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Wie treibt der Frauenarzt ab?

Gefragt von: Boris Jürgens  |  Letzte Aktualisierung: 24. März 2026
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Ein Frauenarzt führt einen Schwangerschaftsabbruch meist medikamentös (durch zwei Medikamente) oder operativ mittels Absaugung (Vakuumaspiration) durch, wobei ein dünnes Röhrchen die Gebärmutterhöhle sanft entleert, oft unter örtlicher Betäubung oder Narkose. Der medikamentöse Abbruch löst eine Blutung aus, während der operative Eingriff nur wenige Minuten dauert. Beide Methoden sind sicher, erfordern aber eine Nachuntersuchung.

Wie funktioniert eine Abtreibung beim Frauenarzt?

Operativer Schwangerschaftsabbruch

Standardmethode ist die Vakuumaspiration (Saugkürettage, Absaugung): Dabei führt der Arzt ein schmales Röhrchen über die Scheide in die Gebärmutterhöhle ein. Durch dieses Röhrchen werden dann der Embryo und die Gebärmutterschleimhaut abgesaugt.

Wie läuft es ab, wenn man abtreiben will?

Das Schwangerschaftsgewebe wird mit einem Röhrchen abgesaugt. Danach haben Sie für etwa sieben bis zehn Tage eine leichte Regelblutung. Der Eingriff dauert nicht länger als 15 Minuten, nach ein bis zwei Stunden Erholung können Sie wieder nach Hause gehen.

Wie läuft eine Absaugung ab?

Eine Absaugung (Vakuumaspiration) ist ein Verfahren, bei dem ein dünnes Röhrchen durch die Vagina in die Gebärmutter eingeführt wird, um Gewebe mittels Vakuum zu entfernen – meist bei einem frühen Schwangerschaftsabbruch oder zur Entleerung der Gebärmutter nach einer Fehlgeburt. Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung oder Kurznarkose durchgeführt, dauert nur wenige Minuten und ist ein sanftes Verfahren, bei dem nichts geschnitten wird, um die Gebärmutterschleimhaut zu entfernen, gefolgt von leichten Menstruationsähnlichen Schmerzen und Blutungen.
 

Wie schnell ist der Abtreibungstermin?

Ein Abtreibungstermin kann sehr schnell vergeben werden, oft innerhalb weniger Tage nach der ersten Kontaktaufnahme, abhängig vom Bundesland und der gewählten Methode (medikamentös oder operativ), wobei gesetzlich eine 3-tägige Bedenkzeit nach der verpflichtenden Beratung einzuhalten ist; die Frist für einen Abbruch liegt meist bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) bzw. 14. SSW (nach letzter Periode), mit unterschiedlichen Fristen für Medikamente (oft bis 9. SSW) und Operationen (oft bis 12. SSW). 

Die Absaugmethode – Abtreibungsmethoden

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Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

Wie schnell darf man abtreiben?

Ein Schwangerschaftsabbruch kann medikamentös bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) (9 Wochen seit letzter Regel) oder operativ bis zur 12. SSW nach der Beratung erfolgen; bei medizinischer Indikation oder nach Vergewaltigung sind auch spätere Abbrüche bis etwa 22 SSW möglich. Der medikamentöse Abbruch dauert mehrere Tage mit zwei Medikamenten, der operative Eingriff (meist Absaugung) ist oft in wenigen Stunden ambulant abgeschlossen.
 

Wie schmerzhaft ist eine Abtreibung?

Ja, eine Abtreibung kann Schmerzen verursachen, aber das Ausmaß ist je nach Methode (medikamentös oder operativ) und individuell verschieden; operative Abbrüche werden oft unter Vollnarkose durchgeführt, während medikamentöse Abbrüche starke Menstruationskrämpfe und Blutungen auslösen können, die aber gut mit Schmerzmitteln behandelt werden können. 

Wie lange Bettruhe nach Absaugung?

Nach dem Eingriff sollten Sie sich mindestens ein bis drei Tage Ruhe gönnen. Während der Heilungsphase ist es ratsam, auf Sport, Geschlechtsverkehr, Vollbäder und Sauna zu verzichten. Auch Tampons sollten Sie für mindestens zwei Wochen nicht verwenden.

Hat ein Embryo Schmerzen bei Abtreibung?

Diese neue Studie deutet darauf hin, dass Föten auch nach 20 Wochen, dem Zeitpunkt, bis zu dem in den meisten Ländern ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen werden darf, noch keinen Schmerz empfinden.

Wie sage ich meinem Frauenarzt, dass ich abtreiben will?

Wenn die Ärztin oder der Arzt nicht selbst Schwangerschaftsabbrüche vornimmt, kann sie oder er informieren, wo ein Abbruch möglich ist. Auch Beratungsstellen haben meist Listen von Praxen und Kliniken in der Region.

Wie fühlt man sich nach einer Abtreibung?

Nach einer Abtreibung fühlt man sich oft körperlich erschöpft und hat Schmerzen oder Krämpfe ähnlich einer starken Periode, begleitet von Blutungen. Emotional sind die Reaktionen sehr individuell und reichen von Erleichterung, Trauer, Schuldgefühlen bis zu Angst oder Stimmungsschwankungen, wobei viele Frauen eine Mischung aus Erleichterung und Trauer empfinden können. Unterstützung durch nahestehende Personen ist wichtig, da die Verarbeitung der Entscheidung Zeit braucht. 

Was braucht man zum Abtreiben?

Was Sie für den Schwangerschaftsabbruch benötigen

  • Bescheinigung über die gesetzlich vorgeschriebene Beratung.
  • Blutgruppennachweis falls vorhanden (z.B. alter Mutterpass/ Blutspendeausweis)
  • Krankenkassenkarte und Überweisung.

Wo melde ich mich, wenn ich abtreiben will?

Die Schwangerschaftsberatungsstellen der AWO sind gesetzlich anerkannte Beratungsstellen nach § 219 Strafgesetzbuch (StGB) und § 5 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG). Wenn Sie eine Schwangerschaft abbrechen lassen möchten, brauchen Sie einen Beratungsschein von einer solchen staatlich anerkannten Beratungsstelle.

Wie läuft der Abtreibungsprozess ab?

Ein Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) erfolgt entweder medikamentös (bis ca. 9. Woche, mit zwei Medikamenten) oder operativ (Absaugung oder Ausschabung), meist ambulant unter lokaler Betäubung oder Kurznarkose. Vor dem Eingriff steht eine verpflichtende Beratung und mindestens drei Tage Wartezeit. Der operative Eingriff dauert ca. 10-15 Minuten, der medikamentöse Abbruch erstreckt sich über mehrere Tage, mit stärkeren Blutungen und Krämpfen. Beide Methoden erfordern eine Nachuntersuchung.
 

Was ist besser, medikamentöse oder operative Abtreibung?

Es gibt keine pauschal "bessere" Methode; sowohl medikamentöse als auch operative Abtreibungen sind sehr sicher, aber sie unterscheiden sich in Ablauf, Dauer und dem Erleben für die Frau, wobei die Wahl oft von der Schwangerschaftswoche und den persönlichen Präferenzen abhängs, betont www.familienplanung.de und www.familienplanung.de. Der medikamentöse Abbruch dauert länger (mehrere Tage), fühlt sich natürlicher an und erfordert keine Narkose, kann aber stärkere Blutungen und Krämpfe verursachen, während der operative Abbruch (Absaugung) schneller unter Narkose abläuft und meist leichtere Blutungen nach sich zieht, aber ein kleinerer Eingriff ist. Die Entscheidung sollte nach ausführlicher ärztlicher Beratung getroffen werden, oft ist bis etwa zur 9. Woche die Wahl zwischen beiden Methoden möglich, danach muss operativ abgebrochen werden. 

Hat man Schmerzen nach Absaugung?

Die meisten Frauen haben nach einer Absaugung für 1 bis 2 Wochen menstruationsähnliche Schmerzen und leichte Blutungen. Etwa 4 bis 6 Tage nach dem Eingriff kommt es oft für einige Stunden zu stärkeren Schmerzen und Blutungen, die auch Blutgerinnsel enthalten können.

Bis wann ist eine Spättabtreibung möglich?

Es dürfen seit der Empfängnis (Befruchtung) nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein. Dies entspricht der 14. Schwangerschaftswoche, wenn vom ersten Tag der letzten Monatsblutung gerechnet wird.

Wie lange braucht der Körper, um sich von einer Abtreibung zu erholen?

Die Erholung nach einem medikamentösen Abbruch variiert, aber viele Frauen fühlen sich nach 1 bis 2 Tagen wieder wohl. Es kann jedoch bis zu 2 Wochen dauern, bis die Blutungen vollständig abklingen.

Welche Abtreibung ist schonender?

Die gebräuchlichste und schonendste Methode ist die Absaugung. Ein dünnes Röhrchen wird durch den Muttermund eingeführt und die Schleimhaut und die Fruchtblase werden abgesaugt. Der Eingriff dauert fünf bis zehn Minuten.

Kommt man jemals über eine Abtreibung hinweg?

Manche Frauen wissen intellektuell, dass ein Schwangerschaftsabbruch die richtige Entscheidung war und bereuen ihn nicht, empfinden aber gleichzeitig Trauer über das Ende der Schwangerschaft. Mit der Zeit und im Gespräch mit anderen kann sich dies jedoch legen .

Wann beginnt ein Embryo zu fühlen?

Ein Embryo beginnt schon sehr früh, Reize wahrzunehmen, oft schon ab der 8. Woche reagiert er auf sanfte Berührungen, aber das Nervensystem für Schmerzempfinden ist erst um die 26. Schwangerschaftswoche (SSW) voll ausgebildet, und die ersten bewussten Kindsbewegungen spürt man als Mutter meist zwischen der 18. und 20. SSW, wenn das Baby kräftiger wird.
 

Kann man im 4. Monat abtreiben?

Das bedeutet, dass eine Schwangerschaft innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate ohne Vorliegen eines medizinischen Grundes abgebrochen werden kann. Voraussetzung ist, dass vor dem Abbruch ein Aufklärungsgespräch stattfindet und der Abbruch von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird.

Wie viel kostet abtreiben?

Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch in Deutschland liegen meist zwischen 300 und 800 Euro, abhängig von Methode (medikamentös günstiger) und Narkose, aber sie können bei geringem Einkommen von der Krankenkasse übernommen werden, wenn ein Antrag gestellt wird, oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation erstattet werden, oft nur mit Gesundheitskarte. 

Wann ist die Abtreibung zu spät?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.