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Werden beim Kaiserschnitt Organe raus genommen?

Gefragt von: Henryk Reichel  |  Letzte Aktualisierung: 25. Februar 2026
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Nein, beim Kaiserschnitt werden normalerweise keine Organe wie Magen, Darm oder Nieren entfernt, sondern der Zugang zur Gebärmutter wird durch einen Schnitt in Bauchdecke und Gebärmutterwand geschaffen, um das Baby zu entbinden und danach die Plazenta zu entfernen. Organe werden nur in sehr seltenen, medizinischen Notfällen (z.B. bei starken Komplikationen oder Tumoren) entnommen, was aber nicht Standard ist.

Was passiert mit den Organen beim Kaiserschnitt?

Bei der Operation kann es zu größeren Blutungen kommen, oder die Ärztinnen oder Ärzte verletzen unabsichtlich andere Organe im Bauchraum, etwa die Harnblase, den Darm, Nerven oder Blutgefäße. Kaiserschnitt-Babys haben im Vergleich zu vaginal geborenen Babys häufiger vorübergehend Probleme mit der Atmung.

Werden bei einem Kaiserschnitt die Organe rausgenommen?

Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt, die Plazenta entfernt sowie Gebärmutter und Bauch verschlossen. Wenn es Mutter und Kind gut geht, ist ein erster Hautkontakt oft schon im Operationssaal möglich.

Was passiert mit dem Darm bei Kaiserschnitt?

Bei den per Kaiserschnitt geborenen Tieren überwogen andere Bakterien, und eine bei den vaginal entbundenen Tieren beobachtete dynamische Entwicklung der Darmflora blieb aus. Am Ende fehlten im Darm Bacteroides, Ruminococcaceae und Clostridiales, die in der Darmflora von schlanken Mäusen dominieren.

Wird bei einem Kaiserschnitt die Gebärmutter rausgenommen?

Die Entfernung der Gebärmutter ist nach dem Kaiserschnitt der häufigste gynäkologisch durchgeführte Eingriff, von denen jährlich viele Frauen betroffen sind.

Das passiert bei einem Kaiserschnitt! 🍼👶

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Wird bei einem Kaiserschnitt die Plazenta entfernt?

Die Plazenta wird entfernt und die Operationswunde geschlossen. Dies dauert noch einmal etwa zehn Minuten. In der Zeit kann die Begleitperson das Baby schon auf dem Arm halten oder es kann auf die Brust der Mutter gelegt werden.

Welche Nachteile hat ein Kaiserschnitt für die Mutter?

Beim Kaiserschnitt gibt es allgemeine Risiken einer Operation wie beispielsweise Thrombosen, starker Blutverlust, Entzündungen, Verwachsungen und Wundheilstörungen. Nach einem Kaiserschnitt ist die Mutter länger eingeschränkt, hat Schmerzen wegen der Operationswunde und muss länger im Spital bleiben.

Sind Kaiserschnittbabys anders?

Ja, Kinder, die per Kaiserschnitt geboren werden, unterscheiden sich von vaginal entbundenen Kindern, vor allem durch die anfängliche Besiedlung mit Bakterien und die fehlende „Geburtsmassage“, was statistisch mit einem leicht erhöhten Risiko für Atemwegsprobleme, Allergien, Asthma und bestimmte Stoffwechselerkrankungen zusammenhängt. Allerdings können viele dieser Unterschiede, insbesondere die Darmflora, durch Stillen und andere Maßnahmen gemildert werden, und langfristige Folgen sind oft nicht dramatisch. 

Warum bleibt der Bauch nach einem Kaiserschnitt?

Der Bauch bleibt nach einem Kaiserschnitt oft bestehen, weil sich Haut, Bindegewebe und Muskeln erst zurückbilden müssen, was durch die Dehnung in der Schwangerschaft und den Heilungsprozess der OP verzögert wird; häufig verbleiben auch überschüssige Haut (Hängebauch) und eine Rektusdiastase (Muskel-Auseinanderweichen), die Zeit, sanfte Rückbildungsübungen und manchmal auch medizinische Unterstützung benötigen. 

Welche Spätfolgen kann ein Kaiserschnitt für die Mutter haben?

Spätfolgen eines Kaiserschnitts bei Müttern können chronische Schmerzen (Bauch, Rücken), Verwachsungen, Zyklusstörungen, starke Blutungen, Schmierblutungen (z.B. "Caesarean Scar Disorder"), Unfruchtbarkeit, sowie ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten, Plazenta-Probleme (Placenta praevia) und Gebärmutterrisse in Folgeschwangerschaften umfassen. Auch emotionale Aspekte wie ein Schocktrauma oder Schwierigkeiten bei der Mutter-Kind-Bindung können auftreten. 

Wird beim Kaiserschnitt der Bauch gestrafft?

Kann eine Bauchdeckenstraffung gleichzeitig mit einem Kaiserschnitt durchgeführt werden? Eine Bauchdeckenstraffung kann nicht während eines Kaiserschnitts durchgeführt werden. Die Ärzte sind sich in dieser Frage einig.

Was ist sanfter Kaiserschnitt?

Der sanfte Kaiserschnitt ist ein bewährtes Verfahren: Er wurde 1994 im Misgav-Ladach-Hospital in Jerusalem entwickelt, weshalb er auch „Misgav-Ladach-Methode“ genannt wird. Dabei werden die Schnitte nur an den oberen Hautschichten gesetzt, tiefere Schichten der Bauchwand werden stumpf geöffnet.

Wie lange dauert ein Kaiserschnitt insgesamt?

Ein Kaiserschnitt dauert insgesamt meist zwischen 45 und 60 Minuten, wobei die eigentliche Geburt des Babys oft nur wenige Minuten (ca. 5-10 Minuten) dauert, während das Vernähen der Bauchdecke und Gebärmutter länger Zeit in Anspruch nimmt. Bei einem dringenden Notkaiserschnitt kann die Entbindung des Kindes aber auch in 10 bis 15 Minuten erfolgen. 

Warum zittert man beim Kaiserschnitt?

Zum Teil liegt das an den hormonellen Veränderungen und der körperlichen Anstrengung unmittelbar nach der Geburt. Zum Anderen kommt es auch durch die Narkose z.B. beim Kaiserschnitt vermehrt zu diesem Zittern. Bei einem Kaiserschnitt unter Teilnarkose tritt bei circa 40% der Frauen ein Kältezittern auf.

Was ist die häufigste Todesursache für Schwangere?

Die häufigsten Todesursachen für Schwangere weltweit sind schwere Blutungen (Hämorrhagien), Bluthochdruck (Präeklampsie/Eklampsie), Infektionen (Sepsis), Thrombosen/Embolien und unsichere Schwangerschaftsabbrüche, wobei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle auch eine große Rolle spielen, während in Industrieländern psychische Erkrankungen und Suizide zunehmen. Die genaue Rangfolge variiert je nach Region und den verfügbaren Gesundheitsressourcen, aber Komplikationen rund um Geburt und Wochenbett sind die Hauptursachen. 

Was ist schmerzhafter, eine normale Geburt oder Kaiserschnitt?

Was ist schlimmer – Kaiserschnitt oder normale Geburt? Diese Frage stellen sich viele werdende Eltern – doch eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Beide Geburtsmethoden haben Vor- und Nachteile. Was als „schlimmer“ empfunden wird, ist sehr individuell.

Wann tritt die Figur zurück nach einem Kaiserschnitt?

Frühestens sechs bis acht Wochen nach einer natürlichen Geburt sollten Frauen mit der Rückbildung starten. Nach einem Kaiserschnitt ist der Start sogar erst nach zwölf Wochen empfohlen. Dabei geht es zunächst nicht so sehr um eine straffe Figur, sondern darum, den Körper wieder fit für den Alltag zu machen.

Warum Fettschürze nach Kaiserschnitt?

Sollte sich nach einem oder mehreren Kaiserschnitten eine an der Bauchwand fixierte Narbe gebildet haben, resultiert daraus häufig eine unvorteilhafte Falte, über die sich dann überschüssige Haut und überschüssiges Fettgewebe wölbt.

Wie flacher Bauch nach Kaiserschnitt?

Den Bauch nach einem Kaiserschnitt loszuwerden, braucht Zeit und Geduld; oft dauert es 9-12 Monate, bis sich der Körper zurückbildet, aber auch länger ist normal, da Wundheilung und Rückbildung zusammenkommen. Wichtig sind eine gesunde Ernährung, viel Flüssigkeit, sanfte Bewegung (nach ca. 12 Wochen mit gezielter Rückbildung beginnen, Sit-ups vermeiden) und Unterstützung durch eine Bauchbinde in der frühen Phase. Bei hartnäckigen Problemen können auch kosmetische Eingriffe wie eine Bauchdeckenstraffung in Betracht gezogen werden.
 

Was ist der Nachteil bei einem Kaiserschnitt?

Ein Kaiserschnitt (Sectio) ist eine große Bauchoperation mit längerer Heilung, stärkeren Schmerzen und Risiken wie Wundheilungsstörungen und Thrombosen, längerer Krankenhausaufenthalt und Erholungszeit, sowie potenzielle Probleme bei Folgeschwangerschaften (z.B. Plazenta-Anhaftung) und Atemprobleme sowie Störungen des Mikrobioms beim Neugeborenen, da die natürliche Geburt des Fruchtwassers und der Darmbakterien fehlt. 

Welcher Schmerz ist mit einer Geburt vergleichbar?

Geburtsschmerzen werden oft als eine Mischung aus starken Menstruationskrämpfen, Rückenschmerzen und heftigen Magen-Darm-Krämpfen beschrieben, wobei der Schmerz in Wellen kommt und geht, was eine Pause nach jeder Wehe ermöglicht. Manche empfinden es als ziehend, andere als stechend oder dumpf, ähnlich dem Druck, der durch die Dehnung von Muttermund und Beckenboden entsteht, wobei der Körper gleichzeitig Endorphine ausschüttet, die schmerzlindernd wirken können. Es gibt Vergleiche, es fühle sich an wie 20 Knochenbrüche gleichzeitig oder das Treten mit einem Stilettoabsatz auf den Handrücken, aber die Schmerzintensität variiert stark von Frau zu Frau.
 

Was spürt man beim Kaiserschnitt?

Ein Kaiserschnitt fühlt sich während der OP dank Betäubung (meist Spinal- oder Periduralanästhesie) schmerzlos an, aber mit Druck- und Zuggefühlen; danach folgt eine Phase mit Wundschmerzen, Ziehen, Jucken und Taubheitsgefühlen an der Narbe, da dies eine große Bauchoperation ist, die Schmerzmittel und Schonung erfordert, auch wenn die Schmerzen mit Medikamenten gut beherrschbar sind.
 

Welche Spätfolgen kann ein Kaiserschnitt für das Kind haben?

Kaiserschnitt-Kinder haben ein statistisch erhöhtes Risiko für Allergien, Asthma, Atemwegserkrankungen und Übergewicht, sowie möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Autoimmunerkrankungen und Darmprobleme (wie Morbus Crohn). Der Hauptgrund scheint der fehlende Kontakt mit der vaginalen Keimflora und der Geburtsstress zu sein, der die Lungenentleerung und Organreifung unterstützt. Langfristig spielen die frühe Darmflora-Besiedlung und das Immunsystem eine wichtige Rolle für die Gesundheit. 

Was ist riskanter, natürliche Geburt oder Kaiserschnitt?

Ein Kaiserschnitt ist ein Routineeingriff, aber eine normale Geburt ist in der Regel sicherer, da der Kaiserschnitt immer eine Operation mit Risiken wie Blutungen, Infektionen und Komplikationen bei Folgeschwangerschaften ist. Allerdings kann ein geplanter Kaiserschnitt sicherer sein, wenn medizinische Gründe (z.B. Beckenprobleme, Nabelschnurumschlingung) eine vaginale Geburt zu riskant machen, da Notfall-Kaiserschnitte höhere Risiken bergen. Kinder, die per Kaiserschnitt geboren werden, haben zudem ein leicht erhöhtes Risiko für Allergien, Asthma und Übergewicht im späteren Leben, da ihnen der Kontakt mit Darmbakterien und Stresshormone des Geburtskanals fehlen, so Vivantes, NDR.de und Deutschlandfunk. 

Wie oft darf man einen Kaiserschnitt haben?

Theoretisch sind mehrere Kaiserschnitte möglich, aber medizinisch wird oft maximal bei drei Kaiserschnitten empfohlen, da mit jedem weiteren Eingriff das Risiko für Komplikationen wie Gebärmutterriss (Uterusruptur) und Verwachsungen steigt, auch wenn es Einzelfälle mit mehr Schnitten gibt. Nach zwei Kaiserschnitten wird von einem spontanen Geburtsversuch (Vaginale Geburt nach Kaiserschnitt, VBAC) abgeraten, da das Risiko einer Ruptur erhöht ist (ca. 3,7 %), aber im Einzelfall möglich sein kann.