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Wer übernimmt die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch?

Gefragt von: Helmuth Reichel  |  Letzte Aktualisierung: 8. November 2026
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Bei einem Schwangerschaftsabbruch zahlt die Krankenkasse nur bei medizinischer oder kriminologischer Indikation; ansonsten trägt die schwangere Person die Kosten selbst, kann aber bei geringem Einkommen eine Kostenübernahme durch das Bundesland beantragen, die oft von der Krankenkasse abgewickelt wird; die ärztliche Beratung vorab und die Nachsorge sind immer kostenlos.

Wann werden die Kosten für eine Abtreibung übernommen?

Die ärztliche Betreuung vor und nach einem Schwangerschaftsabbruch sowie die Behandlung eventueller Komplikationen werden von der Krankenkasse getragen. Ein Anspruch auf Kostenübernahme für den Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsregelung besteht nur dann, wenn die Schwangere sozial bedürftig ist.

Kann ein Schwangerschaftsabbruch von der Krankenkasse übernommen werden?

Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch sind privat zu zahlen. Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten nur bei medizinischen Gründen und bei Mädchen unter 14 Jahren.

Was muss ich tun, wenn ich einen Schwangerschaftsabbruch möchte?

Wenn Sie über eine Abtreibung nachdenken, müssen Sie sich zuerst an eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle wenden, um einen Beratungsschein zu erhalten, der für den Eingriff innerhalb der ersten 12 Wochen gesetzlich vorgeschrieben ist. Dort erhalten Sie Unterstützung bei der Entscheidungsfindung, Informationen zu den Methoden (medikamentös oder operativ) und können auch Hilfe bei der Kostenerstattung (z.B. durch das Bundesland) beantragen, wenn Sie wenig Einkommen haben. Nach der Beratung mit mindestens drei Tagen Wartezeit suchen Sie eine Ärztin oder Klinik auf, die den Eingriff durchführt. 

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Abtreibung: Das kommt auf mich zu! (Teil 1) || PULS Reportage

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Ist Abtreibung in Österreich strafbar?

Ja, Abtreibung ist in Österreich erlaubt, aber an Fristen gebunden und unter bestimmten Bedingungen straffrei: Innerhalb der ersten drei Monate (Fristenregelung), bei medizinischer Indikation, bei einer drohenden ernsten Gefahr für die Mutter oder wenn die Schwangere unter 14 Jahre alt ist. Die Frau muss vorher eine ärztliche Beratung durchlaufen. Obwohl rechtlich im Strafgesetzbuch verankert, sind unter Einhaltung der Regeln die Eingriffe erlaubt und die Frau wird nicht bestraft. 

Kann man im 4. Monat abtreiben?

Das bedeutet, dass eine Schwangerschaft innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate ohne Vorliegen eines medizinischen Grundes abgebrochen werden kann. Voraussetzung ist, dass vor dem Abbruch ein Aufklärungsgespräch stattfindet und der Abbruch von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird.

Wo melde ich mich, wenn ich abtreiben will?

Die Schwangerschaftsberatungsstellen der AWO sind gesetzlich anerkannte Beratungsstellen nach § 219 Strafgesetzbuch (StGB) und § 5 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG). Wenn Sie eine Schwangerschaft abbrechen lassen möchten, brauchen Sie einen Beratungsschein von einer solchen staatlich anerkannten Beratungsstelle.

Wie schnell ist der Abtreibungstermin?

Ein Abtreibungstermin kann sehr schnell vergeben werden, oft innerhalb weniger Tage nach der ersten Kontaktaufnahme, abhängig vom Bundesland und der gewählten Methode (medikamentös oder operativ), wobei gesetzlich eine 3-tägige Bedenkzeit nach der verpflichtenden Beratung einzuhalten ist; die Frist für einen Abbruch liegt meist bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) bzw. 14. SSW (nach letzter Periode), mit unterschiedlichen Fristen für Medikamente (oft bis 9. SSW) und Operationen (oft bis 12. SSW). 

Wie sage ich meinem Frauenarzt, dass ich abtreiben will?

Wenn die Ärztin oder der Arzt nicht selbst Schwangerschaftsabbrüche vornimmt, kann sie oder er informieren, wo ein Abbruch möglich ist. Auch Beratungsstellen haben meist Listen von Praxen und Kliniken in der Region.

Wie läuft eine Abtreibung ab in Österreich?

Bei einem Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten werden Mifepriston und Misoprostol verabreicht. Mifepriston wird vor Ort im Beisein des Arztes*der Ärztin nach einem Ultraschall eingenommen. Misoprostol wird dir zusammen mit den Anweisungen zur Einnahme mit nach Hause gegeben.

Welche Unterlagen brauche ich für die Kostenübernahme eines Schwangerschaftsabbruchs?

Erforderliche Unterlagen

Wenn eine zusätzliche Kostenübernahme in den Fällen beantragt wird, in denen keine medizinische oder kriminologische Indikation vorliegt: Nachweis Ihrer persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnisse, zum Beispiel aktuelle Gehaltsbescheinigung oder Kontoauszug.

Sind Abtreibungen Kassenleistungen?

Nein, die Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch bei eigener Entscheidung normalerweise nicht; diese müssen selbst getragen werden (ca. 300–800 €). Ausnahmen sind: medizinische oder kriminologische Gründe (z.B. Vergewaltigung), hier zahlt die Kasse komplett, oft über die Gesundheitskarte abgerechnet. Bei geringem Einkommen kann eine Kostenerstattung über das Sozialamt beantragt werden, was ein vorheriges Antragsverfahren bei der Krankenkasse erfordert. 

Ist die erste Abtreibung gratis?

Nein, eine erste Abtreibung ist in Deutschland grundsätzlich nicht automatisch kostenlos, aber die Kosten können für Frauen mit geringem Einkommen übernommen werden; die ärztliche Beratung und Nachsorge zahlt die Krankenkasse immer. Die Kosten für den Eingriff selbst (ca. 300–800 €) trägt man selbst, wenn das Einkommen über einer bestimmten Grenze liegt (oft < 1.500 € netto/Monat), aber man kann eine Übernahme beantragen, wenn man bedürftig ist, wobei dann das Bundesland oder die Krankenkasse zahlt. 

Wer finanziert eine Abtreibung?

Leistungen bei Schwangerschaftsabbruch in Anspruch nehmen. Erfolgt der Schwangerschaftsabbruch aus kriminologischen oder medizinischen Gründen, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen und von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgerechnet.

Kann man direkt beim Frauenarzt abtreiben?

Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden („Abtreibung“). Der operative Schwangerschaftsabbruch (Absaugung) wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt.

Was muss man zuerst machen, wenn man abtreiben will?

Die Schwangere muss den Schwangerschaftsabbruch verlangen. Sie muss mindestens drei Tage vor dem Eingriff eine Schwangerschaftskonfliktberatung durch eine staatlich anerkannte Beratungsstelle wahrgenommen und von dort den für einen Abbruch vorgeschriebenen Beratungsschein erhalten haben.

Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

Was ist besser, medikamentöse oder operative Abtreibung?

Es gibt keine pauschal "bessere" Methode; sowohl medikamentöse als auch operative Abtreibungen sind sehr sicher, aber sie unterscheiden sich in Ablauf, Dauer und dem Erleben für die Frau, wobei die Wahl oft von der Schwangerschaftswoche und den persönlichen Präferenzen abhängs, betont www.familienplanung.de und www.familienplanung.de. Der medikamentöse Abbruch dauert länger (mehrere Tage), fühlt sich natürlicher an und erfordert keine Narkose, kann aber stärkere Blutungen und Krämpfe verursachen, während der operative Abbruch (Absaugung) schneller unter Narkose abläuft und meist leichtere Blutungen nach sich zieht, aber ein kleinerer Eingriff ist. Die Entscheidung sollte nach ausführlicher ärztlicher Beratung getroffen werden, oft ist bis etwa zur 9. Woche die Wahl zwischen beiden Methoden möglich, danach muss operativ abgebrochen werden. 

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Wie lange wartet man auf einen Termin für eine Abtreibung?

Für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch in Deutschland müssen mindestens drei volle Kalendertage zwischen der obligatorischen Schwangerschaftskonfliktberatung (mit Beratungsschein) und dem Eingriff liegen; der Termin selbst hängt dann von der Verfügbarkeit der Arztpraxis oder Klinik ab, wobei der Abbruch nach der Beratungsregelung bis zur 12. Schwangerschaftswoche (ca. 14. Woche nach letzter Periode) möglich ist, medikamentös aber meist früher (bis 9. Woche). Eine frühe Terminvereinbarung bei Beratungsstelle und Arzt/Klinik ist wichtig, da Wartezeiten für die Beratung und den Eingriff selbst entstehen können. 

Welche Voraussetzungen sind für eine Abtreibung notwendig?

Ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland ist unter bestimmten Voraussetzungen straffrei möglich: In der Regel bis zur 12. Schwangerschaftswoche (14. SSW ab letzter Regelblutung) mit Beratungsschein (nach 3 Tagen Bedenkzeit) und ärztlicher Durchführung, oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation (z. B. Vergewaltigung, Gefahr für die Gesundheit der Frau) auch später, wobei hier meist eine ärztliche Bescheinigung ausreicht und keine Beratungspflicht besteht, aber die Durchführung durch einen Arzt erfolgt.
 

Wann ist es zu spät, um abzutreiben?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?

Nach einem Schwangerschaftsabbruch sind die Gefühle sehr individuell und reichen von Erleichterung, Freude oder auch einem Gefühl der Stärke bis hin zu Trauer, Schuld, Angst, Niedergeschlagenheit, Wut und hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Schmerzen und Blutungen einhergehen können, wobei die Verarbeitung stark von den persönlichen Umständen (z.B. Druck, Lebenssituation, moralische Einstellung) abhängt. Es gibt keine pauschale "normale" Reaktion, und professionelle Beratung bei Beratungsstellen wie pro familia oder donum vitae ist eine wichtige Anlaufstelle. 

In welcher Woche sind die meisten Abtreibungen?

In Deutschland werden jährlich etwa 100.000 Schwangerschaften abgebrochen. Die meisten Abbrüche finden in den ersten 12 Wochen nach der Empfängnis (also bis zum Ende der 14. Schwangerschaftswoche) statt.

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