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Wie funktioniert die pulsdiagnose?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Eckehard Eberhardt B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 9. September 2026
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Die Pulsdiagnose ist eine Methode der traditionellen Medizin (TCM, Ayurveda), bei der ein Diagnostiker mit sanftem Druck der Finger (meist Zeige-, Mittel- und Ringfinger) die Schlagader am Handgelenk (Arteria radialis) ertastet, um durch Frequenz, Rhythmus, Stärke und Qualität des Pulses Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand, die Doshas (Ayurveda) oder Funktionskreise (TCM) und verborgene Ungleichgewichte zu ziehen. Es werden verschiedene Parameter wie Pulsfrequenz, -tiefe, -länge und -fluss beurteilt, die zusammen mit Fragen zu Lebensstil und Symptomen ein ganzheitliches Bild ergeben, um individuelle Therapien zu empfehlen.

Wie wird der Puls ermittelt?

Um den Puls zu messen, tastet man mit Zeige- und Mittelfinger an der Innenseite des Handgelenks unterhalb des Daumens (Speichenarterie) oder seitlich am Hals (Halsschlagader), zählt die Schläge für 30 Sekunden und verdoppelt das Ergebnis für die Frequenz pro Minute; nicht den Daumen zum Tasten nutzen, da dieser einen eigenen Puls hat.
 

Was ist eine Pulsdiagnose?

Die konventionelle Pulsdiagnose (PD), die in der chinesischen und anderen traditionellen Medizinsystemen weit verbreitet ist, beruht auf der taktilen Beurteilung der Arteria radialis, um Pulsform, Rhythmus und Stärke zu beurteilen . Die Ergebnisse variieren jedoch mit der Erfahrung und Ausbildung des Untersuchers.

Was bedeutet ein schlüpfriger Puls?

Ein „schlüpfriger“ Puls kann z. B. auf eine Feuchtigkeitsansammlung im Körper, ein sehr langsamer Puls auf eine kältebedingte Erkrankung hinweisen.

Was ist eine Pulsdiagnostik?

Die Pulsdiagnose ist eine Untersuchungsmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei welcher die rechte und linke Arteria radialis auf ihre Pulsqualität hin untersucht werden.

Pulsdiagnose

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Welche 3 Beobachtungskriterien für den Puls gibt es?

Die drei wichtigsten Beobachtungskriterien für den Puls sind Pulsfrequenz (Anzahl der Schläge pro Minute), Pulsrhythmus (regelmäßig/unregelmäßig) und Pulsqualität (Stärke und Füllung, z.B. weich/hart), um die Herz-Kreislauf-Funktion zu beurteilen und Abweichungen frühzeitig zu erkennen, wie DocCheck Flexikon und Thieme Lern-MindMap erläutern.
 

Welcher Puls ist kritisch?

Ein kritischer Puls ist oft dauerhaft über 100 Schlägen pro Minute (Tachykardie) oder unter 50 Schlägen pro Minute (Bradykardie) in Ruhe, besonders wenn Begleitsymptome wie Schwindel, Atemnot, Brustschmerzen oder Herzrasen auftreten, da dies auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hinweisen kann und eine ärztliche Abklärung erfordert. Selbst ein Ruhepuls über 80 kann bedenklich sein, und ein Puls über 120 in Ruhe ist ein dringendes Warnsignal. 

Ist ein Puls unter 40 im Schlaf normal?

Ein Puls unter 40 im Schlaf kann normal sein, besonders bei Sportlern oder im Tiefschlaf, da die Herzfrequenz sich verlangsamt; ist aber auch ein mögliches Anzeichen einer Bradykardie, wenn Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder Atemnot auftreten, weshalb ein Arztbesuch ratsam ist, um Ursachen wie Erkrankungen auszuschließen, die das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen.
 

Ist ein Puls von 130 gefährlich?

Ein Puls von 130 Schlägen pro Minute (bpm) kann bei Anstrengung normal sein, ist aber in Ruhe oft ein Zeichen für Herzrasen (Tachykardie) und sollte je nach Begleitsymptomen ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn Brustschmerzen, Schwindel oder Atemnot auftreten, da dies auf Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern hindeuten kann, die eine zeitnahe kardiologische Untersuchung erfordern. 

Was sind Test-Puls?

Den Puls messen bedeutet, dass man die durch die Arterien laufende Druckwelle des Blutes ertastet und ihren Charakter und ihre Frequenz beschreibt. Am sichersten gelingt dies an einer Stelle, wo eine Arterie dicht unter der Haut verläuft, etwa am Handgelenk oder am seitlichen vorderen Hals unterhalb des Unterkiefers.

Was kann man am Puls ablesen?

Der Puls verrät, wie schnell das Herz Blut durch unseren Körper pumpt. Ruhe, Aufregung, äußere Einwirkungen und Krankheiten können den Puls beeinflussen und dauerhaft verändern. Erfahren Sie, welche Werte normal sind und wie hoch der Puls sein darf.

Was ist Puls einfach erklärt?

Der Puls ist die spürbare Ausdehnung der Arterien, die durch die Pumpleistung des Herzens entsteht – eine Druckwelle, die sich durch den Körper bewegt und zeigt, wie schnell und kräftig das Herz arbeitet. Man ertastet ihn am besten an Handgelenk oder Hals, indem man zwei Finger (nicht den Daumen) auf eine Arterie legt, um die Anzahl der Schläge pro Minute zu zählen. Der Puls gibt Aufschluss über die Herzfrequenz und den körperlichen Zustand; ein normaler Ruhepuls bei Erwachsenen liegt bei etwa 60-80 Schlägen pro Minute.
 

Ist ein Puls zwischen 50 und 60 gefährlich?

Bemerken Sie weniger als 60 Schläge, kann eine Bradykardie vorliegen. Bei dem Verdacht sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Er oder sie wird für die Diagnose ein EKG (Elektrokardiogramm) durchführen: Mit der Aufzeichnung der Herzströme lässt sich ein niedriger Puls erkennen.

Wie kann ich die Pulsqualität beschreiben?

Die Pulsqualität

Normalerweise sollte der Puls weich und voll sein. Ein weicher Puls ist leicht eindrückbar, schlecht zu tasten und kommt bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie), bei ausgeprägter Herzschwäche (Herzinsuffiziens) oder bei Fieber vor. Ein harter Puls ist schlecht einzudrücken, aber leicht tastbar.

Wie tief darf die Herzfrequenz beim Schlafen sein?

Der Puls darf im Schlaf deutlich sinken, bei gesunden Erwachsenen oft auf 40 bis 60 Schläge pro Minute (S/Min.), bei Sportlern sogar noch tiefer, weil das Herz effizienter arbeitet; normale Ruhepulse liegen tagsüber bei 60-100 S/Min., doch der Schlaf ist die Ruhephase, in der das Herz entspannt, wobei nur die REM-Phasen den Puls kurzzeitig erhöhen können. Ein Puls unter 40 S/Min. kann bedenkliche Bradykardie sein, während Werte zwischen 40-60 S/Min. bei gesunden, fitten Menschen normal sind, aber bei Symptomen wie Schwindel oder Atemnot ärztlich abgeklärt werden sollten. 

Welcher Mangel bei niedrigem Puls?

Durch den niedrigen Puls kann das Blut den Körper, Organe und Muskeln nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgen. Der Sauerstoffmangel im Blutkreislauf bringt verschiedenen Symptome mit sich, die sich im Gehirn und im Körper bemerkbar machen.

Ist ein Puls von 52 zu niedrig?

Ein Puls von 52 Schlägen pro Minute (bpm) liegt bei Erwachsenen im Bereich der Bradykardie (langsamer Herzschlag), aber oft noch im normalen oder sogar sehr guten Fitnessbereich, besonders bei Sportlern oder während des Schlafs, da die Grenze meist bei unter 60 bpm liegt und ein gesundes Herz effizienter arbeitet, sodass weniger Schläge nötig sind. Ein Wert von 52 bpm ist nur dann bedenklich, wenn Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht auftreten, da dies auf eine unzureichende Sauerstoffversorgung hinweisen kann. Bei Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden, da Ursachen von Medikamenten bis zu Herzerkrankungen reichen können.
 

Was ist gesünder, hoher oder niedriger Puls?

Für den Ruhepuls gelten folgende Faustregeln:

Bei gesunden Erwachsenen liegt der Ruhepuls im Optimalfall zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Der Ruhepuls bei Frauen ist mit 70 bis 80 höher als bei Männern, da ihr Herz kleiner ist und schneller schlagen muss, um die Organe mit Blut und Nährstoffen zu versorgen.

Ist eine Herzfrequenz von 44 im Schlaf normal?

Eine Herzfrequenz von 44 Schlägen pro Minute (S/min) im Schlaf ist oft normal, besonders bei gut trainierten Ausdauersportlern, da der Puls im Tiefschlaf natürlicherweise auf 40-50 S/min sinken kann. Dies wird als physiologische Bradykardie bezeichnet und ist meist unbedenklich, solange keine Symptome wie Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Bei fehlender Sportlichkeit oder zusätzlichen Beschwerden sollte jedoch ein Arzt die Ursache abklären, da auch Schlafapnoe oder Medikamente einen zu niedrigen Puls verursachen können.
 

Kann Magnesium den Puls senken?

Ja, Magnesium kann helfen, den Puls zu senken, wenn ein Mangel besteht, da es die Herzmuskelentspannung fördert, den Blutdruck reguliert und Herzrhythmusstörungen (Herzstolpern, Herzrasen) entgegenwirkt; es wirkt als natürlicher Gegenspieler von Calcium und stabilisiert den Herzrhythmus. Bei Verdacht auf einen Mangel sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden, um die Ursachen zu klären und die richtige Dosierung festzulegen, da eine Supplementierung nur bei einem tatsächlichen Defizit sinnvoll ist.
 

Welche Fehlerquellen gibt es bei der Pulsmessung?

Fehlerquellen beim Puls messen sind vielfältig und umfassen die falsche Technik (Daumen verwenden, zu fest/locker drücken), mangelnde Ruhe (Stress, Bewegung, Koffein vorab), Geräteprobleme (schlechte Passform, kalte Hände, Fremdlicht, Nagellack bei Pulsoximetern), und mangelnde Präzision (falsche Zeitmessung, unvollständige Messung). Generell gilt, sich ruhig zu fühlen, die richtige Fingertechnik anzuwenden (Zeige- und Mittelfinger), nicht den Daumen zu nutzen und die Messung bei elektronischen Geräten korrekt durchzuführen.
 

Welche 5 Vitalzeichen gibt es?

Die 5 wichtigsten Vitalzeichen (Vitalparameter) sind Puls, Blutdruck, Körpertemperatur, Atemfrequenz und der Bewusstseinszustand; sie geben Aufschluss über die grundlegenden Körperfunktionen und den Gesundheitszustand einer Person und werden oft durch die Sauerstoffsättigung (SpO₂) ergänzt, um eine umfassendere Einschätzung zu erhalten.
 

Was bedeutet es, wenn der Puls fadenförmig ist?

Ein fadenförmiger Puls (Pulsus filiformis) ist ein sehr schwacher, kaum tastbarer Puls mit geringer Amplitude, der schlecht gefüllt und gespannt ist; er deutet auf eine akute Kreislaufschwäche, Schock oder starken Blutverlust hin und ist oft mit einer erhöhten Herzfrequenz (Tachykardie) verbunden, ein alarmierendes Zeichen für eine ernsthafte Durchblutungsstörung oder einen Kollaps, so Thieme und PQSG.

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