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Wie macht man sich unkündbar?

Gefragt von: Reimund Lindner B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 8. Februar 2026
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Man kann sich nicht absolut unkündbar machen, aber der Kündigungsschutz erhöht sich durch lange Betriebszugehörigkeit (oft ab 15 Jahren), Alter (z.B. über 55) oder spezielle Funktionen wie Betriebsratsmitgliedschaft, meist geregelt in Tarifverträgen (z.B. TVöD) oder individuellen Verträgen, wodurch eine ordentliche Kündigung erschwert wird. Ein wichtiger Aspekt ist die besonderen Schutzrechte für schwerbehinderte Menschen, die eine Zustimmung des Integrationsamtes erfordern. Unkündbarkeit schützt jedoch nicht vor einer außerordentlichen Kündigung (fristlos) bei Vorliegen eines wichtigen Grundes (z.B. Diebstahl, Gewalt).

Wie werde ich unkündbar?

Dieser wurde durch § 34 Abs.

Demnach liegt die Unkündbarkeit nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit vor. Es bestehen des Weiteren Regelungen, die festlegen, dass Mitarbeiter ab 55 Jahre unkündbar sind. Ab 55 ist ein Mitarbeiter jedoch nur unkündbar, wenn er vorher bereits mindestens 20 Jahre im Unternehmen tätig ist.

Wie werde ich gekündigt ohne Sperre?

Um eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld zu vermeiden, wenn Sie gekündigt werden, müssen Sie entweder einen wichtigen Grund nachweisen (z. B. Mobbing, gesundheitliche Gründe, neuer Job) oder einen gerichtlichen Vergleich anstreben, wenn der Arbeitgeber kündigt, was die Sperre oft verhindert. Bei einer Eigenkündigung benötigt man einen "wichtigen Grund" (z. B. neue Stelle, Mobbing, Gesundheit, Pflege), um direkt ohne Sperre durchzukommen, idealerweise mit Belegen wie Attesten oder Verträgen. 

Wie bekomme ich es hin, gekündigt zu werden?

Um sich kündigen zu lassen, sollten Sie ein offenes Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen, einen Aufhebungsvertrag vorschlagen oder durch gezieltes, aber professionelles Verhalten (z.B. Dienst nach Vorschrift, Lösungsorientierung bei Problemen) eine verhaltensbedingte Kündigung anstoßen, idealerweise nach Absprache mit einem Anwalt, da eine Kündigung durch den Arbeitgeber oft besser für das Arbeitslosengeld ist als eine Eigenkündigung. Wichtig sind stets ein nachvollziehbarer Grund, die Einhaltung der Fristen und der Nachweis der Kündigung (schriftlich, mit Empfangsbestätigung).
 

Was sind die 3 Kündigungsgründe?

Die drei Hauptgründe für eine Kündigung nach dem deutschen Arbeitsrecht sind personenbedingt (z.B. Krankheit), verhaltensbedingt (z.B. Arbeitsverweigerung, Pflichtverletzung) und betriebsbedingt (z.B. Auftragsrückgang, Umstrukturierung), wobei diese drei auch die „ordentlichen“ Kündigungsgründe darstellen, die eine soziale Rechtfertigung erfordern. Arbeitnehmer kündigen oft aus Stress, mangelnder Wertschätzung oder fehlenden Aufstiegschancen, während Arbeitgeber rechtlich die drei oben genannten Gründe benötigen. 

Unkündbare

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Ist lästern über den Chef ein Kündigungsgrund?

Ja, Lästern über den Chef kann ein Kündigungsgrund sein, vor allem wenn es sich um ehrverletzende Äußerungen, Schmähkritik oder Verleumdungen handelt, die das Betriebsklima nachhaltig stören oder den Ruf schädigen; während harmloser Klatsch in vertraulichen Gesprächen oft toleriert wird, führen öffentliche Lästereien oder solche in sozialen Medien schnell zu Abmahnung oder Kündigung, da sie eine erhebliche Pflichtverletzung darstellen. 

Was sind die Gründe für die fristlose Kündigung?

Der Arbeitgeber kann einen Arbeitnehmer fristlos kündigen – ohne Einhaltung der Kündigungsfrist –, wenn ein dringender Grund vorliegt. Beispiele für dringende Gründe sind Diebstahl von Firmeneigentum oder Gewalttaten . In bestimmten Fällen kann auch Alkoholkonsum einen dringenden Kündigungsgrund darstellen.

Kann ich meinen Chef darum bitten, mich zu kündigen?

Kann ich meine Arbeitgebenden bitten, mich zu kündigen? In der Regel ist die Kündigung eine Entscheidung, die ausschließlich von Arbeitnehmer:innen getroffen wird. Ein Chef oder eine Chefin kann nicht dazu gezwungen werden, ein Arbeitsverhältnis zu beenden.

Wie wird man einen Mitarbeiter los?

Mit diesen 7 Methoden wollen Arbeitgeber Mitarbeiter entlassen

  1. Die Auszahlung des Gehalts vergessen. ...
  2. Der Aufhebungsvertrag. ...
  3. Das Spiel mit der Kurzarbeit. ...
  4. Den Mitarbeiter unbeliebte Aufgaben erledigen lassen. ...
  5. Unerreichbare Zielvereinbarungen setzen. ...
  6. Häufige negative Bewertungen. ...
  7. Isolation durch Umstrukturierung.

Ist es möglich, einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu kündigen?

Die Kündigung eines unbefristeten Arbeitsvertrags muss schriftlich erfolgen und die gesetzlichen oder vertraglichen Fristen einhalten, wobei Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen kündigen können, während Arbeitgeber einen Grund benötigen (betriebs-, personen- oder verhaltensbedingt). Arbeitnehmer haben meist vier Wochen zum 15. oder Monatsende, Arbeitgeber verlängern die Frist je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit. Wichtig ist, die Kündigung zu beweisen (z.B. durch Empfangsbestätigung).
 

Kann ich meinen Job wegen Burnout kündigen?

Bei Burnout ist eine Kündigung schwierig, aber möglich, oft durch Aufhebungsvertrag mit Abfindung oder krankheitsbedingte Kündigung nach langen Fehlzeiten, wobei der Arbeitgeber strenge Auflagen erfüllen muss (Negative Gesundheitsprognose, betriebliche Beeinträchtigung). Wichtig ist, zuerst ärztliche Hilfe zu suchen, Überlastungsanzeigen zu machen und sich rechtlich (Anwalt, Betriebsrat) beraten zu lassen, um Nachteile wie Sperrzeit beim Arbeitslosengeld zu vermeiden. Gesundheit geht vor; eine sofortige Kündigung ist riskant, kann aber bei akuten Gefahren sinnvoll sein, erfordert aber Vorsicht. 

Ist es möglich, selbst wegen Krankheit zu kündigen?

Ja, Sie dürfen wegen Krankheit selbst kündigen, aber es ist oft nachteilig wegen einer drohenden Sperrzeit von bis zu 12 Wochen beim Arbeitslosengeld (ALG) durch die Agentur für Arbeit, da Sie die Arbeitslosigkeit selbst herbeiführen. Es ist ratsam, vor einer Eigenkündigung unbedingt anwaltliche oder ärztliche Beratung zu suchen, um die Kündigungsfristen (meist 4 Wochen zum Monatsende) einzuhalten und das Risiko einer Sperrzeit zu minimieren, da Sie meistens keinen Anspruch auf eine Abfindung haben. 

Was darf man beim Arbeitsamt nicht sagen?

Beim Arbeitsamt (Agentur für Arbeit/Jobcenter) sollten Sie keine Unwahrheiten sagen, beleidigende Äußerungen vermeiden und sich kooperativ zeigen; Lügen können zu Sanktionen führen, während eine "Null-Bock-Haltung" die Vermittlung erschwert; es ist ratsam, offen über die eigene Situation zu sprechen und auf Absagen von Vermittlungsvorschlägen gut begründete Rückmeldungen zu geben, da sonst Sperrzeiten drohen können, auch wenn es legitime Ablehnungsgründe (z. B. unzumutbare Bedingungen) gibt. 

Kann man Mitarbeiter wegen Dummheit kündigen?

Dummheit zählt nicht zu den Kündigungsgründen, die das Kündigungsschutzgesetz nennt. Ein Arbeitnehmer kann regelmäßig nur aus personenbedingten, verhaltensbedingten oder betriebsbedingten Gründen gekündigt werden – das Wort Dummheit sucht man, genauso wie Faulheit, im Gesetz vergebens.

Wie kann ich kündigen, ohne Sperre zu bekommen?

Um eine Sperre beim Arbeitslosengeld bei einer Eigenkündigung zu vermeiden, brauchen Sie einen wichtigen Grund (z.B. Mobbing, unzumutbare Arbeitsbedingungen, gesundheitliche Probleme belegt durch Atteste) oder müssen einen neuen Job antreten; auch ein Aufhebungsvertrag mit neuer Stelle kann helfen, aber keine Lust oder ein besser bezahlter Job sind keine Gründe; Sie müssen sich rechtzeitig arbeitslos melden und alle Nachweise dem Arbeitsamt vorlegen. 

Bei welcher Krankheit ist man unkündbar?

War der Beschäftigte in drei Jahren immer mehr als 30 Tage krank, so droht eine Kündigung. Hier spricht man von häufigen Kurzerkrankungen. Mit einer Kündigung rechnen muss man außerdem, wenn eine dauerhafte oder lang anhaltende Arbeitsunfähigkeit vorliegt.

Was ist eine "stille Kündigung"?

Beim Quiet Firing werden Arbeitnehmer schrittweise aus dem Arbeitsleben ausgegrenzt – mit dem Ziel, dass diese selbst kündigen und das Unternehmen verlassen. Diese stille Praxis kann Mitarbeiter ebenso belasten wie Unternehmen, die sich der Konsequenzen oft nicht bewusst sind.

Welche Mitarbeiter werden zuerst entlassen?

„Bei betriebsbedingten Kündigungen muss der Arbeitgeber eine sogenannte soziale Auswahl vornehmen“, sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Das heißt: Der Arbeitgeber muss zuerst denjenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kündigen, die am wenigsten schutzbedürftig sind.

Was zeichnet eine schlechte Führungskraft aus?

Schlechte Führungskräfte zeichnen sich durch Überheblichkeit, Mikromanagement, mangelnde Empathie, schlechte Kommunikation, fehlende Anerkennung und das Zuweisen von Schuld aus, was zu Demotivation, Angst und schlechtem Arbeitsklima führt, da sie oft Kontrolle übertreiben, Ideen blockieren, keine Verantwortung übernehmen und Mitarbeiter kleinhalten, statt sie zu fördern. 

Welche 3 Kündigungsgründe gibt es?

Die drei Hauptgründe für eine Kündigung nach dem deutschen Arbeitsrecht sind personenbedingt (z.B. Krankheit), verhaltensbedingt (z.B. Arbeitsverweigerung, Pflichtverletzung) und betriebsbedingt (z.B. Auftragsrückgang, Umstrukturierung), wobei diese drei auch die „ordentlichen“ Kündigungsgründe darstellen, die eine soziale Rechtfertigung erfordern. Arbeitnehmer kündigen oft aus Stress, mangelnder Wertschätzung oder fehlenden Aufstiegschancen, während Arbeitgeber rechtlich die drei oben genannten Gründe benötigen. 

Wie werde ich schnell gekündigt?

Möglichkeiten, um eine Kündigung herbeizuführen

  1. Das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber suchen. ...
  2. Herbeiführen der Kündigung durch Fehlverhalten. ...
  3. Alternative zur Kündigung: Ein Aufhebungsvertrag.

Was kann ich tun, damit mein Arbeitgeber mich kündigt?

Sollte Ihr Arbeitgeber Ihnen kündigen, haben Sie im Wesentlichen drei Möglichkeiten:

  1. Sie können Kündigungsschutzklage gegen die Kündigung erheben.
  2. Sie können eine Abfindung aushandeln.
  3. Sie können nichts unternehmen und die Kündigung akzeptieren.

Welche Nachteile hat eine fristlose Kündigung?

Wenn der Austritt doch unberechtigt war

Oft verlieren Arbeiter:innen die Sonderzahlungen (Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration). Dies ist allerdings abhängig vom Kollektivvertrag. Angestellte haben auch bei unberechtigtem Austritt in jedem Fall Anspruch auf die aliquoten Sonderzahlungen.

Wieso bekommt man eine fristlose Kündigung?

Fristlose Kündigungen (außerordentliche Kündigungen) erfordern einen wichtigen Grund, der die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht, wie Straftaten (Diebstahl, Betrug), schwere Beleidigungen/Gewaltdrohungen, beharrliche Arbeitsverweigerung oder Arbeitszeitbetrug, oft nach erfolgloser Abmahnung. Auch Vertrauensbruch (z. B. Konkurrenztätigkeit) oder Mobbing können Gründe sein. Entscheidend ist, dass der Grund schwerwiegend genug ist, sodass der Arbeitgeber nicht bis zum Ende der Kündigungsfrist warten kann, und dass keine milderen Mittel ausreichen. 

Was fällt unter Schikane am Arbeitsplatz?

Mobbing am Arbeitsplatz ist systematisches, feindseliges Verhalten, bei dem eine Person über einen längeren Zeitraum gezielt von Kollegen oder Vorgesetzten schikaniert, isoliert oder herabgewürdigt wird, mit dem Ziel, sie auszugrenzen oder zu vertreiben, was die Persönlichkeit und Gesundheit der Betroffenen verletzt. Es geht über normale Konflikte hinaus durch seine Systematik und Dauer und umfasst Handlungen wie das Zuweisen sinnloser Aufgaben, Verbreiten von Gerüchten, soziale Ausgrenzung oder permanente unsachliche Kritik.
 

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