Zum Inhalt springen

Wie gesund ist Ayurveda?

Gefragt von: André Gerber B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 5. Februar 2026
sternezahl: 4.8/5 (5 sternebewertungen)

Ayurveda gilt als ein ganzheitliches System zur Förderung von Wohlbefinden und kann bei der Prävention und Linderung chronischer Beschwerden (z. B. Stress, Verdauungsprobleme, Migräne) durch typgerechte Ernährung, Kräuter und Lebensstil ansetzbar sein, hat aber eine schwache wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit bei organischen Erkrankungen; es kann unterstützend wirken, ersetzt aber keine Schulmedizin. Die WHO erkennt es als traditionelle Medizin an, aber Studien mit wissenschaftlichen Standards fehlen noch.

Bei welchen Krankheiten hilft Ayurveda?

Anwendungsgebiete. Grundsätzlich kann Ayurveda bei allen Krankheiten angewendet werden, wobei funktionelle und psychosomatische Störungen wie Migräne, Schlaflosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Bluthochdruck im Vordergrund stehen.

Ist Ayurveda wirklich gesund?

Ayurveda ist bei uns nicht als wirksame medizinische Therapie anerkannt. Belege, die den Standards der wissenschaftlich orientierten Medizin genügen, stehen noch aus und in relevanten wissenschaftlichen Journalen sind bisher kaum methodisch akzeptable Studien veröffentlicht worden.

Wie lange dauert es, bis Ayurveda wirkt?

Daher können Ergebnisse erst nach Tagen, Wochen oder sogar Monaten sichtbar werden.

Wie lange dauert es bis Ayurveda wirkt?

Eine Panchakarma-Kur dauert gewöhnlicherweise 21 Tage, sollte aber ein Minimum von zwei Wochen betragen. Wie bei allem im Ayurveda beginnt auch die Panchakarma-Kur mit einer Bestimmung der eigenen Doshas. Unter “Kurz erklärt: Was sind Doshas?” kannst du alles Wichtige zu dem Thema nachlesen.

Ayurveda: Die 3 Körpertypen und deren Eigenschaften (Vata, Pitta, Kapha Dosha erklärt)

21 verwandte Fragen gefunden

Warum kein Joghurt mit Obst Ayurveda?

Iss Milchprodukte nicht zusammen mit Früchten in einer Mahlzeit! Kuhmilchprodukte und Obst sind laut Ayurveda »viruddha«, das heißt unvereinbar. Unser Körper kann diese Kombination schlecht verstoffwechseln. Es kommt zu unverdauten Stoff wechselrückständen (Ama) im Körper.

Was besagt die 80/20-Regel im Ayurveda?

Mäßigung ist der Schlüssel: Die 80/20-Regel

Im Ayurveda dreht sich alles um Balance. Ohne Mäßigung lässt sich keine Balance erreichen. Wie bei allem gilt: Zu viel des Guten kann schädlich sein. Daher empfiehlt sich die 80/20-Regel: Halten Sie sich in 80 % der Fälle an die Regeln und erlauben Sie sich in den restlichen 20 % einen gewissen Spielraum .

Ist Ayurveda entzündungshemmend?

Einige der ayurvedischen Medikamente haben eine deutlich entzündungshemmende Wirkung, indem sie den die 5-Lipoxygenase inhibieren und damit die Entstehung der entzündungsfördernden Botenstoffe der Arachnoidsäurenkaskade reduzieren.

Welche Lebensmittel sollten während der Einnahme ayurvedischer Medizin vermieden werden?

Zu vermeidende Lebensmittel:

Die meisten Sorten von gefrorenem, rohem oder getrocknetem Gemüse wie Kartoffeln, Bittermelone, Blattgemüse, rohe Zwiebeln und Sprossen . Getreide wie Gerste, Hefebrot, Hirse, Getreideflocken, Mais und Buchweizen. Die meisten Linsen- und Erbsensorten wie Bohnen, Kichererbsen, Kidneybohnen, weiße Bohnen und mehr. Milchpulver in Milchprodukten.

Wann ist die optimale Zeit zum Aufstehen im Ayurveda?

Der Morgen im Ayurveda

Im Ayurveda beginnt der Tag recht früh, im Idealfall sogar vor 6 Uhr. In den Veden wird beschrieben, dass ein gesunder Mensch in den ersten drei Stunden des Tages aufstehen sollte, also zwischen 3 und 6 Uhr morgens. Das klingt im ersten Moment sehr abschreckend und wenig verlockend.

Warum keine Tomaten im Ayurveda?

In der Ayurveda Küche wird ein moderater Konsum von ausschließlich vollreifen Tomaten empfohlen. Der hohe Säure- und Histamingehalt kann bei empfindlichen Personen und Pitta Konstitutionen entzündliche Erkrankungen verstärken.

Was sind die 3 Säulen des Ayurveda?

„Die 3 Säulen des Ayurveda – Dein natürlicher Weg zu mehr Energie und ganzheitlichem Wohlbefinden“ bietet dir ein einzigartiges, bewährtes Konzept, das auf den drei Säulen des Ayurveda basiert: Vata, Pitta und Kapha.

Was sollte man laut Ayurveda morgens als erstes essen?

Bereiten Sie am Morgen am besten einen warmen ayurvedischen Frühstücksbrei aus Getreide zu, wie etwa Vata-Porridge oder auch Vata-Müsli, die Sie mit wärmenden Gewürzen wie Zimt, Kurkuma, Kardamom und Ingwer verfeinern können.

Warum keine Kartoffeln im Ayurveda?

Im Ayurveda wird unsere Kartoffel – wie alle Nachtschattengewächse – nicht sehr positv bewertet. Nachtschattengewächse fördern Entzündungsprozesse im Körper und machen uns mental unruhig. Auch die Wirkung auf die Doshas ist unterschiedlich: Süßkartoffeln beruhigen Vata, herkömmliche Kartoffeln reizen Vata.

Was isst man bei Ayurveda zum Frühstück?

Ein ayurvedisches Frühstück ist warm, leicht und nährend, oft in Form von Getreidebrei (Porridge) aus Hafer- oder Dinkel-/Gerstenflocken, gekochtem Obst (Äpfel, Birnen) und Gewürzen wie Zimt, Ingwer und Kardamom, um das Verdauungsfeuer zu stärken, mit gesunden Fetten wie Ghee oder Nussmus und einer Pflanzenmilch, wobei eine Kombination aus Milchprodukten und Obst vermieden wird. Es ist eine achtsame Mahlzeit, die langsam und bewusst genossen wird, idealerweise aus frischen, regionalen Bio-Zutaten.
 

Für wen ist Ayurveda geeignet?

Ayurvedische Methoden eignen sich besonders für Menschen mit funktionellen und psychosomatischen Störungen wie Migräne, Schlaflosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Bluthochdruck.

Warum keine Milchprodukte im Ayurveda?

Warme Milch gleicht alle Doshas aus, sollte aber bei viel Kapha nur in kleinen Mengen konsumiert werden. Kalte Milch kann schädlich wirken. Durch ihre feuchten und schweren Eigenschaften kann sie die Zirkulationskanäle verstopfen und den Körper verschleimen.

Welches Obst bei Ayurveda?

Süße Früchte, wie Banane, Mango, Trauben, Feigen oder Datteln sind besonders nährend, aufbauend und zellerneuernd. Sie erhöhen Kapha, reduzieren Vata und haben einen äußerst positiven Effekt auf das Immunsystem (ojas). Sehr gut können sie mit Mandeln oder Nüssen zusammen gegessen werden.

Für welche Arten von Erkrankungen lässt sich mit Ayurveda sinnvoll vorbeugen?

Hervorragende Ergebnisse erzielen die intensiven Reinigungsverfahren bei allen chronischen und hartnäckigen Erkrankungen und bei psychosomatisch bedingten Beschwerden, zum Beispiel bei allen Hauterkrankungen, Verdauungsstörungen, Autoimmunerkrankungen, Impotenz, Tinnitus oder Schlaflosigkeit.

Was ist der stärkste natürliche Entzündungshemmer?

Die stärksten natürlichen Entzündungshemmer sind oft eine Kombination aus Kurkuma (Curcumin), das direkt Entzündungswege blockiert, Omega-3-Fettsäuren (aus Fisch, Leinöl, Walnüssen), die das Immunsystem regulieren, sowie Ingwer, der Entzündungsmediatoren hemmt. Auch körpereigene Stoffe wie PEA (Palmitoylethanolamid) und Pflanzenstoffe wie in Weihrauch, Grünem Tee und Ananas (Bromelain) zeigen starke Wirkungen und können chronische Entzündungen lindern. 

Was zieht schnell Entzündungen aus dem Körper?

Omega-3-Fettsäuren, die in Fischöl oder Algenöl enthalten sind, haben starke entzündungshemmende Eigenschaften. Kurkuma-Präparate, die Curcumin enthalten, Quercetin und Resveratrol können ebenfalls zur Linderung von Entzündungen beitragen.

Welche drei Ayurveda-Typen gibt es?

Die drei ayurvedischen Typen, genannt Doshas, sind Vata (Luft & Äther), Pitta (Feuer & Wasser) und Kapha (Erde & Wasser), die die körperlichen und geistigen Eigenschaften jedes Menschen bestimmen, wobei die individuelle Mischung dieser Energien die Konstitution ausmacht, wie erklären. Das Ziel des Ayurveda ist es, diese Doshas in Balance zu bringen.
 

Wann aufstehen Ayurveda?

Laut Ayurveda sollten wir idealerweise vor 6 Uhr aufstehen. Diese frühen Stunden gelten als besonders förderlich für geistige Klarheit und spirituelles Wachstum. Es ist auch die Zeit, in der das Vata Dosha dominiert und es fällt uns daher oft leichter aufzustehen (obwohl wir gerne noch liegen bleiben würden…).

Wie fange ich mit Ayurveda an?

Ein guter Start: Die ayurvedische Morgenroutine

  1. Direkt nach dem Aufstehen Ingwerwasser trinken oder ein Glas heißes Wasser zu sich nehmen.
  2. Die Zunge mit einem Zungenschaber reinigen und die Zähne putzen.
  3. Ölziehen.
  4. Das Gesicht waschen.
  5. Nasya, die ayurvedische Nasendusche.

Warum kein Kaffee bei Ayurveda?

Kaffee ist bitter im Geschmack und wird im Ayurveda mit den Begriffen «leicht» und «trocken» beschrieben. Der Konsum von Kaffee kann zunächst die Verdauung anregen, jedoch kann die trockene Eigenschaft des Kaffees langfristig zu Verdauungsproblemen führen.