Wer kann in den Standardtarif der PKV wechseln?
Gefragt von: Bernhard Schramm | Letzte Aktualisierung: 1. April 2026sternezahl: 4.7/5 (59 sternebewertungen)
In den PKV-Standardtarif können nur Versicherte wechseln, die bereits vor dem 1. Januar 2009 in der PKV waren, mindestens 10 Jahre privat versichert sind und entweder 65 Jahre oder älter sind oder ab 55 Jahren ein Einkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) der GKV haben, wobei es für Rentenbezieher Sonderregelungen gibt. Der Standardtarif ist ein sozialer Tarif für langjährige PKV-Kunden in finanzieller Notlage, der seit der Einführung des Basistarifs 2009 nur noch für Altverträge gilt.
Wer kann in den Standardtarif der PKV?
Der Standardtarif kommt nur für Versicherte mit vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossenen Verträgen in Frage. Privat Versicherte mit seit dem 1. Januar 2009 abgeschlossenen Verträgen haben die Möglichkeit, in den Basistarif zu wechseln.
Welche Nachteile hat der Standardtarif in der privaten Krankenversicherung?
Die Nachteile des PKV-Standardtarifs sind sein eingeschränkter Leistungsumfang (entspricht maximal der GKV, ohne Zusatzleistungen), die hohen Einstiegshürden (nur für langjährige PKV-Versicherte vor 2009), die fehlende Aufstockbarkeit durch Zusatzversicherungen, mögliche Leistungsanpassungen bei GKV-Kürzungen sowie die Kosten, die trotz Sozialcharakter steigen können und die Rückkehr in hochwertigere Tarife erschweren.
Wie kann ich in den Basistarif meiner privaten Krankenversicherung (PKV) wechseln?
Wenn Du Dir die private Krankenversicherung (PKV) nicht mehr leisten kannst, kannst Du in den Basistarif wechseln. Bist Du ab 2009 in die PKV eingetreten, muss Dich die Versicherung im Basistarif aufnehmen. Der Basistarif kostet höchstens 942,64 Euro im Monat.
Wie teuer ist der Standardtarif in der PKV?
Der Standardtarif in der PKV hat einen gesetzlichen Höchstbeitrag, der sich an der Beitragsbemessungsgrenze der GKV orientiert und für 2025 bei ca. 804,82 € monatlich lag, wobei er sich jährlich anpasst (z.B. 2026 bei ca. 848,62 €) und je nach Versicherungsdauer günstiger sein kann, da er Leistungen ähnlich dem Basistarif bietet, aber oft günstiger ist und keine Gesundheitsprüfung erfordert. Sozialhilfeberechtigte erhalten oft Zuschüsse oder eine 50%ige Reduzierung des Beitrags.
So kannst Du von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln!
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Was ist besser, Basis- oder Standardtarif?
Der Standardtarif ist meist günstiger und für langjährig privat Versicherte gedacht, da er sich an den Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) orientiert, aber oft niedrigere Beiträge durch Alterungsrückstellungen ermöglicht. Der Basistarif ist teurer, bietet aber ein höheres Leistungsspektrum (z.B. mehr Psychotherapie), ist auch für Hilfebedürftige zugänglich und der maximale Beitrag ist begrenzt, wobei Sozialhilfeträger oft Zuschüsse leisten. Die bessere Wahl hängt von Ihrer Situation ab: Standardtarif für günstige GKV-ähnliche Absicherung, Basistarif für mehr Leistungen bei sozialer Bedürftigkeit.
Wie hoch ist der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung im Basistarif 2025?
Der Basistarif der PKV (Private Krankenversicherung) wird 2025 angepasst: Der Höchstbeitrag steigt auf maximal 942,64 € pro Monat (plus Pflegebeitrag) und ist gedeckelt durch den GKV-Höchstbeitrag, mit der Option auf eine Halbierung bei Hilfebedürftigkeit (halber Beitrag: 471,32 €), wobei auch hier ein Arbeitgeberzuschuss möglich ist. Ab Juli 2025 kommt es zu einer weiteren Anpassung des Beitrags, die sich besonders bei Rentnern bemerkbar macht und auf den gestiegenen Leistungsausgaben basiert, mit möglichen Erhöhungen im Basistarif um etwa 25 %.
Kann man jederzeit in den Basistarif wechseln?
Wenn sich jedoch herausstellt, dass durch den vereinbarten Selbstbehalt der Versicherungsbeitrag nicht angemessen reduziert wird, kann der Versicherte jederzeit eine Umstellung in den Basistarif ohne Selbstbehalt verlangen.
Was kann ich tun, wenn meine private Krankenversicherung zu teuer wird?
Wenn die private Krankenversicherung (PKV) zu teuer wird, sollten Sie einen internen Tarifwechsel bei Ihrer aktuellen Versicherung prüfen, da dort Altersrückstellungen erhalten bleiben, oder in den Standard-/Basistarif wechseln, um Leistungen anzupassen, oder bei Erfüllung der Voraussetzungen in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zurückkehren, um die Beiträge zu senken. Eine weitere Möglichkeit ist die Erhöhung des Selbstbehalts, um den monatlichen Beitrag zu reduzieren.
Wer kommt in den Basistarif?
Der Basistarif ist ein Sozialtarif der Privaten Krankenversicherung (PKV) und steht Versicherten offen, die im Sinne des Sozialrechts hilfebedürftig sind. Der Leistungsumfang ist vergleichbar mit dem der gesetzlichen Krankenversicherung.
Warum dürfen Patienten im Basis- bzw. Standardtarif nur Vertragsärzte aufsuchen?
Der Leistungsumfang entspricht dem der gesetzlichen Krankenkassen. Wer im Basistarif versichert ist, darf deswegen keine reinen Privatärzte aufsuchen, sondern muss Ärzte mit Kassenzulassung („Vertragsärzte“) wählen, wenn er die Kosten für die Behandlung erstattet bekommen will.
Was ist im Alter besser, gesetzliche KV oder privat?
Im Alter gilt: Die GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) bietet durch die Familienversicherung und Einkommensabhängigkeit Stabilität, ist aber für Rentner mit kleiner Rente oft die beste Wahl. Die PKV (Private Krankenversicherung) punktet mit besserer medizinischer Versorgung und kalkulierbaren Beiträgen durch Alterungsrückstellungen, wird aber im Alter teurer, wenn man nicht vorgesorgt hat; hier sind gute Vorsorge (Rürup-Rente), ein Wechsel in günstigere Tarife oder der Rückweg in die GKV (wenn möglich) wichtig, da der Wechsel zurück oft schwierig ist.
Was passiert, wenn man die PKV nicht mehr bezahlen kann?
Wenn Sie Ihre PKV-Beiträge nicht mehr zahlen können, werden Sie nach Mahnungen in den Notlagentarif umgestellt, der nur akute Krankheiten, Schmerzzustände sowie Mutter- und Kinderleistungen abdeckt, bis Sie die Schulden begleichen. Wichtig ist, dass Sie nie den gesamten Versicherungsschutz verlieren, aber Sie müssen aktiv werden: Verhandeln Sie mit dem Versicherer über Stundung oder Ratenzahlung, prüfen Sie einen Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder schauen Sie, ob ein Tarifwechsel innerhalb der PKV möglich ist, um Ihre Kosten zu senken.
Was kostet ein Standardtarif?
Im Schnitt kostet der Standardtarif der privaten Krankenversicherung rund 500 Euro pro Monat. Dabei ist der Maximalbeitrag aber auf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung ohne Zusatzbeitrag begrenzt. Im Jahr 2025 liegt der Höchstbeitrag im Standardtarif bei 804,83 Euro im Monat.
Welche Nachteile hat der Basistarif der privaten Krankenversicherung?
Der PKV-Basistarif bietet zwar eine GKV-nahe Grundversorgung ohne Risikozuschläge, hat aber erhebliche Nachteile: eingeschränkte Arzt- und Zahnarztwahl (oft nur Kassenärzte, die GKV-Sätze akzeptieren), schwierige Rückkehr in leistungsstärkere Tarife (erneute Gesundheitsprüfung), fehlende Komfortleistungen (Chefarzt, Einzelzimmer), keine Familienversicherung und die Gefahr, dass Beiträge trotzdem steigen können, was ihn für viele schlechter als den Standardtarif macht.
Wie viel kostet eine private Krankenversicherung ab 55 Jahren?
Eine private Krankenversicherung (PKV) kostet für über 55-Jährige oft zwischen 600 und über 1.000 Euro monatlich, abhängig von Tarif, Gesundheitszustand und Anbieter, da die Altersrückstellungen mit zunehmendem Alter weniger wirken und Beiträge steigen können, wobei Einsteigertarife meist günstiger sind, aber auch höhere Beiträge möglich sind, wenn man mit Vorerkrankungen einsteigt. Für den Einstieg ab 55 sind Tarife oft ab ca. 300 € (günstig, mit Gesundheitsfragen) bis 800 € (Standard) möglich, aber das Alter verkürzt die Zeit für den Aufbau von Altersrückstellungen, was die Beiträge im Rentenalter stark ansteigen lässt.
Ist die PKV im Alter noch bezahlbar?
Ja, die Private Krankenversicherung (PKV) bleibt im Alter bezahlbar, wenn man richtig plant, denn sie verfügt über eingebaute Mechanismen wie Alterungsrückstellungen und Beitragsentlastungstarife, die die Kosten dämpfen sollen, aber auch der Wegfall von Leistungen wie dem Krankentagegeld und der gesetzliche Zuschlag ab 60 reduzieren die Beiträge, sodass die Angst vor unbezahlbaren Kosten oft unbegründet ist.
Wird die PKV 2025 teurer?
Ja, es gab und gibt spürbare PKV-Beitragserhöhungen für 2025, mit durchschnittlich etwa 18 % Steigerung, die über 5 Millionen Menschen betreffen; Gründe sind gestiegene Gesundheitskosten, und Betroffene können von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, um zu wechseln, insbesondere bei Erhalt der Mitteilung bis Ende des Monats, wobei auch Sozialtarife angepasst wurden.
Welche gesetzliche Krankenkasse ist die teuerste?
Die teuerste gesetzliche Krankenkasse ist nicht immer dieselbe, da die Zusatzbeiträge jährlich angepasst werden; für 2026 gehören jedoch die BKK Pfalz (mit bis zu 18,5% 2024, aber neuere Daten zeigen höhere Sätze für 2026 wie die BKK24 mit 4,39% Zusatzbeitrag) oder Mobil Krankenkasse, BKK VerbundPlus zu den Spitzenreitern mit über 18,4%, während andere Kassen wie BKK Wirtschaft & Finanzen oder die AOK Nordost ebenfalls sehr hohe Zusatzbeiträge erheben können, die den Gesamtbeitragssatz auf über 17% bringen.
Wann kann ich in den Standardtarif der PKV wechseln?
Sie können in den PKV-Standardtarif wechseln, wenn Sie vor dem 1. Januar 2009 in die PKV eingetreten sind, mindestens 10 Jahre durchgehend privat versichert waren, (meist) einen Bisex-Tarif hatten und eine der folgenden Bedingungen erfüllen: Mindestens 65 Jahre alt, oder ab 55 mit Einkommen unter der GKV-Beitragsbemessungsgrenze (2025: 66.150 €), oder Sie beziehen eine gesetzliche Rente und Ihr Einkommen liegt unter dieser Grenze.
Was ist besser, der Standardtarif oder der Basistarif?
Der Standardtarif ist meist günstiger und für langjährig privat Versicherte gedacht, da er sich an den Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) orientiert, aber oft niedrigere Beiträge durch Alterungsrückstellungen ermöglicht. Der Basistarif ist teurer, bietet aber ein höheres Leistungsspektrum (z.B. mehr Psychotherapie), ist auch für Hilfebedürftige zugänglich und der maximale Beitrag ist begrenzt, wobei Sozialhilfeträger oft Zuschüsse leisten. Die bessere Wahl hängt von Ihrer Situation ab: Standardtarif für günstige GKV-ähnliche Absicherung, Basistarif für mehr Leistungen bei sozialer Bedürftigkeit.
Wie komme ich als Rentner aus der privaten Krankenversicherung raus?
Als Rentner aus der PKV in die GKV zu wechseln, ist möglich, aber an strenge Bedingungen geknüpft, primär über die 9/10-Regel (90 % gesetzliche Versicherung in der zweiten Erwerbshälfte) oder die Familienversicherung (wenn Partner in GKV versichert, Einkommen gering). Bei über 55-Jährigen wird es schwieriger; hier zählen die letzte 5 Jahre vor Rente mindestens 2,5 Jahre GKV-Versicherung oder die 9/10-Regel. Es ist ein aktiver Antrag bei der gewünschten Krankenkasse nötig, da die Prüfung nicht automatisch erfolgt.
Wie hoch ist der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung 2025?
Als Arbeitgeber zahlen Sie die Hälfte des Beitrags als Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Dabei fällt maximal der Höchstzuschuss an, den Sie auch freiwillig gesetzlich krankenversicherten Mitarbeitenden zahlen würden. 2026 sind das maximal 508,59 Euro pro Monat (2025: 471,32 Euro pro Monat).
Wie hoch ist der Basistarif in der PKV für Rentner?
Der Basistarif in der PKV für Rentner ist an den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung gekoppelt, beträgt 2026 bis zu ca. 1.017,18 € monatlich (plus Pflegeversicherung), kann aber je nach individuellen Umständen (z.B. Altersrückstellungen, Sozialhilfe) auch reduziert sein, wobei der maximale Zuschuss zur Rente 50 % des Beitrags abdeckt. Für Rentner gibt es auch einen Standardtarif, der sich am GKV-Höchstbeitrag orientiert und 2025 bei ca. 805 € lag.
Warum dürfen Patienten im Basistarif nur Vertragsärzte aufsuchen?
Warum dürfen Patienten im Basistarif nur Vertragsärzte aufsuchen? Weil der Basistarif sich inhaltlich an der gesetzlichen Krankenversicherung orientiert.
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