Zum Inhalt springen

Wie bekommt man ein entspanntes Baby?

Gefragt von: Frau Ernestine Steinbach B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026
sternezahl: 4.9/5 (49 sternebewertungen)

Ein entspanntes Baby bekommt man durch Nähe und Geborgenheit (Tragen, Kuscheln, Stillen), eine ruhige Umgebung (wenig Reize, gedämpftes Licht), feste Routinen (Schlaf- und Fütterzeiten), sanfte Bewegungen (Wiegen, Schaukeln) und durch Techniken wie Pucken oder das Schaffen eines „Nest-Gefühls“, oft ergänzt durch sanfte Berührung (wie Babymassage) oder monotone Geräusche wie ein Föhn. Wichtig ist auch, das Baby nicht zu überfordern und ihm Zeit zur Anpassung zu geben.

Wie sorgt man dafür, dass das Baby entspannt bleibt?

Geben Sie Ihrem Baby Zeit, sich zu beruhigen.

Es kann ein paar Minuten dauern, und manchmal wird das Weinen sogar noch lauter, bevor es nachlässt. Sie können auch versuchen, aufzustehen und Ihr Baby festzuhalten, während es am Schnuller nuckelt, es zu beruhigen oder sanft zu streicheln sowie es zu pucken und zu wiegen.

Wann wird ein Baby entspannter?

Babys werden nicht schlagartig ruhig, aber ihr Schlafverhalten normalisiert sich und die Schreiphasen nehmen ab, meist rund um den 3. bis 4. Monat, wenn sich ein Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt und der Tiefschlaf zunimmt, während die intensive „Hexenphase“ (meist abends) meist zwischen 3 und 4 Monaten endet. Jedes Baby ist individuell, aber die ersten Wochen sind durch viel Schlaf und Wachphasen wegen Hunger geprägt, und die Routine stellt sich allmählich ein. 

Wie bekommt man ein ruhiges Baby?

Tipps für ruhigere Babys

Ein fester Schlaf-, Wach- und Mahlzeiten-Rhythmus hilft ihnen, zur Ruhe zu kommen und weniger zu schreien. Schreit Ihr Kind besonders in den Abendstunden, ist es möglicherweise überreizt vom Tag. Probieren Sie aus, ob Ihr Kind bei einem ruhigeren Tagesablauf abends weniger schreit.

Wie erkenne ich ein entspanntes Baby?

  1. Es lächelt dich oft an. ...
  2. Es ist neugierig und interessiert an seiner Umgebung. ...
  3. Es hat einen regelmäßigen Schlaf- und Essrhythmus. ...
  4. Es sucht deine Nähe und freut sich über Berührungen. ...
  5. Es ist entspannt und schreit wenig. ...
  6. Es entwickelt seine Mimik und Gestik.

Your baby in the 1st month: Simple exercises and tips for parents

36 verwandte Fragen gefunden

Wie schläft ein entspanntes Baby am besten?

Sicher schlafen – immer in Rückenlage

Legen Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr zum Schlafen immer auf den Rücken! In dieser Schlafposition kann es am besten atmen. Seit Eltern davon abgeraten wird, ihr Baby in Bauchlage schlafen zu lassen, ist die Zahl der Fälle von Plötzlichem Säuglingstod deutlich zurückgegangen.

Warum Baby nicht unter Achseln hochheben?

Man sollte Babys nicht unter den Achseln hochheben, weil ihre Muskeln, Sehnen und Bänder noch zu schwach sind und die Schulter- und Ellenbogengelenke überlastet oder sogar verletzt werden könnten, was zu Verspannungen führen kann. Stattdessen sollte man das Baby mit großflächigen Griffen unterstützen, den Kopf gut abstützen (in Verlängerung des Rumpfes) und Po sowie Beine stützen, um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen.
 

Welcher Monat ist der anstrengendste für ein Baby?

Der vierte Schub ist der wohl intensivste und anstrengendste aller Wachstumsschübe. Das liegt auch daran, dass er im Vergleich zu anderen Sprüngen besonders lange dauert. Ganze 4-6 Wochen – und das nicht erst ab Woche 19, wie der Name "19 Wochen Schub" vermuten lässt, sondern schon bedeutend früher.

Wann lernt ein Baby sich selbst zu beruhigen?

Babys können sich nicht sofort selbst beruhigen, da ihr Nervensystem erst reift; erste Selbstregulierungsversuche mit Saugen oder Blickkontakt beginnen früh (ab 3-4 Monaten), doch die Fähigkeit, sich nach großem Stress allein zu beruhigen, entwickelt sich erst mit der Zeit und der Unterstützung der Bezugspersonen, typischerweise im Alter von 3 bis 4 Monaten beginnen sie mit einfachen Strategien, aber die echte Gefühlsregulation dauert bis zum Kleinkindalter (bis ca. 3-4 Jahre), wobei die Unterstützung der Eltern entscheidend ist.
 

Welche Symptome zeigen Babys bei Stress?

Baby-Stress zeigt sich durch Schreien, Quengeln, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit, zitternde Gliedmaßen, schnelles Atmen, Rötungen oder Abwendeverhalten (Kopf abdrehen) und kann durch Überforderung, Reizüberflutung oder fehlende Nähe entstehen; physische Anzeichen sind Schluckauf, marmorierte Haut oder angespannte Körperhaltung (durchgestreckter Körper, geballte Fäuste), oft gefolgt von Müdigkeit und unruhigen Nächten.
 

Wie lernt ein Baby Selbstregulation?

Um einem Baby Selbstregulation beizubringen, unterstütze es, indem du sicher und ruhig auf seine Bedürfnisse reagierst (wiegen, streicheln, leise sprechen), ihm Raum zur Entdeckung lässt, klare Routinen schaffst, und ihm erlaubst, sich mit kleinen Frustrationen auseinanderzusetzen, bis es durch wiederholte positive Erfahrungen lernt, sich selbst zu beruhigen, zum Beispiel durch Saugen oder rhythmische Bewegungen. Geduld ist entscheidend, da dies ein langer Entwicklungsprozess ist. 

Wann sollte ein Baby alleine einschlafen können?

Babys können ab etwa 4 bis 6 Monaten lernen, alleine einzuschlafen, aber der richtige Zeitpunkt ist individuell und es gibt keine feste Regel; Experten empfehlen, dass Babys im ersten Jahr mit den Eltern im gleichen Zimmer schlafen, um das Risiko des plötzlichen Kindstods zu minimieren, wobei ein Beistellbett ideal ist. Es geht weniger um „alleine schlafen“ im eigenen Zimmer, sondern um die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen, was schrittweise mit Routinen, Sicherheit und viel Geduld gefördert werden kann, wie z.B. das Üben bei Nickerchen oder dem ersten Morgenschlaf.
 

Wann zeigt sich der Charakter eines Babys?

Der Charakter eines Babys entwickelt sich nicht plötzlich, sondern ist ein Prozess, der schon im Mutterleib beginnt, sich aber erst mit der Zeit herauskristallisiert, wobei erste Temperamentstendenzen (wie Aktivität oder Zurückhaltung) ab Geburt sichtbar sind und sich im ersten Lebensjahr durch Emotionen wie Freude, Furcht oder Scheu zeigen, während sich das "Ich-Bewusstsein" und der stabile Charakter erst mit dem Kleinkind- und Kindergartenalter (ca. 2-4 Jahre) deutlicher formen. 

Wie bringe ich mein Baby zur Ruhe?

Was hilft, wenn ein Baby unruhig ist und nicht schläft?

  1. Gelassene Eltern. ...
  2. Ruhe finden und genießen. ...
  3. Rhythmus anbieten. ...
  4. Den Schlaf vorbereiten. ...
  5. Passiflora für unruhige Babys. ...
  6. Hülle geben. ...
  7. Ein Abendritual einführen. ...
  8. Helles Licht vermeiden.

Wie entspanne ich mein Baby im Bauch?

Atme tief und ruhig durch die Nase ein – versuche dabei bewusst und gezielt gedanklich bis in Deine untere Wirbelsäule hinein zu atmen. Halte den Atem mehrere Sekunden, solange es angenehm für Dich ist. Atme ruhig und langsam durch den Mund wieder aus.

Was machen, wenn das Baby sich nicht beruhigen lässt?

Wenn ein Baby sich nicht beruhigen lässt, suchen Sie zuerst nach körperlichen Ursachen (Hunger, Windel, Schmerzen) und vermeiden Sie Überreizung durch zu viele Reize oder Hektik. Bieten Sie sanfte Beruhigung wie Schaukeln, weißes Rauschen (Föhn, Staubsauger) oder Gesang an, bleiben Sie selbst ruhig und holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung, um eine Auszeit zu nehmen. Falls das Problem anhält, ist ein Kinderarztbesuch ratsam, um medizinische Gründe auszuschließen.
 

Was beruhigt Babys am meisten?

Rede ganz leise mit ihm oder singe ihm etwas vor. Was auch helfen kann: Setz dich mit deinem Baby auf dem Arm auf einen großen Gymnastikball und wippe langsam auf dem Ball. Lässt sich dein Kind oft trotz allem nicht oder nur sehr schwer beruhigen, sprich am besten deine Hebamme an und bitte sie um Rat.

Was zerstört das Urvertrauen bei einem Baby?

Die Störung des Urvertrauens kann durch Vernachlässigung, unsichere Bindungen zu den Bezugspersonen oder traumatische Erlebnisse verursacht werden. Vernachlässigung kann dazu führen, dass das Kind Zweifel an seiner eigenen Wertigkeit entwickelt, was die Basis des Urvertrauens erschüttert.

Welche Sätze sollte man nie zu seinem Kind sagen?

Man sollte niemals Sätze sagen, die das Kind abwerten, vergleichen, für die Gefühle der Eltern verantwortlich machen oder ihm seine eigene Wahrnehmung absprechen, wie: "Sei brav!", "Ich hab dich nicht lieb!", "Warum kannst du nicht so sein wie dein Bruder?", "Du machst mir das Leben schwer" oder "Hast du Angst?" sowie generelle Warnungen wie "Das geht kaputt", denn diese schaden dem Selbstwertgefühl und der Autonomieentwicklung des Kindes. Stattdessen sollten Eltern konstruktive, wertschätzende und situationsbezogene Formulierungen wählen, die die Gefühle des Kindes anerkennen und Selbstwirksamkeit fördern, wie "Ich sehe, du bist wütend" oder "Versuch es erst mal selbst". 

Welches Alter prägt ein Kind am meisten?

Die ersten drei bis sieben Lebensjahre prägen ein Kind am stärksten, da in dieser Zeit das Gehirn extrem formbar ist und die Grundlagen für kognitive Fähigkeiten, emotionale Entwicklung und soziale Bindungen gelegt werden; besonders die ersten 1000 Tage (bis ca. 3 Jahre) sind entscheidend für die intensive Gehirnentwicklung, Sprache, Selbstwahrnehmung und das Gefühl, die Welt selbst zu gestalten. Während dieser sogenannten "Download-Jahre" werden grundlegende Glaubenssätze und Verhaltensmuster verankert, die das weitere Leben beeinflussen. 

Warum ist mein Baby ständig unzufrieden?

Wenn ein Baby ständig unzufrieden ist, liegt es oft an grundlegenden Bedürfnissen (Hunger, Müdigkeit, volle Windel), aber auch an Entwicklungsschüben, Bauchschmerzen, Überforderung (Reizüberflutung) oder einem "High-Need-Baby", das viel Nähe braucht; Beruhigung durch Tragen, Singen, sanfte Bewegung (Fliegergriff) und ein ruhiges Umfeld helfen, aber bei anhaltender Unzufriedenheit sollte auch der Kinderarzt mögliche medizinische Ursachen (z.B. Reflux, Allergie) ausschließen, um Eltern zu unterstützen und zu entlasten. 

Wann ist die schlimmste Schreiphase bei einem Baby?

Die Schreiphase bei Babys beginnt typischerweise in der zweiten Lebenswoche und erreicht ihren Höhepunkt um die sechste Woche. In der Regel klingt sie nach etwa drei Monaten ab.

Warum sollte man ein Baby nicht aufrecht tragen?

Aufrechtes, nach außengerichtetes Tragen ist für das Baby sehr belastend. Auch wenn also das Kind beim nach vorne Tragen von der elterlichen Nähe profitiert, ist das eine Position, die keinerlei Stützung der Beinchen, der Wirbelsäule, der Hüfte und des Kopfes bietet, wenn das Kind einschläft.

Wie merkt man eine Reizüberflutung bei einem Baby?

Symptome einer Reizüberflutung bei Babys sind oft intensive Unruhe, Weinen, Quengeln, schlechter Schlaf, Abwenden des Kopfes, Kopfschütteln, schnelle Atmung, Zittern oder das Überstrecken des Körpers, da es versucht, den vielen Eindrücken zu entfliehen und sich abzuschotten. Es reagiert gereizt, ist schwer zu beruhigen und kann auch körperliche Anzeichen wie gerötete Wangen zeigen. 

In welche Positionen sollte man ein Neugeborenes nicht bringen?

Wenn ein Baby auf dem Bauch oder der Seite schläft, erhöht sich das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS) erheblich. Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen immer auf den Rücken (es sei denn, Ihr Arzt hat Ihnen aus medizinischen Gründen davon abgeraten).

Vorheriger Artikel
Warum will Baby nur zu Mama?