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Wie lange muss ich wieder arbeiten Um Krankengeld zu bekommen?

Gefragt von: Herr Prof. Max Pape  |  Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2026
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Um wieder Krankengeld zu bekommen, muss man bei derselben Krankheit mindestens sechs Monate lang nicht arbeitsunfähig gewesen sein und in dieser Zeit Beiträge gezahlt haben (entweder durch Arbeit oder ALG), wodurch eine neue Blockfrist beginnt. Bei einer anderen Krankheit kann der Anspruch auf Lohnfortzahlung und Krankengeld nach einer kurzen Pause (oft nur ein Tag) wieder entstehen, da die Fristen für verschiedene Erkrankungen getrennt laufen, aber die 6-Wochen-Frist für die erste Krankheit muss zuerst erschöpft sein, bevor Krankengeld fließt.

Wie lange muss man arbeiten, um erneut Krankengeld zu bekommen?

Hier gibt es keine festgelegte Dauer, die du arbeiten musst, um erneut Anspruch auf Krankengeld zu haben. Wenn du nach einer Krankheitsphase wieder arbeitest und dann wegen einer anderen Krankheit erneut arbeitsunfähig wirst, hast du direkt Anspruch auf Lohnfortzahlung durch deinen Arbeitgeber.

Wie lange muss man arbeiten, um Krankengeldanspruch zu haben?

Um Krankengeld zu bekommen, muss man zunächst 4 Wochen ununterbrochen gearbeitet haben, damit der Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber besteht; Krankengeld von der Kasse gibt es dann, wenn man länger als 6 Wochen am Stück krank ist (ab dem 43. Tag), wobei vorher der Arbeitgeber zahlt, aber auch bei kürzeren Arbeitsverhältnissen die Kasse einspringt. 

Wie lange muss man nach einer Aussteuerung arbeiten, um wieder Krankengeld zu bekommen?

Nach der Aussteuerung (78 Wochen Krankengeld) müssen Sie bei derselben Krankheit mindestens sechs Monate nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig gewesen sein und in dieser Zeit mindestens sechs Monate gearbeitet haben oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung gestanden haben, um erneut Krankengeld zu bekommen, wobei die 6 Monate auch nicht lückenlos am Stück sein müssen. Bei einer völlig neuen, anderen Erkrankung können Sie nach Ablauf der 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber oft direkt wieder Krankengeld beziehen, wenn die Voraussetzungen stimmen.
 

Wie lange muss ich wieder arbeiten, um nicht ins Krankengeld zu bekommen?

Um nicht ins Krankengeld zu fallen, müssen Sie entweder die ersten vier Wochen einer neuen Anstellung überstehen (dann zahlt die Kasse) oder bei wiederkehrender Krankheit sechs Monate ohne Krankschreibung wegen derselben Ursache arbeiten und Beiträge zahlen, damit der Anspruch auf Lohnfortzahlung neu startet. Es gibt keine feste Zeit, die man arbeiten muss, sondern Fristen: Bei neuen Jobs 4 Wochen (danach Krankengeld) und bei gleicher Krankheit 6 Monate Abstand zwischen den Krankschreibungen. 

Krankengeld - länger als 6 Wochen krank?

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Wann ergibt sich kein Anspruch auf Krankengeld?

Keinen Anspruch auf Krankengeld haben meist Familienversicherte, Studierende, Praktikanten, Minijobber, Empfänger von Bürgergeld, hauptberuflich Selbstständige (ohne spezielle Wahl) sowie Rentner, die eine volle Alters- oder Erwerbsminderungsrente beziehen. Auch Personen mit bestimmten anderen Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld I) oder nach Ablauf der 78-Wochen-Grenze für Krankengeldbezug haben keinen Anspruch, da dann die Deutsche Rentenversicherung zahlt (Erwerbsminderungsrente) oder die Leistung endet. 

Wie lange muss man zwischen 2 Krankschreibungen arbeiten gehen, damit wieder von vorne gezählt wird?

Wie lange muss man zwischen 2 Krankschreibungen arbeiten gehen, damit wieder von vorne gezahlt wird? Dabei kommt es darauf an, ob Sie wegen derselben Krankheit oder wegen einer anderen Erkrankung arbeitsunfähig werden: Ist dieselbe Krankheit wie beim ersten Mal der Grund, müssen mind. 6 Monate dazwischen liegen.

Wie lange zahlt das Arbeitsamt nach der Aussteuerung?

Nach der Aussteuerung (Ende Krankengeld nach 78 Wochen) folgt in der Regel das Arbeitslosengeld (ALG I) über die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung, wobei die Bezugsdauer von Alter und vorherigen Beitragszeiten abhängt (meist 12 Monate, bei über 58-Jährigen bis zu 24 Monate). Wichtig: Sie müssen sich bei der Agentur für Arbeit melden, um den Übergang zu sichern, und bleiben während des ALG-I- Bezugs krankenversichert. 

Wann darf die Krankenkasse Krankengeld verweigern?

Die Krankenkasse darf Krankengeld verweigern oder kürzen, wenn Fristen versäumt werden (z.B. verspätete Meldung der AU), Beiträge nicht gezahlt werden, andere Sozialleistungen (wie Arbeitslosengeld) bezogen werden, eine Rente bezogen wird oder der Medizinische Dienst (MDK) feststellt, dass die Arbeitsunfähigkeit nicht (mehr) besteht. Formfehler, unvollständige Unterlagen oder mangelnde Mitwirkung (z.B. verweigerte MDK-Begutachtung) sind ebenfalls häufige Gründe für Ablehnungen, wobei die Kasse eine umfassende Prüfung durchführen muss.
 

Wann beginnt bei Krankengeld die 3. Jahresfrist wieder neu?

Die dreijährige Blockfrist für diese Krankheit läuft dann bis zum 09.01.2022. Blockfrist Nummer 2 beginnt dann bereits am 10.01.2022 - auch wenn es in der Zwischenzeit eine Pause bei den Krankmeldungen gab und diese erst zum März 2022 wieder aufgenommen werden.

Wie lange darf ein Arzt am Stück krankschreiben?

Ein Arzt darf einen Patienten grundsätzlich so lange krankschreiben, wie die Erkrankung medizinisch notwendig ist, es gibt keine starre Höchstgrenze; allerdings sehen die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) bei Erstbescheinigungen meist maximal zwei Wochen vor, wobei bei länger andauernden oder schweren Krankheiten (z.B. Operationen, chronische Leiden) auch längere Krankschreibungen oder Folgebescheinigungen über Monate möglich sind, oft mit regelmäßiger (z.B. alle zwei Wochen) ärztlicher Überprüfung. Eine telefonische Krankschreibung ist auf maximal fünf Tage beschränkt. 

Wann zahlt der Arbeitgeber kein Krankengeld?

Kann der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung verweigern? Arbeitgeber können die Lohnfortzahlung im Allgemeinen nicht verweigern. Eine Ausnahme besteht, wenn der Arbeitnehmer seinen Ausfall aufgrund grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlich selbst verschuldet hat.

Soll man sich nach Aussteuerung weiter krankschreiben lassen?

Ja, nach der Aussteuerung (Ende des Krankengeldbezugs nach 78 Wochen) sollten Sie sich weiterhin krankschreiben lassen, um die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung zu nutzen und nahtlos Arbeitslosengeld (ALG I) zu beziehen oder sich absicherungslose Zeiten zu vermeiden, insbesondere wenn Sie weiterhin arbeitsunfähig sind und einen Anspruch auf ALG I haben, was eine Reha bei der Deutschen Rentenversicherung nach sich zieht; dabei ist jedoch eine rechtzeitige Antragsstellung bei der Arbeitsagentur wichtig und bei einer neuen Erkrankung kann sogar ein neuer Krankengeldanspruch entstehen. 

Wie lange muss man gearbeitet haben, damit man Krankengeld bekommt?

Um Krankengeld zu bekommen, muss man zunächst 4 Wochen ununterbrochen gearbeitet haben, damit der Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber besteht; Krankengeld von der Kasse gibt es dann, wenn man länger als 6 Wochen am Stück krank ist (ab dem 43. Tag), wobei vorher der Arbeitgeber zahlt, aber auch bei kürzeren Arbeitsverhältnissen die Kasse einspringt. 

Was passiert, wenn ich nach 78 Wochen immer noch krank bin?

Wenn Sie nach 78 Wochen Krankheit immer noch arbeitsunfähig sind, endet der Krankengeldbezug durch die Krankenkasse (sogenannte Aussteuerung) und Sie müssen sich um neue Absicherungen kümmern, typischerweise über die Agentur für Arbeit (Arbeitslosengeld I über die Nahtlosigkeitsregelung, auch wenn Sie weiter krankgeschrieben sind) oder einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der Rentenversicherung stellen, oft verbunden mit Rehabilitationsmaßnahmen. Kontaktieren Sie frühzeitig die Agentur für Arbeit und die Deutsche Rentenversicherung, um Lücken in der Absicherung zu vermeiden, da auch ein bestehendes Arbeitsverhältnis bei fehlender Meldung ruhen kann. 

Kann ich nach einer Reha wieder Krankengeld beantragen?

Um nach einer Reha wieder Krankengeld zu beantragen, müssen Sie sich sofort am ersten Werktag nach der Entlassung beim Arzt melden, um eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) zu erhalten, die die weitere Arbeitsunfähigkeit feststellt. Diese AU reichen Sie dann zusammen mit einem formlosen Antrag bei Ihrer Krankenkasse ein, die das Krankengeld nach dem Ende des Übergangsgeldes zahlt. Die Berechnungsgrundlage bleibt Ihr Einkommen vor der Reha, aber die Reha-Zeit wird auf die 78-Wochen-Grenze angerechnet. 

Wann steht mir kein Krankengeld zu?

Keinen Anspruch auf Krankengeld haben meist Familienversicherte, Studierende, Praktikanten, Minijobber, Empfänger von Bürgergeld, hauptberuflich Selbstständige (ohne spezielle Wahl) sowie Rentner, die eine volle Alters- oder Erwerbsminderungsrente beziehen. Auch Personen mit bestimmten anderen Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld I) oder nach Ablauf der 78-Wochen-Grenze für Krankengeldbezug haben keinen Anspruch, da dann die Deutsche Rentenversicherung zahlt (Erwerbsminderungsrente) oder die Leistung endet. 

Wann entfällt der Anspruch auf Krankengeld?

Krankengeld endet in der Regel nach maximal 78 Wochen (etwa 1,5 Jahre) innerhalb von drei Jahren bei derselben Krankheit, was als "Aussteuerung" bezeichnet wird. Danach kann der Anspruch auf Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit oder eine Erwerbsminderungsrente relevant werden, wobei die Krankenkasse rechtzeitig über das Ende informiert. 

Kann die Krankenkasse mein Krankengeld einfach streichen?

Ja, die Krankenkasse kann das Krankengeld streichen, wenn der Medizinische Dienst (MD) nach einer Prüfung feststellt, dass Sie wieder arbeitsfähig sind, obwohl Ihr Arzt Sie weiterhin krankgeschrieben hat. Dies geschieht oft nach Zweifeln der Kasse oder des Arbeitgebers und nach einem Gutachten des MD, das Ihren Attesten widerspricht. Gegen diese Entscheidung können Sie Widerspruch einlegen und sich rechtliche Unterstützung suchen. 

Wie lange muss man nach einer Aussteuerung arbeiten, um wieder Krankengeld zu bekommen?

Nach der Aussteuerung (78 Wochen Krankengeld) müssen Sie bei derselben Krankheit mindestens sechs Monate nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig gewesen sein und in dieser Zeit mindestens sechs Monate gearbeitet haben oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung gestanden haben, um erneut Krankengeld zu bekommen, wobei die 6 Monate auch nicht lückenlos am Stück sein müssen. Bei einer völlig neuen, anderen Erkrankung können Sie nach Ablauf der 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber oft direkt wieder Krankengeld beziehen, wenn die Voraussetzungen stimmen.
 

Wie wirkt sich ein Jahr Krankengeld auf meine Rente aus?

Ein Jahr Krankengeld führt zu geringeren Rentenpunkten als ein Jahr reguläre Erwerbstätigkeit, da die Beiträge auf 80 % des Lohns berechnet werden, was die spätere Monatsrente mindert, aber die Wartezeiten für Rentenansprüche bleiben bestehen, da Krankengeldzeiten als Pflichtbeitragszeiten zählen, allerdings mit geringerer Wertigkeit. Die Minderung ist spürbar, aber nicht dramatisch, und hängt vom individuellen Einkommen ab. 

Kann das Arbeitsamt mich zwingen, eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen?

Ja, die Arbeitsagentur kann Sie unter bestimmten Voraussetzungen zur Beantragung einer Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) auffordern (§ 145 SGB III) – eine echte "Zwangsmassnahme" ist aber nur unter strengen Auflagen möglich, da eine Ablehnung Ihrerseits (bei Vorliegen der Voraussetzungen) den Verlust des Arbeitslosengeldes nach sich ziehen kann, da Sie dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen. Wichtig ist, dass das Jobcenter (Bürgergeld) seit 2023 keine Zwangsverrentung mehr vornehmen darf, aber die Agentur für Arbeit (ALG I) kann dies über die "Nahtlosigkeitsregelung" prüfen, wenn eine Erwerbsminderung von unter drei Stunden täglich festgestellt wurde. 

Wie lange muss ich arbeiten, um nicht wieder ins Krankengeld zu fallen?

Um nicht ins Krankengeld zu fallen, müssen Sie entweder die ersten vier Wochen einer neuen Anstellung überstehen (dann zahlt die Kasse) oder bei wiederkehrender Krankheit sechs Monate ohne Krankschreibung wegen derselben Ursache arbeiten und Beiträge zahlen, damit der Anspruch auf Lohnfortzahlung neu startet. Es gibt keine feste Zeit, die man arbeiten muss, sondern Fristen: Bei neuen Jobs 4 Wochen (danach Krankengeld) und bei gleicher Krankheit 6 Monate Abstand zwischen den Krankschreibungen. 

Was ist die 6-Monatsfrist?

Sechs-Monats-Frist

Wird der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin wegen derselben Krankheit wiederholt arbeitsunfähig, erhält er oder sie während der erneuten Arbeitsunfähigkeit – ohne Anrechnung der früheren Bezugszeit – das Arbeitsentgelt möglicherweise für weitere sechs Wochen.

Wie lange ist man krank auf eine Diagnose?

Wie lange eine Krankschreibung dauert, entscheidet grundsätzlich der behandelnde Arzt. Den Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) zufolge gelten jedoch normalerweise zwei Wochen (bzw. in Ausnahmefällen ein Monat) bei einer Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit als Maximum.