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Wie teuer ist eine private Krankenversicherung im Alter?

Gefragt von: Evelyne Lohmann  |  Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026
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Die Kosten der privaten Krankenversicherung (PKV) im Alter steigen durch medizinische Inflation, werden aber durch Altersrückstellungen und den Wegfall des Gesetzlichen Zuschlags (ab 60) sowie des Krankentagegeldes (ab Renteneintritt) abgemildert, wodurch die Beiträge für Rentner oft im Bereich von 500 bis 700 €/Monat (Durchschnitt) liegen, wobei Beamte mit Beihilfe günstiger sind, da der Eigenanteil sinkt. Wichtig ist der frühe Einstieg für mehr Rücklagen und die individuelle Tarifwahl, da die Beiträge stark variieren können, erklärt Verivox.

Wie viel kostet die private Krankenversicherung für Rentner?

Die Kosten für die private Krankenversicherung (PKV) für Rentner variieren stark, liegen aber oft zwischen 200 € und über 600 € monatlich, abhängig von Alter, Tarif, Gesundheitszustand und Einkommen, wobei ein Beitragszuschuss von bis zu 50 % der GKV-Beiträge möglich ist (ca. 8,55 % der Rente), was die PKV-Beiträge deutlich reduziert. Der durchschnittliche Beitrag lag 2022 bei etwa 529 € monatlich. 

Kann man mit 70 noch die private Krankenkasse wechseln?

Ja, mit 70 kann man noch die private Krankenkasse wechseln, aber es wird schwieriger: Ein Wechsel zu einer anderen PKV ist oft wegen der Gesundheitsprüfung und Risikobewertung sehr schwer, aber ein interner Wechsel (zu einem günstigeren Tarif beim selben Anbieter) ist gesetzlich vorgeschrieben und fast immer möglich, wobei der Versicherer beraten muss und keine neue Gesundheitsprüfung verlangen darf, um die Beiträge zu senken. Der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenkasse (GKV) ist nur mit 90%iger Vorversicherungszeit in der GKV in der zweiten Lebenshälfte möglich, was meist scheitert.
 

Ist die private Krankenversicherung im Alter teurer?

Ja, die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) steigen tendenziell auch im Alter, da sie durch gestiegene Gesundheitskosten und die allgemeine Inflation beeinflusst werden, allerdings sind die Anstiege durch gesetzliche Mechanismen wie Alterungsrückstellungen und Beitragsentlastungstarife gedämpft und nicht rein altersbedingt. Ab 60 entfällt zwar der gesetzliche 10%-Zuschlag, was den Beitrag senkt, aber die steigenden Leistungskosten führen oft zu spürbaren Anpassungen, die aber auch durch Tarifwechsel oder Selbstbehalte gemildert werden können.
 

Wie hoch ist der Basistarif in der PKV für Rentner?

Der Basistarif in der PKV für Rentner ist an den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung gekoppelt, beträgt 2026 bis zu ca. 1.017,18 € monatlich (plus Pflegeversicherung), kann aber je nach individuellen Umständen (z.B. Altersrückstellungen, Sozialhilfe) auch reduziert sein, wobei der maximale Zuschuss zur Rente 50 % des Beitrags abdeckt. Für Rentner gibt es auch einen Standardtarif, der sich am GKV-Höchstbeitrag orientiert und 2025 bei ca. 805 € lag. 

Wie entwickelt sich der Beitrag für die PKV im Alter?

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Was zahlen Rentner in der PKV?

Die Kosten für die private Krankenversicherung (PKV) für Rentner variieren stark, liegen aber oft zwischen 200 € und über 600 € monatlich, abhängig von Alter, Tarif, Gesundheitszustand und Einkommen, wobei ein Beitragszuschuss von bis zu 50 % der GKV-Beiträge möglich ist (ca. 8,55 % der Rente), was die PKV-Beiträge deutlich reduziert. Der durchschnittliche Beitrag lag 2022 bei etwa 529 € monatlich. 

Ist eine private Krankenversicherung im Alter zu teuer?

Ja, die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) steigen tendenziell im Alter, da die Gesundheitskosten zunehmen, aber es gibt Mechanismen (Altersrückstellungen, Wegfall des 10%-Zuschlags ab 60, Krankentagegeld-Entfall, Tarifwechsel), die den Anstieg abmildern oder die Kosten senken können, wobei der Arbeitgeberzuschuss wegfällt und durch einen Rentenversicherungszuschuss ersetzt wird. Durchschnittlich zahlen Rentner oft zwischen 500 und 1.500 Euro monatlich, je nach Tarif, Alter und Gesundheitszustand.
 

Was ist, wenn ich als Rentner meine private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen kann?

Was passiert, wenn ich als Rentner meine private Krankenversicherung nicht mehr zahlen kann? Wer den Beitrag seiner PKV gar nicht mehr stemmen kann und Zahlungen schuldig bleibt, wechselt in den Notlagentarif, bis die Beitragsschulden beim Versicherer abbezahlt sind.

Ist eine private Krankenversicherung für Rentner günstiger?

Die australische Regierung hat ein privates Krankenversicherungsprogramm zur Kostenreduzierung eingerichtet, wobei Senioren höhere Erstattungssätze erhalten: Bis zu 28,710 % für Personen im Alter von 65 bis 69 Jahren und bis zu 32,812 % für Personen ab 70 Jahren .

Welche Nachteile hat der Basistarif der privaten Krankenversicherung?

Der PKV-Basistarif bietet zwar eine GKV-nahe Grundversorgung ohne Risikozuschläge, hat aber erhebliche Nachteile: eingeschränkte Arzt- und Zahnarztwahl (oft nur Kassenärzte, die GKV-Sätze akzeptieren), schwierige Rückkehr in leistungsstärkere Tarife (erneute Gesundheitsprüfung), fehlende Komfortleistungen (Chefarzt, Einzelzimmer), keine Familienversicherung und die Gefahr, dass Beiträge trotzdem steigen können, was ihn für viele schlechter als den Standardtarif macht. 

Welche PKV ist die beste für Rentner?

Die "beste" private Krankenversicherung (PKV) für Rentner hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab, aber Top-Anbieter laut Tests sind oft Allianz, R+V (hohe Qualität) und die Debeka (stabile Beiträge), während die HUK-Coburg preisbewusste Rentner anspricht und die Barmenia mit flexiblen Tarifen lockt; wichtig sind eine gute Beitragsrückerstattung, der mögliche Zuschuss der Rentenversicherung und die Option auf Beitragsentlastungstarife. 

Wie hoch ist der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung für Rentner 2025?

Der Zuschuss wird so berechnet, dass entweder 8,75% (2025: 8,55%) der gesetzlichen Rente oder maximal die Hälfte des PKV-Beitrags gezahlt werden – es gilt immer der niedrigere Wert. Für 2026 liegt der Höchstzuschuss bei 508,59 Euro pro Monat (2025: 471,32 Euro).

Wann ist man zu alt für PKV?

Ein gesetzliches Höchstalter gibt es nicht. Rein rechtlich könntest du dich also auch mit 70 noch privat versichern.

Was ist im Alter besser, gesetzliche KV oder privat?

Im Alter gilt: Die GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) bietet durch die Familienversicherung und Einkommensabhängigkeit Stabilität, ist aber für Rentner mit kleiner Rente oft die beste Wahl. Die PKV (Private Krankenversicherung) punktet mit besserer medizinischer Versorgung und kalkulierbaren Beiträgen durch Alterungsrückstellungen, wird aber im Alter teurer, wenn man nicht vorgesorgt hat; hier sind gute Vorsorge (Rürup-Rente), ein Wechsel in günstigere Tarife oder der Rückweg in die GKV (wenn möglich) wichtig, da der Wechsel zurück oft schwierig ist.
 

Was kann ich tun, wenn meine private Krankenversicherung zu teuer wird?

Wenn die private Krankenversicherung (PKV) zu teuer wird, sollten Sie einen internen Tarifwechsel bei Ihrer aktuellen Versicherung prüfen, da dort Altersrückstellungen erhalten bleiben, oder in den Standard-/Basistarif wechseln, um Leistungen anzupassen, oder bei Erfüllung der Voraussetzungen in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zurückkehren, um die Beiträge zu senken. Eine weitere Möglichkeit ist die Erhöhung des Selbstbehalts, um den monatlichen Beitrag zu reduzieren. 

Kann man als Rentner noch in die private Krankenversicherung?

Ja, als Rentner können Sie privat krankenversichert bleiben oder in die PKV wechseln, wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, wobei sich Beiträge durch Wegfall des 10%-Zuschlags ab 60 und des Krankentagegeldbeitrags reduzieren, und Sie können einen Zuschuss bei der Rentenversicherung beantragen, wenn Sie in der PKV sind. Der Wechsel ist am Renteneintritt am einfachsten; danach wird es schwieriger. 

Welche Nachteile hat die private Krankenversicherung im Alter?

Nachteile der privaten Krankenversicherung (PKV) im Alter sind potenziell steigende Beiträge (wenn auch durch Altersrückstellungen abgefedert), die fehlende Beitragsanpassung an sinkende Renteneinkommen, die Unmöglichkeit des Wechsels zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nach 55, die Notwendigkeit eigener Beiträge für jedes Familienmitglied, sowie Risiken durch Vorerkrankungen (Zuschläge/Ausschlüsse). Auch ein Wechsel des PKV-Anbieters wird durch Gesundheitsprüfungen erschwert.
 

Wie hoch ist der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung für Rentner?

Ja, Rentner in der privaten Krankenversicherung (PKV) erhalten einen Zuschuss von der Deutschen Rentenversicherung, der etwa die Hälfte der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abdeckt – berechnet als Anteil der Rente plus halber Zusatzbeitrag – und monatlich ausgezahlt wird, wobei der Zuschuss maximal 50 % des tatsächlichen PKV-Beitrags betragen darf. Der Zuschuss muss zusammen mit dem Rentenantrag beantragt werden, um ab Rentenbeginn zu wirken. 

Wie komme ich als Rentner aus der PKV raus?

Als Rentner aus der PKV in die GKV zu wechseln, ist möglich, aber an strenge Bedingungen geknüpft, primär über die 9/10-Regel (90 % gesetzliche Versicherung in der zweiten Erwerbshälfte) oder die Familienversicherung (wenn Partner in GKV versichert, Einkommen gering). Bei über 55-Jährigen wird es schwieriger; hier zählen die letzte 5 Jahre vor Rente mindestens 2,5 Jahre GKV-Versicherung oder die 9/10-Regel. Es ist ein aktiver Antrag bei der gewünschten Krankenkasse nötig, da die Prüfung nicht automatisch erfolgt. 

Wie hoch sind die Kosten für eine private Krankenversicherung im Alter?

Die Kosten der privaten Krankenversicherung (PKV) in der Pension sinken dank höherer Beihilfe (oft 70%) und wegfallender Zuschläge (z.B. Krankentagegeld) und sind deutlich günstiger als während des Berufslebens; für Angestellte gibt es einen Zuschuss, aber die Beiträge steigen mit dem Alter, da Alterungsrückstellungen verbraucht werden, wobei die Kosten je nach Tarif (Basis/Premium) und individueller Situation stark variieren (Beispiele: 200-500 € für Rentner, 180-400 € für Beamte im Ruhestand).
 

Wann macht eine private Krankenversicherung Sinn?

Eine private Krankenversicherung (PKV) lohnt sich meist für Gutverdiener über der Versicherungspflichtgrenze (ca. 77.400 € Brutto-Jahreseinkommen 2026), Selbstständige, Freiberufler und Beamte, die bessere Leistungen, schnellere Termine und mehr Wahlmöglichkeiten wünschen und bei guter Gesundheit sind, wobei die Beiträge im Alter steigen können, was langfristig gut überlegt sein muss.
 

Wie viel kostet eine private Zusatzversicherung für Rentner?

Je nach Tarif müssen Sie mit Mitte 60 ungefähr mit den dreifachen Kosten im Vergleich zum Abschluss mit Mitte 30 rechnen. Mit 35 Jahren kostet eine Krankenhauszusatzversicherung durchschnittlich etwa 35 Euro pro Monat. Mit Mitte 60 kann eine Zusatzversicherung daher schnell über 100 Euro pro Monat kosten.