Wie erwähne ich die Elternzeit im Arbeitszeugnis Muster?
Gefragt von: Frau Magdalene Blank B.Eng. | Letzte Aktualisierung: 7. Februar 2026sternezahl: 4.7/5 (35 sternebewertungen)
Die Elternzeit wird im Arbeitszeugnis neutral und sachlich erwähnt, z. B. „Frau/Herr [Name] befand sich in der Zeit vom [Datum] bis [Datum] in Elternzeit.“. Wichtig ist, dass die Nennung chronologisch korrekt ist und die Gesamtbeschäftigungsdauer ersichtlich bleibt, um keinen irreführenden Eindruck zu erwecken. Die Formulierung muss wertfrei erfolgen und sollte die Leistungsbeurteilung klar von der Elternzeit trennen, damit sie nicht negativ auffällt.
Wie kann man Elternzeit im Arbeitszeugnis erwähnen?
Darf im Arbeitszeugnis die Elternzeit erwähnt werden? Grundsätzlich darf der Arbeitgeber Fehlzeiten wegen Krankheit, Mutterschutz, Elternzeit oder ähnliches nicht im Arbeitszeugnis erwähnen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, die dem Arbeitgeber erlauben oder ihn sogar verpflichten, die Fehlzeiten zu erwähnen.
Wie sollte man die Elternzeit im Zwischenzeugnis erwähnen?
Für ein Zwischenzeugnis vor Elternzeit nutzen Sie eine neutrale Einleitung wie "Dieses Zwischenzeugnis wird aufgrund des Beginns der Elternzeit ausgestellt" und fordern es formell an, um Ihre Leistungen transparent zu dokumentieren, wobei die Nennung der Elternzeit sachlich und chronologisch erfolgen muss, ohne das Arbeitsverhältnis negativ zu bewerten, um falsche Eindrücke zu vermeiden.
Welche Formulierungen sollten nicht in einem Arbeitszeugnis stehen?
In ein Arbeitszeugnis gehören keine Geheimcodes, versteckte Kritik, Angaben zum Privatleben, Krankheiten, Schwangerschaft, Elternzeit, Gewerkschafts- oder Parteizugehörigkeit, Straftaten oder der genaue Kündigungsgrund (außer auf Wunsch), da diese die Arbeitssuche erschweren können. Auch widersprüchliche Aussagen oder fehlende Standardformulierungen wie der Dank sind unzulässig und werden negativ interpretiert, wie die IG Metall und der Händlerbund berichten.
Wie formuliere ich Elternzeit?
Sehr geehrte(r) Frau/Herr [Name Arbeitgeber], hiermit beantrage ich Elternzeit zur Betreuung und Erziehung meines Kindes [ggf. Name]. Der voraussichtliche Geburtstermin meines Kindes ist am [voraussichtliches Geburtsdatum TT/MM/JJJ]. / Mein Kind wurde am [Datum TT/MM/JJJ] geboren.
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Wie kann man Elternzeit mitteilen?
Ihre Elternzeit müssen Sie nicht beantragen. Sie können Ihre Elternzeit ganz einfach bei Ihrem Arbeitgeber spätestens 7 Wochen vor dem gewünschten Beginn in Textform anmelden. In Textform bedeutet, dass die Anmeldung der Elternzeit beispielsweise auch mit einem Brief ohne Unterschrift oder per E-Mail möglich ist.
Wie erwähnt man Elternzeit im Anschreiben?
Im Anschreiben Ihrer Bewerbung sollten Sie sich vor allem auf Ihre Kenntnisse, Qualifikationen und Erfahrungen konzentrieren. Erwähnen Sie die Elternzeit nur kurz in einem Halbsatz oder dem PS: „Im Anschluss an meine Elternzeit suche ich aktuell nach einer neuen Herausforderung.
Welche Sätze sind negativ im Arbeitszeugnis?
In Arbeitszeugnissen gibt es viele versteckte negative Formulierungen, die auf mangelnde Leistung, Eigeninitiative oder schlechtes Verhalten hinweisen, wie z.B. „Er/Sie zeigte Interesse“ (statt Ergebnisse), „Arbeitete nach Anleitung“ (mangelnde Selbstständigkeit), „War den Anforderungen gewachsen“ (nur Durchschnitt), oder „Stets bemüht“ (war nicht erfolgreich), da explizit Negative verboten sind, aber die Wahrheit durch Codes transportiert werden muss, um die berufliche Zukunft nicht zu blockieren.
Was sind Geheimcodes in einem Arbeitszeugnis?
Geheimcodes in Arbeitszeugnissen sind versteckte, oft negative Bedeutungen hinter scheinbar positiven oder neutralen Formulierungen, die nach § 109 GewO eigentlich verboten sind. Sie verraten durch subtile Sprache, Ironie oder die Reihenfolge der genannten Eigenschaften (z.B. zuerst Vorgesetzte, dann Kollegen), ob die Leistung wirklich gut war, wie z.B. „er zeigte Verständnis für seine Aufgaben“ = faul. Ziel ist es, eine versteckte Kritik zu äußern, was durch das Gebot der Zeugnisklarheit und Wohlwollen eigentlich untersagt ist.
Wird Mutterschaftsurlaub im Arbeitszeugnis erwähnt?
Ein Mutterschaftsurlaub darf im Arbeitszeugnis erwähnt werden – aber nur, wenn es für das Verständnis der Berufserfahrung relevant ist. Grundsätzlich ist Mutterschaft keine Krankheit, sondern ein gesetzlich geschützter Zustand. Die Formulierung muss immer sachlich, neutral und diskriminierungsfrei sein.
Wo sollte man Elternzeit im Lebenslauf erwähnen?
Chronologische Einordnung: Positionierung im Lebenslauf: Platziere die Elternzeit in deinem Lebenslauf unter der Rubrik "Berufserfahrung" oder "Beruflicher Werdegang" in chronologischer Reihenfolge. So bleibt der Lebenslauf übersichtlich und die Elternzeit fügt sich nahtlos in den bisherigen Werdegang ein.
Ist man während der Elternzeit in einem Beschäftigungsverhältnis?
Das Arbeitsverhältnis bleibt während der gesamten Elternzeit bestehen. Ist sie abgelaufen, besteht ein Anspruch auf Rückkehr zur früheren Arbeitszeit.
Wie beschreiben Sie Elternzeit?
Die Definition von „bezahltem Elternurlaub“ macht deutlich, dass es sich bei bezahltem Elternurlaub um eine Urlaubsart handelt, die in Anspruch genommen wird, nachdem ein Arbeitnehmer nach der Geburt seines Kindes oder der Aufnahme eines Kindes zur Adoption oder in Pflege eine „Elternrolle“ für ein Kind übernommen hat.
Ist Mutterschutz Teil der Elternzeit?
Nein, Mutterschutz und Elternzeit sind rechtlich getrennte Zeiträume, aber die Mutterschutzzeit nach der Geburt wird auf die dreijährige Elternzeit der Mutter angerechnet, sodass sie sich verkürzt, wenn die Elternzeit direkt anschließt. Der Mutterschutz vor der Geburt (6 Wochen) zählt nicht dazu, aber die 8 (oder 12) Wochen danach werden von den 3 Jahren abgezogen, was bedeutet, dass Mutterschutz und Elternzeit zusammen 3 Jahre dauern.
Was kann ich tun, wenn mein Arbeitszeugnis falsch ist?
Fehler im Arbeitszeugnis sollte der Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber besprechen und Änderungen vorschlagen. Bleibt ein Gespräch ohne Erfolg, sollte man dem schlechten Zeugnis schriftlich widersprechen, Änderungen fordern und eine Frist setzen.
Welche Formulierungen sind im Arbeitszeugnis verboten?
In ein Arbeitszeugnis gehören keine Geheimcodes, versteckte Kritik, Angaben zum Privatleben, Krankheiten, Schwangerschaft, Elternzeit, Gewerkschafts- oder Parteizugehörigkeit, Straftaten oder der genaue Kündigungsgrund (außer auf Wunsch), da diese die Arbeitssuche erschweren können. Auch widersprüchliche Aussagen oder fehlende Standardformulierungen wie der Dank sind unzulässig und werden negativ interpretiert, wie die IG Metall und der Händlerbund berichten.
Was heißt "stets zu unserer vollen Zufriedenheit"?
"Stets zu unserer vollen Zufriedenheit" ist eine Bewertungsfloskel in Arbeitszeugnissen und bedeutet eine gute Leistung (Note 2), vergleichbar mit "gut" in der Schule. Während "zu unserer vollen Zufriedenheit" noch "befriedigend" (Note 3) bedeutet, signalisiert das hinzugefügte "stets" eine durchgehende, verlässliche gute Leistung. Die Bestnote (sehr gut) wird mit "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" ausgedrückt, wobei das "vollsten" entscheidend ist.
Was heißt wohlwollendes Arbeitszeugnis?
Ein wohlwollendes Arbeitszeugnis ist eine positive, aber wahrheitsgemäße Beurteilung der Leistungen und des Verhaltens eines Mitarbeiters, die sein berufliches Fortkommen nicht unnötig erschwert und üblicherweise mindestens die Note "befriedigend" (Note 3) erreicht, oft mit Formulierungen wie "zur vollen Zufriedenheit" oder sogar "stets zur vollsten Zufriedenheit" (sehr gut) und positiven Beschreibungen der Arbeitsweise und sozialen Kompetenz, wobei negative Aspekte fair und nicht entlassungsbegründend dargestellt werden müssen.
Was darf in keinem Fall in einem Arbeitszeugnis stehen?
Geringfügige Verfehlungen, die nicht charakteristisch für das Arbeitsverhältnis sind, gehören nicht in ein Arbeitszeugnis. Übliche Differenzen am Arbeitsplatz und einmalige oder selten vorkommende negative Vorkommnisse dürfen nicht erwähnt werden. Dazu gehören zum Beispiel: Seltenes Zuspätkommen.
Welche Schlussformel ist im Arbeitszeugnis Pflicht?
Die Schlussformel im Arbeitszeugnis enthält idealerweise den Grund des Ausscheidens, Dank, Bedauern und Zukunftswünsche; eine vollständige, sehr gute Formel lautet oft: „Wir bedauern das Ausscheiden von Herrn/Frau [Name] sehr und danken für die stets sehr guten Leistungen. Wir wünschen für seinen/ihren weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“ Fehlende Teile oder abweichende Formulierungen können auf eine schlechtere Bewertung hindeuten, auch wenn kein grundsätzlicher Rechtsanspruch auf eine Schlussformel besteht.
Wann ist ein Arbeitszeugnis nicht gut?
Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen. “ Außerdem muss das Arbeitszeugnis wohlwollend formuliert sein.
Wie erwähnt man Elternzeit im Arbeitszeugnis?
Dürfen Arbeitgeber Angaben zur Elternzeit ins Arbeitszeugnis nehmen? Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Nürnberg und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein, meint dazu: „Jein". Denn grundsätzlich gilt: Fehlzeiten dürfen in einem Arbeitszeugnis nicht erwähnt werden.
Was schreibt man zur Elternzeit?
13 Wochen* vor Beginn der geplanten Elternzeit beim Arbeitgeber eingegangen sein muss. Sehr geehrte(r) Frau/Herr [Name Arbeitgeber], hiermit beantrage ich Elternzeit zur Betreuung und Erziehung meines Kindes [Name, ggf. voraussichtliches – Geburtsdatum].
Welcher Satz sollte nicht in einer Bewerbung stehen?
Vermeide Phrasen, die abgedroschen oder zu selbstberühmt sind, denn sie können schnell unpersönlich wirken. Stattdessen solltest Du versuchen, Deine Motivation und Begeisterung authentisch zu vermitteln.
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