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Wie kocht man im Luftschutzkeller?

Gefragt von: Valerie Christ  |  Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2026
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Man darf in einem offiziellen Luftschutzkeller nicht mit Gas- oder Spirituskochern kochen, da dies eine hohe Feuer- und Sauerstoffmangelgefahr darstellt und die Belüftungssysteme nicht für den Kochbetrieb ausgelegt sind; stattdessen setzt man auf spezielle, notstromversorgte Geräte, vorgefertigte Mahlzeiten und kalte Speisen, oder muss eine genehmigte, sichere Kochlösung wie einen speziellen Bunkerkocher mit externer Luftzufuhr planen, falls der Keller als privater, langfristiger Schutzraum dient.

Was sollte man im Luftschutzkeller haben?

Die Eigentümerinnen und Eigentümer haben ihre Schutzräume mit dem für einen längeren Schutzraumaufenthalt erforderlichen Material auszurüsten. Bei Bedarf (auf Anweisung des Bundes) müssen im Schutzraum genügend Liegestellen sowie mindestens ein Trockenklosett (Not-Abort) vorhanden sein.

Was bringt ein Luftschutzkeller?

Schutzräume (umgangssprachlich auch «Luftschutzkeller») dienen dem Schutz der Bevölkerung vor bewaffneten Konflikten, können aber auch bei natur- oder zivilisationsbedingten Katastrophen Schutz bieten. Der Grossteil der Bevölkerung wohnt in Gebäuden mit eigenen Schutzräumen.

Wie werden Bunker belüftet?

Zuerst wird die kontaminierte Luft durch den Schwebstofffilter geleitet, der alle schwebenden und kontaminierten Partikel aus der angesaugten Außenluft herausfiltert. Danach wird die kontaminierte Luft durch den Gasfilter gesogen, wobei die Aktivkohle gefährliche Giftgasmoleküle absorbiert.

Wie muss ein Bunker ausgestattet sein?

Welche Vorgaben gelten für einen Bunker?

  • Die hohe mechanische Widerstandsfähigkeit der Schutzhülle (Boden, Wände, Decke) muss dank Stahlbeton gegeben sein. ...
  • Ein Notausstieg oder eine Fluchtröhre muss vorhanden sein (ebenfalls aus Stahlbeton).
  • Der Schutzraum muss mit einem Belüftungssystem ausgestattet sein.

Im Luftschutzkeller

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Wie tief muss ein Bunker sein, um einen Bombenangriff zu überstehen?

Wesentliche Bestandteile eines Bunkers

Bei der Überlegung, wie ein effektiver Atomschutzbunker gebaut werden kann, sollten mehrere Komponenten priorisiert werden: Tiefe und Dicke: Es sollte eine Mindesttiefe von 20-30 Fuß angestrebt werden, mit verstärkten Wänden aus dickem Beton oder Stahl.

Wie tief muss ein Bunker unter der Erde sein?

Ein Bunker muss tief genug sein, um vor den spezifischen Bedrohungen geschützt zu sein, idealerweise mindestens 3 Meter (ca. 10 Fuß) unter der Erde für Schutz vor Druckwellen und Strahlung, während bombensichere Bunker noch deutlich tiefere und dickere Wände erfordern, oft mit über 1 Meter Beton. Die Tiefe hängt stark vom gewünschten Schutzlevel ab, von einfacher Schutz vor Naturereignissen bis hin zu Atomschutz; generell gilt: Je tiefer, desto besser, aber ein Keller mit verstärkten Wänden und spezieller Lüftung kann bereits Schutz bieten. 

Wie werden Bunker belüftet?

Eine effektive Belüftung ist ebenso wichtig. Eine ständige Zufuhr frischer, gefilterter Luft ist notwendig, um den Sauerstoffgehalt aufrechtzuerhalten und die Ansammlung von Kohlendioxid zu verhindern. Viele Bunkersysteme nutzen eine Kombination aus Zuluft- und Abluftventilatoren, um einen kontinuierlichen Strom sauberer Luft zu erzeugen.

Wie lange im Bunker nach einer Atombombe?

Nach einer Atombombe sollte man mindestens 72 Stunden (idealerweise 14 Tage oder länger) im Schutzraum bleiben, da die gefährlichste Phase des radioaktiven Fallout schnell abnimmt; in den ersten 12-24 Stunden ist die Strahlung am stärksten, aber nach 24 Stunden hat der Staub 80 % seiner Energie verloren, wobei die genaue Dauer von den Ressourcen (Wasser, Nahrung) und dem Schutz abhängt.
 

Wie atmet man in einem Luftschutzbunker?

Die Luft durchströmt einen Filter, der sie reinigt und atembar macht . Das System ist mit einem H14A-Filter der höchsten Klasse, einem Vorfilter der Klasse F9 und einem Aktivkohlefilter ausgestattet, der alle bekannten biologischen Schadstoffe, Kampfstoffe und radioaktiven Abfälle aus der Luft entfernt.

Wohin muss ich in den Luftschutzkeller?

In der Regel befindet sich der Schutzplatz in Ihrer Wohngemeinde. Auf Antrag der Gemeinden kann die Zuweisung auch über die Gemeindegrenzen hinweg erfolgen. Als Grundsatz gilt: Wer über einen vollwertigen oder erneuerbaren Schutzraum im Wohnhaus verfügt, ist diesem zugewiesen.

Wie lange blieben die Menschen in den Luftschutzbunkern?

Im Grunde hatte man acht bis zehn Minuten Zeit, aber das konnte stark variieren, daher wurde vom Verweilen abgeraten. Viele suchten nachts die Notunterkunft auf und blieben dort bis zum Morgen, in der Hoffnung, ein Zuhause vorzufinden, zu dem sie zurückkehren konnten.

Kann man heute noch in den Führerbunker?

1945 spielte sich in diesem Bunker das Ende des NS-Regimes ab, einschließlich Hitlers Suizid. Heute ist der Bunker selbst nicht mehr zugänglich, da er nach Kriegsende teilweise zerstört und überbaut wurde.

Was sollte man zuhause haben, wenn Krieg ausbricht?

Für eine Kriegssituation sollten Sie zu Hause einen Notvorrat an Lebensmitteln und Wasser (für ca. 10 Tage), einen Notfallrucksack mit Erste-Hilfe, Dokumenten, Medikamenten, batteriebetriebenem Radio, Taschenlampe und Hygieneartikeln sowie zusätzliche Vorräte wie Decken, Gaskocher, Brennstoff und Schutzausrüstung (z. B. Masken) bereithalten, um autark zu sein, bis Hilfe eintrifft. 

Was sollten die Menschen in ihren Luftschutzbunkern aufbewahren?

Legen Sie sich einen Vorrat an abgefülltem Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln an. Sie können auch Salz, Pfeffer und andere Gewürze sowie Dinge wie Erdnussbutter und Müsli auf Vorrat kaufen.

Welche Lebensmittel sollte man im Notfall bunkern?

Zum Lebensmittelnotvorrat gehören vor allem haltbare, möglichst verzehrfertige Nahrungsmittel. Dazu zählen beispielsweise Zwieback, Knäckebrot, Haferflocken, H-Milch, Nüsse, Kekse, eingekochtes Obst oder getrocknete Früchte, Dauerwurst oder Konserven.

Wie kalt wäre ein nuklearer Winter?

Die Studie wurde nach den Initialen ihrer Autoren auch als TTAPS-Studie bezeichnet und prägte den Begriff nuklearer Winter (engl. nuclear winter). Sie stellte ein Szenario mit einer mehrwöchigen Abkühlung auf −15 bis −25 Grad Celsius beim Einsatz mehrerer tausend Megatonnen vor.

Was tun, wenn der Atomkrieg ausbricht?

Allgemeine Verhaltenshinweise

  1. Bleiben Sie im Haus! ...
  2. Suchen Sie nach Möglichkeit Schutz in fensterlosen Kellern! ...
  3. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen und schalten Sie Klima- sowie Lüftungsanlagen aus! ...
  4. Tragen Sie keine mit radioaktiven Stoffen kontaminierte Kleidung und waschen Sie sich gründlich!

Wie kalt ist es im Bunker?

Wie kalt ist es im Bunker? Im Bunker herrscht ganzjährig eine Temperatur von 12°Celsius, daher empfehlen wir Ihnen warme Kleidung.

Hat ein Bunker eine Dusche?

Fertigbunker Groß Der Fertigbunker „Groß“ ist der größte Bunker und bietet bis zu 12 Personen vollen Schutz. Aufgrund seiner Größe kann in diesem Fertigbunker ein Bad mit Nasstoilette und Dusche eingebaut werden.

Sind Bunker immer unter der Erde?

Ein Bunker ist ein Ort, an dem Menschen geschützt sind. Ein Hochbunker sieht wie ein Gebäude aus, hat aber sehr dicke Mauern. Ein Tiefbunker ist in die Erde gebaut und hat ebenfalls dicke Mauern, manchmal mehrere Meter dick. Auf manchen Bunkern liegt außerdem Erde.

Wie wird ein Bunker belüftet?

Die Belüftung kann über drei Arten erfolgen

Gereinigte Außenluft , die gekühlt und ggf entfeuchtet werden kann. Die Außenluft wird mit einem Ventilator in den Schutzraum gefördert, wobei eine große Menge Luft von außen benötigt wird mithin die Luftfilter sich schneller zusetzen - unbrauchbar werden.

Wie lange nach einer Atombombe im Bunker?

Nach einer Atombombe sollte man mindestens die ersten 12 bis 24 Stunden in einem Schutzraum (Keller, Bunker) bleiben, da die radioaktive Strahlung (Fallout) anfangs am stärksten ist und schnell abnimmt; die genaue Dauer hängt von der Entfernung zum Explosionsort, der Art des Bunkers und den Vorräten ab, aber die ersten Tage sind kritisch, um die gefährlichsten Isotope abklingen zu lassen, bevor man die Vorräte rationiert und die Behördenanweisungen befolgt. 

Wie weit muss man von einer Atombombe entfernt sein, um zu überleben?

Innerhalb eines Radius von 590 Meter käme es zu schweren Explosionsschäden und bis in eine Entfernung von 1,41 Kilometer würden Menschen im Freien eine hohe radioaktive Sofortstrahlung erhalten, die meist tödlich ist.

Kann man einen Keller als Bunker nutzen?

Schnellüberblick: Schutzraum im Keller

Durch die solide Bauweise eignet er sich perfekt als Rückzugsort im Notfall. Kann man den Keller als Luftschutzraum nutzen? Ja! Mit speziellen Lüftungssystemen, verstärkten Wänden und einer sicheren Panzertür kann Ihr Keller ein effektiver Luftschutzraum werden.

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