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Wie lange ist die Kündigungsfrist nach 22 Jahren Miete?

Gefragt von: Hubertus Holz B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 14. März 2026
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Nach 22 Jahren Mietdauer beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für den Vermieter in Deutschland in der Regel 9 Monate zum Monatsende, da das Mietverhältnis bereits über 8 Jahre besteht; für den Mieter bleibt es immer bei 3 Monaten, unabhängig von der Mietdauer. Die Fristverlängerung dient dem Mieterschutz und gilt nur für den Vermieter bei ordentlicher Kündigung, oft bei Eigenbedarf.

Wie lange ist die Kündigungsfrist nach 22 Jahren?

Nach 22 Jahren Betriebszugehörigkeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist in Deutschland 7 Monate zum Ende des Kalendermonats, wenn der Arbeitgeber kündigt (§ 622 Abs. 2 BGB) – dieser Wert gilt bereits ab 20 Jahren Betriebszugehörigkeit und ändert sich danach nicht mehr. Für Arbeitnehmer gilt in der Regel die kürzere, gesetzliche Grundkündigungsfrist (meist 4 Wochen), es sei denn, der Arbeitsvertrag oder ein Tarifvertrag sieht etwas anderes vor, wobei der Arbeitnehmer von der längeren Frist profitieren kann, wenn diese im Vertrag festgelegt ist.
 

Wie lange ist die Kündigungsfrist für langjährige Mieter?

Unter fünf Jahre Mietdauer: drei Monate Kündigungsfrist. Fünf bis acht Jahre Mietdauer: sechs Monate Kündigungsfrist. Über acht Jahre Mietdauer: neun Monate Kündigungsfrist.

Wie lange ist die Kündigungsfrist für Altmietverträge?

Für sie galt je nach Mietzeit weiterhin eine Kündigungsfrist von sechs, acht oder gar zwölf Monaten. Nach dem neuen Gesetz können auch Mieter mit Altmietverträgen künftig mit einer dreimonatigen Frist ordentlich kündigen, unabhängig davon, wie lange sie bereits in der Wohnung leben.

Wie lange ist die Kündigungsfrist bei Altverträgen?

Bei Altverträgen (vor 2022 geschlossen) gelten oft längere Kündigungsfristen als bei neuen Verträgen, da die alten Regeln fortgelten – dies betrifft vor allem Fitnessstudios, Telekommunikation und teilweise Mietverträge; für Mieter gilt aber oft die 3-Monatsfrist, während Vermieter gestaffelte Fristen haben. Wichtig ist: Bei Verträgen, die nach dem 1. März 2022 geschlossen wurden, gilt das neue Gesetz für faire Verbraucherverträge mit maximal 1-monatiger Kündigungsfrist nach der Erstlaufzeit, was Altverträge meist nicht haben. 

WIE lang ist meine gesetzliche Kündigungsfrist? | Kündigungsfrist einfach erklärt

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Welche Kündigungsfrist für unbefristete Mietverträge?

Kündigung der Wohnung durch den Mieter

Mieter können unbefristete Mietverträge immer mit einer Frist von 3 Monaten kündigen. Eine gesetzliche Verlängerung der Kündigungsfrist je nach Wohndauer auf bis zu 12 Monate gibt es nicht mehr.

Welche Rechte haben langjährige Mieter?

Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass es in Deutschland keine Sonderrechte für alteingesessene Mieter gibt. Das bedeutet, dass jeder Mieter, unabhängig von seiner Dauer des Wohnens in der Wohnung oder im Mietshaus, die gleichen Rechte und Pflichten hat.

Wann ist man in einer Mietwohnung unkündbar?

Ein Mieter ist faktisch unkündbar, wenn ein lebenslanges Wohnrecht besteht, der Mietvertrag auf Lebenszeit geschlossen wurde, ein vertraglicher Kündigungsverzicht (oft nach langer Zeit) vereinbart ist, oder wenn der Mieter durch die Sozialklausel (Härtefall) (§ 574 BGB) geschützt ist, z.B. wegen Alter (über 60/schwerbehindert) und langer Mietdauer (mind. 15 Jahre) bei fehlender Ersatzwohnung. Auch ein Zeitmietvertrag mit einer unwirksamen Laufzeit über vier Jahren (wird unbefristet) oder ein Vermieter ohne berechtigtes Interesse machen den Mieter unkündbar. 

Was muss ein Vermieter nach 20 Jahren erneuern?

Nach 20 Jahren muss der Vermieter in der Regel nicht alles komplett erneuern, aber für wesentliche Mängel und übermäßige Abnutzung haftet er; Schönheitsreparaturen wie Streichen von Wänden/Decken/Türen sind oft Sache des Mieters (je nach Vertrag), aber Verschleiß wie gelöste Fliesen, defekte Bodenbeläge (PVC, Laminat, Parkett), beschädigte Badewannen oder Rollläden, die durch normale Abnutzung entstehen, muss der Vermieter bei starker Beeinträchtigung erneuern, da sie über die normale Abnutzung hinausgehen und die Nutzung der Wohnung erheblich stören. 

Wie lange ist die Kündigungsfrist für eine Wohnung wegen Eigenbedarfs?

Die Kündigungsfrist bei Eigenbedarf hängt von der Mietdauer ab und beträgt mindestens 3 Monate, kann aber je nach Mietdauer auf 6 oder 9 Monate ansteigen; die Kündigung muss spätestens am 3. Werktag eines Monats beim Mieter eingehen, damit sie zum übernächsten Monatsende wirksam wird, wobei bei umgewandeltem Wohnraum oft eine längere Sperrfrist von mindestens 3 Jahren gilt. 

Welche Kündigungsfrist hat ein Mieter für eine Wohnung?

Für Mieter gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten, unabhängig von der Mietdauer; die Kündigung muss schriftlich erfolgen und dem Vermieter spätestens am dritten Werktag eines Monats (Mo-Sa) zugehen, damit sie zum Ende des übernächsten Monats wirksam wird (z.B. Kündigung im September bis 3. Werktag = Ende Dezember). Eine eigenhändige Unterschrift ist zwingend erforderlich, E-Mails oder Faxe sind unwirksam.
 

Welche Kündigungsfrist gilt für eine Mietwohnung nach 15 Jahren?

Nach 15 Jahren Mietdauer verlängern sich die Kündigungsfristen für den Vermieter erheblich auf bis zu 9 Monate (oder sogar 12 Monate bei Eigenbedarf im Zweifamilienhaus), während der Mieter in der Regel immer mit 3 Monaten kündigen kann, es sei denn, der Vertrag sieht etwas Günstigeres vor. Längere Mietzeiten (> 8 Jahre) erhöhen die Frist für den Vermieter, aber der Mieter profitiert von der 3-Monats-Regel, es sei denn, es besteht ein Sonderkündigungsrecht des Vermieters (z.B. bei 30 Jahren Mietdauer nach § 544 BGB), aber auch dann gilt meist nur die gesetzliche Frist. 

Wie lang ist die Kündigungsfrist nach 22 Jahren?

Nach 22 Jahren Betriebszugehörigkeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für den Arbeitgeber sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 Abs. 2 Nr. 7 BGB) – diese Frist gilt ab 20 Jahren Betriebszugehörigkeit und ändert sich durch 22 Jahre nicht mehr. Wichtig ist, dass Arbeits- oder Tarifverträge längere Fristen vorsehen können, aber niemals kürzere. 

Was gilt bei alten Mietverträgen?

Für den Vermieter gilt bei alten Verträgen ebenfalls die vereinbarte Kündigungsfrist – die allerdings nicht kürzer als die gesetzliche Frist sein darf. Diese beträgt drei bis neun Monate, je nach Länge der Wohndauer und ist für alle nach dem 1. September 2001 geschlossenen Mietverträge bindend.

Wie kündige ich einem langjährigen Mieter?

Wurde der Mietvertrag für die Dauer von 30 Jahren oder mehr abgeschlossen, kann der Vermieter den Vertrag zum Ablauf des 30. Jahres ohne Angabe von Gründen beenden. In diesem speziellen Fall besteht für den Mieter keine Möglichkeit, von einem Widerspruch Gebrauch zu machen.

Wie bekomme ich am schnellsten einen Mieter raus?

Die kostengünstige und schnellste Möglichkeit Mieter*innen loszuwerden ist aus rechtlicher Sicht eine einvernehmliche Lösung. In einem sachlichen Gespräch können Sie einen Aufhebungsvertrag vorlegen. Darin wird geregelt, zu welchen Modalitäten das zuvor begründete Mietverhältnis aufgehoben wird.

Kann der Vermieter ohne Grund kündigen?

Nein, in Deutschland kann ein Vermieter einen Wohnraum-Mietvertrag nicht ohne Grund ordentlich kündigen; es muss immer ein „berechtigtes Interesse“ nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 573 BGB) vorliegen, wie Eigenbedarf, erhebliche Vertragsverletzungen oder wirtschaftliche Verwertung. Ohne einen solchen Grund ist die Kündigung unwirksam, die Kündigungsfristen beginnen nicht zu laufen, und das Mietverhältnis besteht fort. Ausnahmen bestehen für Einliegerwohnungen, wo der Kündigungsschutz reduziert ist, aber auch dort muss die Kündigungsfrist verlängert werden.
 

Wann ist eine Kündigung wegen Eigenbedarf nicht möglich?

Eine Eigenbedarfskündigung ist unwirksam, wenn der Bedarf vorgetäuscht oder unzureichend begründet ist (z.B. vage Angaben), formale Fehler vorliegen (fehlende Schriftform, Fristverletzung) oder der Vermieter keine natürliche Person ist (z.B. GmbH). Auch bei einem Härtefall für den Mieter (z.B. Alter, Krankheit) oder wenn der Bedarf wegfällt, kann die Kündigung unwirksam sein oder dem Mieter ein Widerspruchsrecht zustehen. 

Wie lange hat man Kündigungsfrist, wenn man 20 Jahre in einer Wohnung wohnt?

Nach 20 Jahren Mietdauer verlängert sich die gesetzliche Kündigungsfrist für den Vermieter auf bis zu 9 Monate, während der Mieter in der Regel immer mit 3 Monaten Frist kündigen kann, es sei denn, der Vertrag sieht längere Fristen zu seinen Gunsten vor. Für den Vermieter gilt: Bis 5 Jahre Mietdauer 3 Monate, über 5 bis 8 Jahre 6 Monate, über 8 Jahre 9 Monate (§ 573 c BGB). 

Sind längere Kündigungsfristen zulässig?

Eine Verlängerung der Kündigungsfristen ist stets möglich. Es dürfen allerdings für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer keine längeren Fristen vereinbart werden als für die Kündigung durch den Arbeitgeber.

Kann man alten Leuten die Wohnung kündigen?

Schützt hohes Alter vor einer Kündigung der Wohnung? Ältere Mieter sind nicht besser vor Kündigungen des Vermieters geschützt als andere Mieter. Ein grundsätzlicher Schutz ergibt sich allerdings daraus, dass der Vermieter nur bei Vorliegen eines berechtigten Interesses kündigen kann.

Wie lange haben Mieter Kündigungsschutz?

Dieser muss sich aber drei Jahre lang gedulden - bis die sogenannte Kündigungssperrfrist endet. In Städten mit erhöhtem Wohnungsbedarf kann diese Sperrfrist sogar bis zu zehn Jahre betragen. Nach Ablauf der Frist greift laut DMB die gesetzliche Kündigungsfrist. Diese kann je nach der Wohndauer des Mieters variieren.

Wie bekommt man unbefristete Mieter raus?

Auch bei einem unbefristeten Mietvertrag muss die Mieterin/der Mieter gerichtlich oder schriftlich kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel einen Monat, Kündigungstermin ist in der Regel der Monatsletzte. Es muss jedoch auf jeden Fall überprüft werden, was im jeweiligen Mietvertrag vereinbart wurde.

Welche Mietdauer gilt als lang?

Wohnen Sie fünf Jahre oder weniger in der Wohnung gilt eine Frist von drei Monaten. Sind Sie bereits länger dort, dann sind es sechs Monate. Ab acht Jahren Mietdauer gilt eine Frist von neun Monaten.

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