Wer sollte kein Blut spenden?
Gefragt von: Sylvia Mack | Letzte Aktualisierung: 30. März 2026sternezahl: 4.8/5 (19 sternebewertungen)
Man darf kein Blut spenden bei akuten Infektionen, Fieber, bestimmten chronischen Krankheiten (z.B. insulinpflichtiger Diabetes, HIV, Hepatitis C), während der Schwangerschaft/Stillzeit, nach bestimmten Arztbesuchen (z.B. Operationen, Tattoos/Piercings), bei Einnahme bestimmter Medikamente oder nach Reisen in Risikogebiete, um Empfänger vor Infektionen zu schützen. Es gibt sowohl vorübergehende (z.B. nach Erkältung) als auch dauerhafte Ausschlussgründe, die die Sicherheit von Spender und Empfänger gewährleisten sollen.
Welche Menschen dürfen nicht Blut spenden?
Erkrankungen, die zu einem Ausschluss von der Blut- und Plasmaspende führen, sind:
- Herz- und Gefäßerkrankungen.
- Erkrankungen des Zentralnervensystems.
- Bestimmte Blutgerinnungsstörungen.
- Chronische Krankheiten der Nieren, der Lunge oder des Verdauungssystems.
- Störungen des Immunsystems oder des Stoffwechsels.
Warum dürfen manche kein Blut spenden?
Unter bestimmten Bedingungen dürfen Personen vorübergehend oder dauerhaft kein Blut oder Plasma spenden. Dazu gehören auch Erkrankungen von der leichten Erkältung bis hin zu chronischen Krankheiten, sowie bestimmte Umstände wie beispielsweise eine Schwangerschaft.
Bei welchen Vorerkrankungen darf man kein Blut spenden?
Man darf kein Blut spenden bei akuten Infektionen (Erkältung, Grippe), chronischen Krankheiten wie Diabetes (Typ 1 oder bei Typ 2 mit Insulin), schweren Herz-Kreislauf-Problemen, Autoimmunerkrankungen, Tumorerkrankungen, bestimmten Blutgerinnungsstörungen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und nach bestimmten Operationen, Chemotherapien oder Reisen in Risikogebiete; auch bestimmte Medikamenteneinnahmen führen zu einem Ausschluss oder einer Rückstellung. Grundsätzlich gilt: Bei Unsicherheit klärt der Arzt vor Ort die Spendentauglichkeit.
Bei welchen Medikamenten darf ich kein Blut spenden?
Viele Medikamente schließen eine Blutspende aus, darunter Blutverdünner, starke Akne-Mittel (Retinoide), Antibiotika (bis 4 Wochen danach), Insulin und Eisenpräparate, da sie die Spendequalität beeinträchtigen oder das Empfängerblut beeinflussen können. Auch bei bestimmten Krankheiten, die mit Medikamenten behandelt werden (z.B. Herzinfarkt), kann ein Ausschluss bestehen, während harmlose Mittel wie Paracetamol oder Antibabypille meist erlaubt sind. Wichtig ist immer eine individuelle Abklärung mit dem Spendearzt.
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Wann wird man vom Blut spenden ausgeschlossen?
Die zeitweise Rückstellung von der Spende kann sich beispielsweise durch Aufenthalte in bestimmten Ländern, Operationen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft (Wartezeit 6 Monate), Tätowierungen (Wartezeit 4 Monate), kosmetische Eingriffe oder Impfungen ergeben.
Kann ich Blut spenden, wenn ich Blutdruckmedikamente einnehme?
Blutspenden ist für Menschen mit gut eingestelltem Bluthochdruck unbedenklich. Auch die Einnahme von Blutdruckmedikamenten führt nicht zum Ausschluss von der Blutspende. Das Rote Kreuz sperrt Spender nur dann aus, wenn ihr Blutdruck über 180/100 mmHg liegt und der Bluthochdruck umgehend ärztlich behandelt werden sollte.
Wer ist von der Organspende ausgeschlossen?
Nicht jeder darf Organe spenden; Ausschlussgründe sind vor allem aktive Krebserkrankungen (mit wenigen Ausnahmen), HIV-Infektion, schwere, nicht behandelbare Infektionskrankheiten (wie Tuberkulose, Tollwut, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) und Blutvergiftungen mit multiresistenten Keimen, um eine Übertragung auf den Empfänger zu verhindern. Bei vielen chronischen Krankheiten (z.B. Diabetes, Bluthochdruck) entscheiden Ärzte im Einzelfall, ob eine Spende möglich ist, und auch das Alter ist kein generelles Hindernis, wie die Bundesregierung betont.
Auf welche Krankheiten wird das Blut beim Blut spenden untersucht?
Beim Blutspenden wird das Blut standardmäßig auf gefährliche Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis B und C sowie Syphilis getestet, um die Sicherheit für Empfänger zu gewährleisten; auch Hepatitis A und E, Parvovirus B19 und Cytomegalievirus (CMV) können untersucht werden, und zusätzlich werden immer Blutgruppe und Hämoglobinwert bestimmt. Bei Auffälligkeiten werden Spender informiert.
Warum darf man ab 60 kein Blut spenden?
Altershöchstgrenze für Blutspender aufgehoben
Mit der Änderung des Transfusionsgesetzes und der Novellierung der „Richtlinie Hämotherapie“ gibt es keine obere Altersgrenze mehr. Allerdings findet bei der ersten Spende und nun ab dem 60. Lebensjahr zusätzlich alle 5 Jahre eine ärztliche Spendereignungs-Prüfung statt.
Welche Nachteile hat es, Blut zu spenden?
Nachteile beim Blutspenden sind meist kurzfristig und mild, wie Kreislaufprobleme (Schwindel, Ohnmacht), Übelkeit, Schmerzen oder Blutergüsse an der Einstichstelle, die durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ruhe minimiert werden können, aber auch eine vorübergehende Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Selten sind stärkere Hämatome oder Nervenreizungen möglich. Eine Ansteckungsgefahr besteht durch steriles Einwegmaterial nicht, die Risiken sind gering und medizinisch kontrolliert.
Warum darf man tätowiert kein Blut spenden?
Nach einem Tattoo muss man vier Monate warten, weil die Hautverletzung durch die Nadeln ein Infektionsrisiko birgt, das erst nach dieser Zeit vollständig ausgeschlossen werden kann, da Infektionen im Blut länger unentdeckt bleiben können. Diese Sperrfrist dient dem Schutz der Empfänger, da selbst unter sterilen Bedingungen Infektionen wie Hepatitis oder HIV entstehen könnten, die erst nach der sogenannten diagnostischen Latenzzeit nachweisbar wären.
Wie lange ist man kaputt nach einer Blutspende?
Die Haltbarkeit der Blutprodukte, die aus den einzelnen Blutbestandteilen gewonnen werden, ist sehr unterschiedlich. Während das Plasma im gefrorenen Zustand bis zu drei Jahre haltbar ist, sind Erythrozytenkonzentrate, je nach Verarbeitungsart, zwischen 28 und 49 Tagen haltbar.
Welche Blutgruppe darf nicht spenden?
Wer die Gruppe AB- besitzt, darf auch nur Blutspenden von Rhesus-negativen Personen erhalten: AB-, A-, B- und 0-. Menschen mit der Gruppe 0+ können nur an Rhesus-positive Menschen spenden: AB+, A+, B+ und 0+. Sie selbst vertragen die Blutgruppen 0+ und 0-.
Warum dürfen manche Menschen kein Blut spenden?
Diese Personen dürfen deshalb kein Blut spenden: Menschen, die sich in den letzten vier Monaten ein Tattoo oder Piercing haben stechen lassen. Menschen, bei denen in den letzten vier Monaten eine Magen- oder Darmspiegelung durchgeführt wurde.
Welche Bedingungen müssen für eine Blutspende erfüllt sein?
FAQ zur Blut- und Plasmaspende
- Du musst mindestens 18 Jahre alt sein.
- Du musst mindestens 50 Kilogramm Körpergewicht haben.
- Du darfst keine Krankheitsanzeichen aufweisen.
- Du musst einen Mindestwert an Hämoglobin im Blut haben.
- Dein Blutdruck darf nicht zu hoch oder zu niedrig sein.
Bei welchen Krankheiten darf ich kein Blutspenden?
Man darf kein Blut spenden bei akuten Infektionen (Erkältung, Grippe), chronischen Krankheiten wie Diabetes (Typ 1 oder bei Typ 2 mit Insulin), schweren Herz-Kreislauf-Problemen, Autoimmunerkrankungen, Tumorerkrankungen, bestimmten Blutgerinnungsstörungen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und nach bestimmten Operationen, Chemotherapien oder Reisen in Risikogebiete; auch bestimmte Medikamenteneinnahmen führen zu einem Ausschluss oder einer Rückstellung. Grundsätzlich gilt: Bei Unsicherheit klärt der Arzt vor Ort die Spendentauglichkeit.
Wird bei Blutspende großes Blutbild gemacht?
Nein, ein großes Blutbild im medizinischen Sinne wird bei jeder Blutspende nicht standardmäßig gemacht, aber ein kleiner Bluttest (Hämoglobin-Check) ist Pflicht, um die Spendetauglichkeit zu prüfen, und das Blut wird zusätzlich auf Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis, Syphilis) getestet. Auf Wunsch gibt es bei vielen Spendern oft auch einen erweiterten Gesundheitscheck mit Leber-, Nieren- und Blutfettwerten, der einem kleinen Blutbild ähnelt, aber ein großes Blutbild (Differenzialblutbild) ist nur bei auffälligen Werten oder als extra Service möglich, nicht routinemäßig.
Wird man bei Blutspende nach einem auffälligen Befund informiert?
Befund- und Ergebnismitteilung an den Blutspender
Grundsätzlich wird bei einem auffälligen, d.h. einem möglicherweise auf eine Krankheit hinweisenden Laborbefund der jeweilige Spender und ggf. der von ihm uns benannte Hausarzt schriftlich benachrichtigt.
Welche Vorerkrankungen schließen die Organspende aus?
Nur sehr wenige Grunderkrankungen schließen eine Organspende nach dem Tod generell aus. Dazu gehören z.B. aktive bösartige Tumorerkrankungen, eine HIV-Infektion sowie systemische Infektionen, Prionenerkrankungen (Creutzfeld-Jakob) oder floride Tuberkulose.
Wächst die Leber nach der Spende wieder an?
Ja, die Leber hat eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit: Bei einer Leberlebendspende wächst sowohl der verbleibende Teil beim Spender als auch das transplantierte Leberstück beim Empfänger innerhalb weniger Wochen oder Monate fast wieder auf die ursprüngliche Größe heran und stellt die volle Funktion wieder her, was diesen Eingriff möglich macht.
Was sind Ausschlusskriterien für Organspende?
Ausschlusskriterien für die Organspende sind vor allem aktive Infektionskrankheiten (wie HIV, Hepatitis B/C, Tuberkulose) und bösartige Tumore (Ausnahmen sind Haut- und Hirntumore), da diese eine Gefahr für den Empfänger darstellen könnten, sowie schwere Systemerkrankungen, die nicht heilbar sind. Der Gesundheitszustand der Organe wird jedoch immer individuell geprüft, und oft sind auch chronisch Kranke oder ältere Menschen spendefähig, wenn ihre Organe gesund sind.
Kann man mit Blutdruckmedikamenten Blut spenden?
Ja, Blutspenden mit Bluthochdruck ist oft möglich, wenn der Blutdruck gut medikamentös eingestellt ist, die Grunderkrankung stabil ist und keine schweren Herzerkrankungen bestehen; wichtig ist, die Medikamente wahrheitsgemäß im Fragebogen anzugeben und dies mit dem Arzt und dem Spendearzt abzuklären, da die Zulassung immer individuell entschieden wird. Viele Blutspendedienste sehen sogar positive Effekte auf den Blutdruck durch regelmäßige Spenden.
Bei welchen Medikamenten kein Blut spenden?
Viele Medikamente schließen eine Blutspende aus, darunter Blutverdünner, starke Akne-Mittel (Retinoide), Antibiotika (bis 4 Wochen danach), Insulin und Eisenpräparate, da sie die Spendequalität beeinträchtigen oder das Empfängerblut beeinflussen können. Auch bei bestimmten Krankheiten, die mit Medikamenten behandelt werden (z.B. Herzinfarkt), kann ein Ausschluss bestehen, während harmlose Mittel wie Paracetamol oder Antibabypille meist erlaubt sind. Wichtig ist immer eine individuelle Abklärung mit dem Spendearzt.
Bei welchem Blutdruck darf man nicht spenden?
Die Richtlinien der Bundesärztekammer schreiben ganz klar vor, dass der obere („systolische“) Blutdruckwert unter 180 mm Hg, der untere („diastolische“) unter 100 mm Hg liegen muss. Bei leichtem Bluthochdruck (oberer Wert unter 180 mm Hg!) ist eine Blutspende prinzipiell möglich.
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