Wer bezahlt die pflegefreistellung?
Gefragt von: Johannes Opitz-Wiesner | Letzte Aktualisierung: 7. Februar 2026sternezahl: 4.8/5 (48 sternebewertungen)
Den sogenannten "Pflegeurlaub" (kurzzeitige Arbeitsverhinderung) zahlt die Pflegekasse der pflegebedürftigen Person in Form von Pflegeunterstützungsgeld (ca. 90 % des Nettogehalts) für bis zu 10 Tage pro Jahr, da der Arbeitgeber für diese Zeit meist keinen Lohn zahlt. Für längere Phasen wie Pflegezeit gibt es ein zinsloses Darlehen vom Staat (BafzA).
Wird Pflegeurlaub vom Arbeitgeber bezahlt?
Wenn Sie wegen der notwendigen Pflege eines erkrankten nahen Angehörigen oder eines Haushaltsmitglieds nicht arbeiten gehen können, haben Sie Anspruch auf bezahlte Pflegefreistellung. Nahe Angehörige sind: leibliche Kinder, Wahl- und Pflegekinder.
Wer zahlt das Gehalt bei Pflegefreistellung?
Das Pflegeunterstützungsgeld wird von der Pflegekasse oder dem privaten Versicherungsunternehmen der pflegebedürftigen Person gezahlt. Zu beachten ist, dass der Arbeitnehmer keine Entgeltfortzahlung von seinem Arbeitgeber erhält. In dem Fall verliert der Arbeitnehmer seinen Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld.
Wer zahlt bei Freistellung Krankenkasse?
Bei einer Freistellung zahlt bei bezahltem Urlaub der Arbeitgeber weiter die Sozialversicherungsbeiträge, solange das Arbeitsverhältnis läuft; bei unbezahltem Urlaub zahlt der Arbeitgeber nur für den ersten Monat, danach muss sich der Arbeitnehmer selbst versichern (z.B. über Familienversicherung oder freiwillige gesetzliche/private Versicherung), sonst droht eine Versicherungslücke.
Wer bezahlt Sonderurlaub für pflegende Angehörige?
Sonderurlaub für pflegende Angehörige wird nicht vom Arbeitgeber bezahlt, sondern durch das Pflegeunterstützungsgeld der Pflegekasse des Pflegebedürftigen, das bis zu 10 Tage Lohnersatz (ca. 90 % des Nettogehalts) zahlt. Dieser Anspruch wird bei akuter Pflegebedürftigkeit geltend gemacht, wobei Arbeitgeber die Freistellung gewähren müssen, aber keinen Lohn zahlen. Das Pflegeunterstützungsgeld muss bei der Pflegekasse beantragt werden und erfordert eine ärztliche Bescheinigung.
Ihr Recht auf Pflegefreistellung
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Wer zahlt Urlaub für pflegende Angehörige?
Sonderurlaub für pflegende Angehörige wird nicht vom Arbeitgeber bezahlt, sondern durch das Pflegeunterstützungsgeld der Pflegekasse des Pflegebedürftigen, das bis zu 10 Tage Lohnersatz (ca. 90 % des Nettogehalts) zahlt. Dieser Anspruch wird bei akuter Pflegebedürftigkeit geltend gemacht, wobei Arbeitgeber die Freistellung gewähren müssen, aber keinen Lohn zahlen. Das Pflegeunterstützungsgeld muss bei der Pflegekasse beantragt werden und erfordert eine ärztliche Bescheinigung.
Kann der Arbeitgeber die Pflegezeit ablehnen?
Ja, der Arbeitgeber kann eine teilweise Pflegezeit (Reduzierung der Arbeitszeit) ablehnen, wenn dringende betriebliche Gründe vorliegen; der Anspruch auf vollständige Pflegezeit (bis 6 Monate) besteht jedoch grundsätzlich, aber der Arbeitgeber kann die zeitliche Lage ablehnen, wenn dringende betriebliche Gründe bestehen, was bei einer Vereinbarung zur Teilzeit gilt und bei der vollständigen Zeit eine Einigung erfordert, wobei bei Nicht-Einigung das Arbeitsgericht entscheidet, ob die Gründe wirklich dringlich sind.
Wer zahlt bei Freistellung durch den Arbeitgeber?
Wer zahlt bei einer Freistellung? Grundsätzlich zahlt der Arbeitgeber, da er seine Lohnfortzahlungspflicht behält, oft durch den sogenannten Annahmeverzug, besonders bei einseitiger Freistellung. Es gibt jedoch bezahlte (Arbeitgeber zahlt Lohn) und unbezahlte (Arbeitnehmer erhält nichts) Freistellungen; die Art hängt von der Vereinbarung ab, meist bei Kündigung oder Aufhebungsvertrag. Bei gesetzlichen Freistellungen (z.B. Pflege) können Sozialleistungen greifen, aber die Hauptzahlung trägt meist der Arbeitgeber.
Welche Entschädigung steht mir für die Pflege meines Angehörigen zu?
Für die Betreuung von Angehörigen gibt es in Deutschland verschiedene finanzielle Leistungen, hauptsächlich das Pflegegeld (je nach Pflegegrad 347€ bis 990€ monatlich) für die häusliche Pflege, den Entlastungsbetrag (125€/Monat) für zusätzliche Unterstützung und die Rentenversicherung zahlt Beiträge, die die Rente erhöhen können. Zusätzlich gibt es das Pflegezeitgesetz, das Lohnersatzleistungen wie das Pflegeunterstützungsgeld (bis zu 10 Tage bezahlte Freistellung) und die Möglichkeit einer vollständigen Freistellung (Pflegezeit) ermöglicht. Es besteht auch die Möglichkeit einer Aufwandspauschale bei Betreuung durch anerkannte Betreuer.
Kann man sich zur Pflege eines Angehörigen krankschreiben lassen?
Nein, man kann sich nicht direkt für die Pflege eines Angehörigen krankschreiben lassen, da eine Krankschreibung die eigene Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Allerdings gibt es das Recht auf kurzzeitige Arbeitsverhinderung (bis zu 10 Tage pro Jahr), um eine akute Pflegesituation zu überbrücken, bei der eine ärztliche Bescheinigung über die Pflegebedürftigkeit des Angehörigen nötig sein kann. Bei eigener Überlastung oder Krankheit, die durch die Pflege entsteht, ist eine reguläre Krankschreibung möglich, wenn der Arzt die eigene Arbeitsunfähigkeit feststellt.
Wie beantrage ich bezahlte Pflegezeit?
Um bezahlte Pflegezeit zu beantragen, müssen Sie Ihren Arbeitgeber schriftlich informieren (meist 10 Tage vorher, bei Familienpflegezeit 8 Wochen vorher) und einen Nachweis der Pflegebedürftigkeit (Pflegegrad-Bescheid) einreichen, um Unterstützung wie Pflegeunterstützungsgeld von der Pflegekasse zu erhalten oder ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zu beantragen; dabei wird Ihr Lohn in der Regel zu 90 % ersetzt, und es besteht Sozialversicherungsschutz.
Wie viel Sonderurlaub kann ich für die Pflege von Angehörigen bekommen?
Pflegende Angehörige können bis zu 56 Tage im Jahr Verhinderungspflege (wird auch als Ersatzpflege bezeichnet) oder Kurzzeitpflege von der Pflegekasse bekommen. Verhinderungspflege kann in Anspruch genommen werden, wenn die Pflegeperson für eine zeitlich begrenzte Zeit verhindert ist.
Wer zahlt die Krankenkasse bei Pflegezeit?
Ihre private Krankenversicherung bleibt grundsätzlich während der Familienpflegezeit bestehen. Auf Antrag übernimmt die Pflegekasse der pflegebedürftigen Person in allen Pflegegraden den Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung bis zur Höhe des Mindestbeitrags wie bei den Sozialversicherten.
Was ist der Unterschied zwischen Pflegefreistellung und Pflegeurlaub?
Unterschied zwischen Pflegefreistellung und Pflegeurlaub:
Die Pflegefreistellung wird umgangssprachlich auch „Pflegeurlaub“ genannt. Geregelt wird die Pflegefreistellung im Urlaubsgesetz (UrlG) im Paragraf 16. Rechtlich gesehen handelt es sich bei der Pflegefreistellung jedoch nicht um einen Urlaubsanspruch.
Was muss ich bei Pflegefreistellung beachten?
Anspruch auf Pflegefreistellung besteht innerhalb eines Arbeitsjahres höchstens im Ausmaß einer Wochenarbeitszeit. Ist die erste Woche Pflegefreistellung zur Gänze verbraucht, kann ein Anspruch auf erweiterte Pflegefreistellung bestehen. Darüber hinaus ist ein einseitiger Urlaubsantritt möglich.
Kann man sich von der Arbeit freistellen lassen, um einen Angehörigen zu pflegen?
Ja, man kann sich für die Pflege eines nahen Angehörigen freistellen lassen, entweder durch die Pflegezeit (bis zu 6 Monate) oder die Familienpflegezeit (bis zu 24 Monate), was eine teilweise oder vollständige Freistellung ermöglicht, mit Anspruch auf ein zinsloses Darlehen zur finanziellen Absicherung und besonderem Kündigungsschutz, wobei der Arbeitgeber bei mehr als 15 Beschäftigten zustimmen muss.
Was steht pflegenden Angehörigen finanziell zu?
Die Aufwendungen der Pflegekasse für die Verhinderungspflege dürfen im Kalenderjahr aber insgesamt den Leistungsbetrag, der für die Verhinderungspflege zur Verfügung steht, nicht überschreiten. Dieser Leistungsbetrag beträgt im Jahr 2025 regulär bis zu 1.685 Euro.
Was ist ein Angehörigenbonus bei der Pflege?
Der Angehörigenbonus wird monatlich in Höhe von 134,30 Euro (Wert 2026) ausgezahlt. Vom Angehörigenbonus wird kein Krankenversicherungsbeitrag abgezogen. Der Angehörigenbonus ist steuerfrei, unpfändbar und wird zB nicht auf die Ausgleichszulage, auf Hinterbliebenenleistungen oder die Mindestsicherung angerechnet.
Was gilt als Nachweis für den Pflegepauschbetrag?
Voraussetzungen für den Pflegepauschbetrag
Zum Nachweis muss die Pflegeperson beim ersten Antrag auf den Pflegepauschbetrag dem Finanzamt den Bescheid der Pflegekasse über den festgestellten Pflegegrad der von ihr gepflegten Person vorlegen oder eine Kopie des Schwerbehindertenausweises mit dem Merkzeichen H.
Werde ich bei einer Freistellung weiter bezahlt?
Ja, eine Freistellung von der Arbeit ist oft bezahlt, da der Arbeitgeber die Lohnfortzahlungspflicht meist beibehält, besonders nach einer Kündigung, bis das Arbeitsverhältnis endet. Während der bezahlten Freistellung erhält der Arbeitnehmer sein Gehalt weiter, muss aber oft nicht mehr arbeiten. Es gibt jedoch auch unbezahlte Freistellungen (z.B. für Elternzeit) und Situationen, in denen der Lohn gekürzt werden kann, etwa bei eigener anderweitiger Arbeit.
Welche Nachteile hat eine Freistellung?
Eine Freistellung hat weitere negative Folgen: Die Führungskraft wird von den Kommunikationswegen des Unternehmens abgeschnitten, er erfährt nicht mehr, was in seiner Abteilung geschieht und hat keinen Zugriff auf wichtige Unternehmensdaten.
Wann wird eine Freistellung nicht bezahlt?
Unbezahlte Freistellung ist möglich bei gesetzlich geregelten Fällen wie Pflege naher Angehöriger, Elternzeit (bis 3 Jahre) oder Betreuung erkrankter Kinder, aber oft nur nach Ausschöpfung des bezahlten Urlaubs; auch Tarif- und Arbeitsverträge, betriebliche Übung und persönliche Auszeiten (Sabbatical, Weiterbildung) können Gründe sein, wobei hier meist die Zustimmung des Arbeitgebers erforderlich ist, es sei denn, es liegt ein Notfall vor (Brand, Rohrbruch).
Wie beantrage ich Pflegezeit beim Arbeitgeber?
Wie Sie eine Pflegezeit beantragen
Wenn Sie teilweise freigestellt werden möchten, klären Sie frühzeitig, wie Ihre Rest-Arbeitszeit für beide Seiten zufriedenstellend aufgeteilt wird. Melden Sie Ihre Pflegezeit auch schriftlich bei Ihrem Arbeitgeber an – spätestens zehn Arbeitstage vor dem Beginn Ihrer Freistellung.
Wie wirkt sich Pflegezeit auf meinen Urlaubsanspruch aus?
Bei Pflegezeit wird Ihr Urlaubsanspruch gekürzt: Bei vollständiger Freistellung kann der Arbeitgeber Ihren Jahresurlaub für jeden vollen Kalendermonat der Freistellung um ein Zwölftel kürzen (§ 4 Abs. 4 PflegeZG). Bei Teilzeit während der Pflegezeit bleibt der Anspruch grundsätzlich bestehen, sofern sich nicht die Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage ändert; wird an weniger Tagen gearbeitet, kann auch hier anteilig gekürzt werden. Zusätzlich gibt es bis zu 10 Tage bezahlten Sonderurlaub für akute Pflegefälle (kurzzeitige Arbeitsverhinderung).
Kann ich mich für die Pflege meiner Mutter krankschreiben lassen?
Kann ich mich krankschreiben lassen wenn ich meine Mutter pflege? Bei der Pflege von nahen Angehörigen kann man sich spontan für bis zu 10 Tage von der Arbeit freistellen lassen. Während dieser kurzzeitigen Arbeitsverhinderung kann man Pflegeunterstützungsgeld erhalten.
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