Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Bayern?
Gefragt von: Herr Edmund Bayer B.A. | Letzte Aktualisierung: 7. Januar 2026sternezahl: 4.4/5 (5 sternebewertungen)
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer? Die Grunderwerbsteuer beträgt regelmäßig 3,5 % der Bemessungsgrundlage (§ 11 GrEStG). Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer ist grundsätzlich der Wert der Gegenleistung (§ 8 GrEStG). Nur in Ausnahmefällen ist die Steuer aus dem Bedarfswert des Grundstücks zu berechnen.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer bei 300.000 €?
Die Grunderwerbsteuer in Hamburg beträgt 5,5 %.
Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro ergibt sich somit eine Steuer von 16.500 Euro.
Wie wird die Grunderwerbsteuer in Bayern berechnet?
Der Steuersatz in Bayern beträgt 3,5 %. Für den vollen Kaufpreis von 500.000 Euro würde eine Grunderwerbsteuer in Höhe von 17.500 Euro anfallen. Nach Abzug der nicht fest mit dem Grundstück verbundenen Extras beträgt die Steuer nur noch 16.205 Euro. Die Ersparnis beläuft sich also auf 1.295 Euro.
Wie hoch sind Notar- und Grunderwerbsteuer in Bayern?
In Bayern beträgt die Grunderwerbsteuer aktuell 3,5 % des Kaufpreises und ist damit einer der niedrigsten Sätze in Deutschland, während Notar- und Grundbuchkosten zusätzlich etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises ausmachen, was bei einem Immobilienkauf zu Gesamtkosten von rund 5 % bis 9 % des Kaufpreises führt, die beim Notar abgewickelt werden. Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und veranlasst die Eintragung ins Grundbuch, um den Eigentümerwechsel zu vollziehen.
Wie kann man die Grunderwerbsteuer vermeiden?
Wenn Sie eine Immobilie erwerben möchten, ohne Grunderwerbsteuer zahlen zu müssen, dann ist dies über einen Share-Deal möglich. Dazu muss der Veräußerer die Voraussetzung erfüllen, dass er die Immobilie in einer Gesellschaft hält. Dies kann sowohl eine Personengesellschaft als auch eine Kapitalgesellschaft sein.
Grunderwerbsteuer abschaffen! - Bayern braucht bezahlbaren Wohnraum!
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In welchen Fällen fällt keine Grunderwerbsteuer an?
Ausnahmen von der Steuerpflicht
So kann die Fälligkeit der Grunderwerbsteuer beispielsweise entfallen, wenn Sie die Immobilie von Verwandten in gerader Linie erwerben, von Ihrem Ehepartner in Scheidung sowie beim Ausnahmefall eines Immobilienwertes unter 2.500 Euro.
Wie kann man eine Immobilie steuerlich am günstigsten verschenken?
Stiftungen und Spenden an gemeinnützige Organisationen bieten steuerlich vorteilhafte Möglichkeiten, Vermögen weiterzugeben und in manchen Fällen die Erbschaftsteuer zu senken. Die Schenkung von Immobilien, Aktien oder Wertpapieren kann zwar effektiv sein, kann aber die Kapitalertragsteuer auslösen und erfordert eine fachkundige Planung.
Wann muss man beim Hauskauf keine Grunderwerbsteuer zahlen?
Worauf entfällt die Grunderwerbsteuer? Die Grunderwerbsteuer entfällt, wenn der Kaufpreis 2.500 Euro nicht überschreitet. Außerdem fällt sie nicht an, wenn Käufer- und Verkäuferseite in gerader Linie miteinander verwandt sind, es sich also beispielsweise um einen Kauf von Kindern, Eltern oder Großeltern handelt.
Wie hoch sind die Notarkosten bei einem Hauskauf von 200000 €?
Angenommen, Sie möchten ein Haus für einen Kaufpreis von 200.000€ erwerben. Dann erhält der Notar für die Beurkundung des Kaufvertrags 870€. Für den Vollzug des Geschäfts liegt die Gebühr bei 217,50€. Ebenfalls 217,50€ werden für die betreuende Tätigkeit des Notars fällig.
Welche Ausnahmen gibt es für die Grunderwerbsteuer in Bayern?
Es gibt nur wenige Ausnahmen, in denen Käufer nach dem Grunderwerbsteuergesetz von dieser Steuer befreit sind, zum Beispiel, wenn die Immobilie von einem Verwandten ersten Grades erworben wird oder wenn es sich um ein unbebautes Grundstück mit einem Wert unter 2.500 Euro handelt.
Hat das Alter des Hauses Einfluss auf die Grundsteuer?
Das Baujahr eines Gebäudes hat direkten Einfluss auf die Ermittlung des Einheitswerts, welcher wiederum die Grundlage für die Grundsteuermesszahl und somit für die gesamte Grundsteuerbelastung bildet.
Welche Kosten fallen beim Hauskauf an Bayern an?
Beim Hauskauf in Bayern fallen Nebenkosten von rund 9-12 % des Kaufpreises an, hauptsächlich durch die Grunderwerbsteuer (3,5 %), Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5-2 %) und die Maklerprovision (oft bis 3,57 % für den Käufer), zusätzlich zum Kaufpreis selbst, wobei die genauen Kosten je nach Makler und individuellen Vereinbarungen variieren können.
Wer ist von der Grunderwerbsteuer befreit?
Wer ist von der Grunderwerbsteuer befreit? Von der Grunderwerbsteuer befreit sind alle Familienmitglieder, die in gerader Linie mit dem:der Immobilienverkäufer:in verwandt sind. Das sind Kinder, Enkelkinder, Großeltern, Ehegatten und Lebenspartner:innen.
Wie kann ich die Grunderwerbsteuer mindern?
Mit diesen fünf Tipps kannst Du sparen:
- Tipp 1: Grunderwerbsteuer komplett vermeiden. ...
- Tipp 2: In einem anderen Bundesland investieren. ...
- Tipp 3: Verträge für Grundstück und Haus trennen. ...
- Tipp 4: Inventar extra ausweisen. ...
- Tipp 5: Steuer mit Verkäufer teilen.
Wann ist der Verkauf von Immobilien steuerfrei?
Es fällt keine Einkommensteuer oder Spekulationssteuer ab, wenn Sie die Immobilie durchgehend selbst bewohnt haben (§ 23 EStG). Dieser Fall ist ebenfalls steuerfrei, wenn Sie die Immobilie im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorangegangenen Kalenderjahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt haben.
Wie viel Grundsteuer zahle ich für 100 Quadratmeter?
Die Basiswerte für die Grundsteuer ermitteln: Pro Quadratmeter Wohnfläche werden 50 Cent berechnet. (bei einem 100 m² großem Haus also 50 Euro). Und pro Quadratmeter Grundstücksfläche 4 Cent (bei 1000 m² also 40 Euro).
Was kostet es, ein Haus vom Notar überschreiben zu lassen?
Die Notarkosten für das Überschreiben eines Hauses (Schenkung/Übertragung) berechnen sich nach dem Wert der Immobilie und umfassen Notargebühren (ca. 1–1,5 % des Wertes) sowie Grundbuchkosten (ca. 0,5 % des Wertes), insgesamt also etwa 1,5 % bis 2 % des Immobilienwerts, zuzüglich eventueller Schenkungssteuer oder Kosten für Wohnrechte. Bei einem Wert von 300.000 € liegen die reinen Kosten (Notar + Grundbuch) oft bei rund 1.800 € bis 2.500 €, abhängig vom genauen Wert und den Leistungen.
Wie hoch sind die Kosten für den Grundbucheintrag in Bayern?
Die Kosten für den Grundbucheintrag in Bayern setzen sich aus Notar- und Grundbuchamtsgebühren zusammen und betragen insgesamt rund 1,5 % bis 2,0 % des Immobilienkaufpreises; wobei ca. 0,5 % direkt ans Grundbuchamt gehen und der Rest für den Notar anfällt, der die Eintragung veranlasst. Diese Kosten sind transparent und nicht verhandelbar.
Was kostet es, wenn der Notar nach Hause kommt?
Beim Haus- und Wohnungskauf fallen Gebühren für Notar und Grundbucheintrag an. Diese betragen seit der letzten Gebührenerhöhung zum 1.8.2013 ca. 1,5 bis 2 % des Kaufpreises, davon etwa 1,0 bis 1,5 % Notarkosten und 0,5 % Grundbuchkosten zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Was kommt zuerst, Grunderwerbsteuer oder Kaufpreis?
Die Fälligkeit der Grunderwerbsteuer hängt nicht von der Kaufpreisfälligkeit ab. Wann die Grunderwerbsteuer fällig wird, richtet sich nach der Bearbeitungsdauer beim Finanzamt. Wenn Sie den Grunderwerbsteuerbescheid für falsch halten, können Sie beim Finanzamt Einspruch einlegen.
Welche Verkäufer in der Familie sind grunderwerbsteuerfrei?
Keine Steuer bei Kindern, Ehe- und Lebenspartnern
Pauschal lässt sich sagen, dass bei Veräußerungen an Personen, die in gerader Linie miteinander verwandt sind, keine Grunderwerbsteuer gezahlt werden muss. Dies trifft beispielsweise beim Verkauf von Eltern an die Kinder oder auch von Großeltern an die Enkelkinder zu.
Kann ich den Hauskauf steuerlich absetzen?
Beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses musst du eine Steuer immer entrichten: die Grunderwerbsteuer. Diese wird vom jeweiligen Bundesland erhoben, in dem das Eigenheim steht. Je nach Bundesland beträgt die Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 und 6,5 Prozent vom Kaufpreis.
Wer legt den Wert eines Hauses bei einer Schenkung fest?
Wer ermittelt den Wert einer Immobilie bei einer Schenkung? Im Falle einer Erbschaft oder Schenkung legt das zuständige Finanzamt den Verkehrswert zur Berechnung der Steuer fest. Dazu nutzt die Behörde das im Bewertungsgesetz (BewG) erläuterte „typisierende Massenverfahren“.
Kann ich eine Immobilie ohne Notar verschenken?
Nein, eine Schenkung einer Immobilie (Haus, Wohnung, Grundstück) ist in Deutschland ohne notarielle Beurkundung nicht rechtswirksam; der Eigentümerwechsel ist unwirksam, bis der Notar den Vertrag erstellt, beurkundet und die Eintragung ins Grundbuch veranlasst hat, da dies gesetzlich durch § 311b BGB vorgeschrieben ist. Ohne Notar kann man zwar andere Dinge wie Geld verschenken (Handschenkung), aber bei Immobilien ist der Notar zwingend für die Gültigkeit notwendig, um Rechtssicherheit zu schaffen und steuerliche Belange sowie Absicherungen wie Wohnrechte zu regeln.
Was ist besser, Immobilie verschenken oder verkaufen?
Ob Schenkung oder Verkauf einer Immobilie besser ist, hängt stark von den individuellen Umständen ab, aber oft ist der Verkauf vorteilhafter, da er steuerliche Vorteile wie neue Abschreibungsmöglichkeiten für die Kinder bietet und die Grunderwerbsteuer entfällt, während bei Schenkungen Freibeträge und der Wert der Immobilie entscheidend sind, wobei ein Verkauf unter Wert als Schenkung gilt, die Kosten verursacht. Eine professionelle steuerliche Beratung ist unerlässlich, da Schenkungen die volle Kontrolle über das Vermögen entziehen, während ein Verkauf die Eltern finanziell besserstellt und die Zehnjahresfrist für steuerfreie Verkäufe neu startet.
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