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Wie viel kostet es ein Testament zu machen?

Gefragt von: Frau Cäcilia Blank MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2026
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Die Kosten für ein Testament variieren je nach Art und Wert des Nachlasses: Ein handschriftliches Testament ist kostenlos, muss aber selbst geschrieben werden; ein notarielles Testament kostet je nach Vermögen (z.B. 150 € für 10.000 € Nachlass, bis über 900 € für 500.000 €) plus 75 € für die gerichtliche Verwahrung und ca. 18 € für die Registrierung. Das notarielle Testament ist sicherer und erspart meist den teuren Erbschein, was die anfänglich höheren Kosten rechtfertigt.

Was kostet es, ein Testament beim Notar zu machen?

Die Kosten für ein notarielles Testament hängen vom Wert Ihres Nachlasses ab, beinhalten aber immer die Gebühren für Beurkundung, Hinterlegung (ca. 75 €) und Registrierung (ca. 18 €). Bei einem Nachlasswert von 50.000 € liegen die Kosten für ein Einzeltestament bei etwa 165 € (plus 19 % MwSt.). Bei 500.000 € können die Kosten für ein Einzeltestament schon um die 935 € betragen. Gemeinschaftliche Testamente (z. B. Berliner Testament) sind teurer. 

Kann ich mein Testament ohne Notar machen?

Dabei können Sie ein Testament auf 2 Arten erstellen: handschriftlich, indem Sie Ihren letzten Willen eigenhändig niederschreiben, datieren und unterschreiben, oder notariell, indem Sie diesen von einem Notar oder einer Notarin beurkunden lassen.

Wie hoch sind die Notarkosten für ein Testament?

Notarkosten bei Erbschaft richten sich nach dem Wert des Nachlasses und dem benötigten Dokument (Testament, Erbvertrag, Erbschein), wobei ein notarielles Testament oder Erbvertrag Gebühren verursacht, die je nach Wert des Erbes gestaffelt sind (z.B. bei 100.000 € ca. 440 € für Einzeltestament, 780 € für Gemeinschaftst.) und die einmalige Verwahrung 75 € kostet, während ein Erbschein eigene Notar- und Gerichtskosten hat, die ebenfalls wertabhängig sind und sich oft addieren. 

Was kostet es, ein Haus vom Notar überschreiben zu lassen?

Die Notarkosten für das Überschreiben eines Hauses (Schenkung/Übertragung) berechnen sich nach dem Wert der Immobilie und umfassen Notargebühren (ca. 1–1,5 % des Wertes) sowie Grundbuchkosten (ca. 0,5 % des Wertes), insgesamt also etwa 1,5 % bis 2 % des Immobilienwerts, zuzüglich eventueller Schenkungssteuer oder Kosten für Wohnrechte. Bei einem Wert von 300.000 € liegen die reinen Kosten (Notar + Grundbuch) oft bei rund 1.800 € bis 2.500 €, abhängig vom genauen Wert und den Leistungen. 

Should you write your own will or go to a notary? Differences between a handwritten and a notariz...

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Was ist besser, Testament beim Notar oder Rechtsanwalt?

Für ein einfaches Testament ist der Notar oft günstiger und sorgt für volle Rechtssicherheit durch Beurkundung und amtliche Verwahrung; bei komplexen Fällen (hohes Vermögen, Patchwork-Familien) ist die spezialisierte Beratung durch einen Rechtsanwalt ratsam, eventuell mit anschließender notarieller Beurkundung, um individuelle Gestaltung und steuerliche Optimierung zu verbinden, da der Anwalt zwar beraten, aber nicht beurkunden kann, während der Notar unparteiisch ist und die rechtliche Gültigkeit gewährleistet. 

Welches Vermögen muss man beim Notar angeben?

Das Aktivvermögen ergibt sich aus der Summe des Werts aller Vermögensgegenstände wie Immobilien, Gesellschaftsbeteiligungen, Sparguthaben und Wertpapiere. Verbindlichkeiten können nicht abgezogen werden. Als Geschäftswert fließt allerdings nur die Hälfte dieses Werts in die Berechnung ein.

Wann muss ein Testament notariell beglaubigt werden?

Die kurze Antwort lautet: Nein, ein Testament muss nicht zwingend notariell beurkundet werden. Ein eigenhändiges Testament ist ebenso gültig wie ein notarielles Testament.

Was ist besser, handschriftliches Testament oder notarielles Testament?

Beide Testamentsformen sind rechtlich gleichwertig, aber das notarielle Testament bietet mehr Sicherheit und weniger Bürokratie (ersetzt oft den Erbschein, besonders bei Immobilien), während das handschriftliche Testament kostenlos und einfach zu ändern ist, aber leicht verloren gehen, verfälscht oder missverstanden werden kann, was später zu Erbstreitigkeiten führt. Die Wahl hängt von der Komplexität Ihres Nachlasses ab: Bei einfachen Fällen reicht oft ein korrektes handschriftliches Testament, bei Immobilien oder komplexen Regelungen ist der Notar meist die bessere Wahl.
 

Wie lange ist ein Testament gültig?

Ein Testament ist grundsätzlich unbefristet gültig und verliert seine Wirksamkeit erst, wenn es durch ein neues Testament widerrufen, geändert oder der Erblasser verstirbt; es verjährt nicht, aber sollte bei wichtigen Lebensänderungen (z. B. Heirat, Kinder) überprüft werden, um sicherzustellen, dass es noch den aktuellen Willen widerspiegelt. Die Gültigkeit erstreckt sich bis zum Erbfall, danach können Pflichtteilsansprüche verjähren, aber der letzte Wille selbst bleibt bestehen, solange er nicht widerrufen wird. 

Welches Testament ist für Ehepaare das beste?

Ehepaare können für den Erbfall ein gemeinschaftliches Testament aufsetzen. Am häufigsten wählen Paare mit Kindern das sogenannte Berliner Testament: Demnach erbt der länger Lebende zunächst alles und nach dessen Tod erben erst die Kinder.

Was ist billiger, Notar oder Anwalt?

In der Regel sind Notarkosten deutlich geringer als Anwaltskosten. Das liegt vor allem daran, dass die Preise eines Notars festgelegt sind. Wenn Sie ein Testament handschriftlich aufsetzen und einen Notar nur zur Beglaubigung beauftragen, müssen Sie zudem nur eine einmalige Notargebühr zahlen.

Was ist billiger, Testament über Notar oder Erbschein?

Da sich die Gebühr für das notarielle Testament nach dem Vermögen bei der Beurkundung und die Kosten eines Erbscheins nach dem Wert des Nachlasses im Todesfall richten, ist das notarielle Testament unterm Strich häufig deutlich günstiger als ein Erbschein.

Was kostet eine Testamentserrichtung beim Notar?

Ein einfaches Testament bei einem Notar oder einer Notarin kostet inklusive Beratung, Hinterlegung und Registrierung im Zentralen Testamentsregister der Notare zwischen 250 und 500 Euro. Bei Notar:innen gibt es immer eine kostenlose Erstberatung, in der Sie das genaue Honorar erfragen können.

Kann der Notar mein Vermögen prüfen?

Der Notar ist verpflichtet, im Rahmen seiner Prüfungs- und Belehrungspflicht nach § 17 Abs. 1 BeurkG die Vermögensangaben auf Plausibilität zu prüfen. Er muss die Beteiligten über die rechtliche Tragweite des Geschäfts aufklären und auf mögliche Risiken hinweisen.

Was ist der häufigste Fehler, der einem Notar unterläuft?

Einer der häufigsten Fehler von Notaren ist, dass sie ihren Namen nicht genau so drucken oder unterschreiben, wie er auf ihrer Notarbestellung erscheint .

Warum sollte man ein Testament beim Notar machen?

Bei einem notariellen Testament klärt der Notar in einem persönlichen Gespräch die Bedürfnisse und Wünsche des Testierenden. Er stellt ihm die rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten vor und gewährleistet, dass die individuellen Vorstellungen der testierenden Person in ihrem Testament bestmöglich umgesetzt werden.

Wer ist die beste Person, um Ihr Testament zu verfassen?

Ein guter Anwalt für Erbrecht und Vermögensplanung hilft Ihnen, die Angelegenheit aus allen Blickwinkeln zu betrachten, damit Sie – nach Ihrer eigenen Entscheidung – die bestmögliche Wahl treffen können. Sie müssen nicht alles selbst herausfinden und entscheiden, wer Ihr Geld verwalten, Entscheidungen über Ihre Gesundheitsversorgung treffen und sich um Ihre Kinder kümmern soll, bevor Sie den Anwalt kontaktieren.

Was kostet ein Notar bei 30.000 Euro?

Bei einem Geschäftswert von 30.000 € liegen die reinen Notarkosten für einen einfachen Vorgang wie eine Registeranmeldung bei ca. 360 € netto (Tabelle B). Für komplexere Vorgänge, wie einen Immobilienkauf, sind die Kosten deutlich höher: Für den reinen Kaufvertrag fallen ca. 1,5 % des Kaufpreises an (ca. 4.500 €) zuzüglich Grundbuchkosten (ca. 0,5 %, also ca. 1.500 €), wobei die Gesamtkosten für Notar und Grundbuchamt bei Immobilienkäufen oft bei 1,5 % bis 2 % liegen.
 

Warum Haus vor Tod überschreiben?

Warum ist es sinnvoll, ein Haus vor dem Tod zu überschreiben? Die Überschreibung eines Hauses vor dem Tod kann erhebliche steuerliche und rechtliche Vorteile mit sich bringen. Indem die Immobilie bereits zu Lebzeiten aus der Erbmasse herausgelöst wird, können Freibeträge für die Schenkungssteuer optimal genutzt werden.

Wie überträgt man am besten eine Immobilie an ein Familienmitglied?

Je nach Bundesland kann dies wie eine Schenkungsurkunde, eine Eigentumsübertragungsurkunde oder andere entsprechende Dokumente zur Eigentumsübertragung aussehen. Die Urkunde und das Formular zur Eigentumsänderung werden anschließend beim zuständigen Grundbuchamt eingereicht .

Wie viel Geld kann ich meinen Kindern steuerfrei verschenken?

Geld an Kinder zu verschenken ist steuerlich attraktiv, da Eltern jedem Kind alle 10 Jahre bis zu 400.000 € steuerfrei schenken können, wobei auch Schenkungen von beiden Elternteilen diesen Freibetrag nutzen. Größere Summen über diesem Freibetrag sind steuerpflichtig, aber durch gestaffelte Schenkungen über die 10-Jahres-Frist lässt sich die Steuerlast minimieren. Jede Schenkung über größeren Beträgen sollte dem Finanzamt gemeldet werden, auch wenn die Definition „üblicher“ Geschenke unklar ist. 

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