Wie schwer ist es Lehrer zu sein?
Gefragt von: Herr Heinz-Josef Schumacher B.Eng. | Letzte Aktualisierung: 24. Februar 2026sternezahl: 4.7/5 (58 sternebewertungen)
Lehrer zu sein ist anspruchsvoll und oft belastend, geprägt durch hohen Zeitaufwand für Unterrichtsvorbereitung, Bürokratie, Inklusion, heterogene Schülergruppen (z.B. mit psychischen Problemen, schlechteren Deutschkenntnissen) und Personalmangel, was zu Stress und Burnout führen kann, obwohl das Studium selbst manchmal als weniger intensiv wahrgenommen wird. Die Herausforderungen sind vielfältig und umfassen auch emotionale und soziale Anforderungen, die zu einer hohen Arbeitsbelastung führen können, da Lehrer oft nicht die nötige Unterstützung finden.
Ist der Beruf Lehrer schwer?
Lehrer sind hohen Belastungen und damit auch großen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Ein wichtiger Faktor, der den Lehrerberuf so belastend macht: Sie müssen ständig mit anderen Menschen zurechtkommen und tragen für sie Verantwortung.
Ist Lehramt ein leichtes Studium?
Lehramtsstudiengänge werden als leichtes Studium betrachtet. Meistens studiert man dabei zwei Fächer gleichzeitig auf Lehramt – Sie können sich einfach Ihre Lieblingsfächer aussuchen.
Wie viele brechen Lehramt ab?
Mehr als 50.000 Studentinnen und Studenten beginnen in Deutschland durchschnittlich jedes Jahr ein Lehramtsstudium. Bis zum Ende des Referendariats gelangen jedoch lediglich rund 28.000, wie eine Berechnung des Stifterverbands zeigt. Das entspricht einem Schwund von rund 44 Prozent.
Ist Lehrer stressig?
Ja, der Lehrerberuf gilt als sehr stressig und gehört zu den Berufsgruppen mit hohem Risiko für psychische Belastungen wie Burnout, Erschöpfung und Depressionen, was durch Faktoren wie hohe Arbeitslast, Verantwortung, Heterogenität der Schüler, Personalmangel und gesellschaftliche Erwartungen verursacht wird. Studien bestätigen die enorme Belastung durch große Klassen, Zeitmangel und ständige Anforderungen, wobei die psychischen und psychosomatischen Erkrankungen bei Lehrern häufiger vorkommen als in anderen Berufen.
Praxisschock im Lehramt: Warum viele Lehrer im Referendariat aufgeben | NDR Info
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Warum verlassen Lehrer ihren Beruf?
Sie verlassen die sichere Beamtenlaufbahn und verlieren ihre Pension. Die Gründe sind vielfältig: zu wenig Zeit für die Kinder, kaum individuelle Förderung, zu viel Stress. Wie viele es sind, ist unklar, da niemand die Fälle zählt.
Ist Lehramt anspruchsvoll?
Ein Lehramtsstudium ist anspruchsvoll, aber machbar; es erfordert viel Selbstorganisation, Lernbereitschaft und ein gutes Zeitmanagement, da man oft zwei Fächer kombiniert und sich intensiv auf Prüfungen und das Staatsexamen vorbereiten muss, auch wenn manche Fächer weniger arbeitsintensiv sind und die Durchfallquoten niedrig sind. Die Herausforderung liegt in der Kombination aus Fachwissen, Pädagogik und Praxisbezug, sowie dem hohen Druck, gute Noten für den späteren Referendariatsplatz zu erzielen.
Was ist das meist studierte Fach?
Platz 1: BWL-Studium (Betriebswirtschaftslehre)
Die meisten der knapp drei Millionen Studierenden in Deutschland haben sich für BWL entschieden – insgesamt gibt es in dem Fachbereich es mehr als 230.000 Studierende.
Wie hoch ist die Durchfallquote bei Lehramt?
Die Durchfall- und Abbruchquoten im Lehramtsstudium sind hoch, mit Schätzungen, die von 40-45% Abbrechern bis zum Referendariat reichen (Stifterverband, 2025). Obwohl manche Statistiken geringere Abbruchquoten im ersten Semester zeigen (z.B. 8% vs. 11% bei anderen Studiengängen), zeigen andere Zahlen, dass viele das Studium verlassen, oft wegen unzureichender Praxisbezüge, Zeitmangel und hohen Anforderungen, besonders in späteren Phasen wie dem Staatsexamen, wo Quoten von 20-30% möglich sind.
Ist Lehrer ein gut bezahlter Beruf?
Ja, Lehrer verdienen in Deutschland generell gut, vor allem durch eine stabile Besoldung (oft A13) und automatische Gehaltssteigerungen, was zu einem mittleren Einkommen von ca. 44.000 € bis über 80.000 € brutto pro Jahr führt, abhängig von Schulform, Bundesland und Berufserfahrung, mit Vorteilen wie Arbeitsplatzsicherheit und längeren Ferienzeiten, auch wenn die Einstiegsgehälter variieren können.
Welches Fach lässt sich sehr leicht unterrichten?
Musikunterricht gilt oft als eines der einfacheren Unterrichtsfächer. Das liegt vor allem daran, dass es – ähnlich wie im Kunst- und Sportunterricht – keine richtigen oder falschen Antworten gibt. Solange die Schüler Spaß haben und kreativ sind, machen sie alles richtig!
Was sind die 5 schwersten Studiengänge?
Die 5 schwersten Studiengänge sind oft eine Mischung aus Medizin, Jura, Physik, Chemie und Maschinenbau/Mathematik, wobei die genaue Reihenfolge je nach Quelle variiert, da alle durch hohes Lernpensum, komplexe Inhalte (oft mit viel Mathe/Physik) und hohe Abbruchquoten bekannt sind. Sie erfordern großes Durchhaltevermögen und abstraktes Denken.
Ist es heute schwieriger, Lehrer zu sein?
Unterrichten während der Pandemie war schwierig. Erinnern Sie sich? Sich in völlig neuen Online-Lernplattformen zurechtzufinden und gleichzeitig zu versuchen, mit Schülern in Kontakt zu treten, sie zu inspirieren und ihnen etwas beizubringen, die teilweise in ihren Kleiderschränken oder auf McDonald's-Parkplätzen saßen – es war unglaublich schwer. Heute ist es noch schlimmer.
Was stresst Lehrer am meisten?
Der größte Belastungsfaktor für Lehrkräfte ist zugleich auch die stärkste Ressource: Der Umgang mit den Schülerinnen und Schülern. Deutsches Schulportal: Lehrkräfte leiden mehr als viele andere Berufsgruppen unter psychischen Erkrankungen und Erschöpfung bis hin zum Burnout.
Welchen Beruf statt Lehrer?
Alternative Berufe für Lehrer*innen – fernab des Schuldienstes
- Bildungsreferent*innen. ...
- Dozent*innen in der Erwachsenenbildung. ...
- Redakteur/in oder Lektor/in für Lehrmittel. ...
- Mitarbeiter/in in Kinder- und Jugendeinrichtungen. ...
- Lernberater*innen bzw. ...
- Lerntherapeut*innen.
Was ist das seltenste Studium?
Sorabistik. Dieser Studiengang ist einer der seltensten der Welt – und damit handelt es sich um ein Studium mit Jobgarantie. Lehrinhalte sind die sorbische Kultur und Sprache.
Welches Geschlecht studiert mehr?
Mehr Frauen als Männer studieren in Deutschland; seit dem Wintersemester 2021/22 sind sie in der Mehrheit der Studierenden, und auch bei den Studienanfängern liegt der Frauenanteil seit Jahren über dem der Männer. Bei den Abschlüssen sind Frauen ebenfalls in der Mehrheit (53 % in 2023), allerdings sind Männer bei Promotionen (54 %) noch führend, so das Statistische Bundesamt.
Was ist das schwerste Fach?
Die schwersten Studiengänge sind u. A. : Jura, Medizin, Bauingenieurwesen und Mathematik/ Physik/ Chemie .
Welches Lehramt ist am leichtesten?
Fazit. Das Ranking nach den einfachsten Studiengängen zeigt, dass Medien– und Kommunikationswissenschaften, Lehramt, BWL, Sprachwissenschaften sowie soziale Arbeit zu den eher wenig zeitintensiven und kraftaufwendigen Studiengängen gehören.
Was ist das Schwierigste am Unterrichten?
Der Lehrerberuf zählt zu den anspruchsvollsten Berufen überhaupt. Lehrerinnen und Lehrer jonglieren ständig mit ihren vielfältigen Aufgaben: Schüler unterrichten, Verhaltensmanagement betreiben, administrative Aufgaben erledigen und vieles mehr . Hinzu kommt die emotionale Komponente, denn sie wissen, dass ihre Arbeit das Leben junger Menschen und ihre Zukunft prägt.
Wie lange dauert es, den Beruf Lehrer zu lernen?
Insgesamt studierst du mit Vorbereitungsdienst je nach Schulart somit zwischen 5,5 und 6,5 Jahren, um Lehrerin oder Lehrer zu werden.
Ist Lehrer ein stressiger Job?
Ja, der Lehrerberuf gilt als sehr stressig und gehört zu den Berufsgruppen mit hohem Risiko für psychische Belastungen wie Burnout, Erschöpfung und Depressionen, was durch Faktoren wie hohe Arbeitslast, Verantwortung, Heterogenität der Schüler, Personalmangel und gesellschaftliche Erwartungen verursacht wird. Studien bestätigen die enorme Belastung durch große Klassen, Zeitmangel und ständige Anforderungen, wobei die psychischen und psychosomatischen Erkrankungen bei Lehrern häufiger vorkommen als in anderen Berufen.
Warum kündigen so viele Lehrer?
1. Unzureichende Bezahlung . Studien zeigen, dass über 50 % der Lehrkräfte, die ihren Beruf aufgeben, eine unzureichende Bezahlung als wesentlichen Grund angeben. Trotz ihrer entscheidenden Rolle bei der Gestaltung zukünftiger Generationen stellen Lehrkräfte häufig fest, dass ihre Gehälter weder ihren Qualifikationen noch ihrem Arbeitseinsatz entsprechen.
Welche Nachteile hat eine Verbeamtung?
Nachteile der Verbeamtung sind vor allem das Streik- und Demonstrationsverbot, die geringe Flexibilität bei Arbeitsort und -aufgabe, eingeschränkte Mitbestimmungsrechte, hohe Belastung (z.B. Polizei, Bildung), schwieriger Jobwechsel in die Wirtschaft, und dass die Besoldung bei vergleichbarer Qualifikation in der freien Wirtschaft höher sein kann und der Aufstieg oft durch starre Hierarchien und Wartezeiten limitiert ist. Auch die strenge Gesundheitsprüfung und die potenzielle Unkündbarkeit (bei Dienstunfähigkeit) stellen Risiken dar.
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