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Wie läuft ein Bieterverfahren ab?

Gefragt von: Manfred Dorn  |  Letzte Aktualisierung: 25. Februar 2026
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Ein Bieterverfahren läuft in mehreren Phasen ab: Ankündigung, Besichtigung (oft als Sammeltermin), Gebotsabgabe innerhalb einer Frist, Auswertung der meist unverbindlichen Angebote und schließliche Entscheidung des Verkäufers, der sich nicht zwingend an das höchste Gebot halten muss. Ziel ist es, durch Wettbewerb einen optimalen Preis zu erzielen, wobei Bieter in weiteren Runden nachziehen können, bis der Verkäufer den Zuschlag erteilt oder ablehnt.

Welche Nachteile hat das Bieterverfahren?

Nachteile des Bieterverfahrens

  • Kein Verkauf: Ein abgegebenes Gebot bedeutet nicht automatisch, dass der Interessent die Immobilie auch tatsächlich zu diesem Preis kauft. ...
  • Sammelbesichtigungstermin: Bei einem Sammelbesichtigungstermin besteht immer die Ungewissheit, wie viele Kaufinteressenten tatsächlich kommen.

Wie läuft ein offenes Bieterverfahren ab?

Privates und offenes Bieterverfahren

Das offene Bieterverfahren folgt in der Regel auf eine Open-House-Besichtigung, bei der viele Interessenten gleichzeitig die Immobilie besichtigen können und danach ihre Gebote einreichen.

Welche Tipps gibt es für Käufer im Bieterverfahren?

Für Käufer beim Bieterverfahren gilt: Kalkulieren Sie Ihr Maximalbudget vorab, lassen Sie sich nicht vom Gruppendruck zu überhöhten Preisen verleiten, holen Sie sich unbedingt professionelle Unterstützung (Gutachter) zur Wertermittlung und seien Sie professionell und sympathisch, indem Sie Finanzierung sichern und schnell reagieren, um den Verkäufer zu überzeugen. Bleiben Sie rational, auch wenn das Verfahren Emotionen weckt, denn es ist eine Verkaufsstrategie. 

Was ist ein einstufiges Bieterverfahren?

– Einstufiges Bieterverfahren: Der Immobilienverkauf durchläuft nur eine Runde und das Objekt wird ohne Nachverhandlungen an den Höchstbietenden verkauft.

Makler will Bieterverfahren - So verhaltet ihr euch am besten (Empfehlung) #Baufinanzierung

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Ist es sinnvoll, eine Immobilie zu Lebzeiten auf meine Kinder zu überschreiben?

Eine Immobilie an Kinder zu überschreiben bedeutet meist eine Schenkung zu Lebzeiten (vorweggenommene Erbfolge) über einen notariellen Vertrag, der die Umschreibung im Grundbuch bewirkt, wobei oft Rechte wie Nießbrauch oder Wohnrecht vorbehalten werden, um finanzielle Absicherung zu gewährleisten. Es gilt ein steuerlicher Freibetrag von 400.000 € pro Kind alle 10 Jahre, der Schenkungs- und Erbschaftsteuer senken kann, aber die 10-Jahres-Frist für die steuerliche Wirksamkeit und Pflichtteilsansprüche ist zu beachten. 

Wie viel Eigenkapital brauche ich bei 500.000 €?

Für eine 500.000 Euro Finanzierung sollten mindestens 60.000 Euro Eigenkapital eingebracht werden, um die Kaufnebenkosten zu decken. Ein variabler Zinssatz kann die monatliche Rate über die Zeit verändern, während ein fester Zinssatz Stabilität bietet.

Was ist der größte Fehler beim Hausverkauf?

Unrealistische und marktfremde Preisvorstellungen gehören jedoch zu den häufigsten Fehlern beim Immobilienverkauf und wirken sich negativ auf den Verkaufserfolg aus. Dabei gilt generell: Jede Immobilie muss individuell bewertet werden.

Kann man mit 2000 Euro netto ein Haus finanzieren?

Ja, mit 2000 € netto kann man ein Haus finanzieren, aber das Budget ist begrenzt und stark vom Eigenkapital sowie den Nebenkosten abhängig; üblich sind monatliche Raten von 30-40 % des Einkommens (ca. 600-800 €), was Kredite von ca. 140.000 € bis 180.000 € ermöglicht, wobei mindestens die Nebenkosten (10-15 % des Kaufpreises) durch Eigenkapital gedeckt werden sollten. 

Wie viel Eigenkapital braucht man für 200.000 €?

Insgesamt wäre für einen Kredit von 200.000 € ein Eigenkapitalanteil von rund 60.000 bis 70.000 € optimal. Förderprogramme wie KfW-Darlehen oder regionale Zuschüsse helfen, den Finanzierungsaufwand zu senken, können jedoch die Eigenkapitalanforderung nicht komplett ersetzen.

Ist ein Bieterverfahren bindend?

Ist ein Bieterverfahren bindend? Die Rechtsgrundlage zum Bieterverfahren sieht vor, dass das Gebot bis zur Beurkundung nicht verbindlich ist – im Gegensatz zur Auktion oder Versteigerung. Sowohl Käufer als auch Verkäufer können sich jederzeit umentscheiden.

Was ist das strukturierte Bieterverfahren?

Ein strukturiertes Bieterverfahren ist ein mehrstufiger, klar definierter Prozess zum Immobilienverkauf, der Transparenz schafft und den höchsten Marktpreis erzielen soll, indem Interessenten in mehreren Runden Gebote abgeben, wobei nach jeder Phase das Höchstgebot an die anderen Bieter weitergegeben wird, um den Wettbewerb anzuheizen, bis der Verkäufer das beste Angebot auswählt und verhandelt. Es dient dazu, bei begehrten Objekten einen optimalen Preis zu erzielen, da Käufer die Möglichkeit haben, sich gegenseitig zu überbieten. 

Was ist ein freies Bieterverfahren?

Freies Verfahren: Das Bieterverfahren ist ein flexiblerer Verkaufsprozess, der nicht zwingend gerichtlich festgelegt ist und oft von Maklern oder Auktionshäusern durchgeführt wird. Keine rechtliche Zwangslage: In einem Bieterverfahren sind die Verkäufer nicht in einer Zwangslage.

Was kann nach dem Notar noch schief gehen?

Nach dem Notartermin können noch die Finanzierung platzen, der Kaufpreis nicht gezahlt werden (Rückabwicklung droht), das kommunale Vorkaufsrecht den Prozess verzögern oder der Grundbucheintrag aufgrund von Verzögerungen beim Amt oder fehlenden Unterlagen auf sich warten lassen; auch Mängel an der Immobilie oder Probleme bei der Schlüsselübergabe können auftreten. 

Ist es besser, ein Haus ohne Makler zu verkaufen?

Vorteile beim Hausverkauf ohne Makler

Sie und der Käufer der Immobilie zahlen keine Maklerprovision. Sie haben sämtliche Entscheidungen in Ihrer eigenen Hand. Sie erreichen über Immobilienportale viele potenzielle Käufer. Es sind keine Abstimmungsprozesse mit einem Makler notwendig.

Wie hoch ist die monatliche Rate für einen Kredit von 700.000 € ohne Eigenkapital?

Um einen 700.000 Euro Kredit zurückzuzahlen, müssen Sie derzeit mit einer monatlichen Rate von etwa 4.118 Euro rechnen. Diese Berechnung geht auf einen Kredit mit 700.000 Euro, 3% Tilgung und 70.000 Euro Eigenkapital, 15 Jahre Zinsbindung zurück.

Ist ein Gehalt von 3000 netto gut?

Mit einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro im Monat gehört man also zu den oberen 15 Prozent der Bevölkerung in Sachen Verdienst (wohlhabend). 85 Prozent der Menschen in Deutschland verdienen weniger.

Kann man mit 4000 netto ein Haus finanzieren?

Ja, mit 4000 € netto lässt sich ein Haus finanzieren, wobei die monatliche Rate idealerweise bei ca. 1200 € bis 1400 € (30–35 % des Nettoeinkommens) liegt, was ein Darlehen im Bereich von etwa 300.000 € bis 400.000 € ermöglicht, abhängig von Eigenkapital, Laufzeit und Bonität; Banken rechnen mit der 35-Prozent-Regel, aber auch höhere Raten (bis 40 %) sind möglich, solange Puffer bleiben. 

Welche Mängel sollte man beim Hausverkauf nicht verschweigen?

  • Welche Mängel muss ich angeben, welche nicht? In aller Regel werden Sie sich mit dem Käufer beim Hauskauf auf den Ausschluss der Gewährleistung einigen können. ...
  • a. Wasserschäden, Feuchtigkeit, Schimmel. ...
  • b. Risse. ...
  • c. Lärm und Geräusche. ...
  • d. Schädlinge. ...
  • e. Wurzeln. ...
  • f. Altlasten. ...
  • g. Baujahr.

Was ist das teuerste Gewerk beim Hausbau?

Das teuerste Stockwerk eines Hauses ist der Keller! Was liegt also näher, als den Keller gleich wegzulassen und damit gleichzeitig den teueren Aushub, der je nach Lage (Hanglage, ebener Untergrund, Gebiet mit hoch liegendem Grundwasser etc.) sehr aufwändig sein kann, einzusparen.

Ist es möglich, ein Haus alleine ohne Eigenkapital zu finanzieren?

Ja, ein Haus alleine ohne Eigenkapital zu finanzieren, ist möglich (Voll- oder 110%-Finanzierung), erfordert aber sehr gute Bonität, ein hohes und sicheres Einkommen (z.B. öffentlicher Dienst) sowie eine wertstabile Immobilie, da die Bank das volle Risiko trägt und höhere Zinsen verlangt, weil sie Kaufpreis und Nebenkosten komplett finanziert, was eher die Ausnahme als die Regel ist. Wichtig sind eine gute Schufa-Auskunft, ein gesichertes Arbeitsverhältnis (Unbefristet), ein überdurchschnittliches Nettoeinkommen und die Finanzierung einer Immobilie in einer guten Lage, so Baufi24 und LBS. 

Wie hoch ist die monatliche Rate für einen Kredit von 250.000 €?

Für einen Kredit über 250.000 € liegt die monatliche Rate je nach Zinssatz und Laufzeit zwischen ca. 860 € (lange Laufzeit, niedrige Zinsen) und über 1.400 € (kürzere Laufzeit, höhere Zinsen), wobei typische Beispiele 3,5 % Zins mit 1.252 € (ca. 25 Jahre) oder 4,0 % Zins mit 1.193 € (ca. 25-30 Jahre) sind, wie Justhome, Baufi Deutschland und Vergleich.de zeigen. Nutzen Sie einen Online-Kreditrechner zur genauen Kalkulation, da Zinssatz und Laufzeit die Hauptfaktoren sind.

Wie viel Geld sollte man nach dem Hauskauf noch haben?

Wie viel Eigenkapital sollte man beim Hauskauf haben? Wenn Sie eine Immobilie kaufen ist unsere Empfehlung: 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten sollten Sie aus eigenen Mitteln aufbringen.

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