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Wie hoch darf eine Ratenzahlung sein?

Gefragt von: Hilmar Giese  |  Letzte Aktualisierung: 2. Februar 2026
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Eine Ratenzahlung darf nicht pauschal festgelegt werden, aber als Faustregel gilt, dass die monatliche Rate nicht mehr als 35 % bis 40 % des Nettoeinkommens betragen sollte, wobei die tatsächliche Höhe von Ihren individuellen Ausgaben (Miete, Nebenkosten, Versicherungen etc.) abhängt; wichtig ist ein Puffer für unerwartete Kosten. Gerichte und Gläubiger prüfen Ihre finanzielle Situation, wobei höhere Raten bei längerer Laufzeit höhere Anforderungen bedeuten können.

Wie hoch dürfen Raten sein?

Höhe der Ratenzahlungen

Es gibt keine festen Grenzwerte für Einkommen und Vermögen. Ihr monatliches Einkommen wird mit Ihren regelmäßigen Ausgaben wie Miete, Versicherungen, Ratenzahlungen usw. verrechnet. Welche regelmäßigen Ausgaben das Gericht berücksichtigen kann, hängt von Ihrer Lebenssituation ab.

Wie hoch sollte eine Ratenzahlung sein?

Welche Kreditrate können Sie sich leisten? Es gibt Faustformeln, nach denen man nur einen bestimmten Anteil seines Nettoeinkommens für eine Immobilie verwenden sollte. Viele Banken raten, dass die Kreditrate nicht mehr ausmachen sollte als 40 Prozent des Nettoeinkommens.

Was ist eine angemessene Ratenzahlung?

Eine angemessene Ratenzahlung bedeutet, dass die Höhe der Rate für Sie selbst tragbar und für den Empfänger der Rate (Gläubiger) zugleich attraktiv sein muss.

Wie hoch darf die Ratenzahlungsgebühr sein?

Rechenbeispiel: Schulden Sie bis zu 500 Euro, müssen Sie nicht mehr als 41,16 Euro für die Ratenzahlungsvereinbarung zahlen. Schulden Sie höhere Beträge, kann auch der Kostensatz für die Ratenzahlung steigen.

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Was muss ich bei Ratenzahlung beachten?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ratenzahlungen sind immer Kredite.
  • Sie sollten sich gut überlegen, ob Sie regelmäßige Raten zahlen können und sich nicht zur Unterschrift drängen lassen.
  • Achten Sie besonders darauf, ob versteckte Kosten vielleicht den Gesamtbetrag in die Höhe treiben.

In welcher Höhe sind Mahngebühren zulässig?

Mahngebühren sind nicht gesetzlich exakt festgelegt, aber Gerichte stufen in der Regel 2 bis 5 Euro pro Mahnung als angemessen ein, da sie die tatsächlichen Kosten (Porto, Material) decken sollen. Höhere Beträge müssen vom Gläubiger nachgewiesen werden, ansonsten können sie angefochten werden. Bei Verzug können zusätzlich gesetzlich geregelte Verzugszinsen (für Verbraucher ca. 4% über dem Basiszinssatz) und bei Unternehmenskunden eine Pauschale von 40 Euro (nach § 288 Abs. 5 BGB) geltend gemacht werden, so die Industrie- und Handelskammer Hannover und KingBill. 

Ist es besser, eine Ratenzahlung zu vereinbaren oder den vollen Betrag zu bezahlen?

Wenn Sie Ihren Kaufbetrag vollständig bezahlen können, ist eine Finanzierung mit Zinsen oder monatlichen Gebühren wahrscheinlich nicht sinnvoll . Kreditkarten-Ratenzahlungen können zwar unter Umständen günstiger sein, dennoch sind die Kreditkosten relativ hoch.

Was sind die Nachteile der Ratenzahlung?

Vor- und Nachteile der Ratenzahlung

Durch überschuldete Kunden besteht das Risiko von Zahlungsausfällen. Feste Raten ermöglichen planbare monatliche Kosten für den Kunden. Eine falsche Einschätzung der finanziellen Lage birgt die Gefahr der Überschuldung.

Wie hoch dürfen Inkassokosten maximal sein?

Inkassokosten dürfen nur bis zu einer bestimmten Höhe anfallen und orientieren sich am Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), wobei bei unbestrittenen Forderungen meist ein niedrigerer Faktor (z.B. 0,9) gilt, für einfache Fälle sogar nur 0,5; zudem sind Auslagenpauschalen (max. 20 €) für Porto etc. sowie nachgewiesene Kosten für Adressermittlung oder Gerichtsvollzieher erstattungsfähig, aber hohe Aufschläge oder unnötige Kosten sind unzulässig. Bei Forderungen unter 50 € sind die Gesamtkosten auf 30 € begrenzt. 

Wie hoch darf meine monatliche Rate sein?

Als Faustregel gilt: Ihre maximale Monatsrate sollte 35 % Ihres monatlichen Haushaltsnettoeinkommens nicht überschreiten. Auf dieser Basis errechnet der Budgetrechner ganz einfach Ihren maximalen Kaufpreis und Kreditbetrag sowie Ihre maximale monatliche Kreditrate für Ihre Baufinanzierung.

Wie berechne ich eine Ratenzahlung?

Wie berechnet man die Monatsrate eines Kredits? Um die Monatsrate zu berechnen, verwenden Sie einfach die folgende Formel: [Kreditsumme + (Kreditsumme x Zinssatz ÷ 100)] ÷ Laufzeit in Monaten. Alternativ gibt es auch viele kostenlose Kreditrechner online, die Sie nutzen können.

Ist Ratenzahlung schlecht für Bonität?

Wenn Kreditnehmer ihren Zahlungsverpflichtungen nicht wie terminlich vereinbart nachkommen, wirkt sich das negativ auf ihren Score aus. Bezahlen sie zum Beispiel die Raten ihres Autokredits nicht vertragsgemäß, gilt dies als schlechte Zahlungsmoral.

Wie hoch dürfen Kreditraten sein?

Die Kreditrate sollte idealerweise nicht mehr als 30-40 % Ihres monatlichen Nettohaushalts-einkommens betragen, wobei Experten oft zu eher 30-35 % raten, um Puffer für unerwartete Ausgaben zu haben. Um dies zu berechnen, multiplizieren Sie Ihr Nettoeinkommen (nach Steuern und Sozialabgaben) mit 0,3 oder 0,4; bei einem Einkommen von 4.000 € wären das 1.200 € bis 1.600 €. Wichtig sind zudem die Laufzeit, der Zinssatz und Ihre sonstigen Ausgaben, die eine Bank in einer detaillierten Haushaltsrechnung prüft. 

Muss ich eine Ratenzahlung akzeptieren?

In der Regel hat der Gläubiger zuvor erfolglos versucht, den Schuldner zur Zahlung zu bewegen. Dennoch hat der Schuldner das Recht, auf eine Ratenzahlung hinzuwirken. Abhängig von den Einzelfallumständen muss der Gerichtsvollzieher eine vorgeschlagene Ratenzahlung akzeptieren oder ablehnen.

Was spricht gegen Ratenzahlung?

Die Nachteile bei Ratenzahlung

Das regelmäßige Einkommen ist nicht in allen Berufsgruppen für die Zukunft gesichert. Arbeitslosigkeit oder Krankheit kann zu einem geringeren monatlichen Einkommen führen. Die Verpflichtungen aus dem Ratenkauf bleiben jedoch bestehen.

Wie hoch sind die Zinsen bei einer Ratenzahlung?

Bei Ratenzahlungen fallen Zinsen an, die den Preis erhöhen, wobei der effektive Jahreszins (z.B. 3,49 % bis über 21 % je nach Anbieter und Bonität) die tatsächlichen Kosten zeigt; wichtig sind der Sollzinssatz, die Laufzeit und die Bonität, die Zinsen beeinflussen, und es gibt oft günstigere Ratenkredite bei Banken als bei Händlern. Vergleichen Sie Angebote (Verivox, Check24) und prüfen Sie die Möglichkeit einer vorzeitigen Ablösung oder Umschuldung, um Zinsen zu sparen.
 

Wie formuliere ich eine Bitte um Ratenzahlung?

Ich bitte um Stundung und Gewährung der Ratenzahlung. Es wäre mir möglich, die Nachzahlung in [ANZAHL] monatlichen Raten von [BETRAG] Euro beginnend am [DATUM] zu leisten. Bis zur Entscheidung über meinen Antrag bitte ich um Aussetzung der Vollziehung.

Warum kann ich keine Ratenzahlungen machen?

Lehnt die Bank den Kredit ab, hat sie triftige Gründe dafür. Größtenteils liegen diese darin, dass der Antragsteller nicht genügend Sicherheiten für das Darlehen aufbringen kann. Aber auch ein mangelhaftes Zahlungsverhalten in der Vergangenheit zwingt die Bank dazu, den Kredit abzulehnen.

Was muss man bei Ratenzahlung vorlegen?

Für eine Ratenzahlung müssen Sie in der Regel volljährig sein, in Deutschland wohnen, über ein regelmäßiges Einkommen verfügen und eine gute Bonität (positive SCHUFA) nachweisen können. Wichtige Nachweise sind gültige Ausweisdokumente und Gehaltsnachweise, wobei manche Anbieter auch Mindestumsätze oder spezifische Anforderungen für Selbstständige oder Studierende haben können, um die Kreditwürdigkeit zu prüfen. 

Ist eine Ratenzahlungsvereinbarung ein Vergleich?

Die bloße Vereinbarung einer Ratenzahlung stellt daher keinen Vergleich dar (OLG Nürnberg JurBüro 84, 1675). Stellung von Bürgschaften (OLG Hamburg JurBüro 84, 1358; OLG Nürnberg JurBüro 84, 1675; Gerold/Schmidt/von Eicken/Madert, BRAGO, 15. Aufl., § 57 Rn. 27).

Wie hoch dürfen Mahnspesen sein?

Mahngebühren sind nicht gesetzlich exakt festgelegt, aber Gerichte stufen in der Regel 2 bis 5 Euro pro Mahnung als angemessen ein, da sie die tatsächlichen Kosten (Porto, Material) decken sollen. Höhere Beträge müssen vom Gläubiger nachgewiesen werden, ansonsten können sie angefochten werden. Bei Verzug können zusätzlich gesetzlich geregelte Verzugszinsen (für Verbraucher ca. 4% über dem Basiszinssatz) und bei Unternehmenskunden eine Pauschale von 40 Euro (nach § 288 Abs. 5 BGB) geltend gemacht werden, so die Industrie- und Handelskammer Hannover und KingBill. 

Wie hoch darf eine Bearbeitungsgebühr sein?

Bei kleinen Forderungen bis 50 Euro dürfen die Inkasso-Kosten nicht höher ausfallen als die Forderung selbst. Dazu gibt es eine Wertstufe für Forderungen bis 50 Euro, bei der nur von einer Gebühr von 31,50 Euro auszugehen ist (§ 13 Abs. 2 RVG).

Sind 40 Euro Mahngebühren zulässig?

Im Fall des Zahlungsverzugs kommen mehrere Ansprüche des Gläubigers in Betracht. Neben einem Anspruch auf Ersatz des Verzögerungsschadens, auf Zahlung von Verzugszinsen hat der Gläubiger auch Anspruch auf Zahlung einer Verzugspauschale in Höhe von 40 Euro nach § 288 Abs. 5 BGB.

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