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Wie sieht Endometriose im Ultraschall aus?

Gefragt von: Isabel Rausch  |  Letzte Aktualisierung: 30. Juni 2026
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Ein Ultraschallbild bei Endometriose zeigt oft Endometriosezysten (Schokoladenzysten) mit charakteristischem "Ground-glass"-Aussehen und fehlender Durchblutung in der Zystenwand oder Anzeichen von Adenomyose (Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmuttermuskulatur) wie Myometriumsverbreiterung und myometriale Zysten, ist aber nicht immer eindeutig und ersetzt die Bauchspiegelung (Laparoskopie) nicht, die der Goldstandard für die Diagnose ist, insbesondere bei kleinen Herden am Bauchfell (Peritoneum).

Ist Endometriose im Ultraschall sichtbar?

Ja, Endometriose kann im Ultraschall sichtbar sein, insbesondere durch verdächtige Zysten (Endometriome/Schokoladenzysten) oder Verwachsungen, aber der Ultraschall ist nicht immer ausreichend, da viele kleine Herde am Bauchfell nicht erkannt werden; eine definitive Diagnose erfordert oft eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder MRT. Ein erfahrener Spezialist kann jedoch wichtige Hinweise liefern, vor allem bei Adenomyose (Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmuttermuskulatur) oder Endometriose in der Blase.
 

Wie stellt die Frauenärztin Endometriose fest?

Eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide kann Hinweise auf größere Endometriose-Herde und -Zysten liefern. Auch Organe wie die Blase und der Enddarm können so untersucht werden. Endometriose am Bauchfell kann manchmal mit einem Ultraschall durch die Bauchdecke gesehen werden.

Ist Endometriose von aussen sichtbar?

Endometriose gilt oft als „unsichtbare Krankheit“. Doch viele Betroffene erleben sehr wohl, dass sich ihr Körper verändert – und das auch nach außen sichtbar.

Wie sieht der Bauch aus, wenn man Endometriose hat?

Ein Endometriose-Bauch (auch „Endobelly“) sieht oft aus wie ein stark aufgeblähter, harter und gespannter Unterbauch, der an einen Schwangerschaftsbauch erinnert, aber zyklisch auftritt, besonders vor oder während der Periode. Er entsteht durch die Endometriose-Herde, die Entzündungen und Gasansammlungen im Bauchraum verursachen und mit Schmerzen, Verstopfung oder Durchfall verbunden sein können.
 

Was ist Endometriose? Das Chamäleon der Gynäkologie - Alles über Ursachen, Symptome & Therapie

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Welche Symptome sind typisch für Endometriose?

Typische Endometriose-Symptome sind starke, krampfartige Unterleibsschmerzen vor/während der Periode, die oft in Rücken und Beine ausstrahlen, Schmerzen beim Sex, Stuhlgang oder Wasserlassen (besonders während der Menstruation), starke/unregelmäßige Blutungen sowie chronische Müdigkeit, Blähungen und Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung, die stark mit dem Zyklus schwanken können, sowie die Möglichkeit einer Unfruchtbarkeit.
 

Hat man bei Endometriose freie Flüssigkeit im Bauch?

Ja, bei Endometriose kann es zu Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum kommen, was oft mit dem Phänomen des "Endobelly" (aufgeblähter Bauch, Wassereinlagerungen) und Schmerzen verbunden ist, da die Endometrioseherde Entzündungen und Reizungen verursachen, die Schwellungen begünstigen. Diese Symptome treten häufig zyklusabhängig auf, besonders vor der Periode, und sind ein verbreitetes Zeichen der entzündlichen Natur der Erkrankung, die auch Wassereinlagerungen fördern kann. 

Was ist die Vorstufe von Endometriose?

Meist haben die Betroffenen bereits lange vorher Beschwerden, vor allem starke Regelschmerzen. Diese Beschwerden beginnen gewöhnlich schon im Jugendalter. Ursächlich für die starken Regelschmerzen ist die Gebärmutter, in der sich eine Art Vorstufe der Endometriose ausbreitet, die sogenannte Adenomyose.

Wie fühlt sich leichte Endometriose an?

Dazu gehören insbesondere unspezifische Darm- und Blasenfunktionsstörungen wie Blähbauch und Bauchschmerzen, Stuhlgangs-assoziierte Beschwerden. Auch eine Schmerzausstrahlung in den Rücken und/oder die Beine wird häufig beschrieben.

Welche Darmprobleme können bei Endometriose auftreten?

Endometriose verursacht oft starke Darmbeschwerden wie Blähungen (Endobelly), Schmerzen beim Stuhlgang, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit und sogar Blut im Stuhl, da Endometriose-Herde an oder in der Darmwand wachsen können, Entzündungen verursachen oder das Enterische Nervensystem (ENS) beeinflussen, was oft zu einem ähnlichen Reizdarmsyndrom führt und die Lebensqualität stark beeinträchtigt, aber durch Behandlung der Endometriose verbessert werden kann.
 

Wie kann ich testen, ob ich Endometriose habe?

Es gibt verschiedene Endometriose-Tests: Den Goldstandard bildet die Bauchspiegelung (Laparoskopie) mit Gewebeprobe, aber zunehmend verfügbar ist der nicht-invasive Speicheltest (Ziwig Endotest®), der Mikro-RNAs analysiert, sowie Online-Selbsttests, die Symptome abfragen, jedoch keine ärztliche Diagnose ersetzen können. Bluttests sind ebenfalls in Entwicklung.
 

Wie ist die Periode bei Endometriose?

Insbesondere Endometrioseherde in der Muskulatur der Gebärmutter führen zu einer besonders starken, oft längeren und schmerzhaften Regelblutung. In diesem Fall treten die Schmerzen während oder nach der Blutung auf. Sind Eierstöcke befallen, können Zysten entstehen, die periodisch mitbluten.

Ist ein Blähbauch ein Symptom von Endometriose?

Der Blähbauch bei Endometriose, oft als "Endobelly" bezeichnet, ist ein weit verbreitetes und oft schmerzhaftes Symptom, das durch zyklusabhängige Schwellungen des Bauches gekennzeichnet ist und häufig mit Verdauungsproblemen wie Verstopfung, Durchfall oder Schmerzen beim Stuhlgang einhergeht, ausgelöst durch Entzündungen, hormonelle Schwankungen, ein gestörtes Darm-Mikrobiom und Stress. Endometrioseherde im Verdauungstrakt können die Darmfunktion beeinträchtigen, aber auch ohne direkte Darmbeteiligung kommt es zu Blähungen. Eine angepasste Ernährung, Stressbewältigung und medizinische Unterstützung helfen, die Beschwerden zu lindern. 

Was ist so ähnlich wie Endometriose?

Die wichtigste und häufigste endo-ähnliche Erkrankung ist die Adenomyose, bei der Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe in die Gebärmuttermuskulatur einwächst, was zu ähnlichen Schmerzen und Blutungsstörungen führt. Auch Gebärmuttermyome, Reizdarmsyndrom, Darmkrebs, bestimmte Entzündungen (z.B. Chlamydien) oder Kompressionssyndrome können ähnliche Symptome wie Endometriose verursachen und müssen in der Differentialdiagnose berücksichtigt werden, da sie oft verwechselt werden, obwohl sie unterschiedlich sind.
 

Ist gelber Ausfluss ein Symptom von Endometriose?

Gelber Ausfluss bei Endometriose ist ein mögliches, aber unspezifisches Symptom, das oft auf eine zusätzliche Entzündung (Zervizitis, Endometritis) oder Infektion hindeutet, da der gelbe Farbton durch Leukozyten (Immunzellen) verursacht wird, die auf Erreger oder Reizung reagieren; Endometriose selbst verursacht primär starke Schmerzen und Zyklusstörungen, aber bei Entzündung oder Infektion können zusätzlich gelblicher, übelriechender Ausfluss, Juckreiz, Schmerzen oder Fieber auftreten. Wichtig ist: Gelber Ausfluss, besonders mit Geruch oder Juckreiz, erfordert immer einen Arztbesuch zur Abklärung. 

Kann Endometriose lange Zeit unentdeckt bleiben?

Nicht selten bleibt die Krankheit sogar frei von Beschwerden. Dies führt dazu, dass Endometriose oft lange Zeit unentdeckt bleibt. Am häufigsten aber leiden betroffene Frauen an Schmerzen, die zyklusabhängig, vor und während der Menstruation, oder zyklusunabhängig auftreten.

Welche Frauen neigen zu Endometriose?

Die höchste Wahrscheinlichkeit zum Auftreten einer Endometriose liegt im Alter von 35 bis 45 Jahren [1, 2]. Schätzungsweise sind zwischen 8 und 15 Prozent aller Mädchen* und Frauen* betroffen – das sind in Deutschland ca. 2 Millionen Menschen.

Ist Endometriose im Ultraschall immer erkennbar?

Ein unauffälliger Ultraschall schließt Endometriose nicht aus, da vor allem kleine Herde am Bauchfell oft nicht sichtbar sind; Zysten (Schokoladenzysten) können oft erkannt werden, aber auch ohne Zysten kann Endometriose bestehen, weshalb bei starken Symptomen weitere Schritte wie ein spezialisiertes MRT oder eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) nötig sind, um die Diagnose zu sichern. 

Welche Schmerzen sind vergleichbar mit Endometriose?

Endometriose-Schmerzen sind oft vergleichbar mit extrem starken Regelschmerzen, Wehen, Herzinfarkt- oder Cluster-Kopfschmerz-Schmerzen, da sie tief in den Unterleib, Rücken und andere Körperregionen ausstrahlen und von Intensität und Art her oft als extrem quälend beschrieben werden, manchmal sogar als unerträglich und lebenslimitierend, ähnlich einem kontinuierlichen, heftigen Krampf oder Stich. Die Schmerzen können zyklisch (vor und während der Periode) und auch dauerhaft auftreten und sich wie schwere Magen-Darm-Krämpfe, Nieren- oder Gelenkschmerzen anfühlen, da das Endometriose-Gewebe Organe wie Darm, Blase oder sogar Zwerchfell reizt.
 

Wo tut es weh bei Endometriose?

Endometriose verursacht Schmerzen typischerweise im Unterbauch, Becken, die mit der Periode schlimmer werden, aber auch tief beim Geschlechtsverkehr, beim Stuhlgang und Wasserlassen auftreten können. Schmerzausstrahlung in Rücken und Beine (Ischias-Schmerz) ist häufig. Seltener können auch Brust- und Schulterschmerzen bei zyklischer Endometriose (Zwerchfell) oder Lungenendometriose auftreten.
 

In welchem Alter beginnt Endometriose?

Endometriose betrifft Frauen im gebärfähigen Alter, besonders häufig zwischen 30 und 45 Jahren, kann aber schon in der Pubertät beginnen und bis zu den Wechseljahren bestehen, wo die Beschwerden meist nachlassen; Symptome können früh auftreten, aber die Diagnose dauert oft Jahre, da die Erkrankung bis ins hohe Alter bestehen kann und nicht nur junge Frauen betrifft. 

Wie kündigt sich Endometriose an?

Endometriose-Symptome sind vielfältig, aber häufig sind starke, krampfartige Schmerzen vor oder während der Periode, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, beim Stuhlgang und Wasserlassen (bes. bei Herden in Darm/Blase), sowie starke oder unregelmäßige Blutungen. Hinzu kommen unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Erschöpfung, Verdauungsprobleme (Blähungen, Durchfall, Verstopfung) und manchmal auch Unfruchtbarkeit. Die Beschwerden variieren stark je nach Lage der Endometriose-Herde.
 

Wie sieht der Ausfluss bei Endometriose aus?

Endometriose kann zu verändertem Ausfluss führen, oft als bräunlicher Ausfluss oder Schmierblutungen außerhalb der Periode, da abgelöstes Gewebe langsamer abfließt; auch vermehrter, gelblich-weißer oder übelriechender Ausfluss kann bei begleitenden Entzündungen auftreten, was bei starken Schmerzen oder Juckreiz eine ärztliche Abklärung nötig macht, da dies auch andere Ursachen haben kann. 

Welche Blasenbeschwerden können bei Endometriose auftreten?

Endometriose verursacht häufig Blasenprobleme wie häufigen, schmerzhaften Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und das Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung, da Endometrioseherde die Blase reizen, das Gewebe infiltrieren oder Vernarbungen verursachen können; dies kann auch zu chronischen Blasenentzündungen (Blasenschmerzsyndrom) führen und sich nach Operationen verschlimmern, wenn Nerven beeinträchtigt werden.
 

Ist es normal, während der Periode Blutklumpen mit Gewebe zu haben?

Blutklumpen mit Gewebe während der Periode sind oft harmlose Reste der Gebärmutterschleimhaut, die der Körper abstößt, besonders bei starker Blutung, um Blutverlust zu stoppen. Sie können normal sein, aber wenn sie sehr groß (über 2-3 cm), faserig, eitrig, grau, oder von starken Schmerzen, Schwindel oder übermäßig häufigem Bindenwechsel begleitet sind, können sie auf Probleme wie Myome, Endometriose oder eine frühe Fehlgeburt hinweisen und sollten gynäkologisch abgeklärt werden.
 

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