Wie erkenne ich Investoren geführte Arztpraxen?
Gefragt von: Ronny Köster | Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2026sternezahl: 4.8/5 (34 sternebewertungen)
Investorengeführte Arztpraxen erkennst du oft an einer sehr kommerziellen Ausrichtung, zentralisierten Entscheidungen ( statt durch Ärzte), einer starken Präsenz in Online-Portalen, der Konzentration auf lukrative Fachgebiete (wie Augenheilkunde) und dem Einsatz von Managementstrukturen, die den Gewinn maximieren, manchmal durch Angestelltenverhältnisse statt Selbstständigkeit, was sich in der Praxisführung und den angebotenen Dienstleistungen zeigt. Achte auf die Rechtsform (z.B. Investoren-MVZ), die klare Trennung von Eigentum und medizinischer Leitung sowie auf Marketingstrategien, die den Fokus auf Effizienz und Wachstum legen.
Wie erkennt man investorengeführte Arztpraxen?
Investorengeführte Arztpraxen erkennst du oft an einem fehlenden Inhaber-Namen, der Präsenz in Ketten (z. B. MVZ-Ketten, Spezialisten-Netzwerke), einem Fokus auf rentable Fachrichtungen (wie Augenheilkunde) und dem Fehlen von eigenständigen Praxis-Inhabern, die selbstständig arbeiten, da die Ärzte dort angestellt sind. Achte auf große, moderne MVZs, die oft von großen Konzernen betrieben werden, sowie auf die Rechtsform (z.B. GmbH statt Einzelpraxis) und fehlende Transparenz über die tatsächlichen Eigentümer am Praxisschild.
Wie finde ich Investoren?
Um Investoren zu finden, müssen Sie strategisch netzwerken, an relevanten Events (Messen, Pitch-Events, Stammtische) teilnehmen, Online-Plattformen wie LinkedIn nutzen, um gezielt Kontakte zu knüpfen, und Ihr Netzwerk durch die IHK oder spezielle Netzwerke wie Business Angel-Verbände ausbauen, wobei eine gut vorbereitete Präsentation (Pitch) und das Aufzeigen eines klaren Mehrwerts für den Investor entscheidend sind. Auch Crowdfunding-Plattformen oder die direkte Ansprache von Wagniskapitalgebern sind mögliche Wege, um Kapitalgeber zu gewinnen, da persönliche Kontakte und das Zeigen, warum Ihre Idee ein „Schmerzmittel“ und nicht nur „Vitamin“ ist, Ihre Chancen erhöhen.
Warum kaufen Investoren Hausarztpraxen?
Immer mehr Arztpraxen finden keinen Nachfolger mehr – auch weil durch die Bürokratie wenig Zeit für die Patienten bleibt. Investoren wollen das Problem lösen, indem sie Praxen kaufen und Ärzte anstellen. So können sich diese auf die Medizin konzentrieren.
Woher weiß ich, ob es eine Privatpraxis ist?
In Deutschland können Patientinnen und Patienten online recherchieren, ob ein Arzt eine Zulassung als Kassenarzt hat oder nicht. Diese Auskunft findet man zum Beispiel auf den Seiten der Kassenärztlichen Vereinigungen oder bei medizinischen Fachportalen. Fehlt die Zulassung, handelt es sich meist um eine Privatpraxis.
S1E3 - Arzt als Unternehmensberater bei McKinsey & Company: Dr. Roman Akbar-Haase
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Welche Sätze sollte ein guter Arzt niemals sagen?
Alles wird gut?: Gute Ärzte sagen nie DIESE fünf Sätze
- „Warum haben Sie so lange gewartet, bevor Sie zu uns gekommen sind? “ Dieser Satz sollte tabu sein. ...
- „Alles wird gut! “ ...
- „Sollen wir alles versuchen? “ ...
- „Wir können nichts anderes tun. “ ...
- „Was haben die anderen Ärzte getan oder gesagt? “
Ist es möglich, als Kassenpatient in eine Privatpraxis zu gehen?
Ja, als Kassenpatient können Sie eine Privatpraxis besuchen, müssen dann aber die Behandlungskosten selbst tragen, da die Abrechnung nicht über die gesetzliche Krankenkasse (GKV) läuft; Sie werden zum Selbstzahler oder können versuchen, eine Kostenübernahme bei der GKV zu beantragen, was aber eine Einzelfallentscheidung ist, oder eine private Zusatzversicherung nutzen. Das Recht, privat behandelt zu werden, ist gesetzlich verankert, jedoch zahlen Sie die Leistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und müssen sich vorab über die Kosten informieren.
Wie viel verdient ein Hausarzt pro Kassenpatient?
Die Vergütung für Hausärzte bei Kassenpatienten erfolgt über Pauschalen nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und umfasst je Quartal eine Grundpauschale pro Patient (oft 15-30 €), die je nach Alter und Region variiert, sowie zusätzliche Gebühren für spezifische Leistungen wie Hausbesuche, Impfungen, Ultraschall oder Tests (z.B. 7-35 € pro Leistung), wobei Leistungen wie Hausbesuche oder Terminservicestellen-Überweisungen oft extra vergütet werden, und das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) die vollständige Entbudgetierung für Hausärzte vorsieht.
Warum behandeln einige Arztpraxen nur noch Privatpatienten?
Ältere Ärztinnen und Ärzte, die sich noch nicht vollends zur Ruhe setzen wollen, geben mitunter ihre Zulassung ab und behandeln nur noch Privatpatientinnen und -patienten. Dadurch können sie Arbeitszeit und Patientenzahl verringern.
Welche 3 Arten von Investoren gibt es?
Man unterscheidet zwischen drei Arten von Investoren: Institutionelle Investoren, semiprofessionelle Investoren und private Investoren.
Wie viel Prozent bekommt ein Investor?
Die Anteile, die ein Business Angel erhält, hängen von der Bewertung Deines Startups und der Höhe des Investments ab. In der Regel liegen Business Angel Anteile zwischen 10 % und 25 %, je nachdem, wie viel Kapital benötigt wird und in welchem Stadium sich das Unternehmen befindet.
Wie viel zahlen Sie einem Investor?
Viele Berater würden argumentieren, dass für Existenzgründer die allgemeine Leitregel lautet, dass man etwa 10 bis 20 % der Anteile abgeben sollte.
Wie viel Umsatz macht eine Arztpraxis im Monat?
Aber das sind ja nicht alle Einnahmen. Im hausärztlichen Versorgungsbereich hat der durchschnittliche GKV-Honorarumsatz je Arzt gegenüber 2021 um 4.777 Euro bzw. 1,9 % auf 250.144 Euro zulegt. Im fachärztlichen Bereich sank er um 1.856 Euro auf 238.783 Euro.
Warum geht in vielen Arztpraxen niemand ans Telefon?
Ärzte gehen oft nicht ans Telefon, weil das Praxispersonal durch Personalmangel und die hohe Arbeitslast (Infektionswellen, administrative Aufgaben, direkte Patientenversorgung) überfordert ist, was zu gestressten Situationen und weniger Zeit für Telefonate führt. Viele Praxen setzen zunehmend auf digitale Terminbuchung (App/Online), um den Telefonstress zu reduzieren und die Effizienz zu steigern, da jeder Anruf Zeit vom direkten Patientenkontakt wegnimmt.
Woher weiß ich, ob ich im Hausarztmodell bin?
Um zu wissen, ob Sie im Hausarztmodell sind, prüfen Sie, ob Sie eine Teilnahmeerklärung unterschrieben haben und ein Begrüßungsschreiben Ihrer Krankenkasse erhalten haben, das den Start der Teilnahme bestätigt. Sie sind dann im Modell, wenn Sie sich freiwillig für einen Hausarzt entschieden haben, der am Programm teilnimmt, und dieser Arzt die Unterlagen an die Krankenkasse weitergeleitet hat. Ein deutliches Zeichen ist auch, wenn Sie Zuzahlungen reduzieren oder Boni erhalten oder Ihr Arzt Sie konsequent an Fachärzte überweist.
Was kostet es 1 Std beim Arzt als Selbstzahler?
Wenn Sie also als GKV-Versicherter in eine Privatpraxis gehen, treten Sie als sogenannter „Selbstzahler“ auf. Die anfallenden Kosten zeigen wir Ihnen im Rahmen dieses Artikels noch detailliert auf. Bei einer einfachen Praxissprechstunde können Sie jedoch mit etwa 25 € bis 50 € an Kosten rechnen.
Welche gesetzliche Krankenkasse ist bei Ärzten beliebt?
Mit der Arbeit der GKV sind Ärzte insgesamt nur mäßig zufrieden, das höchste Engagement für die Ärzteschaft bescheinigen die Mediziner der Techniker Krankenkasse (TK). Diese Ergebnisse zeigt die aktuelle Umfrage von 122 Hausärzten des Ärzteportals coliquio in Zusammenarbeit mit IMIG.
Warum verdient ein Arzt mehr an Privatpatienten?
Grund: Bei den Privatpatienten dürfen niedergelassene Mediziner die Sätze der von der Bundesregierung erlassenen Gebührenordnung für Ärzte deutlich überschreiten.
Was verdient ein Hausarzt mit eigener Praxis netto?
Je nach Fachrichtung ist ein Einkommensdurchschnitt von etwa 15.000 Euro netto zu erwarten. Dieses Einkommen ist jedoch an Mehrarbeit gekoppelt: Sie sind in der Selbständigkeit für den reibungslosen Ablauf in Ihrer Praxis verantwortlich und das neben der Patientenakquise und der fachärztlichen Arbeit selbst.
Werden Arztpraxen pro Patient bezahlt?
Über die Allgemeinmedizin
Die Finanzierung der einzelnen Hausarztpraxen erfolgt über sogenannte integrierte Versorgungsgremien. Diese 42 regionalen NHS-Organisationen beauftragen die Patienten in ihrem Gebiet mit der Erbringung von Leistungen. Die Hausarztpraxen werden dann vertraglich verpflichtet, Kernleistungen zu einem festgelegten Preis pro Patient zu erbringen.
Welcher Arzttyp verdient am meisten?
Die bestbezahlten Ärzte in den USA sind Neurochirurgen, Thoraxchirurgen und Orthopäden . Diese chirurgischen Spezialisten verdienen durchschnittliche Jahresgehälter zwischen 650.000 und 760.000 US-Dollar und gehören damit zu den Spitzenverdienern unter den Ärzten.
Warum ziehen Ärzte Privatpatienten vor?
Ärzte bevorzugen Privatpatienten, weil diese höhere und schnellere Einnahmen ermöglichen, da sie nicht den starren Budgets der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unterliegen und Leistungen ohne Limit abrechnen können, was als Quersubventionierung für die Praxis dient. Zudem profitieren Ärzte von mehr Therapiefreiheit, schnelleren Terminvergaben, kürzeren Wartezeiten und der Möglichkeit, auf neueste Behandlungsmethoden zuzugreifen, da die privaten Krankenversicherungen (PKV) oft innovativere Verfahren erstatten. Diese Faktoren führen zu einer verbesserten Praxisfinanzierung und -stabilität sowie zu mehr Flexibilität und weniger bürokratischem Aufwand für den Arzt.
Kann eine Privatpraxis einen Kassenpatienten krankschreiben?
Ja, ein Privatarzt kann einen Kassenpatienten krankschreiben, da jeder approbierte Arzt die Arbeitsunfähigkeit (AU) bescheinigen darf, allerdings muss der Patient die Kosten für die privatärztliche Behandlung selbst tragen und die AU wird oft nur in Papierform ausgestellt, die er dann dem Arbeitgeber vorlegen muss, wobei Arbeitgeber und Kassen diese aber akzeptieren müssen, da freie Arztwahl gilt.
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