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Wie hoch darf eine Wohngebäudeversicherung sein?

Gefragt von: Karl-Ernst Witt  |  Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2026
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Eine Gebäudeversicherung kostet durchschnittlich 200 bis 700 € pro Jahr, kann aber je nach Haus (Größe, Baujahr, Standort) und Leistungsumfang stark variieren – von günstigen Tarifen ab ca. 100 € bis zu über 1000 € für umfassende Policen. Wichtige Faktoren sind Wohnfläche, Bauartklasse, Lage (Elementarrisiko-Zonen) und der gewählte Versicherungsschutz (z.B. Elementarschäden, Photovoltaik).

Wie teuer darf eine Wohngebäudeversicherung sein?

Eine Wohngebäudeversicherung darf so viel kosten, wie der Wert Ihres Hauses und die gewünschte Absicherung erfordern, wobei die Preise stark variieren – von günstigen Grundtarifen ab ca. 100 €/Jahr bis zu umfangreichen Policen über 800 €/Jahr oder mehr, abhängig von Größe, Lage, Bauart und enthaltenen Risiken wie Elementarschäden. Die Kosten richten sich nach dem Wert des Gebäudes (Versicherungssumme), dem Baujahr, der Region (Risikozone), der Bauartklasse und dem gewünschten Leistungsumfang (z.B. nur Feuer oder inkl. Elementarschäden). Es gibt keinen festen Maximalpreis, da jede Immobilie und jeder Vertrag individuell ist.
 

Wie hoch darf die Gebäudeversicherung sein?

Wie hoch darf die Gebäudeversicherung in den Nebenkosten sein? Die Umlage muss dem Anteil der vermieteten Fläche an der Gesamtfläche des Gebäudes entsprechen (Verteilungsschlüssel). Hat ein Haus 200 Quadratmeter und fallen davon 50 Quadratmeter auf die vermietete Wohnung, darf die Höhe der Umlage 25 Prozent betragen.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme für Wohngebäude sein?

Die Versicherungssumme der Wohngebäudeversicherung wird idealerweise über den gleitenden Neuwert ermittelt, der auf Basis des Wertes 1914 und des aktuellen Baupreisindex berechnet wird, um die Kosten für einen vollständigen Wiederaufbau zu decken und eine Unterversicherung zu vermeiden, was automatisch an Preissteigerungen angepasst wird. Alternativ gibt es das Wohnflächenmodell, bei dem die Wohnfläche als Basis dient. Wichtig ist, die Summe korrekt festzulegen, um im Schadensfall nicht nur anteilig entschädigt zu werden (Unterversicherung) oder unnötig zu viel Prämie zu zahlen (Überversicherung).
 

Warum ist die Wohngebäudeversicherung so teuer geworden?

Die Wohngebäudeversicherung wird teurer, weil steigende Bau- und Reparaturkosten (Material, Löhne) die Wiederbeschaffung verteuern, gekoppelt mit dem jährlichen Anpassungsfaktor (Inflationsausgleich) und einer Zunahme von Schäden durch extreme Wetterereignisse wie Stürme und Überschwemmungen, was zu höheren Auszahlungen der Versicherer führt, die sie weitergeben müssen. Ältere Gebäude und unsanierte Objekte sind oft stärker betroffen.
 

Wohngebäudeversicherung einfach erklärt (DARAUF musst du achten!)

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Wie hoch ist die Beitragserhöhung für die Wohngebäudeversicherung im Jahr 2024?

Beitragserhöhungen bei der Wohngebäudeversicherung sind 2024/2025 wegen gestiegener Baukosten und Schäden durch Extremwetter üblich; der sogenannte Anpassungsfaktor steigt jährlich an (z. B. 7,5 % 2024) und führt zu höheren Prämien. Versicherte können durch Tarifvergleiche, Erhöhung der Selbstbeteiligung oder die Prüfung des Sonderkündigungsrechts reagieren, wenn die Erhöhung über dem Durchschnitt liegt. 

Wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten für die Wohngebäudeversicherung eines Einfamilienhauses in Deutschland?

Die Kosten für eine Gebäudeversicherung eines Reihenhauses variieren stark, liegen aber meist zwischen 200 € und 800 € pro Jahr, abhängig von Größe (z.B. 120 m² ab 290 €), Lage (Risikozone), Baujahr, Bauart und gewünschtem Leistungsumfang (z.B. Elementarschäden). Ein guter Basisschutz startet bei ca. 80 €/Jahr, während umfassende Policen mit Elementarschutz auch 1.000 € und mehr kosten können. 

Was kostet eine Gebäudeversicherung 300 qm?

Bei dem Besitz eines 300 qm großen Mehrfamilienhauses mit 3 Wohnungen á 100 qm, wird die Wohngebäudeversicherung auf die Mieter im Verhältnis 1/3 umgelegt. Betragen die Gesamtkosten 600 Euro im Jahr werden diese mit jeweils 200 Euro auf die 3 Wohnungen umgelegt.

Wie hoch war der Gebäudeversicherungswert im Jahr 1914?

Der "Wert 1914" in der Gebäudeversicherung ist eine fiktive Rechengröße in Goldmark, die den Wert eines Gebäudes im Jahr 1914 angibt, als Baupreise stabil und die Währung Gold-gedeckt waren. Er dient als Basis zur Berechnung der korrekten, heutigen Versicherungssumme, indem er mit dem aktuellen Baupreisindex multipliziert wird, um eine Unterversicherung zu vermeiden und den vollen Wiederaufbau zu gewährleisten. Der Wert 1914 selbst (z.B. 25.000 Mark) ist nicht der aktuelle Wert, sondern ein Referenzpunkt für die Versicherung, um die Prämie und Summe dynamisch anzupassen. 

Ist eine Wohngebäudeversicherung für Hausbesitzer verpflichtend?

In Deutschland gibt es keine generelle Versicherungspflicht für Hausbesitzer, aber die Wohngebäudeversicherung wird dringend empfohlen, da sie bei Schäden durch Feuer, Sturm, Leitungswasser etc. zahlt, und ist bei Immobilienfinanzierungen oft eine Bedingung der Bank. Zudem ist die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht unerlässlich, um vor Schadenersatzforderungen Dritter (z.B. bei Unfällen auf dem Grundstück) zu schützen. Eine Elementarschadenversicherung gegen Naturgefahren wird diskutiert und könnte bald Pflicht werden, ist aber derzeit noch optional.
 

Auf was muss man bei einer Gebäudeversicherung achten?

Wichtig bei der Gebäudeversicherung sind der Basisschutz (Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel), unbedingt der Einschluss von grob fahrlässigen Schäden, die automatische Anpassung der Versicherungssumme an Neubaukosten sowie der wichtige Baustein für Elementarschäden (Überschwemmung, Starkregen etc.). Achten Sie auch auf die Deckung von Abbruch-, Aufräum- und Schutzkosten sowie Überspannungsschäden.
 

Wie oft darf die Gebäudeversicherung erhöht werden?

Bei einer Wohngebäudeversicherung mit gleitendem Neuwertfaktor werden die Beiträge jährlich an die Entwicklung der Baupreise und Lohnkosten angepasst. Mit dieser sogenannten Indexanpassung wird gewährleistet, dass Gebäude ausreichend hoch versichert sind. In diesem Fall haben Sie kein Sonderkündigungsrecht.

Wie wird die Versicherungssumme in einer Wohngebäudeversicherung berechnet?

Eine Wohngebäudeversicherung wird durch eine Berechnung der Versicherungssumme (Neuwert des Gebäudes) und der individuellen Risikofaktoren ermittelt, wobei der Wert 1914 mit dem aktuellen Baupreisindex multipliziert wird, um den Wiederaufbauwert zu bestimmen, und dann Risikofaktoren wie Lage, Bauart, Ausstattung und gewünschte Zusatzleistungen (Elementarschaden) sowie die gewählte Selbstbeteiligung in die Prämie einfließen. 

Werden Gebäudeversicherungen 2025 teurer?

Anpassungsfaktor 2025

In den vergangenen beiden Jahren sorgte allein der Anpassungsfaktor für historisch hohe Beitragssteigerungen (2023: 14,7 Prozent; 2024: 7,5 Prozent). Für 2025 wird der Anpassungsfaktor mit 26,51 angegeben, was zu einer Beitragssteigerung von ca. 2,46 Prozent führen würde.

Wer ist der beste Wohngebäudeversicherer?

Die "beste" Wohngebäudeversicherung hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab, aber Top-Anbieter laut aktuellen Tests (2024/2025) sind oft Rhion, InterRisk, GEV Grundeigentümer, Domcura und die Allianz, mit Tarifen wie InterRisk XXL oder GEV Max, die oft als sehr gut bewertet werden, insbesondere mit Elementarschutz. Wichtig ist ein Vergleich der Leistungen (Deckungsumfang) und nicht nur des Preises, da viele Tarife sehr gut abschneiden, aber auch mangelhafte Angebote existieren.
 

Was ist der Unterschied zwischen einer Wohngebäudeversicherung und einer Gebäudeversicherung?

Eine Wohngebäudeversicherung ist für Hausbesitzer oder Eigentümer von Wohngebäuden empfehlenswert. Die Gebäudeversicherung hingegen ist ein allgemeiner Begriff und umfasst alle Arten von Gebäuden, sowohl Wohn- als auch Geschäfts- oder Industriegebäude.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme in meiner Gebäudeversicherung sein?

Die Höhe Ihrer Gebäudeversicherung (Versicherungssumme) sollte den kompletten Wiederaufbau Ihres Hauses zum Neuwert abdecken, was idealerweise durch den Wert 1914 multipliziert mit dem aktuellen Baupreisindex berechnet wird, um Unterversicherung zu vermeiden; die Kosten dafür liegen oft zwischen 200 und 800 € jährlich für ein Einfamilienhaus, abhängig von Lage und Umfang. 

Wie rechne ich den Wert 1914 in Euro um?

Der "Wert 1914" ist eine fiktive Rechengröße für die Gebäudeversicherung, die den Wert einer Immobilie in Goldmark von 1914 darstellt und nicht direkt in einen heutigen Euro-Wert umrechenbar ist, aber mit dem aktuellen Baupreisindex (auch Anpassungsfaktor) multipliziert wird, um den heutigen Neubauwert zu ermitteln (z. B. Wert 1914 in Mark * heutiger Index / 100 = heutiger Wert in Euro). Die Umrechnung hängt stark vom jeweiligen Baupreisindex ab, der jährlich angepasst wird, wobei es Beispiele für 2024 gibt, bei denen 20.000 Mark 1914 heute etwa 426.960 € entsprechen. 

Wie hoch ist der Anpassungsfaktor in der Wohngebäudeversicherung im Jahr 2025?

Der Anpassungsfaktor für die Wohngebäudeversicherung lag 2025 bei 26,51, was einer Erhöhung von rund 2,46 % gegenüber 2024 (25,87) entspricht und die Beiträge steigen lässt, während er für 2026 auf 27,63 ansteigt, was eine weitere Steigerung von ca. 4,2 % bedeutet. Dieser Faktor, bestimmt durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), gleicht die gestiegenen Baukosten aus und verhindert Unterversicherungen. 

Was kostet eine gute Wohngebäudeversicherung im Jahr?

In der Regel liegen die jährlichen Kosten für die Wohngebäudeversicherung eines Einfamilienhauses von 100 qm in Deutschland durchschnittlich bei etwa 200 bis 700 Euro. Diese Preisspanne kann jedoch je nach der Region und den individuellen Leistungen stark variieren.

Warum wird die Wohngebäudeversicherung jedes Jahr teurer?

Ja, die Wohngebäudeversicherung wird fast jedes Jahr teurer, hauptsächlich wegen steigender Baukosten (Material & Handwerker) und mehr Extremwetterereignissen, was durch den jährlichen Anpassungsfaktor des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) zur Inflationsanpassung der Versicherungssumme führt, um Unterversicherung zu vermeiden; oft gibt es ein Sonderkündigungsrecht bei starken Erhöhungen, um einen günstigeren Anbieter zu suchen.
 

Wird die Gebäudeversicherung nach Quadratmeter berechnet?

Auch Versicherungsbeiträge können von der Quadratmeterzahl abhängen. Bei der Wohngebäudeversicherung fließen die Quadratmeter direkt in die Berechnung der Beitragshöhe ein.

Wie viel kostet eine Gebäudeversicherung mit Elementarschäden?

Die Kosten für die Elementarversicherung (als Zusatz zur Wohngebäudeversicherung) für ein Haus variieren stark, oft zwischen unter 100 € bis über 500 € pro Jahr, abhängig vom Risikogebiet (ZÜRS-Zone), der Hausgröße und Selbstbeteiligung; in Zonen mit geringem Hochwasserrisiko (ZÜRS 1) kann es nur ein kleiner Aufpreis sein (z. B. 92 € extra), während es in Hochrisikogebieten (ZÜRS 3/4) deutlich mehr kostet (bis zu 700 € oder mehr für den Vollschutz), da die Tarife an das Risiko angepasst werden.
 

Was deckt die Gebäudeversicherung nicht ab?

Schäden an einem im Bau befindlichen Haus sichert die Gebäudeversicherung nicht ab. Für die Bauphase gibt es die Rohbauversicherung und die Bauherren-Haftpflicht.

Wie hoch ist der Eigenanteil in der Wohngebäudeversicherung?

Eine Selbstbeteiligung (SB) in der Wohngebäudeversicherung ist ein vereinbarter Betrag, den Sie im Schadensfall selbst zahlen, bevor die Versicherung leistet, was Ihre Prämie senkt (oft bis zu 20 % Ersparnis), aber bei kleinen Schäden die volle Kostenlast bedeutet. Übliche Beträge sind 150 € bis 500 €, bei Elementarschäden können sie höher sein (z.B. 500 € oder 10 %, mindestens 250 €). Der Sinn dahinter ist, die Versicherung von Bagatellschäden zu entlasten, was Prämien stabil hält, aber bei großen Schäden die finanzielle Belastung für Sie erhöht.