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Wie hoch darf die Feuchtigkeit in der Wohnung sein?

Gefragt von: Frau Liselotte Zimmer  |  Letzte Aktualisierung: 28. März 2026
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Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt meist zwischen 40 und 60 %, wobei Wohn- und Schlafzimmer 40–60 %, die Küche 50–60 % und das Bad 50–70 % anstreben sollten; dauerhaft über 60 % ist kritisch, da dies Schimmelbildung begünstigt. Ab 65 % steigt das Schimmelrisiko exponentiell an, besonders bei älteren Bauten.

Wann ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch?

Luftfeuchtigkeit ist zu hoch, wenn sie in Wohnräumen dauerhaft über 60 % liegt, da dann Schimmelbildung droht, die Gesundheit gefährdet (Allergien, Asthma) und das Klima schwül wird; kritisch wird es ab 70 %, was oft muffig riecht und Milben fördert, während Werte über 80 % ein Paradies für Parasiten sind. Messen Sie mit einem Hygrometer, denn Werte über 60 % in Wohn- und Schlafzimmern (über 70 % im Bad, über 65 % im Keller) sind problematisch und erfordern Lüften, Heizen oder den Einsatz von Luftentfeuchtern. 

Wie feucht darf eine Wohnung sein?

Da die Räume, je nach Einsatzzweck, aber unterschiedlich stark beheizt werden und die Feuchtigkeit in Küche und Bad für gewöhnlich höher ist als im Rest der Wohnung, kann dieser Idealwert stark variieren: Wohn- oder Arbeitszimmer/ Schlafzimmer: 40-60 % Küche: 50-60 % Badezimmer: 50-70 %

Was tun bei 70 Luftfeuchtigkeit?

Bei 70 % Luftfeuchtigkeit sollten Sie Stoßlüften (5-10 Min., gegenüberliegende Fenster für Durchzug), richtig heizen (Räume nicht auskühlen lassen), Feuchtigkeitsquellen wie Kochen und Duschen reduzieren (Deckel nutzen, Dunstabzugshaube nach außen, nach dem Duschen lüften) und ggf. einen Entfeuchter oder Hausmittel wie Salz einsetzen, um Schimmel und feuchte Wände zu verhindern. 

Was ist die gesündeste Luftfeuchtigkeit?

Laut der US-Umweltschutzbehörde (EPA) liegt die optimale relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zwischen 30 % und 50 % und sollte 60 % niemals überschreiten. Andere Studien legen einen Bereich von 40 % bis 60 % nahe.

High humidity in the apartment: 6 tips

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Wie fühlt man sich, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist?

Hohe Luftfeuchtigkeit fühlt sich schwül, klamm und stickig an, weil der Schweiß auf der Haut schlechter verdunstet und ein feuchtes, klebriges Gefühl entsteht, was zu Hitzestau und Unwohlsein führt. Körperlich äußert sich das oft durch vermertes Schwitzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme und eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsbeschwerden oder Allergien durch Schimmelwachstum. 

Bei welcher Luftfeuchte bildet sich Schimmel?

Schimmelgefahr besteht ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 60 %, ein erhöhtes Risiko ab 70 %, und bei dauerhaft über 80 % ist Schimmelbefall fast unausweichlich, da dies ideale Wachstumsbedingungen für die meisten Schimmelpilze schafft. Besonders kritisch sind kühle Oberflächen wie Fenster und Wände, an denen Feuchtigkeit kondensiert und der Taupunkt unterschritten wird, was zum Wachstum von Schimmel führt.
 

Kann heizen die Luftfeuchtigkeit senken?

Luftfeuchtigkeit senken durch Heizen: Durch das Heizen der Luft wird ihre relative Feuchtigkeit verringert. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was dazu führt, dass die relative Luftfeuchtigkeit sinkt. Diese Methode ist besonders effektiv in kälteren Klimazonen, kann aber zu höheren Energiekosten führen.

Wie hoch ist die normale Wandfeuchtigkeit?

Normalerweise sollte die Feuchtigkeit in Wänden möglichst niedrig sein, idealerweise unter 8 % (oft 3–4 %), wobei Werte bis 80 % in digitalen Messgeräten (Digits) als „nicht feucht“ gelten, aber ab 80 % Digits (ca. 5–8 %) als erhöht und über 100 % als „nass“ eingestuft wird; abhängig vom Material variieren die «Trocken»-Werte, aber generell sind 50-60 Digits ein guter Richtwert für trocken.
 

Ist eine Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent in der Wohnung schädlich?

Eine relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 80 Prozent begünstigt außerdem die Bildung und Vermehrung von Pilzen, Milben und anderen Parasiten. Ein Befall mit Schimmelpilz stellt nicht nur eine Gefahr für die Bausubstanz dar. Auch für unsere Gesundheit sind die Pilze schädlich.

Warum ist meine Wohnung so feucht?

Feuchtigkeit gelangt oft unbemerkt von außen in die Wohnung. Undichte Fenster, schlecht isolierte Wände oder Risse in der Bausubstanz lassen Feuchtigkeit eindringen. Besonders bei unzureichender Dämmung kann die warme, feuchte Innenluft an kalten Oberflächen wie Fenstern oder Außenwänden kondensieren.

Welche Jahreszeit hat die höchste Luftfeuchtigkeit?

Warum richtiges Lüften im Sommer so wichtig ist

Hinzu kommt, dass die Raumluftfeuchte im Sommer generell höher ist als im Winter1. Die Außenumgebung ist oft schwül und warm. Kann die Feuchtigkeit von innen nicht entweichen, steigt ihre Konzentration immer mehr an. Ein erstes Indiz: Kondenswasser an den Fenstern.

Sind 20 Grad im Wohnzimmer zu kalt?

Ob 20 Grad im Wohnzimmer zu kalt sind, hängt von persönlichen Vorlieben und Umständen ab, aber allgemein gelten 20-22°C als ideal für Wohnbereiche; wenn es Ihnen zu kühl ist, liegt es oft an Zugluft, schlechter Dämmung oder der empfundenen Temperatur (Strahlungswärme), da das Umweltbundesamt 20°C empfiehlt, während WHO für Kinder/Ältere 20°C (oder mehr) vorschreibt, um Behaglichkeit zu gewährleisten. Wenn es dauerhaft zu kalt ist, sollten Sie die Ursache (Dämmung, Undichtigkeiten) prüfen, denn Frieren schwächt das Immunsystem und kann zu gesundheitlichen Problemen führen, was eine Mietminderung rechtfertigen könnte, wenn der Vermieter nicht reagiert.
 

Welche Symptome können bei zu wenig Luftfeuchtigkeit auftreten?

Ist die Luft, die Sie einatmen zu trocken, kann die Schleimhaut sie nicht ausreichend anfeuchten. Die Folge ist eine Austrocknung der Schleimhaut. Die Symptome trockener Heizungsluft können Nasenbluten, Niesen, Juckreiz sowie Borkenbildung in der Nase umfassen.

Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit in Räumen senken?

Checkliste mit den besten 10 Tipps wie Sie die Luftfeuchtigkeit in Räumen senken

  1. Ausgiebig und regelmäßig stoßlüften.
  2. Optimale Raumtemperatur halten und Räume nicht auskühlen lassen.
  3. Türen geschlossen halten.
  4. Mit Salz, Katzenstreu oder Kieselsand befüllte Schüssel aufstellen.

Wie viel muss man heizen, damit es nicht schimmelt?

Um Schimmel zu vermeiden, sollten Sie Ihre Wohnung ausreichend heizen, sodass die Raumtemperatur nicht unter 16–18 °C fällt, idealerweise auf ca. 20 °C in Wohnräumen, und die Luftfeuchtigkeit bei 40–60 % bleibt; heizen Sie gleichmäßig, lüften Sie stoßweise und halten Sie Türen zu kühleren Räumen geschlossen, um Kondensation zu verhindern. 

Was zieht Feuchtigkeit aus der Luft?

Feuchtigkeit wird aus der Luft durch hygroskopische Stoffe wie Kalziumchlorid (Entfeuchtergranulat), Kochsalz, Katzenstreu und Reis gezogen, die Wasser an sich binden. Auch elektrische Luftentfeuchter entziehen aktiv Feuchtigkeit durch Kühlung oder Absorption, während Stoßlüften einen schnellen Austausch feuchter Luft gegen trockene Außenluft ermöglicht und Pflanzen (wie Efeu, Grünlilie) Feuchtigkeit aufnehmen können.
 

Ist eine Luftfeuchtigkeit von 70% in der Wohnung unbehaglich?

70 % Luftfeuchtigkeit in der Wohnung sind zu hoch und fördern Schimmelbildung sowie ein schwüles, unwohnes Raumklima; die ideale Spanne liegt bei 40–60 %, daher ist sofortiges Handeln wie ** Stoßlüften**, Reduzieren von Feuchtigkeitsquellen (Wäsche, Zimmerpflanzen) und ggf. Heizen wichtig, um Bausubstanz und Gesundheit zu schützen. Bei dauerhaft hohen Werten trotz Lüften sind strukturelle Probleme oder bauliche Mängel die Ursache, die einen Experten erfordern.
 

Kann Schimmel trotz normaler Luftfeuchtigkeit entstehen?

Ja, Schimmel kann trotz normaler Luftfeuchtigkeit entstehen, weil er sich bevorzugt an kalten Oberflächen bildet, wo warme, feuchte Raumluft kondensiert (Taupunktunterschreitung), was zu lokal hoher Feuchtigkeit führt, selbst wenn die Gesamtfeuchtigkeit niedrig ist. Bauliche Mängel wie schlechte Dämmung, Wärmebrücken (z. B. an Außenwänden), undichte Fenster sowie falsches Lüften und Heizen begünstigen dies, da die Feuchtigkeit nicht entweichen kann.
 

Soll man im Winter die Kellerfenster offen lassen?

Im Winter sollten Kellerfenster auf- und zu gemacht werden (Stoßlüften), aber nicht dauerhaft gekippt bleiben, da die kalte, trockene Außenluft feuchte Kellerluft austauschen kann, was Schimmel vorbeugut; am besten ist mehrmals täglich für 5-10 Minuten bei komplett geöffneten Fenstern lüften, solange es draußen kälter ist als drinnen, aber bei Regen oder starker Nässe besser geschlossen halten, um keine zusätzliche Feuchtigkeit hereinzulassen.
 

Welche Temperatur tötet Schimmelsporen ab?

Bei welchen Temperaturen sterben diese Mikroorganismen ab? Allgemein kann man davon ausgehen, dass die meisten Schimmelpilze bei einer Erhitzung auf +72 °C für mindestens zwei Minuten oder bei einem gleich wirksamen Prozess abgetötet werden.

Kann man die Luftfeuchtigkeit mit dem Handy messen?

Man kann die Luftfeuchtigkeit mit dem Handy messen, entweder durch spezielle Apps, die eingebaute Sensoren nutzen (oft ungenau) oder externe Hardware (Hygrometer-Sticks, Bluetooth-Sensoren), oder über Apps, die GPS und Wetterstationen nutzen, um Daten für Ihren Standort abzurufen; für präzise Messungen ist aber ein separates, dediziertes Hygrometer meist die zuverlässigere Wahl. 

Was kann ich tun, wenn meine Wohnung feucht ist?

Wie Sie die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer regulieren können

  1. Luftreiniger oder Entfeuchter: Mit elektrischen Entfeuchtern können Sie der Raumluft aktiv Feuchtigkeit entziehen.
  2. Regelmäßig stoßlüften: Vermeiden Sie es, bei Regen zu lüften und lüften Sie regelmäßig.
  3. Richtig heizen: Warme Luft nimmt Feuchtigkeit auf.

Wie merke ich, dass meine Wohnung feucht ist?

Daran erkennst du feuchte Wände:

  1. spürbar hohe Luftfeuchtigkeit im Raum.
  2. beschlagene Fensterscheiben.
  3. betroffene Wand fühlt sich feucht an.
  4. muffiger oder erdiger Geruch.
  5. Wandbeläge lösen sich von selbst.
  6. bröckelndes Mauerwerk.
  7. Stockflecken und Salzkristallausblühungen.
  8. Schimmelbildung.

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