Rentennachzahlung zu.

Wie wird Krankengeld bei der Rente berechnet?

Das Krankengeld selbst wird in Höhe von 70 Prozent des bisherigen Brutto-Arbeitsentgelts, maximal in Höhe von 90 Prozent des bisherigen Netto-Arbeitsentgelts ausgezahlt. Das Krankengeld ist allerdings auch beitragspflichtig im Sozialversicherungszweig der Gesetzlichen Rentenversicherung.

Krankengeld trotz Rentenbezug - So geht's!

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Ist Krankengeld in der Regel höher als die Rente?

In der Regel ist das Krankengeld deutlich höher als die Erwerbsminderungsrente. Ihre Krankenkasse kann Sie nicht zwingen, die Rente zu beantragen. Sie kann Sie aber auffordern, innerhalb einer Frist von zehn Wochen einen Antrag auf Reha zu stellen.

Kann man als Rentner krankgeschrieben werden?

ja, der Arbeitgeber benötigt grundsätzlich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Die DRV müssen Sie nicht informieren. Gerne beraten wir Sie persönlich. Hier zu den Beratungsangeboten der Deutschen Rentenversicherung.

Wie wird Krankengeld in Rente umgewandelt?

Erhalten Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit Lohnersatzleistungen, wie z. B. Krankengeld, und wird dieses später rückwirkend in eine Rente umgewandelt, so wird das Krankengeld mit den Rentenzahlungen verrechnet. Daher müssen die Steuerbescheide der Vorjahre geändert werden.

Soll die Rente vom Krankengeld abgezogen werden?

Wenn ein Arbeitnehmer Krankengeld bezieht, basieren sowohl die Beiträge des Arbeitnehmers als auch die des Arbeitgebers zur Rentenversicherung auf den tatsächlich im betreffenden Zeitraum erhaltenen Zahlungen .

Welche Nachteile hat der Bezug von Krankengeld?

Die Nachteile des Krankengeldes sind vor allem finanzieller Natur, da es deutlich niedriger als das Nettoeinkommen ist, meist um 20-30 %. Hinzu kommen der Progressionsvorbehalt, der die Steuerlast erhöht, und die begrenzte Bezugsdauer von maximal 78 Wochen. Auch eine Bindung an die Krankenkasse von drei Jahren und der Abzug von Sozialabgaben, inklusive Pflegeversicherungsbeiträgen, sind Nachteile.
 

Haben Rentner Anspruch auf Krankengeldzuschuss?

Sollten sie aufgrund einer Erkrankung länger ausfallen, gibt es jedoch ein Problem – zwar nicht in den ersten sechs Wochen. In dieser Zeit zahlt der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt nämlich noch ganz normal fort. Jedoch danach. Denn das Gesetz sagt: Wer eine Altersvollrente bezieht, hat keinen Anspruch auf Krankengeld.

Habe ich als Rentner Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall?

Werden Rentner als Arbeitnehmer beschäftigt, haben auch sie einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Welche Sozialabgaben zahlt ein Rentner, wenn er arbeitet?

Rentner zahlen bei Hinzuverdienst Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung auf ihre Einkünfte aus Arbeit (z.B. 14,6 % + Zusatzbeitrag für die KV, 3,6 % / 4,2 % für die PV), aber keine Beiträge zur Renten- oder Arbeitslosenversicherung, wenn sie die Regelaltersgrenze erreicht haben. Wer vor der Regelaltersgrenze arbeitet (Frührentner), muss Rentenversicherungsbeiträge zahlen und kann sich nur befreien lassen, wenn er die Mindestversicherungszeit erfüllt. 

Warum haben Rentner kein Krankengeld mehr?

Krankengeld bei Vollrente

Wird Ihnen einer Vollrente wegen Alters gewährt oder eine Rente wegen voller Erwerbsminderung zugesprochen, erhalten Sie kein Krankengeld mehr. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Ihre Rente von der deutschen Rentenversicherung bezahlt wird oder durch eine staatliche Stelle im Ausland.

Wie hoch ist das Krankengeld bei 2000 € netto?

Bei 2000 € Netto liegt Ihr Krankengeld bei etwa 1400 € monatlich, da es sich auf 70 % Ihres Bruttoeinkommens oder maximal 90 % Ihres Nettogehalts (also ca. 1800 €) beläuft, wobei der niedrigere Wert zählt; bei 2000 € Netto sind es meist knapp 70 % des Bruttoeinkommens, oft zwischen 1350 € und 1400 €, da auch Einmalzahlungen und Sozialabgaben eine Rolle spielen. 

Wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag bei 1500 € Rente?

Bei 1.500 € Bruttorente zahlen Sie als pflichtversicherter Rentner etwa 80 bis 90 € für die Krankenversicherung (ca. die Hälfte des Beitragssatzes) und zusätzlich Pflegeversicherungsbeiträge (ca. 45 € ohne Kinder), sodass insgesamt rund 125 bis 140 € abgezogen werden, die genaue Summe hängt vom individuellen Zusatzbeitrag Ihrer Kasse ab. Die Rentenversicherung zahlt die andere Hälfte des Beitrags, aber Sie zahlen den vollen Satz für die Pflegeversicherung (oder einen Teil davon), wenn Sie keine Kinder haben, da dies auf Ihre gesamte Rente berechnet wird. 

Wie wirkt sich Krankengeld auf die Rente aus?

Wer gesetzlich krankenversichert ist und nach Ablauf der sechswöchigen Lohnfortzahlung Krankengeld bezieht, bleibt in der gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich pflichtversichert. Für diese Monate fließen also weiter Rentenbeiträge – allerdings nicht in voller, sondern in geminderter Höhe.

Was ist höher, die Rente oder das Krankengeld?

Vor allem geht es dabei darum, ob durch eine Reha eine Minderung Ihrer Erwerbsfähigkeit abgewendet werden kann. Bestehen hierfür Chancen, so wird die Reha bewilligt. Während der Reha erhalten Sie zumeist das so genannte Übergangsgeld der gesetzlichen Rentenversicherung. Dieses fällt niedriger aus als das Krankengeld.

Kann man nach Krankengeld in Rente gehen?

Manchmal geht es aber gar nicht darum, ob ein Versicherter bei laufenden Krankengeld gezwungen wäre, eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Nein, wenn die rentenrechtlichen Wartezeiten reichen, dann geht es eben direkt vom Krankengeld in eine vorzeitige Altersrente oder bestenfalls in die Regelaltersrente.

Wie überbrücke ich 2 Jahre bis zur Rente?

Um die zwei Jahre bis zur Rente zu überbrücken, gibt es Optionen wie Arbeitslosengeld I (ab 58 Jahren bis 24 Monate), Altersteilzeit/ Arbeitszeitkonten, Krankengeld, die Flexi-Rente, Minijobs/Teilzeit oder eine Frührente bei Schwerbehinderung; auch ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung kann helfen, wichtig ist die rechtzeitige Planung und Beratung durch die Rentenversicherung.
 

Warum muss ich Steuern nachzahlen, wenn ich Krankengeld bezogen habe?

Obwohl es sich bei Krankengeld um eine steuerfreie Leistung handelt, unterliegt es dem Progressionsvorbehalt. Das gilt nicht für Krankengeld-Zahlungen, die Sie von einer privaten Krankenversicherung erhalten. Deshalb müssen Sie diese Einkünfte nicht in Ihrer Steuererklärung angeben.

Was ist der Nachteil bei Erwerbsminderungsrente?

Nachteile der Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) sind eine oft niedrigere Rentenhöhe (durch Abschläge und kürzere Beitragszeiten), strenge Hinzuverdienstgrenzen mit Kürzung oder Wegfall der Rente bei Überschreitung, höhere Krankenversicherungsbeiträge (da Krankengeld wegfällt), der Verlust von Betriebsrentenansprüchen, der endgültige Arbeitsplatzverlust sowie die Unsicherheit und der psychische Druck bei befristeter Bewilligung und die hohen Ablehnungsquoten beim Antragsprozess. Auch die Umwandlung in die spätere Altersrente kann zu Lücken führen, wenn nicht rechtzeitig geplant wird. 

Haben gesetzlich versicherte Rentner Anspruch auf Krankengeld?

3.1 Krankenversicherung

Vollrentenbeziehende haben keinen Krankengeldanspruch. Daher werden die Krankenversicherungsbeiträge paritätisch aus dem ermäßigten Beitragssatz von 14,0 Prozent sowie dem TK-Zusatzbeitrags- satz von 2,45 Prozent erhoben.

Hat eine Krankschreibung Auswirkungen auf Ihre Rente?

Krankheitsurlaub

Wenn Ihr Gehalt aufgrund von Krankheit oder Verletzung gekürzt wird oder Sie gar kein Gehalt erhalten, baut sich Ihre Rentenversicherung so auf, als ob Sie normal arbeiten und Ihr reguläres Gehalt beziehen würden . Sie zahlen weiterhin Beiträge auf jedes Gehalt, das Sie während Ihrer Krankheitszeit erhalten.

Wer zahlt Krankengeld bei Rente?

Wird Krankengeld oder Verletztengeld gezahlt, werden die Beiträge vom Versicherten und dem Leistungsträger (Krankenkasse, Unfallversicherung) je zur Hälfte getragen.

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