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Wie viel Grade von Arthrose gibt es?

Gefragt von: Madeleine Döring-Krieger  |  Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2026
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Es gibt vier Hauptgrade (Stadien) der Arthrose, die hauptsächlich nach dem radiologischen Kellgren-Lawrence-Score eingeteilt werden, um den Schweregrad der Gelenkveränderungen zu bestimmen: von Grad 1 (fraglich) bis Grad 4 (schwer) mit Knorpelverlust und Knochenveränderungen.

Welcher Grad von Arthrose ist der schlimmste?

Die schlimmste Arthrose ist die im Endstadium (Grad 4), wo der Knorpel vollständig abgenutzt ist, Knochen auf Knochen reibt, was zu extremen Schmerzen und starker Bewegungseinschränkung führt, oft mit Gelenkdeformationen, wobei die Arthrose in Hüfte (Coxarthrose) und Knie (Gonarthrose) aufgrund der starken Belastung besonders beeinträchtigend ist. Die Schwere hängt aber auch von der individuellen Schmerzempfindlichkeit und den betroffenen Gelenken ab (z.B. Finger vs. Hüfte).
 

Welche vier Stadien der Arthrose gibt es?

Hier kann eine orthopädische Einlage durch ihre korrigierende und entlastende Funktion helfen, die Knieschmerzen zu reduzieren und einen weiteren Verschleiß zu verzögern.

  • Arthrose-Stadium 2: Leichte Kniearthrose.
  • Arthrose-Stadium 3: Moderate Kniearthrose.
  • Arthrose-Stadium 4: Schwere Kniearthrose.

Was bedeutet Grad 4 bei Arthrose?

Grad 4 Arthrose (schwer): In diesem Stadium ist der Knorpel nahezu vollständig abgenutzt, was zu erheblichen Schmerzen, Verformungen des Gelenks und einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität führt.

Was ist Arthrose Grad 5?

Offiziell gibt es nur 4 Arthrose-Grade (nach Kellgren & Lawrence), aber „Grad 5“ wird umgangssprachlich für extrem fortgeschrittene Arthrose verwendet, oft bei schwersten Verformungen und Knorpelverlust, wo Knochen direkt aufeinander reiben („Knochenglatze“) und das Gelenk stark eingeschränkt ist, manchmal mit deutlichen Fehlstellungen (z.B. O- oder X-Beine), was das Ende der Skala markiert, aber keine offizielle Stufe ist. 

Arthrose: Machen Sie nicht die typischen Fehler - Es sind Ihre Gelenke! Ursachen, Symptome, Therapie

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In welchem Stadium liegt eine schwere Arthrose vor?

Stadium 4 (schwere Arthrose): Im Stadium der fortgeschrittenen Arthrose liegen schwerste arthrotische Veränderungen vor, die Schäden sind deutlich im Bild zu sehen. Der Gelenkknorpel weist schwere Abnutzungserscheinungen auf, stellenweise fehlt er vollständig und der darunterliegende Knochen liegt frei.

Welcher Pflegegrad bei Arthrose Grad 4?

Bei Arthrose Grad 4 (schwerste Form) kann ein Pflegegrad 4 erreicht werden, da dies "schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit" bedeutet, was bei dieser fortgeschrittenen Erkrankung häufig der Fall ist, wo einfache Tätigkeiten wie Essen, Waschen oder Anziehen ohne Hilfe kaum noch möglich sind und 70-90 Punkte im Begutachtungsverfahren ergeben. Der Pflegegrad hängt nicht nur vom Arthrose-Stadium ab, sondern davon, wie stark die Selbstständigkeit im Alltag (Mobilität, Körperpflege, Ernährung etc.) eingeschränkt ist. 

Wann tut Arthrose am meisten weh?

Arthrose tut am meisten weh nach langen Ruhephasen (Anlaufschmerz), morgens oder nach dem Sitzen, sowie nach Belastung wie Treppensteigen, aber auch in fortgeschrittenen Stadien in Ruhe (Ruheschmerz), besonders nachts, oft mit Entzündungsschüben, Schwellung und Überwärmung. Kälte und Nässe können die Beschwerden verstärken, während Bewegung die Schmerzen lindern kann.
 

Wie schlimm ist Arthrose Grad 3?

Arthrose-Grad Knie 3

Der Gelenkspalt hat sich deutlich verschmälert - ein Zeichen dafür, dass der Knorpel stark abgebaut wurde. Die ehemals glatten Gelenkoberflächen sind nun unregelmäßig geformt. Die Beweglichkeit ist meist eingeschränkt, und alltägliche Belastungen wie Gehen oder Stehen können Schmerzen verursachen.

Was sind die Symptome im Endstadium von Arthrose?

Arthrose im Endstadium (Grad IV) bedeutet fast vollständigen Knorpelverlust, wobei Knochen direkt aufeinander reibt, was zu starken Schmerzen (auch in Ruhe), massiven Bewegungseinschränkungen, Gelenkdeformationen und Fehlstellungen führt; typischerweise ist dann ein Gelenkersatz (Endoprothese) oder eine Versteifung die letzte Option, wenn konservative Therapien versagen, da der natürliche Knorpel nicht nachwächst, sondern nur Ersatzknorpel gebildet werden kann.
 

Wie stellt man den Grad der Arthrose fest?

Dazu gehört vor allem das Röntgen, aber manchmal ist auch eine Computertomographie (CT), eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder sogar eine Single Positron Emissions-Tomografie (SPECT) notwendig. Wenn ein Gelenkserguss und Ruheschmerzen vorliegen, wird zudem häufig eine schmerzarme Gelenkpunktion vorgenommen.

Wie wird ein Knorpelschaden Grad 4 operiert?

Bei einem Knorpelschaden Grad 4, wo der Knochen bereits frei liegt ("Knochenglatze"), kommen regenerative Verfahren wie die Autologe Knorpelzelltransplantation (ACT) oder Knorpel-Knochen-Transplantationen (z.B. OATS/Mosaicoplastik) in Frage, aber auch Knochenmarkstimulationsverfahren wie die Mikrofrakturierung und Abrasionsarthroplastik, die knorpelähnliches Narbengewebe fördern; bei großen Schäden oder starker Arthrose kann auch ein Gelenkersatz (Knieprothese) die beste Lösung sein.
 

Was sind die Symptome von Arthrose Grad 3?

Schweregrade einer Arthrose

Bei Arthrose Grad 2 ist der Gelenkspalt leicht verringert, Osteophyten sind nachweisbar. Bei Arthrose Grad 3 ist der Gelenkspalt deutlich verringert, Osteophyten sind an vielen Stellen nachweisbar.

In welcher Jahreszeit ist Arthrose am schlimmsten?

Kälte, Nässe und schmerzende Glieder – das gehört für viele Arthrose-Patienten im Winter zusammen. Ursache dafür ist neben der niedrigen Außentemperatur auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, die den Gelenken zu schaffen macht. Trotzdem können auch Arthrose-Geplagte die kalte Jahreszeit schmerzfrei genießen.

Was löst einen Arthroseschub aus?

Ein Arthroseschub wird oft durch eine Kombination aus Überlastung, Stress, Wetterwechsel, Infektionen oder ungesunder Lebensweise (Übergewicht, Bewegungsmangel, Nikotin) ausgelöst, die bestehende Gelenkprobleme verschlimmern und zu Entzündungen in der Gelenkkapsel führen, was Schmerzen, Schwellungen und Rötungen verursacht. 

Was hilft gegen Arthrose Grad 4?

Bei Arthrose Grad 4, dem Endstadium mit fast vollständigem Knorpelverlust und Knochenschäden, stehen meist operative Verfahren im Vordergrund, vor allem der Gelenkersatz durch eine Prothese (Knie-TEP), um Schmerzen zu lindern und Lebensqualität zu verbessern. Auch Umstellungsoperationen bei Fehlstellungen (O-/X-Beine) und Gelenkerhaltende Eingriffe wie Knorpeltransplantationen können in Betracht gezogen werden, wobei konservative Maßnahmen (Physio, Schmerzmittel) nur noch begrenzt helfen.
 

Welche Symptome treten bei fortgeschrittener Arthrose auf?

Eine fortgeschrittene Arthrose bedeutet den fast vollständigen Abbau des Gelenkknorpels, was zu starken Dauerschmerzen (auch in Ruhe und nachts), ausgeprägten Bewegungseinschränkungen, Gelenkverformungen, Schwellungen und sichtbaren Knoten (z.B. an den Fingern) führt, wobei Knochen auf Knochen reibt und oft nur noch ein künstlicher Gelenkersatz (Prothese) Linderung verschaffen kann, da der Knorpel nicht nachwächst. 

Wann ist eine Knie-OP bei Arthrose sinnvoll?

Eine Knie-OP bei Arthrose wird empfohlen, wenn konservative Methoden (Physiotherapie, Schmerzmittel, Gewichtsreduktion) über mehrere Monate keine ausreichende Linderung bringen, die Schmerzen trotz Behandlung anhalten, die Lebensqualität stark eingeschränkt ist und der Alltag (z.B. Spaziergänge, Treppensteigen) zunehmend beeinträchtigt wird, oft bei fortgeschrittenen Stadien (III/IV) der Arthrose. Wichtig ist die Abwägung von Leidensdruck und Nutzen gegen die Risiken einer großen OP.
 

Was ist ein Knorpelschaden von Grad 3 bis 4?

Ein Knorpelschaden Grad 3 bis 4 bedeutet eine schwere Schädigung des Gelenkknorpels, bei der die Risse tief gehen (Grad 3, oft bis auf den Knochen) oder der Knorpel komplett fehlt und der Knochen freiliegt (Grad 4, auch "Knorpelglatze" genannt). Während Grad 3 tiefere Risse mit Aufrauhung bis zum Knochen umfasst, ist bei Grad 4 die Knorpelschicht vollständig abgebaut, was zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt und oft operative Maßnahmen wie Knorpelzelltransplantation (ACT) oder Gelenkersatz (Prothese) notwendig macht, da sich der Knorpel kaum selbst regeneriert.
 

Was sollte man bei Arthrose auf keinen Fall tun?

Rotes Fleisch, Wurst, Leber und Leberwurst, Schweineschmalz, Schweinefleisch, Milch, Milchprodukte wie Butter oder Käse und Eier. Auch Süßigkeiten und Fertiggerichte können entzündungsfördernde Stoffe enthalten und den Gelenken schaden.

Was macht ein Orthopäde bei Arthrose?

Ein Orthopäde behandelt Arthrose durch Diagnostik (Bildgebung, Untersuchung), konservative Methoden (Physiotherapie, Medikamente, Injektionen, Bandagen), physikalische Therapien (Laser, Stoßwelle) und bei Bedarf invasive Eingriffe wie Arthroskopie (gelenkerhaltend) oder Gelenkersatz (Prothese), um Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität zu steigern, wobei oft eine Kombinationstherapie gewählt wird. 

Wo ist Arthrose am schlimmsten?

Eine besonders schwere Einschränkung besteht bei dem arthrotischen Befall der Hüft- und Kniegelenke. Bleibt die Arthrose an den entsprechenden Gelenken unbehandelt, kann mit der Zeit jede Bewegung zur Qual werden.

Welcher Grad ist fortgeschrittene Arthrose?

Bei Arthrose-Grad 0, I, II macht die nichtoperative Therapie Sinn. Grad III ist ein Übergangsstadium in dem je nach Leidensdruck sowohl die nichtoperative Therapie als auch eine Operation erfolgen kann. ab Arthrose-Grad IV ist die Behandlung mit einer Operation zu empfehlen.

Wie lange dauert ein Arthroseschub?

Ein Arthroseschub dauert unterschiedlich lang, oft von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen, mit plötzlich stärkeren Schmerzen, Schwellungen und Steifheit im Gelenk, bevor die Beschwerden wieder nachlassen; die Häufigkeit und Intensität sind sehr individuell, aber Schübe sind ein häufiges Merkmal der aktivierten Arthrose.
 

Wie viel Prozent Behinderung bekommt man bei Arthrose?

Der Grad der Behinderung (GdB) bei Arthrose variiert stark je nach Schwere, betroffenen Gelenken und Einschränkungen, beginnt oft bei 10-20 für leichte Fälle, steigt auf 30-50 bei mittleren Beschwerden (z. B. Hüfte, Knie, Wirbelsäule) und kann bei starken, unheilbaren Schmerzen und erheblichen Bewegungseinschränkungen 80-100 erreichen, wobei mehrere Gelenke die Werte erhöhen. Ein GdB von 50 oder mehr ermöglicht einen Schwerbehindertenausweis.
 

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