Zum Inhalt springen

Wie sieht ein Sichelfuß aus?

Gefragt von: Johanne Ernst-Schindler  |  Letzte Aktualisierung: 11. Februar 2026
sternezahl: 4.5/5 (44 sternebewertungen)

Ein Sichelfuß (Pes adductus) sieht aus wie eine eingedrehte Sichel, weil der Vorfuß und die Zehen stark nach innen zeigen (Adduktion), wodurch die Fußinnenseite eine C-förmige Kurve bildet, oft mit einem nach innen geknickten Grundgelenk des großen Zehs; er ist meist flexibel und wird häufig bei Babys beobachtet. Während die Fehlstellung bei Kindern oft von selbst verschwindet, kann sie bei Erwachsenen oder stärkerer Ausprägung zu Gangproblemen oder Schmerzen führen.

Ist ein Sichelfuß schlimm?

Der Fuß wird C-förmig. Diese Fehlstellung liegt oft an beiden Füßen vor und ist häufig mit anderen Fußfehlstellungen kombiniert. Durch einen Sichelfuß kann es zu Gangschwierigkeiten, Schmerzen und Schäden an Muskeln, Gelenken sowie Knochen kommen. Bei Kindern kann sich der Sichelfuß von selbst zurückbilden.

Wie sehen sichelfüße aus?

Was ist ein Sichelfuß? Ein Sichelfuß bei Babys oder Erwachsenen zeigt sich durch eine starke Biegung des Mittel- und Vorfußes nach innen, eine sogenannte Adduktion. Von oben betrachtet beschreibt die Innenseite des Fußes somit eine Kurve, wie eine Sichel.

Welche Symptome treten bei einem Sichelfuß auf?

Welche Symptome treten bei einem Sichelfuß auf? Ein Sichelfuß ist meist schon von außen erkennbar, da der Vorderfuß eine deutliche Einwärtsdrehung aufweist. Diese Fehlstellung kann zu Schädigungen der Gelenke, Knochen und Muskeln führen und das Gangbild sowie das Fußabrollverhalten beeinflussen.

Welche Spätfolgen kann Sichelfuß bei Erwachsenen haben?

Unbehandelter Sichelfuß (Pes adductus) bei Erwachsenen kann zu chronischen Schmerzen, Fehlbelastungen, Gelenkschäden, frühzeitiger Arthrose (Gelenkverschleiß), veränderten Gangbildern (oft innenrotiert) und langfristig zu Problemen in Knie, Hüfte und Rücken führen, da die Fußfehlstellung die gesamte Körperstatik beeinflusst und zu Schwielen, Hühneraugen oder Hammerzehen führen kann.
 

Clubfoot posture - The pediatrician from Lake Constance

39 verwandte Fragen gefunden

Ist Klumpfuß eine lebenslange Behinderung?

Der korrekt behandelte Klumpfuß stellt keine Behinderung dar und erlaubt der betroffenen Person ein aktives, normales Leben zu führen. Die Wahrscheinlichkeit, ein zweites Kind mit einem Klumpfuß zu bekommen, liegt bei ca. 1 zu 30.

Was ist das, wenn man mit dem Fuß nicht mehr auftreten kann?

Dass man den Fuß nicht mehr normal anheben kann, kann durch einen Schlaganfall, ein Schädel-Hirn-Trauma oder Multiple Sklerose hervorgerufen werden. Ein Bandscheibenvorfall oder eine Verletzung des Rückenmarks können ebenfalls dazu führen, dass die Reizweiterleitung gestört wird.

Wie macht sich eine Nervenentzündung im Fuß bemerkbar?

Eine Nervenentzündung im Fuß äußert sich durch brennende, stechende Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Ameisenlaufen, oft verstärkt durch Druck oder enge Schuhe und häufig nachts auftretend, begleitet von Muskelschwäche, Krämpfen oder Koordinationsproblemen. Typische Symptome sind auch Missempfindungen, ein Gefühl, als würde man auf einem Kieselstein laufen, und eine erhöhte Empfindlichkeit bei Berührung.
 

Was kann man gegen sichelfüße tun?

Die Behandlung eines Sichelfußes beginnt meist konservativ mit Massagen, Dehnübungen und speziellen Lagerungsorthesen oder Schienen, oft ergänzt durch Physiotherapie, da sich viele Fälle von selbst korrigieren. Bei starken oder persistierenden Fehlstellungen können Gipsverbände, spezielle Einlagen (sensomotorisch), Antivarusschuhe oder in seltenen Fällen operative Korrekturen notwendig werden, um Langzeitschäden zu vermeiden.
 

Welcher Arzt bei Problemen mit den Füßen?

Denn Orthopäd:innen sind die Spezialist:innen für alle Probleme, die mit dem Bewegungsapparat zu tun haben. Dazu gehören Beschwerden in den Muskeln, Gelenken oder Knochen – und somit auch die Füße.

Welche Schuhe für sichelfüße?

Für Menschen mit Sichelfüßen werden Schuhe empfohlen, die eine gute Stützfunktion für den Fuß haben. Die Schuhe sollten eine stabile Sohle und ein Fußbett haben, das den Fuß in einer neutralen Position hält und das Gehen und Stehen erleichtert.

Ist ein Senkfuss aus Plattfuß?

Ja, ein Senkfuß ist eine frühere oder leichtere Form des Plattfußes; beide beschreiben die Absenkung des Fußlängsgewölbes, wobei der Plattfuß die stärkere Ausprägung ist, bei der die gesamte Fußsohle den Boden berührt, während beim Senkfuß das Gewölbe nur teilweise abgesenkt ist, was oft noch eine Vorstufe ist. Umgangssprachlich werden die Begriffe oft synonym verwendet, aber medizinisch gibt es einen Gradunterschied: Senkfuß (leicht) bis Plattfuß (stark).
 

Was sagen Füße über Gesundheit?

Füße sind ein Spiegel der Gesundheit: Ihre Form, Farbe, Temperatur, Hornhautbildung und auch Schmerzen können auf innere Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen, Stoffwechselprobleme (Diabetes) oder Leberleiden hinweisen. Sie spiegeln das Wohlbefinden wider, indem sie Stabilität, Haltung und Energiefluss zeigen, und können durch Fußreflexzonenmassage auch seelische Zustände (z. B. Stress, Kummer) widerspiegeln, die über die Verbindung zu Organen spürbar werden. Achten Sie auf Schwellungen, Verfärbungen, kalte Füße, Risse oder wiederkehrende Hühneraugen als mögliche Alarmsignale für die Gesamtgesundheit. 

Was bedeutet es, wenn mein Fuß nach innen zeigt?

"Füße nach innen" (Einwärtsfuß, Sichelfuß, Innenrotationsgang) beschreibt eine Fehlstellung, bei der die Füße beim Gehen nach innen zeigen, oft bedingt durch eine Rotationsfehlstellung in Hüfte, Oberschenkel oder Unterschenkel, die sich meist bei Kindern verwächst; bei Erwachsenen oder anhaltenden Beschwerden kann es sich um einen Knick-Senkfuß handeln, der durch schwache Bänder/Muskulatur oder Überlastung entsteht und Physiotherapie oder Einlagen erfordert.
 

Was können falsche Schuhe anrichten?

Ein zu enger oder zu weiter Schuh schadet also zunächst euren Füßen. Aber wie sieht es mit dem Rest des Körpers aus? Beim längern Tragen falscher Schuhe kann es zur dauerhaften Fehlbelastung von Knochen und Gelenken kommen. Das bedeutet im schlimmsten Fall Knochen- und Gelenksschäden!

Welche Beschwerden treten bei einem Spreizfuß auf?

Spreizfuß-Beschwerden äußern sich oft als Schmerzen im Vorfuß (besonders unter den Mittelfußköpfchen), Druckstellen, Schwielen und Hornhautbildung an der Fußsohle, Ermüdung der Füße und Probleme beim Abrollen. Auch ein verändertes Gangbild, Schwellungen, Kribbeln, Taubheitsgefühle und die Entwicklung von Folgeproblemen wie Hallux valgus (Ballenzeh) oder Hammerzehen sind typisch.
 

Warum bekommt man einen Sichelfuß?

Ein Sichelfuß (Pes adductus) entsteht meist durch Platzmangel im Mutterleib oder durch ein Ungleichgewicht der Fußmuskulatur nach der Geburt, oft bei Bauchlage des Säuglings; auch genetische Faktoren und Bindegewebsschwäche können eine Rolle spielen, wobei die Fehlstellung häufig von selbst korrigiert wird, aber bei starken Ausprägungen Physiotherapie oder spezielle Einlagen nötig sind.
 

Was ist der Grund für schwitzige Füße?

Ursachen für Schweißfüße

Synthetische, nicht atmungsaktive Materialien begünstigen ein feucht-warmes Klima. So entsteht ein günstiger Nährboden für das Wachstum von Bakterien, die für den schlechten Geruch verantwortlich sind. Etwa 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung leiden unter krankhaft bedingten Schweißfüßen.

Was ist ein Serpentinenfuß?

Der Serpentinenfuß, auch Z-Fuß genannt, ist eine spezielle Form des Sichelfußes bei Kindern, bei der der Vorfuß nach innen gedreht (adduziert) ist und zusätzlich die Ferse nach außen kippt (Rückfuß-Valgus), was dem Fuß eine Z-Form verleiht, ähnlich einer Schlange. Er entsteht oft durch eine Kombination aus Vorfuß-Adduktion und Fersen-Valgus und wird meist durch konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder Gipsredression behandelt, kann aber in schweren Fällen eine Operation erfordern. 

Wie bekomme ich eine Entzündung aus dem Fuß weg?

Bei einer Entzündung im Fuß hilft die PECH-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern) für die erste Hilfe, um Schwellung und Schmerz zu reduzieren; wichtig sind Schonung und Kühlung (20 Min. Kühlpack umwickelt), um die Entzündung zu beruhigen, sowie Hochlagern für den Flüssigkeitsabfluss. Bei anhaltenden Beschwerden oder Verdacht auf eine Infektion sollte ein Arzt aufgesucht werden, der weitere Therapien wie Medikamente (NSAR), Physiotherapie, spezielle Einlagen oder Injektionen verordnen kann.
 

Was sind die Anzeichen für einen neuropathischen Fuß?

Ein neuropathischer Fuß, meist durch Diabetes verursacht, ist ein Fuß mit Nervenschädigung (Neuropathie), der zu Taubheit, Kribbeln, trockener Haut, Schwielen und schmerzlosen Geschwüren führt, da der Schmerzreiz nicht mehr wahrgenommen wird, was zu Fehlbelastungen, Knochenbrüchen (Charcot-Fuß) und Infektionen führen kann. Eine konsequente Entlastung, spezielle Schuhe und gute Fußpflege sind entscheidend, um Amputationen zu vermeiden. 

Welcher Arzt bei Nervenentzündung im Fuß?

Bei ersten Anzeichen einer Nervenschädigung sollte unbedingt zeitnah ein Nervenarzt oder Neurologe aufgesucht werden. „Können die Schmerzen frühzeitig behandelt werden, verringert sich die Gefahr einer Chronifizierung des Nervenschmerzes“, betont der niedergelassene Nervenarzt.

Wie kann man Fußnerven aktivieren?

Um Fußnerven zu aktivieren, helfen gezielte Übungen wie <<< !nav>>Zehen- und Fersenwippen, Fußsohlenmassagen (z. B. mit einer Faszienrolle oder Ball) zur Durchblutung und Entspannung sowie <<< !nav>>physikalische Reize wie Wechselduschen oder Kälte-/Wärmeanwendungen; bei anhaltenden Problemen können auch spezielle Geräte zur TENS-Stimulation oder Physiotherapie notwendig sein, um die Nervenfunktion zu fördern.
 

Was ist die Vorstufe eines Ermüdungsbruchs im Fuß?

Die Vorstufe eines Ermüdungsbruchs im Fuß sind oft schleichende, belastungsabhängige Schmerzen (Belastungsschmerz), die sich als dumpf oder stechend äußern, begleitet von leichten Schwellungen, Rötungen oder Überwärmung an einer druckempfindlichen Stelle, noch bevor ein vollständiger Bruch (Mikrofraktur) sichtbar ist. Das klassische Warnzeichen ist ein Schmerz, der bei Aktivität schlimmer wird und sich in Ruhe bessert, aber bei anhaltender Belastung auch in Ruhephasen auftreten kann – ein deutliches Signal für eine Materialermüdung des Knochens. Eine frühe Form ist ein Knochenödem (Flüssigkeitsansammlung), oft nur mit MRT sichtbar, bevor die Mikrofraktur entsteht, die dann zu einem manifesten Bruch führen kann, wenn die Warnzeichen ignoriert werden.
 

Welche Symptome treten bei Nervenschmerzen im Fuß auf?

Nervenschmerzen in den Füßen äußern sich oft als Brennen, Kribbeln, Stechen oder Taubheit (Ameisenlaufen) und können durch eine Nervenschädigung oder -reizung entstehen, häufig aufgrund von Polyneuropathie (z.B. bei Diabetes) oder Morton-Neurom. Typische Ursachen sind Stoffwechselstörungen (Diabetes), Alkohol, Vitaminmangel, Autoimmunerkrankungen oder mechanische Druckbelastung. Behandlung zielt auf Ursachenkontrolle, Schuhwechsel, Einlagen (Orthesen) und Physiotherapie ab, um Fortschreiten zu verhindern und Symptome zu lindern.