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Wie kann man Baby Weg machen?

Gefragt von: Philipp Siebert-Janssen  |  Letzte Aktualisierung: 9. Mai 2026
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Der Schwangerschaftsabbruch erfolgt durch Medikamente oder eine Operation. Der medikamentöse Abbruch ist bis zum Ende der neunten Schwangerschaftswoche seit Beginn der letzten Menstruation möglich. Die Schwangere nimmt zwei Medikamente (Mifepriston und Misoprostol) im Abstand von 36 bis 48 Stunden ein.

Was machen, wenn man schwanger ist und das Kind nicht will?

Eine erste Anlaufstelle kann das kostenlose zentrale Hilfetelefon Schwangere in Not 0800 40 40 020 sein. Hier finden Sie weitere Informationen zur Bundeskampagne und zum Beratungsangebot. Wichtig und hilfreich sind auch die Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen in Ihrer Nähe .

Wie bricht man eine frühe Schwangerschaft ab?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich. Es werden dazu zwei Medikamente in Tablettenform eingesetzt: eines mit dem Wirkstoff Mifepriston und eines mit einem Prostaglandin.

Was führt zu einem natürlichen Abort?

Medizinische Probleme wie z.B. ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hormonelle Veränderungen, anatomische Veränderungen der Gebärmutter, Gerinnungsstörungen und Infektionen können eine Rolle spielen.

Wie lange darf man ein Baby abtreiben?

In Deutschland kann ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich bis zur 12. Woche nach Empfängnis straffrei durchgeführt werden, wenn eine Beratung vorausgegangen ist, aber auch danach bei medizinischer oder kriminologischer Indikation (z.B. Gefahr für die Gesundheit der Mutter oder schwere Fehlbildungen des Kindes), wobei die Frist bei Spätabbrüchen bis zur 22. SSW gilt, wenn eine Beratung und ärztliche Bescheinigung vorliegt. Der medikamentöse Abbruch ist kürzer, meist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.
 

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Wie viel kostet abtreiben?

Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch in Deutschland liegen meist zwischen 300 und 800 Euro, abhängig von Methode (medikamentös günstiger) und Narkose, aber sie können bei geringem Einkommen von der Krankenkasse übernommen werden, wenn ein Antrag gestellt wird, oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation erstattet werden, oft nur mit Gesundheitskarte. 

Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

Was regt eine Fehlgeburt an?

Fehlgeburten entstehen oft durch Chromosomenanomalien des Embryos (Hauptursache), aber auch durch mütterliche Faktoren wie Alter, hormonelle Störungen (Diabetes, Schilddrüse), anatomische Probleme der Gebärmutter, Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Stress, Nikotin, Alkohol, Drogen sowie Übergewicht, und äußere Einflüsse wie bestimmte Medikamente, Schadstoffe und Schichtarbeit. In vielen Fällen bleibt die genaue Ursache jedoch unklar, da der Körper den Abbruch einer nicht lebensfähigen Schwangerschaft als natürlichen Schutzmechanismus einleitet.
 

Was tun, wenn ich schwanger bin und das Kind nicht will?

Medikamente können eingesetzt werden, um eine frühe Schwangerschaft zu beenden . In vielen Fällen darf der erste Tag Ihrer letzten Periode nicht länger als elf Wochen zurückliegen. Sind Sie bereits über die elfte Schwangerschaftswoche hinaus, ist möglicherweise ein Schwangerschaftsabbruch in einer Klinik erforderlich. Einige Kliniken bieten medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche auch nach der elften Woche an.

Kann Petersilie zur Abtreibung verwendet werden?

Die Wirkung von Petersiliensud auf die Gebärmutter wurde bereits im Mittelalter in der Gynäkologie und Geburtshilfe genutzt. Zur Anwendung kam er bei Menstruationsbeschwerden, ausgebliebener Regelblutung und zur Abtreibung. Schwangere sollten speziell Petersilien-Öl meiden, da es abortiv wirken kann.

Was fördert eine Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft?

Frühe Fehlgeburten haben oft harmlose, aber auch ernste Ursachen, meist liegen sie in zufälligen Chromosomenstörungen des Embryos oder mütterlichen Faktoren wie Infektionen, hormonellen Problemen (z.B. Schilddrüse, Diabetes), Gebärmutteranomalien, Autoimmunerkrankungen, Stress, ungesunder Lebensweise (Rauchen, Alkohol) und erhöhtem Alter der Mutter. Oft findet sich aber auch keine eindeutige Ursache, insbesondere in den ersten Wochen, da die meisten Fälle durch natürliche Fehler in der Entwicklung bedingt sind. 

Was tun, wenn man plötzlich schwanger ist?

Wenn Sie plötzlich schwanger sind, suchen Sie eine Ärztin/einen Arzt oder eine staatlich anerkannte Schwangerschaftsberatungsstelle (z.B. Pro Familia, Caritas) auf, um sich über alle Optionen (Austragen oder Abbruch) zu informieren, auch wenn noch keine Entscheidung gefallen ist. Eine Beratung ist kostenlos, anonym und ergebnisoffen und hilft, die Gedanken zu sortieren. Für einen Abbruch benötigen Sie einen Beratungsschein, den nur diese Stellen ausstellen.
 

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Kann man als Minderjähriger abtreiben?

Ja, Minderjährige dürfen in Deutschland abtreiben, aber die Regeln unterscheiden sich je nach Alter: Ab 16 Jahren können sie meist selbst entscheiden, wenn sie einwilligungsfähig sind, auch ohne Elternzustimmung (ärztliche Schweigepflicht gilt). Bei unter 16-Jährigen müssen Ärzte oft die Eltern einbeziehen, aber auch hier gibt es Möglichkeiten für eine selbstbestimmte Entscheidung, falls die Einwilligung der Eltern nicht möglich ist (z.B. bei Vergewaltigung oder fehlendem Vertrauen). Unabhängig vom Alter ist eine verpflichtende Beratung Voraussetzung für einen straffreien Abbruch.
 

Was hilft, eine Schwangerschaft zu verhindern?

Um eine Schwangerschaft zu verhindern, gibt es verschiedene Verhütungsmethoden wie Hormone (Pille, Hormonspirale), Barrieremethoden (Kondome, Diaphragma), Spiralen (Kupferspirale) und dauerhafte Methoden (Sterilisation). Bei Verhütungspannen gibt es die Pille danach oder die Kupferspirale als Notfalllösung. Die beste Methode hängt von persönlichen Bedürfnissen und Gesundheitsaspekten ab, daher ist eine Beratung bei Arzt oder Apotheker sinnvoll.
 

Was mache ich, wenn ich ungewollt schwanger bin?

Eine erste Anlaufstelle kann eine Frauen- oder Hausarztpraxis oder eine Beratungsstelle sein. Bei der Beratungsstellen-Datenbank des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit können Schwangere eine Beratungsstelle in ihrer Nähe suchen, die eine Beratungsbescheinigung ausstellt.

Was macht man, wenn ein Kind nicht verlieren kann?

Verlieren in den Alltag integrieren: Spielen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig Spiele, bei denen man gewinnen oder verlieren kann. Das können Brettspiele sein oder bei gutem Wetter sportliche Aktivitäten wie Volleyball und Weitwurf. So lernt Ihr Kind, dass Verlieren genauso zum Leben dazugehört wie Gewinnen.

Was tun, wenn man nicht schwanger ist?

Wenn Sie nicht schwanger werden, ist der erste Schritt, nach einem Jahr (< 35 Jahre) oder früher (bei bekannten Erkrankungen/Risiken) mit dem Frauenarzt zu sprechen, der eine umfassende Untersuchung einleitet und auch den Partner miteinbezieht (Spermiogramm), um mögliche Ursachen zu finden; spezialisierte Kinderwunschzentren sind ebenfalls wichtige Anlaufstellen, um die Ursachen zu ergründen und gemeinsam Lösungswege zu planen, von Zyklus-Tracking bis hin zu medizinischen Behandlungen. 

Was führt schnell zu einer Fehlgeburt?

Chronische Erkrankungen der Schwangeren wie Diabetes mellitus, Übergewicht, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Bluthochdruck erhöhen das Risiko einer Fehlgeburt. Infektionen in der Schwangerschaft können dazu führen, dass die Fruchtblase vorzeitig platzt und die Wehen zu früh ausgelöst werden.

Welcher Tee unterstützt eine Fehlgeburt?

Hirtentäschel ist wirksam und hilfreich bei einer starken, dunklen Menstruationsblutung vor allem bei Frauen, die dazu neigen, sich für andere über ihre Grenzen hinweg zu verausgaben. Auch zur Unterstützung der Rückbildung für die Gebärmutter nach Fehlgeburten und Geburten ist Hirtentäschelkraut gut geeignet.

Wie kann man eine Fehlgeburt auffangen?

Möchte man das Schwangerschaftsgewebe auffangen, empfiehlt es sich auf dem WC ein Sieb zur Hand zu haben. Nach dem Abgang der Frucht geht die Blutung in der Regel zurück. Das Allgemeinbefin- den und der Kreislauf sind im Auge zu behalten. Eine sehr starke, langanhaltende Blutung sollte ärztlich kontrolliert werden.

Wie viel kostet die Pille zum Abtreiben?

Die Kosten für eine Abtreibungspille (medikamentöser Abbruch) liegen in Deutschland meist zwischen 300 und 600 Euro, da die Medikamente und die ärztliche Betreuung bezahlt werden müssen, aber eine Narkose entfällt. Kostenübernahmen sind bei geringem Einkommen möglich, wenn ein Beratungsschein vorliegt, oder wenn eine medizinische/kriminologische Indikation besteht; die genauen Kosten variieren je nach Praxis und Region.
 

Ist Abtreibung schmerzhaft für das Kind?

Sie kann in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden. Zur örtlichen Betäubung bekommen Sie eine Spritze rechts und links vom Muttermund, dies ist wenig oder gar nicht schmerzhaft. In einigen Praxen wird vor dem Eingriff ein Beruhigungsmittel gegeben, wodurch Sie ein wenig schläfrig werden.

Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?

Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.

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