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Wie heißt der Eiweißstoff im Blut?

Gefragt von: Pierre Zimmer  |  Letzte Aktualisierung: 28. April 2026
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Im Blut gibt es viele Eiweißstoffe (Proteine), die wichtigsten sind Albumine (Transport, Druck) und Globuline (Immunsystem), zusammenfassend als Plasmaproteine bezeichnet, wobei auch Hämoglobin (Sauerstofftransport in roten Blutkörperchen) und Fibrinogen (Blutgerinnung) wichtige Beispiele sind, so die netDoktor.de und die Blutspenden.de Webseiten.

Wie heißt das Eiweiß des Blutes?

Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)

Erythrozyten sind gefüllt mit Hämoglobin. Hämoglobin ist ein Proteinkomplex. Dieser Komplex besteht aus vier Untereinheiten, die jeweils ein Eisenatom beinhalten. Aufgrund seines hohen Eisengehalts verleiht Hämoglobin dem Blut seine rote Farbe.

Wie heißt Eiweiß im Blut?

Definition. Gesamteiweiß im Plasma bzw. Serum ist ein Laborparameter der klinischen Chemie, der die Konzentration aller Proteine im Blut angibt (Normwert und Details siehe Artikel Plasmaproteine).

Kann man Eiweißmangel im Blut feststellen?

Bei einer Blutuntersuchung wird oft das Gesamteiweiß im Blut mit bestimmt. Mit diesem Laborwert TP (total protein) wird der Gesamtproteingehalt im Blut gemessen und auf Unregelmäßigkeiten untersucht. Ein zu hohes oder zu niedriges Gesamteiweiß deutet auf gestörte Stoffwechselfunktionen hin und sollte abgeklärt werden.

Welcher Bluttest dient dem Nachweis von Eiweißmangel?

Die Bestimmung des Gesamtproteins und des Albumin-Glukose-Quotienten (A/G-Quotient ) ist häufig Bestandteil eines umfassenden Stoffwechselprofils (CMP), das Proteine ​​und andere Substanzen im Blut misst. Diese Bestimmung kann auch zur Diagnose von Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen oder Ernährungsproblemen beitragen.

Hoher Eiweiß-Spiegel im Blut: wichtigster Wert für Deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit

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Was passiert, wenn der Körper zu viel Eiweiß verliert?

Eine übermäßige Ausscheidung von Eiweiß hat typischerweise eine Ansammlung von Flüssigkeit im Körper zur Folge (Ödem) sowie geringe Werte des Eiweißes Albumin und erhöhte Fettwerte im Blut. Medikamente und Erkrankungen, die eine schädigende Wirkung auf die Nieren haben, können ein nephrotisches Syndrom verursachen.

Welche 5 Blutwerte sind wichtig?

Was sind die wichtigsten Laborwerte?

  • das kleine und große Blutbild.
  • Entzündungswerte wie Blutsenkung (BSG) und C-reaktives Protein (CRP)
  • Cholesterin: Gesamt-, HDL- und LDL-Cholesterin.
  • Blutfette (Triglyzeride)
  • Blutzucker und HbA1c.
  • Leberwerte und Nierenwerte.
  • Schilddrüsenwerte.

Was passiert, wenn man zu viel Eiweiß im Blut hat?

Zu viel Eiweiß im Blut (Hyperproteinämie) kann verschiedene Ursachen haben, von harmlosen (viel Eiweiß gegessen) bis zu ernsten (Nierenversagen, Amyloidose), und sich durch Müdigkeit, Schwellungen, Durst oder Blutergüsse zeigen, wobei die Nieren durch die erhöhte Ausscheidung von Abbauprodukten belastet werden. Bei Verdacht ist eine Blutuntersuchung wichtig, aber oft ist eine Reduzierung der Proteinzufuhr und viel Trinken die Lösung, besonders bei bestehenden Nierenproblemen ist eine eiweißarme Diät notwendig. 

Was gilt als ein hoher Proteinspiegel im Blut?

Hyperproteinämie bezeichnet eine abnorm hohe Konzentration von Proteinen im Blut. Normale Gesamtproteinwerte im Serum gesunder Menschen liegen zwischen 6,0 und 8,3 g/dl . Werte darüber gelten als unausgewogen und können eine medizinische Behandlung erforderlich machen.

Welche Symptome treten bei zu viel Eiweiß auf?

Symptome bei zu viel Protein sind oft Verdauungsprobleme wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, Mundgeruch (Keto-Atem), Müdigkeit, Wassereinlagerungen und vermehrter Harndrang, aber auch eine Belastung der Nieren und Leber sowie langfristig ein erhöhtes Risiko für Osteoporose oder Gicht können die Folge sein, besonders wenn die Aufnahme von Wasser und Ballaststoffen zu gering ist.
 

Wie heißt das Eiweißgift?

Definition. Phasin ist ein Phythohämagglutinin (Lektin) aus Hülsenfrüchten, das zu Vergiftungserscheinungen bei Menschen und Tieren führt.

Wie heißen die Laborwerte?

Was bedeuten die Abkürzungen der Laborwerte?

  • ERY = Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
  • LEUKOS = Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
  • THRO, PLT = Thrombozyten (Blutplättchen)
  • HGB, HB = Hämoglobin (roter Blutfarbstoff)
  • HCT, HKT, HAT = Hämatokrit (Anzahl der roten Blutkörperchen im Blutplasma)

Wie nennt man das Eiweiß im Blut?

Plasmaproteine (Bluteiweiße) Als Plasmaproteine bezeichnet man die rund 100 Eiweiße, die im Blutplasma des Menschen zirkulieren und von dem sie ihren Namen haben. Plasmaproteine, auch Bluteiweiße genannt, übernehmen im Körper verschiedene Aufgaben, zum Beispiel Transportfunktionen.

Was sind die drei Blutproteine?

Der Proteingehalt des Plasmas

Plasma enthält drei Hauptproteinarten: Albumine, Globuline und Fibrinogene . Albumine sind die am häufigsten vorkommende Proteingruppe im Blutplasma. Globuline lassen sich weiter in α1-, α2-, β1-, β2- und γ-Globuline unterteilen. Fibrinogen ist der Gerinnungsfaktor im Plasma.

Was bedeutet es, wenn der Albuminwert zu hoch ist?

Ein zu hoher Albuminwert im Blut deutet meist auf Flüssigkeitsmangel (Dehydration) hin, weil sich die Konzentration des Proteins erhöht, aber nicht das Albumin selbst. In seltenen Fällen kann es bei schweren Nierenschäden, bestimmten Infektionen (z.B. Meningitis im Liquor) oder Tumoren auftreten; im Urin ist ein erhöhter Wert (Albuminurie) ein wichtiges Zeichen für Nierenschädigungen, oft bei Diabetes oder Bluthochdruck.
 

Welcher Wert zeigt Eiweiß im Blut an?

Der wichtigste Wert für Eiweiß im Blut ist das Gesamteiweiß (Totalprotein), dessen Normbereich bei Erwachsenen oft zwischen 64 und 87 g/l (Gramm pro Liter) liegt, wobei die genauen Referenzwerte je nach Labor variieren können. Es gibt auch wichtige Untergruppen, wie das Albumin (wichtig für den Flüssigkeitshaushalt) oder Entzündungsproteine wie das CRP, das bei Entzündungen ansteigt und unter 5 mg/l (oder < 0,5 g/dl) liegen sollte.
 

Welche Blutwerte zeigen Entzündungen an?

Entzündungen im Blut zeigen sich hauptsächlich durch erhöhte Werte des C-reaktiven Proteins (CRP) und eine höhere Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten); auch die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) wird als Maßstab herangezogen, wobei CRP der wichtigste und schnellste Indikator ist. Diese Werte können bei Infektionen, Gewebsschäden oder chronisch-entzündlichen Erkrankungen ansteigen, wobei ein CRP-Wert über 5 mg/L oft auf eine Entzündung hindeutet.
 

Was kann ich tun, wenn mein Eiweiß im Blut erhöht ist?

Wenn zum Beispiel das Gesamteiweiß relativ erhöht ist (Pseudohyperproteinämie), kann eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr den Messwert wieder normalisieren: Der Betroffene sollte viel trinken beziehungsweise bekommt Infusionen, um den Wasserhaushalt des Körpers wieder in Balance zu bringen.

Welche Blutwerte sollte man mal checken lassen?

Man sollte ein großes Blutbild, Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride), Blutzucker, Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte sowie wichtige Vitamine (z.B. Vitamin D, B12) und Eisen testen lassen, um einen umfassenden Überblick über Stoffwechsel, Organfunktion und Nährstoffversorgung zu erhalten. Diese Werte geben Aufschluss über das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Entzündungen und Nährstoffmangel und können im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen (Check-up-35) oder bei spezifischen Beschwerden ermittelt werden. 

Welcher Blutwert deutet auf Herzprobleme hin?

Wichtige Blutwerte, die auf Herzprobleme hindeuten, sind vor allem Troponin (bei Herzinfarkt), NT-proBNP oder BNP (bei Herzinsuffizienz), sowie CRP (Entzündungen) und Kreatinin (Nierenfunktion), die alle in Zusammenhang mit Herzerkrankungen relevant sind, wobei erhöhte Werte meist auf eine Schädigung oder Überlastung hinweisen, aber immer im Kontext der Symptome und weiterer Diagnostik interpretiert werden müssen.
 

Was sollte man vor einem Blutbild nicht machen?

Vor einer Blutabnahme darf man in der Regel nicht essen, keine zuckerhaltigen Getränke trinken (Kaffee/Tee nur schwarz/ungesüßt), keinen Alkohol trinken, nicht rauchen und keine anstrengenden Sportarten ausüben, da dies die Werte verfälscht, aber Wasser ist erlaubt. Wichtig ist auch, Medikamente vorher mit dem Arzt abzusprechen und Stress zu vermeiden, wobei die genauen Regeln je nach Untersuchung variieren können. 

Wie macht sich ein Eiweißüberschuss bemerkbar?

Symptome bei zu viel Protein sind oft Verdauungsprobleme wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, Mundgeruch (Keto-Atem), Müdigkeit, Wassereinlagerungen und vermehrter Harndrang, aber auch eine Belastung der Nieren und Leber sowie langfristig ein erhöhtes Risiko für Osteoporose oder Gicht können die Folge sein, besonders wenn die Aufnahme von Wasser und Ballaststoffen zu gering ist.
 

Was bedeutet zu viel Eiweiß im Blut?

Zuviel Eiweiß im Blut, auch Hyperproteinämie genannt, bedeutet eine erhöhte Gesamtmenge an Proteinen und kann ein Zeichen für Dehydrierung, Infektionen, Entzündungen oder ernstere Erkrankungen wie Leberprobleme oder bestimmte Krebsarten (z.B. Multiples Myelom) sein, da das Protein zu hoch konzentriert ist oder sich krankhaft vermehrt, was die Durchblutung beeinträchtigen kann, besonders wenn es sich um spezielle Eiweiße handelt, aber auch eine sehr hohe Proteinzufuhr durch Ernährung kann zu Problemen führen, wenn die Nieren schon geschwächt sind. 

Wie wichtig ist Eiweiß im Alter?

Im Alter steigt der Eiweißbedarf, um Muskelschwund (Sarkopenie) entgegenzuwirken und die Mobilität zu erhalten; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für über 65-Jährige 1 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich, bei Krankheit oder höherem Bedarf auch bis zu 1,2-1,5 g/kg KG. Wichtig ist die Verteilung auf mehrere Mahlzeiten (ca. 25 g pro Mahlzeit) mit hochwertigen Quellen wie Fisch, Milchprodukten, Eiern, Hülsenfrüchten und Nüssen, oft kombiniert mit Krafttraining.