Zum Inhalt springen

Wie viel Geld bekommt Väter in Elternzeit?

Gefragt von: Birte Naumann  |  Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2026
sternezahl: 5/5 (4 sternebewertungen)

Ein Vater in Elternzeit bekommt in Deutschland in der Regel 65 % seines vorherigen Nettoeinkommens als Elterngeld, mindestens 300 € und höchstens 1.800 € (Basiselterngeld), oder 150 € bis 900 € beim ElterngeldPlus, abhängig vom Einkommen vor der Geburt und ob er Teilzeit arbeitet, wobei das ElterngeldPlus eine längere Bezugsdauer ermöglicht. Die genaue Höhe berechnet sich nach dem Einkommensunterschied, wenn er in Teilzeit arbeitet.

Wer zahlt den Vaterschaftsurlaub in 2 Monate?

Wer bezahlt den Sonderurlaub? Während dieser Zeit übernimmt der Arbeitgebende die Vergütung und trägt die Kosten. Diese Zeit gilt als Sonderurlaub und hat somit keinen Einfluß auf die gesetzlich festgelegten Urlaubstage.

Wie viel Elterngeld bekomme ich als Vater?

Der Vater bekommt Elterngeld in Höhe von 65 % seines Nettoeinkommens vor der Geburt, mindestens 300 € und höchstens 1.800 € pro Monat. Bei Teilzeitarbeit wird das Elterngeld anteilig berechnet, basierend auf dem Einkommensverlust, wobei es auch die Option des ElterngeldPlus gibt, um den Bezugszeitraum zu verdoppeln. Die genaue Höhe hängt vom individuellen Einkommen und dem gewählten Bezugsmodell ab (Basiselterngeld oder ElterngeldPlus). 

Wie hoch ist das Elterngeld für einen Vater, der 2 Monate Elternzeit nimmt?

Paare (und getrennt Erziehende) können 14 Lebensmonate Basiselterngeld untereinander aufteilen. Voraussetzung: mindestens einer der Elternteile hat in 2 Lebensmonaten nach der Geburt weniger Einkommen als davor. Diese 2 zusätzlichen Monate nennt man "Partnermonate".

Wie funktioniert Elternzeit für Vater?

Elternzeit für Väter funktioniert über einen gesetzlichen Anspruch von bis zu 36 Monaten pro Kind, die flexibel in Abschnitten genommen werden können, auch gleichzeitig mit dem Partner, aber unbezahlt – finanzieller Ausgleich erfolgt durch Elterngeld. Der Antrag muss schriftlich beim Arbeitgeber gestellt werden, meist 7 Wochen vor Beginn (für die ersten 3 Jahre). Währenddessen sind bis zu 32 Wochenstunden Teilzeitarbeit erlaubt, um die Finanzlücke zu schließen.
 

Kinder & Finanzen: Komplette Checkliste zu Elterngeld, Elternzeit, Mutterschutz & Co.! | Finanzfluss

18 verwandte Fragen gefunden

Was verdient ein Vater in Elternzeit?

Väter sowie Mütter erhalten höchstens 1.800 Euro und mindestens 300 Euro Elterngeld. Nehmen beide Elternteile Elternzeit und bleiben Sie als Vater mindestens zwei Monate Zuhause, besteht ein Anspruch auf 14 statt 12 Monate Elterngelt.

Können Mütter und Vater gleichzeitig Elterngeld bekommen?

Ja, beide Elternteile können gleichzeitig Elterngeld beziehen, allerdings nur begrenzt: Für das Basiselterngeld ist der gleichzeitige Bezug meist nur für einen Monat innerhalb der ersten 12 Lebensmonate des Kindes möglich, aber mit Elterngeld Plus (bei Teilzeit) und dem Partnerschaftsbonus (bei geteilter Teilzeit) können mehrere Monate parallel genutzt werden, um die Erwerbstätigkeit aufzuteilen.
 

Kann Vater auch nur 1 Monat Elterngeld nehmen?

Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Basiselterngeld können Eltern nur innerhalb der ersten 14 Lebensmonate des Kindes erhalten – danach können sie das ElterngeldPlus oder den Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen.

Wie kann Vater 2 Monate Elternzeit aufteilen?

Jeder Elternteil kann seine gesamte Elternzeit in drei Zeitabschnitte aufteilen. Der Arbeitgeber kann jedoch den dritten Abschnitt der Elternzeit aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen, wenn er ausschließlich zwischen dem dritten Geburtstag und der Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes liegt.

Wann 2 Kinder damit volles Elterngeld?

25.08.2009/dbb/UBO/Berlin: Wer ein zweites Kind plant, sollte sich damit nicht allzu viel Zeit lassen. Denn Anspruch auf volles Elterngeld haben Eltern nur dann, wenn maximal zwölf Monate Elternzeit mit Elterngeldanspruch zwischen der Ge- burt des ersten und zweiten Kindes liegen.

Wie viel Elterngeld bei 2000 € Netto?

Bei 2.000 € Nettoeinkommen vor der Geburt beträgt das Basiselterngeld in der Regel 1.300 € monatlich (65 % von 2.000 €), da dies über dem 1.200 €-Grenzwert liegt, wobei der Mindestbetrag von 300 € und der Höchstbetrag von 1.800 € nicht überschritten werden. Bei ElterngeldPlus gibt es die Hälfte, also 650 € monatlich, dafür aber doppelt so lange. Bei Teilzeitarbeit reduziert sich der Betrag entsprechend dem Einkommensunterschied, bei 1.200 € Einkommen nach Geburt wären es 520 € Basiselterngeld (65 % von 800 € Differenz). 

Wie berechnet man die Elternzeit für Vater?

Für Väter ist es meist besonders praktisch, dass sie die Elternzeit splitten können. Die ersten 12 der insgesamt 36 Monate müssen in den ersten drei Lebensjahren des Kindes genommen werden. Die restlichen 24 Monate können sie zwischen seinem dritten und achten Geburtstag aufteilen.

Wann bekomme ich 100% Elterngeld?

Eltern, die im maßgeblichen Bemessungszeitraum ein durchschnittliches Netto-Einkommen von weniger als 1.000 Euro erzielten, bekommen davon bis zu 100 Prozent durch das Elterngeld ersetzt.

Wird Vaterschaftsurlaub 100% bezahlt?

Die Vaterschaftsentschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, das der Vater vor der Geburt des Kindes erzielt hat.

Wie viele Tage bekommt Vater frei bei Geburt?

Aktuell gibt es in Deutschland noch keinen einheitlichen gesetzlichen Anspruch auf Sonderurlaub bei Geburt für Väter, oft sind es 1 bis 2 Tage (nach § 616 BGB), aber es sind 10 Tage bezahlter Vaterschaftsurlaub (Familienstartzeit) geplant und werden per EU-Richtlinie gefordert, die bald Gesetz werden soll, um eine bezahlte Freistellung von bis zu 10 Arbeitstagen direkt nach der Geburt zu ermöglichen. Die Umsetzung verzögert sich, aber viele Arbeitgeber zahlen bereits freiwillig mehr. 

Wer zahlt, wenn Vater Elternzeit nimmt?

Während der Elternzeit zahlt der Arbeitgeber keinen Lohn, aber der Staat unterstützt Väter (und Mütter) mit dem Elterngeld, das 65–67 % des vorherigen Nettoeinkommens ausgleicht (mindestens 300 €, maximal 1.800 €) und beantragt werden muss, wobei bis zu 14 Monate möglich sind, wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen (sogenannte "Partnermonate"). Zusätzlich gibt es für den Partner des Kindes, der die Betreuung übernimmt, einen kurzzeitigen, bezahlten "Vaterschaftsurlaub" von zwei Wochen, der vom Arbeitgeber bezahlt wird.
 

Wie hoch ist mein Elterngeld, wenn der Vater auch zwei Monate Elternzeit macht?

Wenn du als Vater zwei Monate Elternzeit nimmst, bekommst du für jeden Monat Basiselterngeld – in der Regel 65 % deines Nettoeinkommens, mindestens 300 Euro, maximal 1.800 Euro pro Monat. Bei 2.000 Euro netto sind das 1.300 Euro monatlich, also 2.600 Euro für zwei Monate.

Können Mutter und Vater gleichzeitig Elternzeit nehmen?

Eltern können ihre Leistungen für mehrere Wochen gleichzeitig oder nacheinander beziehen . Die Leistungen müssen zwar nicht aufeinanderfolgend bezogen werden, jedoch innerhalb bestimmter Zeiträume, beginnend mit der Geburtswoche des Kindes oder der Woche, in der das Kind zur Adoption in die Obhut des Elternteils gegeben wurde.

Wie funktioniert Elternzeit für Vater?

Elternzeit für Väter funktioniert über einen gesetzlichen Anspruch von bis zu 36 Monaten pro Kind, die flexibel in Abschnitten genommen werden können, auch gleichzeitig mit dem Partner, aber unbezahlt – finanzieller Ausgleich erfolgt durch Elterngeld. Der Antrag muss schriftlich beim Arbeitgeber gestellt werden, meist 7 Wochen vor Beginn (für die ersten 3 Jahre). Währenddessen sind bis zu 32 Wochenstunden Teilzeitarbeit erlaubt, um die Finanzlücke zu schließen.
 

Kann ein Vater 2 Monate Basiselterngeld bekommen?

Ja, Väter können Basiselterngeld für zwei Monate beziehen, entweder als Teil der 14 Monate (12 reguläre + 2 Partnermonate) oder als reine ElterngeldPlus-Monate, was eine längere Bezugsdauer ermöglicht, wobei ab 1. April 2024 der gleichzeitige Bezug von Basiselterngeld für beide Eltern auf einen Monat beschränkt ist (Ausnahmen für Frühchen, Mehrlinge etc.). Die zwei Vätermonate sind Teil des Systems, um die Betreuung aufzuteilen und können als Partnermonate die Gesamtbezugszeit verlängern, wenn beide Eltern Elterngeld beantragen und ein Elternteil weniger Einkommen hat. 

Kann der Arbeitgeber Elternzeit ablehnen Vater?

Nein, der Arbeitgeber kann die Elternzeit für Väter (und Mütter) in den ersten drei Lebensjahren des Kindes nicht ablehnen, da hier ein gesetzlicher Anspruch besteht. Eine Ablehnung ist nur möglich, wenn die Elternzeit zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes beantragt wird und dringende betriebliche Gründe dem entgegenstehen. Der Arbeitgeber muss einen solchen Ablehnungsantrag innerhalb von 8 Wochen nach Antragseingang schriftlich begründen.
 

Ist die Einkommensgrenze für Elterngeld von 150.000 Euro brutto oder netto?

Die Einkommensgrenze für das Elterngeld bezieht sich auf das zu versteuernde Einkommen (zvE), nicht auf das Bruttoeinkommen oder Nettoeinkommen, und liegt für Geburten ab dem 1. April 2025 bei 175.000 Euro pro Jahr für Paare und Alleinerziehende. Das zu versteuernde Einkommen ist niedriger als das Brutto- oder Nettoeinkommen, da Werbungskosten, Sonderausgaben und Freibeträge abgezogen werden, weshalb ein Bruttoeinkommen von deutlich über 150.000 Euro (oft um 180.000 € oder mehr) die Grenze noch nicht reißen muss. 

Welcher Elternteil sollte Elterngeld beantragen?

Jeder Elterngeldantrag ist grundsätzlich von beiden Elternteilen zu unterschreiben, auch wenn nur ein Elternteil Elterngeld beantragt! Ausnahmen werden hier nur für Alleinerziehende gemacht, oder wenn sich der Partner beispielsweise in Haft befindet.

Was bekommt man an Elterngeld, wenn man in der Elternzeit wieder schwanger wird?

Wenn Sie in der Elternzeit wieder schwanger werden, läuft das Elterngeld für das erste Kind normal weiter, aber Sie sollten Ihre Elternzeit vorzeitig beenden, um Anspruch auf Mutterschaftsgeld für das neue Baby zu haben, da es zu Überschneidungen kommen kann; die Höhe des Elterngelds berechnet sich dann neu nach dem Einkommen vor der Geburt des zweiten Kindes, wobei auch der Geschwisterbonus und besondere Regelungen für den Bemessungszeitraum gelten können. 

Welche Tricks gibt es, um Elterngeld zu erhöhen?

Elterngeld-Tricks beinhalten legale Strategien zur Einkommensoptimierung vor der Geburt, wie Steuerklassenwechsel (III/V), die Verschiebung von Einmalzahlungen/Boni mit dem Arbeitgeber, Nutzung von ElterngeldPlus bei Teilzeit und Ausnutzen des Geschwisterbonus, um das zu versteuernde Einkommen zu senken und somit den Elterngeldanspruch zu erhöhen. Auch die Geltendmachung von Sonderausgaben wie Altersvorsorgeinvestitionen kann das Einkommen senken, um die Einkommensgrenze zu unterschreiten, wobei hier individuelle Beratung wichtig ist, um Steuernachteile zu vermeiden.
 

Vorheriger Artikel
Was ist 12 Jahre verheiratet?
Nächster Artikel
Wie vernichtet man Aktien?