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Wer Böses dabei denkt?

Gefragt von: Herr Dr. Horst Holz B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2026
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"Wer Böses dabei denkt" ist die deutsche Entsprechung des französischen Spruchs "Honi soit qui mal y pense" (Beschämt sei, wer Schlechtes dabei denkt), der Devise des Hosenbandordens, und wird ironisch genutzt, um anzudeuten, dass hinter einer harmlos erscheinenden Situation ein eigennütziger oder hinterhältiger Plan steckt, den man vermutet, obwohl man vorgibt, das nicht zu tun. Es ist ein Hinweis darauf, dass eine Intrige oder ein verstecktes Motiv vermutet wird.

Woher kommt der Spruch "Ein Schelm, der Böses dabei denkt"?

Der deutsche Spruch „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ ist die Übersetzung des Wahlspruchs des englischen Hosenbandordens: „Honi soit qui mal y pense“ (Altfranzösisch für „Beschämt sei, wer Böses dabei denkt“), was auf den englischen König Eduard III. zurückgeht, vermutlich im 14. Jahrhundert. Der Ausdruck stammt also aus dem mittelalterlichen England und wurde durch den Orden bekannt, wobei „Schelm“ hier eher „Schuft“ oder „Unwürdiger“ bedeutet, nicht der heutige Spaßvogel. 

Wie geht der Spruch "Wer böses denkt"?

Das Sprichwort lautet "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt" und wird ironisch verwendet, um auszudrücken, dass man hinter einer harmlos erscheinenden Sache eine hinterhältige Absicht vermutet, die offensichtlich ist; es stammt vom französischen „Honi soit qui mal y pense“ (Schande über den, der Böses dabei denkt) ab, dem Motto des englischen Hosenbandordens, wie Wiktionary und T-Online berichten. 

Was bedeutet der Ausdruck "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt"?

"Ein Schuft, wer Böses dabei denkt" ist eine deutsche Variante des französischen Wahlspruchs des Hosenbandordens: "Honi soit qui mal y pense", was bedeutet: „Beschämt sei, wer Schlechtes dabei denkt“. Die Redewendung wird heute ironisch verwendet, um auszudrücken, dass hinter einer anscheinend harmlosen Situation tatsächlich eine verdächtige Absicht oder ein eigennütziges Motiv steckt, das man vermuten darf, wie z.B. bei einer ungewöhnlichen Beförderung oder Preiserhöhung. 

Wer denkt da was Böses?

Bedeutung hinter "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt"

Die heutige Übersetzung "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt" lehnt sich an die damalige Bedeutung an. Der Ausspruch wird ironisch verwendet, um auszudrücken, dass ein Kalkül hinter etwas vermutet wird.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

18 verwandte Fragen gefunden

Was bedeutet Honi soit qui mal y pense?

"Honi soit qui mal y pense" ist eine altfranzösische Redewendung und das Motto des englischen Hosenbandordens, was wörtlich „Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt“ bedeutet, aber meist übersetzt wird mit „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“. Es drückt aus, dass jeder, der eine böse Absicht unterstellt, selbst beschämt werden soll, da die Tat selbst unschuldig ist.
 

Was bedeutet ein Schelm sein?

Schelm ist heutzutage eine Bezeichnung für einen Witzbold oder Spaßvogel, der auf scherzhafte Art das unmöglich Scheinende zu vollbringen vorgibt und daraus seinen Vorteil zieht.

Woher kommt der Ausdruck "mein lieber Scholli"?

Erklärung. Beheimatet ist diese Anrede vor allem in benachbarten Gebieten von Frankreich, wie dem Rheinland. Der liebe Scholli soll sich dort aus dem französischen Wort "joli" abgeleitet haben. Joli heißt übersetzt hübsch/nett, der Scholli ist also ein besonders Hübscher.

Woher kommt die Redewendung?

Redewendungen stammen oft aus dem Alltag, der Geschichte, dem Handwerk oder dem Militär und haben sich über die Zeit entwickelt, um Situationen bildhaft zu beschreiben, wie z.B. „den Löffel abgeben“ vom Generationswechsel auf dem Hof oder „08/15“ vom Maschinengewehr. Ihre Herkunft ist manchmal überraschend konkret und spiegelt frühere Lebenswelten wider, wobei die ursprüngliche Bedeutung oft metaphorisch oder sogar wörtlich war, bevor sie sich veränderte. 

Wie der Schelm denkt, so ist er französisch?

"un soit qui mal en pense" Übersetzt man das mit: ein Schelm, von dem man schlechtes denkt?? "Il faut que soit ce qui est."

Wie heißt das Sprichwort "ein Schelm"?

Woher kommt der Spruch "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt"? Im Original heißt der Satz "Honi soit qui mal y pense". Das ist altfranzösisch und heißt übersetzt so viel wie "Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt".

Was ist der Spruch des Hosenbandordens?

„HONI SOIT QUI MAL Y PENSE – Verachtet sein, wer Böses dabei denkt. “ Diese Devise des britischen Hosenbandordens geht vermutlich auf einen scherzhaften Ausspruch des Ordensgründers Edward III. (1312–1377) zurück.

Was bedeutet der Hosenbandorden?

Der Hosenbandorden (engl. The Most Noble Order of the Garter) ist der älteste und ranghöchste Ritterorden Großbritanniens, gestiftet 1348 von König Eduard III.. Er ehrt Personen, die der Krone außerordentliche Dienste erwiesen haben, und ist extrem exklusiv, mit einer begrenzten Anzahl an Mitgliedern ("Knights and Ladies Companion"), einschließlich des Monarchen und des Prinzen von Wales. Das zentrale Symbol ist ein dunkelblaues Band, das bei der Aufnahme symbolisch um das Bein oder den Arm gelegt wird und das Motto "Honi soit qui mal y pense" ("Schande sei mit dem, der Böses dabei denkt") trägt.
 

Was ist ein Synonym für "Ein Schelm, wer böses dabei denkt"?

Jahrhundert war dieses jedoch ein Schimpfwort für einen ehrlosen, unehrlichen Menschen, ein Synonym für „Bösewicht, Schurke, Betrüger, Dieb, Verräter“. Dem heutigen Sprachgebrauch entspräche daher eher die Formulierung: „Ein Schuft, wer Böses dabei denkt“, oder eben „Schande über den, der Schlechtes dabei denkt“.

Woher kommt der Ausspruch "klappe zu Affe tot"?

"Klappe zu, Affe tot" stammt wahrscheinlich aus dem Zirkusmilieu, wo ein kleiner Affe in einer Kiste an der Kasse als Lockmittel diente; wenn der Affe starb, blieb die Kiste dauerhaft geschlossen (die Klappe zu), was das Ende der Vorstellung bedeutete. Heute bedeutet der Spruch, dass eine Sache endgültig und unwiderruflich abgeschlossen ist, auch wenn manche Theorien einen Ursprung im Niederdeutschen ("Apel" = offen) vermuten, was "ganz zu" bedeuten würde. 

Woher kommt der Spruch "reden ist Silber, Schweigen ist Gold"?

Das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ stammt wahrscheinlich aus dem Orient (arabische Kultur), wo ähnliche Weisheiten schon im 9. Jahrhundert bekannt waren, wobei die genaue Quelle unbekannt ist, aber die Weisheit auch bei den Römern bekannt gewesen sein könnte. Johann Gottfried Herder brachte es in die deutsche Sprache (1792), indem er schrieb: „Dem Silber gleichet die Rede, aber zu rechter Zeit schweigen ist lauteres Gold“. Die Bedeutung ist, dass Reden wertvoll (Silber) ist, aber Schweigen in bestimmten Situationen noch wertvoller (Gold) sein kann, weil es oft besser ist, etwas Unpassendes zu vermeiden. 

Warum sagt man auf 180 sein?

Mit der Redewendung "auf 180 sein" drücken Menschen aus, dass sie besonders wütend sind. Wut kann man nicht in Zahlen messen – die 180 wurde aus einem anderen Zusammenhang genommen, dem Autofahren.

Wo kommt der Ausdruck 0815 her?

Die Herkunft von "08/15" liegt im Ersten Weltkrieg und bezieht sich auf das Maschinengewehr MG 08/15, das durch Massenproduktion, schlechtere Qualität und monotone Nutzung zum Synonym für etwas Gewöhnliches, Langweiliges oder Durchschnittliches wurde, so YouTube, PAYBACK.de, QuillBot. 

Woher kommt "jetzt wird ein Schuh draus"?

Die Herkunft von „da wird ein Schuh draus“ liegt im Handwerk des Schuhmachers, speziell im Mittelalter: Früher wurden Schuhe von innen nach außen genäht und erst am Ende umgestülpt, damit die Nähte innen lagen und der Schuh eine glatte Außenseite hatte, was ihn erst tragbar machte; der Spruch bedeutet also, dass etwas erst durch eine andere, oft umgekehrte Perspektive oder Arbeitsweise sinnvoll oder fertig wird. 

Woher kommt der Begriff "mein lieber Herr Gesangsverein"?

Der Ausspruch „Mein lieber Herr Gesangsverein“ ist eine humorvolle Umschreibung, die ursprünglich anstelle von Anreden wie „Mein lieber Herr“ oder „Mein lieber Scholli“ entstand, um die direkte Anrede Gottes zu vermeiden, als Gesangsvereine im 19. Jahrhundert populär wurden. Eine verbreitete, aber wahrscheinlich unwahre Theorie besagt, Kaiser Wilhelm I. hätte 1872 so seinen Kammerdiener Karl-Heinz Gesangsverein geehrt. Die korrekte Herkunft liegt in der Umgehung religiöser Anreden durch einen allgemeinen, populären Begriff aus dem Vereinswesen. 

Woher kommt der Ausdruck "alter Schwede"?

Man sagt „Alter Schwede“, weil nach dem Dreißigjährigen Krieg erfahrene schwedische Soldaten in preußischen Diensten als Ausbilder hoch angesehen waren und ehrfurchtsvoll als „alte Schweden“ bezeichnet wurden, was sich zu einem allgemeinen Ausdruck der Überraschung oder Bewunderung für einen erfahrenen Kameraden entwickelte. Heute wird die Redewendung scherzhaft verwendet, um Erstaunen auszudrücken oder einen Kumpel anzusprechen, ähnlich wie „Mein lieber Scholli“. 

Warum sagt man "du bist ein Pappenheimer"?

"Pappenheimer" bezieht sich ursprünglich auf das alte fränkische Adelsgeschlecht von Pappenheim und dessen Soldaten, die als tapfer und loyal galten, bekannt durch Schillers Drama "Wallensteins Tod", wo Feldherr Wallenstein sagte: "Daran erkenn' ich meine Pappenheimer", was ursprünglich Anerkennung bedeutete, heute aber oft ironisch oder abwertend für "Leute kennen, die sich nicht gut benehmen" verwendet wird, wie WDR, Wikipedia und geo.de zeigen. Die Redewendung hat sich von einer militärischen Anerkennung zu einer allgemeinen Beschreibung für "Leute kennen" gewandelt, die oft Schwächen aufzeigt, so Wikipedia und Altervista Thesaurus.
 

Was heißt Schelmerei?

(eine) Boshaftigkeit · (kleine) Gemeinheit · Gestichel · Spitze · Stichelei · bissige Anspielung · böses Wort · spitze Bemerkung ● Seitenhieb fig. · ironische Bemerkung variabel · Malice geh. , veraltend, franz.

Was bedeutet ein schelmisches Lächeln?

Ein schelmisches Lächeln ist ein hintergründiges, verschmitztes oder neckisches Lächeln, das oft Geheimwissen, Amüsement oder eine leichte Bosheit ausdrückt, ohne direkt böse zu sein, sondern eher eine spielerische Listigkeit vermittelt, ähnlich einem kleinen Streich, der gerade geplant wird oder bereits stattgefunden hat. Es signalisiert: „Ich weiß etwas, was du nicht weißt“, „Gleich passiert etwas Lustiges“ oder „Ich sehe die Dinge von der humorvollen Seite“.
 

Wer sagte "Ich bin heute aber wieder ein Schelm"?

Mit Gespür für treffsicheren Witz karikierte Erhardt ("Was ich bin doch heute wieder für ein Schelm!") den Alltag seiner Zeit.

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