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Wer verdient am Gaspreis?

Gefragt von: Ulrike Gerlach  |  Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2026
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Am Gaspreis verdienen Gasversorger (Beschaffung, Vertrieb, Marge), Netzbetreiber (Netzentgelte), Staat (Steuern & Abgaben) sowie internationale Energiekonzerne (Produktion) und Stromproduzenten, wobei sich die Anteile je nach Marktlage und Anbietertyp stark unterscheiden können. Hauptprofiteure sind oft die Energiekonzerne, während bei Haushaltskunden die Versorger und Netzbetreiber einen großen Teil des Preises ausmachen, der durch staatliche Steuern und Abgaben ergänzt wird.

Wird Gas 2026 teurer oder billiger?

Gas wird 2026 für viele Haushalte wahrscheinlich teurer, trotz des Wegfalls der Gasspeicherumlage, weil gleichzeitig die Gasnetzentgelte steigen und der CO2-Preis pro Tonne zunimmt, was die Mehrkosten übersteigt; regionale Unterschiede sind groß, aber eine allgemeine Erhöhung der Netzentgelte und eine steigende CO2-Abgabe dürften die Preise tendenziell nach oben treiben, auch wenn einige Grundversorger kurzfristig senken. 

Wie setzt sich der Gaspreis in Deutschland zusammen?

Bei Haushaltskunden betrug der Wettbewerbsanteil am durchschnittlichen Gaspreis zum Stichtag 1. April 2022 etwa 56 Prozent. Das heißt, gut die Hälfte des Gaspreises bildet sich auf den Märkten. Auf die Netzentgelte entfielen rund 16 Prozent des Gaspreises und 28 Prozent auf die staatlich veranlassten Preisbestandteil.

Ist Gas 2025 teurer als 2024?

Halbjahr 2025 durchschnittlich 19,33 Cent je Kilowattstunde ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern. Damit war Strom für sie 5,9 % billiger als im 2. Halbjahr 2024 und 16,1 % teurer als im 2. Halbjahr 2021.

Wie hoch ist der durchschnittliche Gaspreis bei E.ON im Oktober 2025?

Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag der durchschnittliche Erdgaspreis im Oktober 2025 bei 12,07 Cent pro Kilowattstunde – berechnet für einen Jahresverbrauch von 20.000 kWh in einem Einfamilienhaus. Damit zahlen Haushalte 7,6 Prozent mehr als 2024.

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Wie viel teurer wird Gas ab 2027?

Nimmt man das Szenario des Umweltbundesamtes als Maßstab, das weitere Klimaschutzmaßnahmen als die bereits beschlossenen berücksichtigt, sehen die CO2-Zusatzkosten so aus: Die Abgabe steigt im Jahr 2027 auf 80 Euro und kann im Jahr 2040 bei 275 Euro pro Tonne CO2 liegen – pro Jahr kommen also 15 Euro pro Tonne hinzu.

Wird Gas langfristig wieder billiger?

Die Gaspreise sind aktuell deutlich günstiger als noch im Vorjahr. Seit Ende 2023 sinken die Großhandelspreise spürbar, und 2025 geben viele Anbieter diese Kostenvorteile in Form günstigerer Tarife an die Verbraucher weiter. Ein Wechsel kann sich jetzt besonders lohnen.

Wie hoch ist der Anteil von russischem Gas in Deutschland?

Der Anteil russischen Gases an Deutschlands Importen ist seit dem Krieg in der Ukraine stark gesunken: Während 2021 noch 52-55% des Gases aus Russland kamen, ist dieser Anteil bis 2022 auf 22% gefallen, wobei Norwegen Hauptlieferant wurde. Seit 2022 sind die direkten Lieferungen aus Russland praktisch auf Null gesunken, aber russisches Gas gelangt immer noch indirekt über sogenannte Ringflüsse (z.B. über andere EU-Länder wie Belgien) und als Flüssigerdgas (LNG) nach Deutschland, wobei die genauen aktuellen Zahlen variieren, aber der Fokus auf Diversifizierung liegt, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und die Bundesnetzagentur zeigen.
 

Warum ist der Grundpreis für Gas so hoch?

Der Grundpreis bei Gas ist teuer, weil er fixe Kosten für den Netzzugang (Infrastruktur, Wartung, Zählerablesung), Verwaltung, Steuern/Abgaben und einen Teil der Energiebeschaffung abdeckt – Faktoren wie steigende Netzentgelte, der CO2-Preis, teure LNG-Importe sowie höhere Großhandelspreise wegen globaler Nachfrage und geopolitischer Risiken treiben diese Fixkosten und somit den Grundpreis nach oben. 

Wie entwickelt sich der Gaspreis bis 2040?

Was die Gaspreise betrifft, so wird laut Prognose im kommenden Jahr der niedrigste Preis von 12,07 Cent pro kWh erwartet. Bis 2040 wird dieser Preis allerdings auf bis zu 16,56 Cent pro kWh steigen, bevor er sich leicht auf 16,53 Cent pro kWh im Jahr 2042 reduziert.

Was passiert, wenn meine Gasheizung 2025 kaputt geht?

Was passiert, wenn 2025 meine Gasheizung kaputtgeht? Ist Ihre Heizung kaputt und sind keine Reparaturen am Gerät mehr möglich, müssen Sie eine neue Heizung einbauen, die zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben wird.

Soll man jetzt noch eine neue Gasheizung einbauen lassen?

Man darf noch eine Gasheizung einbauen, aber nur mit hohen Auflagen und sinkender Zukunftssicherheit, da sie ab 2029 schrittweise mit 15 % erneuerbaren Gasen betrieben werden muss und bis 2045 klimaneutral sein muss. Einbau ist in Bestandsgebäuden erlaubt, bis die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen ist (meist bis 2028). Verbraucherschützer raten wegen steigender CO2-Preise und fehlender Förderung für reine Gasheizungen vom Einbau ab, empfehlen H2-Ready-Geräte oder den Umstieg auf erneuerbare Energien.
 

Was ist ein guter Gaspreis aktuell?

In den günstigsten von Finanztip empfohlenen Tarifen liegt der Gaspreis aktuell bei 9,25 Cent pro Kilowattstunde. Der Gaspreis steigt 2026 durch höhere Netzgebühren und den steigenden CO2-Preis. Rechne damit, dass die Gaspreise langfristig noch deutlich höher steigen werden – das Gasnetz ist ein Auslaufmodell.

Welche Laufzeit ist für einen Gasvertrag empfehlenswert?

Für die meisten Verbraucher ist eine Gasvertragslaufzeit von 12 Monaten ideal, da sie maximale Flexibilität bietet, um jährlich den besten Preis zu finden; wichtig sind dabei eine Preisgarantie von mindestens 12 Monaten und eine kurze Kündigungsfrist (max. 1 Monat nach Erstlaufzeit). Während 24-Monats-Verträge manchmal günstigere Konditionen bieten können, sorgt die 12-monatige Laufzeit mit jährlich neuem Vergleich dafür, dass Sie Preisanpassungen und Boni optimal nutzen und nicht zu viel bezahlen.
 

Wann stoppte Russland die Gaslieferung?

Seit dem 18. Juli 2022 lagert die Turbine in Deutschland, da Russland die Einfuhr verweigert. Nach der Wartung wurde der Gasfluss zunächst auf 30 % gedrosselt, in den Folgetagen weiter abgesenkt und Ende August schließlich vollständig eingestellt.

Wer kauft noch russisches Gas?

Obwohl viele EU-Länder ihre Importe stark reduziert haben, kaufen Spanien, Frankreich, Belgien (besonders LNG), Ungarn, die Slowakei und Österreich (hauptsächlich Pipeline-Gas) weiterhin russisches Gas, teilweise aufgrund bestehender Verträge oder fehlender Alternativen, wobei die EU das Ziel hat, die Abhängigkeit bis 2027 zu beenden. Auch außerhalb der EU bleiben China, die Türkei und Japan wichtige Abnehmer. 

Wie viele Russlanddeutsche leben in Deutschland?

In der Bundesrepublik Deutschland leben ca. 2,5 Millionen Russlanddeutsche, dennoch ist das Wissen über sie in der Mehrheitsbevölkerung relativ begrenzt. Russlanddeutsche gelten als gut integriert und unauffällig.

Wird Gas teurer oder billiger 2026?

Gas wird 2026 tendenziell teurer, da die Netzentgelte steigen, auch wenn die Entspannung durch den Wegfall der Gasspeicherumlage teilweise ausgeglichen wird; Energieexperten sehen eine generelle Preissteigerung durch höhere Kosten und sinkenden Verbrauch, was den Umstieg auf Strom attraktiver macht. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Anbieter ab, Neukundentarife könnten jedoch günstiger sein, da Versorger nicht verpflichtet sind, Preisanpassungen sofort weiterzugeben.
 

Wie teuer wird Gas bis 2030?

Für eine durchschnittliche Familie, die mit Gas heizt, verdoppelt sich somit bis 2030 die jährliche Gasrechnung: Von €1370 auf €2620. Auch Unternehmen werden wegen der hohen Kosten unter großen Druck geraten.

Warum zahlen Bestandskunden mehr als Neukunden Gas?

Bestandskunden zahlen in der Regel höhere Strompreise. Das liegt daran, dass günstigere Strompreise zwar an Neukunden weitergegeben werden; Bestandskunden verbleiben jedoch in Ihren alten Verträgen.

Was kommt 2027 auf Hausbesitzer zu?

Europaweit gilt ab 2027 der CO₂-Preis: Für Hausbesitzer bedeutet dies steigende Heizkosten. Die Hintergründe sind überraschend. Berlin – Der europäische Emissionshandel, oft als CO₂-Preis oder CO₂-Steuer bezeichnet, wird ab 2027 eingeführt.

Wie teuer wird Gas 2040?

Im Jahr 2040 könnten die Zusatzkosten dann bei 275 Euro pro Tonne liegen, so das Umweltbundesamt in einer Modellrechnung.

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