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Wie schnell kann man eine Thrombose bekommen?

Gefragt von: Frau Dr. Ellen Marx B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2026
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Eine Thrombose kann sehr schnell entstehen, oft unbemerkt, besonders bei Risikofaktoren wie langem Sitzen (schon ab 4 Stunden), Operationen, Verletzungen, Dehydrierung oder bestimmten Krankheiten. Sie entwickelt sich, wenn das Blut gerinnt und ein Gerinnsel eine Vene blockiert, was zu Symptomen wie Schwellung, Rötung, Schmerz und Schweregefühl im betroffenen Bein führen kann, wobei die ersten Anzeichen oft schon nach Tagen oder Wochen (z.B. nach Reisen) auftreten können, aber eine Lungenembolie meist innerhalb der ersten zwei Wochen nach der TVT folgen kann.

Wie lange dauert es, bis man eine Thrombose merkt?

Beschwerden treten oftmals erst Wochen oder sogar Monate nach der Thrombose auf. In der Folge staut sich das Blut über einen längeren Zeitraum in den Beinen, die Beine schwellen an und es kommt zu einem Schweregefühl und Schmerzen.

Kann eine Thrombose einfach so kommen?

Ja, eine Thrombose kann plötzlich auftreten, oft mit akuten Symptomen wie Schmerzen, Schwellung, Rötung oder Überwärmung des betroffenen Bereichs (z.B. Bein), aber manchmal verläuft sie auch anfangs unbemerkt, bis schwerwiegendere Anzeichen wie bei einem Schlaganfall (Hirn-Thrombose) auftreten. Die Symptome variieren je nach Art (venös oder arteriell) und Ort der Thrombose, aber ein plötzlicher Beginn ist typisch, besonders bei einer venösen Tiefe Venenthrombose (TVT) oder einer Hirn-Thrombose.
 

Wie lange muss man sitzen, um Thrombose zu bekommen?

Thrombose droht ab vierstündigem Sitzen. (kib) Langes Sitzen auf Reisen birgt ein individuell unterschiedliches Risiko für Reisethromboembolien (RTE).

Kann man von einem Tag liegen Thrombose bekommen?

Im Liegen steigt auch das Risiko für eine Thrombose, bei der sich ein Blutgerinnsel bildet. Meist entstehen die Gerinnsel im Bein oder Becken. Wird nicht frühzeitig behandelt, drohen sie das Gefäß komplett zu verschließen.

Lebensgefahr Thrombose: 7 Warnzeichen und wichtige Tipps gegen Thrombosen

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Wie kündigt sich Beinthrombose an?

Symptome einer Beinvenenthrombose sind oft einseitige Schwellung, Schmerzen (oft krampfartig), Rötung oder Überwärmung sowie ein Schwere- oder Spannungsgefühl im betroffenen Bein, meist in Wade oder Oberschenkel. Auch glänzende Haut oder hervortretende oberflächliche Venen können hinzukommen. Da viele Thrombosen symptomlos verlaufen oder mit Muskelkater verwechselt werden können, ist bei Verdacht sofort ärztliche Hilfe (Hausarzt oder Notaufnahme) notwendig, um eine Lungenembolie zu verhindern.
 

Hat man bei einer Thrombose auch im Ruhezustand Schmerzen?

Ja, Thrombose kann Schmerzen im Ruhezustand verursachen, besonders bei arteriellen Thrombosen (ziehende, starke Schmerzen) oder tiefen Beinvenenthrombosen (ziehende Schmerzen wie Muskelkater, Schweregefühl), die sich oft durch Hochlagern bessern, aber nicht ganz verschwinden, während oberflächliche Thrombosen eher brennend sind. Bei Verdacht (Schwellung, Rötung, Überwärmung) sofort zum Arzt, da eine Lungenembolie lebensbedrohlich sein kann.
 

Wie schnell ist man tot bei Thrombose?

Man kann sehr schnell an Thrombose sterben, besonders wenn sich ein Blutgerinnsel löst und als Lungenembolie (LE) in die Lunge wandert; schwere Fälle führen in bis zu 90 % der Fälle bereits in der ersten Stunde zum Tod, obwohl die meisten Thrombosen medikamentös gut behandelbar sind und Todesfälle meist durch späte Diagnose und die Lungenembolie entstehen, die oft innerhalb von zwei Wochen nach der eigentlichen TVT (Tiefe Venenthrombose) auftritt.
 

Woran erkennt man, ob sich ein Blutgerinnsel bewegt?

Laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) berichten einige Menschen mit tiefer Venenthrombose von einem dumpfen Schmerz, einem Engegefühl oder Wärmegefühl im betroffenen Bereich, wenn sich das Blutgerinnsel bewegt oder wächst.

Was darf ich bei Thrombose nicht machen?

Bei Thrombose sollten Sie langes Sitzen, Stehen oder Liegen vermeiden, Beine nicht übereinanderschlagen, keine einschnürende Kleidung tragen, keine starken Massagen oder Wärme anwenden und keine Medikamente ohne ärztliche Anweisung nehmen; stattdessen ist moderate Bewegung, das Hochlagern der Beine und viel Trinken wichtig, um den Blutfluss zu fördern und ein Wiederauftreten zu verhindern, aber Extremsport und heiße Bäder (Sauna) sollten in der akuten Phase mit dem Arzt abgesprochen werden. 

Wie kann ich testen, ob ich eine Thrombose habe?

Ein Thrombose-Test umfasst ärztliche Methoden wie den Ultraschall (Doppler-Sonographie) zur Visualisierung des Blutgerinnsels, den D-Dimer-Bluttest zur Abklärung einer erhöhten Gerinnungsaktivität und bildgebende Verfahren wie CT oder MRT, besonders bei Verdacht auf Lungenembolie. Hausmittel-Tests (Wadenumfang, Druckschmerz) können erste Hinweise geben, ersetzen aber keinen Arztbesuch, der bei Verdacht auf eine Thrombose (Schwellung, Schmerz, Rötung) unerlässlich ist.
 

Kann Thrombose durch Stress entstehen?

Ja, Stress kann das Risiko für eine Thrombose erhöhen, da er die Blutgerinnung beeinflusst, das Blut dickflüssiger macht und die Blutplättchen zur Verklumpung neigt, wodurch sich Blutgerinnsel bilden können, besonders bei länger anhaltendem Stress. Stresshormone wie Adrenalin und Kortisol führen zu Gefäßverengung und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschließlich Thrombosen und Schlaganfälle.
 

Welche drei Faktoren führen zu Thrombose?

Wichtige Risikofaktoren für die Entstehung einer Thrombose

  • Große Operationen oder Verletzungen.
  • Bettruhe aufgrund einer akuten Erkrankung oder Ruhigstellung einer Extremität.
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.
  • Bluterkrankungen, die mit der unkontrollierten Vermehrung von Blutzellen einhergehen.

Wie lange ist die Emboliegefahr bei Thrombose?

Die Emboliegefahr bei einer Thrombose ist in den ersten Tagen und Wochen am höchsten, insbesondere in den ersten ein bis zwei Wochen, wenn das Gerinnsel wandern kann, aber durch die sofortige Blutverdünnung (Antikoagulation) schnell sinkt, oft schon nach 24 Stunden deutlich reduziert. Während die akute Lebensgefahr durch die Therapie stark gemindert wird, bleibt das Risiko für erneute Thrombosen und Spätfolgen (Postthrombotisches Syndrom) bestehen, weshalb die Blutverdünnung meist 3-6 Monate, manchmal auch länger, eingenommen werden muss, um das Gerinnsel aufzulösen und Rezidive zu verhindern.
 

Wie fühlt es sich an, wenn sich eine Thrombose auflöst?

Wenn sich eine Thrombose auflöst, klingen die akuten Symptome wie Schmerz, Schwellung, Rötung und Wärme im betroffenen Bein langsam ab, aber oft bleiben Beschwerden wie ein schweres, spannendes Gefühl, Hautverfärbungen, Juckreiz oder sogar Verhärtungen zurück, die als postthrombotisches Syndrom (PTS) bekannt sind, da die Vene geschädigt bleiben kann und der Blutfluss beeinträchtigt ist. Eine vollständige Auflösung ohne Spätfolgen ist ideal, aber die Regeneration braucht Zeit und das Gefühl kann sich von dumpfem Schmerz zu einer allgemeinen Unruhe oder Schwere verändern, während sich der Körper erholt. 

Ist ein Verdacht auf Thrombose ein Notfall?

Venöse und arterielle Gefäßverschlüsse stellen in der Regel einen Notfall dar, der einen unverzüglichen Krankenhaus-Aufenthalt erforderlich macht. Häufig ist sogar eine intensivmedizinische Überwachung nötig. Auf der medizinischen Intensivstation wird am häufigsten die Lungenembolie behandelt.

Wie kündigt sich ein Blutgerinnsel an?

Ein Blutgerinnsel (Thrombose) äußert sich oft durch einseitige Schwellung, Schmerzen (wie Muskelkater), Rötung, Überwärmung und ein Schwere- oder Spannungsgefühl im betroffenen Bein. Auch sichtbare „Warnvenen“ oder Blaufärbung können auftreten, wobei viele Thrombosen symptomlos bleiben, was sie gefährlich macht, da sie zu einer Lungenembolie führen können, die plötzliche Atemnot und Brustschmerzen verursacht. Bei Verdacht ist sofort ein Arzt aufzusuchen.
 

Wie schnell bilden sich Blutgerinnsel?

Blutgerinnsel können sich innerhalb von Minuten bis Stunden bilden – bei schweren Verletzungen, Operationen oder medizinischen Notfällen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. Der Körper aktiviert auf natürliche Weise Gerinnungsmechanismen, um übermäßige Blutungen zu stoppen.

Wie fühlt sich ein gelöstes Blutgerinnsel an?

Die Symptome eines Blutgerinnsels ähneln denen einer Muskelzerrung oder eines Wadenkrampfes, unterscheiden sich aber dadurch, dass das Bein (oder der Arm) geschwollen, leicht verfärbt und warm sein kann. Wenden Sie sich bei diesen Symptomen umgehend an Ihren Arzt, da möglicherweise eine sofortige Behandlung erforderlich ist.

Was sind erste Anzeichen für Thrombose?

Eine Thrombose kündigt sich oft durch einseitige Schwellung, Schmerzen (besonders in Wade/Oberschenkel), Druckempfindlichkeit, Rötung, Überwärmung und ein Schwere- oder Spannungsgefühl im betroffenen Bein an, wobei sich die Haut glänzend und bläulich verfärben kann, da der Blutfluss gestört ist. Wichtig: Oftmals treten Symptome auch gar nicht oder nur leicht auf, daher sollten diese Warnsignale ernst genommen und sofort ärztlich abgeklärt werden, um eine gefährliche Lungenembolie zu verhindern.
 

Wie lange dauert es, bis ein Blutgerinnsel zum Tod führt?

Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2022 deuten darauf hin, dass jeder fünfte Mensch, der eine Lungenembolie erleidet, innerhalb eines Jahres nach der Diagnose verstirbt. Bei einer Rechtsherzinsuffizienz ist das Sterberisiko innerhalb von 24 Stunden zwei- bis dreimal höher als bei einer akuten Lungenembolie ohne Rechtsherzinsuffizienz.

Wie schnell kommt es zu einer Thrombose?

Eine Thrombose kann sehr schnell entstehen, oft unbemerkt, besonders bei Risikofaktoren wie langem Sitzen (schon ab 4 Stunden), Operationen, Verletzungen, Dehydrierung oder bestimmten Krankheiten. Sie entwickelt sich, wenn das Blut gerinnt und ein Gerinnsel eine Vene blockiert, was zu Symptomen wie Schwellung, Rötung, Schmerz und Schweregefühl im betroffenen Bein führen kann, wobei die ersten Anzeichen oft schon nach Tagen oder Wochen (z.B. nach Reisen) auftreten können, aber eine Lungenembolie meist innerhalb der ersten zwei Wochen nach der TVT folgen kann.
 

Wie kann ich selbst testen, ob ich eine Thrombose habe?

Ein Thrombose-Selbsttest gibt nur erste Hinweise; er ersetzt keinen Arztbesuch! Achten Sie auf einseitige Schwellung, Rötung/Blaufärbung, Überwärmung, Spannungsgefühl oder Schmerzen (bes. Wade, Kniekehle) sowie Verhärtungen und vergleichen Sie die Beinumfänge. Drucktests wie das Payr- oder Homans-Zeichen können Schmerzreize auslösen, ein positives Ergebnis erfordert sofortige ärztliche Abklärung, da eine Thrombose lebensbedrohlich sein kann, wenn sich ein Gerinnsel löst.
 

Warum schmerzt es, wenn Blutgerinnsel abgehen?

Das Ausscheiden größerer Blutklumpen kann schmerzhaft sein, da sich der Gebärmutterhals weiten muss, damit die Klumpen passieren können . Diese Weitung kann erhebliche Krämpfe und Beschwerden verursachen, insbesondere bei starker Blutung.

Was ist die Vorstufe einer Thrombose?

Die Vorstufe einer Thrombose ist oft eine Venenentzündung (Thrombophlebitis) oder ein langsamer Blutfluss, der zu einer Stauung führt, was als subfasziales Ödem (Flüssigkeitsansammlung unter der Faszie) sichtbar werden kann, aber auch warnende Symptome wie Schwellung, Spannungsgefühl, Rötung, Überwärmung und Schmerzen im Bein sind frühe Anzeichen, die sofort ärztlich abgeklärt werden sollten, um eine gefährliche tiefe Beinvenenthrombose (TVT) zu verhindern.
 

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