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Wie hoch ist die Kindersterblichkeit in Deutschland?

Gefragt von: Frau Prof. Dr. Natalia Rauch B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2026
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Die Kindersterblichkeit in Deutschland ist sehr niedrig, mit etwa 3 bis 4 Todesfällen pro 1.000 Lebendgeburten (je nach Statistikjahr und Definition, z.B. 3,63 in 2021 nach UN-Daten), was durch hohe Standards bei Geburtshilfe, Hygiene und Wohlstand bedingt ist, während Kinderunfälle die häufigste Todesursache bei älteren Kindern darstellen und es Unterschiede nach Geschlecht (Jungen sind stärker betroffen) und Herkunft gibt.

Was ist die häufigste Todesursache bei Kindern in Deutschland?

Die häufigste Todesursache bei Kindern in Deutschland sind Unfälle und Verletzungen, insbesondere nach dem ersten Lebensjahr, wobei Ertrinken, Stürze, Verkehrsunfälle und Ersticken zu den Hauptursachen zählen; bei Jugendlichen sind Suizide eine weitere bedeutende Ursache neben Unfällen. Bei Säuglingen (<1 Jahr) ist Ersticken eine der häufigsten Todesursachen, während Ertrinken bei Kleinkindern dominant ist.
 

Wie hoch war die Kindersterblichkeit in Deutschland um 1900?

Um 1900 war die Kindersterblichkeit extrem hoch, insbesondere die Säuglingssterblichkeit (Kinder, die im ersten Lebensjahr starben), mit Raten von bis zu 30 % oder mehr in vielen Regionen, bedingt durch Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung, Tuberkulose, Diphtherie und Durchfall, mangelnde Hygiene, schlechte Ernährung und fehlende medizinische Fortschritte. Bis zu 40 % aller Todesfälle betrafen Kinder unter 5 Jahren. 

Wie hoch ist die Kindersterblichkeit in den USA?

Die Kindersterblichkeit in den USA ist im internationalen Vergleich hoch, mit geschätzt rund 6,2 Todesfällen pro 1000 Lebendgeburten im Jahr 2023. Hauptursachen sind Schusswaffen (seit 2020 Todesursache Nr. 1), Frühgeburten, Unfälle (wie Autounfälle, Ertrinken) sowie angeborene Fehlbildungen und niedrige Geburtsgewichte. Rassenunterschiede bestehen, wobei die Raten für afroamerikanische und hispanische Gemeinschaften höher sind, was auf Armut hinweist. 

Was ist die Todesursache Nummer 1 in Deutschland?

Die häufigste Todesursache in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall), gefolgt von Krebs (Neubildungen) und bei jüngeren Altersgruppen auch Unfällen und Suiziden. 2023 waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen für etwa ein Drittel aller Sterbefälle verantwortlich.
 

Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland - Bevölkerung und demografischer Wandel

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Was ist die häufigste Todesursache nach Alter in Deutschland?

Todesursachen nach Alter und Geschlecht

Von 15 bis 45 Jahren überwiegen Unfälle und Suizid. Danach ist Krebs die häufigste Todesursache. Dieser wird ab etwa dem 80. Lebensjahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen abgelöst.

Warum sterben so viele junge Menschen plötzlich und unerwartet?

Viele junge Menschen sterben plötzlich an Herzproblemen, oft durch genetisch bedingte Herzerkrankungen wie HCM oder Herzrhythmusstörungen, die unerkannt bleiben. Auch Infektionen (wie Myokarditis) nach Viruserkrankungen, Anomalien der Herzkranzgefäße und Medikamentenmissbrauch (Drogen, Überdosis) sind häufige Gründe, neben seltenen Fällen von Lungenembolie oder Schlaganfall. Oftmals sind es jedoch die unentdeckten Vorerkrankungen, die in Kombination mit Belastung oder Infektionen zum plötzlichen Herztod führen.
 

Welches Land hat die höchste Müttersterblichkeit?

Die weltweit höchste Müttersterblichkeit ist in Afrika zu verzeichnen. Allein auf die Region Subsahara-Afrika entfielen im Jahr 2020 etwa 70 Prozent der gesamten weltweiten Müttersterblichkeit. Am höchsten ist sie im Südsudan mit 1.223 Todesfällen auf 100.000 Geburten (Stand: 2020).

In welchem Land ist die Kindersterblichkeit am niedrigsten?

Die Säuglingssterblichkeit in San Marino hat im Jahr 2024 geschätzt rund 1,1 Todesfälle je 1.000 Lebendgeburten betragen und ist damit die niedrigste weltweit. Gemessen an den Lebendgeburten hat der Anteil der Kinder, die 2024 vor der Erreichung des 1. Lebensjahres gestorben sind, somit rund 0,1 Prozent betragen.

Warum ist die Lebenserwartung in den USA so niedrig?

Schon vor Covid-19-Pandemie begann die Lebenserwartung in den USA zu sinken. Viele Ursachen. Die Ursachen sind vielfältig: Ungesunde Ernährung, viel Waffengewalt und eine andauernde Opioid-Epidemie.

Wie hoch ist die Müttersterblichkeit bei Kaiserschnitt in Deutschland?

Doch das Risiko an einem Kaiserschnitt zu sterben war noch nie so gering wie heute. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass die Müttersterblichkeit bei Kaiserschnitt in Deutschland um die 0,04 Promille (eine von 25.000 Frauen) beträgt.

Wie hoch war die Müttersterblichkeit im Mittelalter?

Die Müttersterblichkeit im Mittelalter war extrem hoch, da Geburten oft zu Hause ohne medizinische Hilfe stattfanden und Infektionen (wie das Kindbettfieber) häufig tödlich endeten; etwa 8-10 % der Frauen starben im Wochenbett, und Schwangerschaft/Geburt war ein Hauptgrund für erhöhte Sterblichkeit von Frauen im gebärfähigen Alter, zusätzlich zur Belastung durch Arbeit und Haushalt. 

In welchem Jahr wurden in Deutschland die meisten Kinder geboren?

Die meisten Kinder wurden in Deutschland im Jahr 1964 geboren, mit rund 1,36 Millionen Geburten, was den Höhepunkt der sogenannten Babyboom-Generation darstellt. Nie danach wurden in der deutschen Nachkriegsgeschichte wieder so viele Kinder geboren; die Zahlen sanken danach deutlich ab.
 

In welchem Alter ertrinken Kinder am häufigsten?

Ertrinken ist die häufigste Todesursache bei Kindern in der Altersgruppe zwischen null und fünf Jahren. Bei Kindern sind oft mangelnde Schwimmkenntnisse die Ursache für einen Ertrinkungsunfall.

In welchem Alter versterben die meisten Menschen?

Bei 15- bis 34-Jährigen war die Sterblichkeit von Männern im Jahr 2024 mehr als doppelt so hoch wie die der Frauen. In den Altersgruppen zwischen 35 und 84 Jahren lag sie um 50 bis 85 % über der Sterblichkeit der Frauen.

Warum war die Kindersterblichkeit in Deutschland früher so hoch?

Häufigste Todesursache war dabei Durchfall, wobei vor allem Kinder gefährdet waren, die nicht gestillt wurden. Ärmere Gesellschaftsschichten hatten dabei eine höhere Sterblichkeit als reiche. Die Kindersterblichkeit in Deutschland sank bis 1910 auf etwa 160, 1930 auf unter 100 und 1970 auf etwa 25.

Wer bekommt die wenigsten Kinder in Europa?

Die niedrigste Geburtenrate in Europa liegt meist bei Malta und Spanien, mit Raten um 1,1 Kinder pro Frau, während auch Italien und die Ukraine (kriegsbedingt) sehr niedrige Werte aufweisen. Finnland meldete kürzlich ebenfalls einen historischen Tiefstand (1,25). Die niedrigsten Raten sind oft <1,15, wobei die Werte je nach Erhebungsjahr und Quelle leicht variieren, aber Malta konstant am unteren Ende der EU-Skala steht.
 

Welches Land hat die höchste Geburtenrate auf der Welt?

Damit weist Tschad die höchste (prognostizierte) Fertilitätsrate weltweit auf. Es folgen Somalia und die Demokratische Republik Kongo mit einer Fertilitätsrate von rund 6,01 und 5,98 Kindern je Frau. Die Statistik zeigt die 20 Länder mit den höchsten Fertilitätsraten im Jahr 2024.

In welchem Land ist die Sterblichkeit am höchsten?

Es gibt keinen einzelnen "Gewinner", da die meisten Todesfälle absolut gesehen oft in bevölkerungsreichen Ländern wie Indien oder China (nicht explizit in den Suchergebnissen, aber logisch) auftreten, während nach relativer Sterblichkeitsrate (Todesfälle pro 1.000 Einwohner) kleinere Länder wie Südafrika, Lesotho oder die Ukraine (je nach Statistik und Jahr) oft an der Spitze stehen. Die absoluten Zahlen hängen stark von der Bevölkerungsgröße ab, während die Rate die Gefahr pro Person misst. 

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, mit 42 Jahren schwanger zu werden?

Mit 42 Jahren sinkt die Chance auf eine natürliche Schwangerschaft deutlich, liegt aber noch bei etwa 14-18 % pro Zyklus, während die Fehlgeburtsrate auf ca. 50 % steigen kann, aber auch Risiken für Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck zunehmen, wobei sich die Schwangerschaftsraten bei Kinderwunschbehandlungen (IVF) ebenfalls verringern, aber die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt noch vorhanden ist.
 

Wie viel Prozent der Geburten sind Totgeburten?

Deutschland liegt mit einer Rate von 0,24 Prozent Totgeburten in einem sehr guten Bereich. Diese Zahlen stammen aus dem Lancet. Die weltweit renommierte medizinische Fachzeitschrift veröffentlichte jetzt in London eine Serie mit fünf Publikationen zum Thema Totgeburten.

Welches Land hat die höchste Abtreibungsrate?

Von den jeweils 1.000 befragten Frauen pro Land wurden die meisten Abtreibungen in Schweden durch-geführt. Rund jede fünfte Schwangerschaft wird hier abgebrochen. In Großbritannien und Frankreich gibt es ebenfalls mit 18 bzw. 17 Prozent eine hohe Rate an Schwangerschaftsab- brüchen.

Ist der plötzliche Herztod schmerzhaft?

Ja, ein Herzstillstand oder der auslösende Herzinfarkt kann starke Schmerzen verursachen, oft ein drückendes oder brennendes Gefühl in der Brust, aber manche Menschen spüren auch nur Atemnot, Schwindel oder Übelkeit; oft kommt es aber auch ganz plötzlich ohne Vorwarnung zu Bewusstlosigkeit. Die Schmerzen können länger andauern und in Arme, Rücken oder Kiefer ausstrahlen. Bei Verdacht sofort den Notruf 112 wählen!. 

Wie alt war der jüngste Herzinfarkt?

Herzinfarkt in jungen Jahren. Mit 26 Jahren erlitt Andrea Speck vier Herzinfarkte. Heute lebt sie mit der Hälfte ihrer Herzleistung, einem implantierten Defibrillator und viel Lebensfreude.

Was ist die häufigste Todesursache bei 15- bis 25-Jährigen?

Suizid bei 10- bis unter 25-Jährigen häufigste Todesursache. Jeder 100. Todesfall in Deutschland ist ein Suizid. Im Jahr 2023 starben rund 10.300 Menschen durch Suizid, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des weltweiten Präventionstages gegen Suizide am 10.

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