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Wie gefährlich ist Corona bei COPD?

Gefragt von: Daniel Urban-Hein  |  Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026
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Corona ist für Menschen mit COPD besonders gefährlich, da sie ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe von COVID-19 haben, da COPD eine chronische Lungenerkrankung ist, die die Lunge bereits vorbelastet und die Atemwege anfälliger für das Virus macht, was zu Atemnot, Lungenentzündung und längeren Krankenhausaufenthalten führen kann.

Wie gefährlich ist Corona für COPD-Patienten?

Die Ergebnisse zeigen: Interstitielle Lungenerkrankungen wie die idiopathische Lungenfibrose führen häufig zu besonders schweren COVID-19-Verläufen. Menschen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) haben ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe.

Was passiert, wenn jemand mit COPD an COVID erkrankt?

A: Bei COPD-Patienten besteht ein deutlich höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle durch COVID-19.

Wie kündigt sich Tod bei COPD an?

Anzeichen für das Endstadium einer COPD sind extreme Atemnot (auch in Ruhe), starke Müdigkeit, zunehmende Immobilität, Blaufärbung der Haut/Lippen (Zyanose) durch Sauerstoffmangel, verwirrtes Verhalten, Herzklopfen und häufige Lungenentzündungen, da die Lungenfunktion massiv eingeschränkt ist und die Atemmuskulatur erschöpft ist, oft begleitet von Husten mit viel Auswurf und häufigen Exazerbationen.
 

Ist eine Erkältung bei COPD gefährlich?

Ja, eine Erkältung (grippaler Infekt) ist bei COPD gefährlich, da sie zu einer schweren Verschlechterung der Grunderkrankung (Exazerbation) führen kann, die Atemnot verstärkt und die Lungenfunktion dauerhaft schädigen kann, was Krankenhausaufenthalte notwendig machen und sogar zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen kann. Betroffene sollten Atemwegsinfekte unbedingt vermeiden oder bei ersten Symptomen sofort handeln, da das Immunsystem der Atemwege bei COPD geschwächt ist und die Infektionen oft schwerer verlaufen. 

2020: Prof. Marek Lommatzsch "Erkrankungsrisiko bei Patienten mit Asthma und COPD"

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Was tun, wenn man an COPD leidet und eine Erkältung bekommt?

Sollten Sie eine Erkältung oder Grippe bekommen, lindern Sie Fieber und Gliederschmerzen mit Ibuprofen, da etwa 10 Prozent der COPD-Patienten mit Asthma eine Aspirinallergie haben. Antihistaminika können zur Linderung der Verstopfung der Atemwege eingesetzt werden, abschwellende Tabletten und Sprays sollten jedoch vermieden werden, da diese bekanntermaßen den Blutdruck erhöhen.

Was hilft bei Erkältung bei COPD?

Bei COPD und Erkältung gilt: Viel trinken, inhalieren (Salzwasser), Atemtechniken wie die Lippenbremse anwenden, sanft husten (Faust-Husten), Ruhe bewahren und ärztliche Medikamente weiternehmen; bei starken oder anhaltenden Beschwerden sofort zum Arzt, da sich die Situation rasch verschlechtern kann (Exazerbation). Impfungen (Grippe, Corona, Pneumokokken) und Hygiene sind zur Vorbeugung entscheidend, so Copd-Alltag. 

In welchem Alter sterben die meisten COPD-Patienten?

Die meisten Patienten mit COPD sind über 65 Jahre alt, und viele haben neben einer chronischen Bronchitis und/oder einem Emphysem noch weitere Gesundheitsstörungen, die die Lebenserwartung einschränken. Ein Krankheitsbeginn der COPD vor dem 55. Lebensjahr ist ungewöhnlich.

Wann ist es Zeit, ins Krankenhaus zu gehen bei einer COPD?

Eine Herzfrequenz bei Ankunft in der Notaufnahme über 110 Schlägen pro Minute (2 Punkte) Eine arterielle Sauerstoffsättigung unter 90% oder eine Herzfrequenz von über 120 Schlägen pro Minute (2 Punkte)

Wie merkt man COPD Endstadium?

Zeichen einer beginnenden Einengung der Atemwege sind Atemgeräusche: Rasselgeräusche oder (zum Teil abhustbares) Giemen, gelegentlich auch ein Engegefühl in der Brust und Atemnot bei Belastung. Zeichen einer fortschreitenden Verengung oder eines Emphysems ist Luftnot bei geringer Belastung und später auch in Ruhe.

Wie wirkt sich COVID auf die Lunge aus?

Welche Symptome von COVID-19 betreffen die Lunge? Manche Menschen verspüren Atemnot . Menschen mit chronischen Herz-, Lungen- und Bluterkrankungen haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Symptome, einschließlich Lungenentzündung, akutem Atemnotsyndrom und akutem Atemversagen.

Wann sollte man wegen COPD ins Krankenhaus gehen?

Warnzeichen eines COPD-Schubs

Bei einer akuten Verschlimmerung der Erkrankung kann ein Krankenhausaufenthalt erforderlich sein. Häufige frühe Anzeichen sind: Atemnot und laute, pfeifende Atemgeräusche.

Wie schnell verschlechtert sich eine COPD?

COPD verschlechtert sich meist langsam und schleichend über Jahre, aber der Verlauf wird durch plötzliche, akute Verschlimmerungen, sogenannte Exazerbationen (Schübe), beschleunigt, bei denen Atemnot, Husten und Auswurf innerhalb von Stunden bis Tagen zunehmen und oft eine Intensivierung der Therapie nötig machen, was zu bleibenden Lungenschäden führen kann und die Lebenserwartung beeinflusst. Jeder Schub kann die Symptome verschlimmern und eine Abwärtsspirale auslösen, weshalb eine gute Behandlung wichtig ist. 

Kann sich die Lunge bei COPD wieder erholen?

Nein, die bei COPD entstandenen Lungenschäden sind nicht vollständig reversibel oder heilbar, da die Lunge sich nicht selbst reparieren kann, aber der Krankheitsverlauf kann durch konsequente Vermeidung von Auslösern (wie Rauchen) und richtige Therapie deutlich verlangsamt und die Lebensqualität verbessert werden. Ein Rauchstopp ist entscheidend und beginnt die Erholung der Lunge, auch wenn die Schäden bleiben. Neue Forschung gibt Hoffnung auf regenerative Therapien.
 

Welche Getränke sollten Menschen mit COPD meiden?

Kohlensäurehaltige Getränke

Dies bezieht sich auf alle Getränke, die mit Kohlendioxid aufgeschäumt wurden. Sie enthalten üblicherweise künstliche Konservierungsstoffe, Süßungsmittel und Farbstoffe, die allesamt für die Gesundheit von Menschen mit COPD schädlich sind.

Wer ist am stärksten von einem tödlichen Verlauf von COVID-19 bedroht?

Ältere Erwachsene haben das höchste Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken. Mehr als 81 % der COVID-19-Todesfälle betreffen Menschen über 65 Jahre. Die Zahl der Todesfälle in dieser Altersgruppe ist 97-mal höher als bei den 18- bis 29-Jährigen.

Wie kündigt sich der Tod bei COPD an?

Der Tod bei COPD kündigt sich durch eine extreme Verschlechterung der Atemnot an, die auch in Ruhe besteht, verbunden mit chronischem Husten, Auswurf, massiver körperlicher Einschränkung und wiederkehrenden schweren Verschlechterungen (Exazerbationen). Im Sterbeprozess kommen oft Bewusstseinsveränderungen, unregelmäßige Atmung (Cheyne-Stokes-Atmung), Kreislaufschwäche (kühle Haut), Schluckunfähigkeit und extreme Schwäche hinzu. Atemversagen ist eine der häufigsten Todesursachen. 

Wie sieht ein Notfall bei einem COPD-Patienten aus?

Herzrasen . Blaue oder graue Verfärbung der Fingernägel (ein Anzeichen für einen niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut). Die empfohlene Behandlung schlägt nicht an, und die Symptome verschlimmern sich. Sprachstörungen, Desorientierung, Verwirrtheit, Schwindel.

Wie merkt man eine Verschlechterung bei COPD?

Eine akute Verschlechterung der COPD, eine sogenannte Exazerbation, zeigt sich durch eine plötzliche Zunahme von Atemnot, Husten und Auswurf, der oft dickflüssiger, zäher und verfärbt (gelb/grün) wird, begleitet von Abgeschlagenheit, Müdigkeit und ggf. Fieber. Der Bedarf an Notfallspray steigt, die Leistungsfähigkeit sinkt, und im schlimmsten Fall können Verwirrung oder Schläfrigkeit auftreten, was eine sofortige ärztliche Behandlung erfordert, da die Symptome über die normalen täglichen Schwankungen hinausgehen und die Medikation angepasst werden muss.
 

Wie lange kann man an COPD leiden, bevor man stirbt?

Viele Menschen erreichen mit COPD ein Alter von 70, 80 oder sogar 90 Jahren .“ Das sei jedoch wahrscheinlicher, so der Experte, wenn der Verlauf mild sei und keine weiteren gesundheitlichen Probleme wie Herzkrankheiten oder Diabetes vorlägen. Manche Menschen versterben früher an Komplikationen wie Lungenentzündung oder Atemversagen.

Wie lange kann man mit COPD Gold 4 noch leben?

Bei COPD GOLD 4 (sehr schwer) ist die Lebenserwartung reduziert, oft um mehrere Jahre, aber stark individuell abhängig; Faktoren wie Rauchstopp, Vermeidung von Exazerbationen (akuten Verschlechterungen, besonders mit Krankenhausaufenthalt) und Begleiterkrankungen (Herz, Diabetes) beeinflussen die Prognose erheblich, wobei konsequente Therapie und Lebensstiländerungen die Lebensqualität und Überlebenszeit verbessern können. Statistisch kann die Lebenserwartung durch die COPD um 5 bis 9 Jahre verkürzt sein, aber eine gute Behandlung kann das Fortschreiten verlangsamen.
 

Wie schnell schreitet ein Lungenemphysem voran?

Ein Lungenemphysem schreitet meist langsam und schleichend über Jahre voran, oft unbemerkt, bis Symptome wie Atemnot bei Belastung auftreten, aber der Verlauf kann individuell variieren und durch Rauchstopp und Therapie positiv beeinflusst werden. Das wichtigste, um das Fortschreiten zu verlangsamen, ist der sofortige Rauchstopp; das Ausmaß der Schädigung bestimmt die Prognose.
 

Was passiert, wenn jemand mit COPD an Grippe erkrankt?

Wenn Menschen mit COPD an Grippe erkranken, können sich ihre Symptome stark verschlimmern, was zu Krankenhausaufenthalten und sogar zum Tod führen kann . Dies geschieht, weil COPD die Lunge und das Immunsystem bereits schwächt und es dadurch schwieriger wird, Infektionen wie die Grippe abzuwehren.

Ist Abhusten gut für COPD?

Abhusten vor jeder Mahlzeit verhindert Atemnot bei COPD-Patienten. Damit Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung weniger Atemnot beim Essen erleiden, sollten sie vor jeder Mahlzeit kräftig abhusten.

Welches Getränk stärkt die Lunge?

Zur Stärkung der Lunge sollten Sie täglich etwa 1,5 - 2 Liter trinken – am besten in Form von stillem Mineralwasser und ungesüßten Kräutertees. Insbesondere an heißen Tagen sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.