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Wie viel Getreide produziert die Ukraine?

Gefragt von: Jenny Schultz  |  Letzte Aktualisierung: 22. August 2022
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Wahr ist: Der Anteil der Ukraine an der weltweiten Weizenproduktion von zuletzt 778 Millionen Tonnen liegt bei unter fünf Prozent. 2020 produzierte das Land laut den Statistiken des US-Agrarministeriums (USDA) 25 Millionen Tonnen. Im besonders ertragreichen Jahr 2021 waren es etwa 33 Millionen Tonnen.

Wie viel Getreide kommt aus Ukraine?

Getreide aus der Ukraine: Halbe Million Tonnen Getreide nach Uno-Angaben ausgefahren. Weltweit sind rund 400 Millionen Menschen auf Lebensmittel aus der Ukraine angewiesen.

Wie viel Prozent Getreide liefert die Ukraine?

Beispiel Weizen: Weltweit wurden nach Angaben der FAO im Jahr 2020 rund 760 Millionen Tonnen Weizen geerntet. Die Russische Föderation und die Ukraine zusammen haben mit 110,8 Millionen Tonnen einen Anteil von 14,6 % an der weltweiten Erntemenge und einen Anteil von 27,9 % an der weltweiten Exportmenge.

Wie viel Getreide bekommt Deutschland aus der Ukraine?

Für Deutschland spielen die Importe aus der Ukraine mit einem Anteil von 1,9 Prozent sowie aus Russland mit 0,1 Prozent dagegen eine untergeordnete Rolle. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 11,4 Millionen Tonnen Getreide im Wert von 3,2 Milliarden Euro eingeführt.

Wie viel Weizen wird aus der Ukraine importiert?

Deutschland importiert relativ dagegen wenig Weizen aus der Ukraine: 0,04 Prozent Anteil an den Gesamtexporten der Ukraine. In absoluten Zahlen sind das 7.105 Tonnen Weizen und Mengkorn.

Weizen: Instrument der Macht | Mit offenen Karten | ARTE

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Welche Länder bekommen Getreide aus der Ukraine?

Welche Länder sind besonders von ukrainischem Getreide abhängig? Vor allem Ägypten bezieht einen großen Teil seines Getreides aus der Ukraine. Laut des Internationalen Handelszentrums stammten im Jahr 2020 rund 17 Prozent aller Getreideimporte aus dem heutigen Kriegsland.

Warum kommt kein Getreide mehr aus der Ukraine?

Rund 24 Millionen Tonnen Getreide lagern nach ukrainischen Angaben aktuell in der Ukraine und können wegen des Angriffskriegs und der daraus folgenden Blockade der Häfen nicht exportiert werden. Es droht eine weltweite Hungerkrise, denn die Ukraine gehört zu den wichtigsten Getreide-Exporteuren weltweit.

Warum kann die Ukraine kein Getreide exportieren?

Wegen des russischen Angriffs auf das Nachbarland und der Blockade ihrer Häfen durch die russische Marine kann die Ukraine etwa 20 Millionen Tonnen Getreide nicht über das Schwarze Meer ausführen. Das Getreide wird jedoch auf dem Weltmarkt – vor allem in Asien und Afrika – dringend gebraucht.

Wo kauft Deutschland Getreide?

Polen, Tschechien und Frankreich stellten im Jahr 2021 die drei führenden Herkunftsländer für Getreide in Deutschland dar. Allein aus Polen wurden rund 3,4 Millionen Tonnen Getreide importiert. Insgesamt lag die Importmenge von Getreide in Deutschland in dem Jahr bei 11,5 Millionen Tonnen.

Welches Land baut am meisten Getreide an?

wichtigste Getreideart ist der Weizen. Das Hauptanbaugebiet war in Indien, gefolgt von Russland und der EU. Mit einem Anteil von rund 29,3 Mio. ha lag Indien an erster Stelle der Weizenflächen.

Wohin exportiert Ukraine Getreide?

Die Hauptabnehmerländer liegen allesamt in Asien und Nordafrika. Wichtigstes Zielland für das ukrainische Weizen (inkl. Mengkorn) war im Jahr 2020 Ägypten. In dem Jahr wurden rund 3,1 Millionen Tonnen in das nordafrikanische Land exportiert.

Wer ist der größte Weizen Lieferant Europas?

Frankreich (6) ist hierbei noch vor der Ukraine (8) und Deutschland (9) das größte Anbauland Europas.
  • Russland: 85,9 Mio. t.
  • USA: 49,7 Mio. t.
  • Kanada: 35,2 Mio. t.
  • Frankreich: 30,1 Mio. t.
  • Pakistan: 25,2 Mio. t.
  • Ukraine: 24,1 Mio. t.
  • Deutschland: 22,2 Mio. t.
  • Türkei: 20,5 Mio. t.

Wer ist der größte Getreide Lieferant der Welt?

Die Liste der größten Getreideproduzenten zeigt im Jahr 2020 als den bedeutendsten Produzenten von Getreide die Volksrepublik China mit 615,5 Millionen Tonnen.

Wer ist der größte Getreideproduzent in Europa?

Frankreich ist nach wie vor größter Getreideproduzent Europas. Seine Bauern produzierten 2013 67,3 Millionen Tonnen Getreide. Das sind 22 Prozent der EU-Gesamterzeugung.

Kann Deutschland sich mit Weizen selbst versorgen?

Insgesamt lag der Selbstversorgungsgrad bei Getreide im Jahr 2020/21 bei 101 Prozent. Unter den einzelnen Getreidesorten war der Selbstversorgungsgrad bei Weichweizen besonders hoch. So lag der Selbstversorgungsgrad hier bei 125 Prozent.

Warum baut Deutschland kein Weizen an?

In Deutschland herrscht Überangebot statt Mangel an Getreide

Zudem hat Deutschland bei Getreide insgesamt einen Selbstversorgungsgrad von 101 Prozent, bei Weichweizen sogar von 125 und bei Gerste von 113 Prozent. Einen Getreide-Mangel gibt es in Deutschland also nicht.

Wird Getreide nach Deutschland importiert?

Rund 3,9 Millionen Tonnen Weizen und Mengkorn wurden im Jahr 2021 in Deutschland importiert. Damit waren Weizen und Mengkorn die wichtigsten Importgüter in der Kategorie Getreide. Insgesamt lag das Importvolumen von Getreide im Jahr 2021 bei 11,5 Millionen Tonnen.

Wer importiert am meisten Getreide?

Ägypten ist auf Weizenimporte aus dem Ausland angewiesen. Für das Erntejahr 2021/22 prognostizierte die USDA für Ägypten ein Importvolumen von 12,5 Millionen Tonnen Weizen. Damit war das nordafrikanische Land der führende Importeur von Weizen weltweit.

Kann Deutschland sich selbst versorgen?

Insgesamt lag der sogenannte Selbstversorgungsgrad für Nahrungsmittel 2019/2020 in Deutschland bei rund 88 Prozent. D.h., dass zwölf Prozent an Nahrungsmitteln importiert werden müssen, um den bundesweiten Bedarf zu decken.

Kann sich Europa selbst ernähren?

Beim Gemüse können wir Deutschen uns zumindest bei Weiß- und Rotkohl selbst versorgen, bei Sellerie reicht es fast und bei Lauch, Rüben, Kopfsalat und Blumenkohl kommen jeweils 70 Prozent von deutschen Betrieben. Bei den Zwiebeln wächst mehr als die Hälfte bei uns und ansonsten helfen die Niederlande und Spanien aus.

Woher bezieht Afrika Weizen?

Aus der Ukraine erhielt Afrika im gleichen Jahr Agrarprodukte für fast drei Milliarden Dollar, 80 Prozent davon Weizen und Mais. Mehr noch als unter einem hohen Weizenpreis würde der Kontinent aber unter einem markanten Anstieg des Maispreises leiden, dem eigentlichen Grundnahrungsmittel im Süden der Sahara.

Was wird in Deutschland knapp?

Lammfleisch, Pizza, Klopapier Shrinkflation beim Discounter: Diese Produkte sind in den letzten Wochen geschrumpft. Spielwaren, Computer und Software sowie bestimmte Nahrungs- und Genussmittel bleiben ebenfalls knapp. Bei den Lebensmittelhändlern hat sich die Lage aber zuletzt etwas entspannt.

Welche Lebensmittel werden knapp in Deutschland?

Wegen des Ukraine-Kriegs schießen die Lebensmittelpreise in die Höhe. Bei Speiseöl und Mehl legen viele Bürger Notvorräte ein – und verschärfen damit das Problem.
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Ein Überblick.
  • Mehl. Russland und die Ukraine gelten als Kornkammern. ...
  • Speiseöl. ...
  • Reis. ...
  • Nudeln. ...
  • Senf. ...
  • Honig.

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