Welcher Paragraph regelt die Abtreibung?
Gefragt von: Änne Zimmer-Runge | Letzte Aktualisierung: 21. August 2026sternezahl: 4.4/5 (49 sternebewertungen)
Der Paragraph 218 des deutschen Strafgesetzbuchs (StGB) regelt den Schwangerschaftsabbruch als grundsätzlich rechtswidrig, macht ihn aber unter bestimmten Bedingungen straffrei: Innerhalb der ersten zwölf Wochen ist er erlaubt, wenn eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatung stattgefunden hat und eine dreitägige Bedenkzeit eingehalten wird, oder bei medizinischen/kriminologischen Gründen, wodurch er nach dem Beratungsmodell straffrei bleibt, obwohl er formal ein Straftatbestand ist. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass der Staat das ungeborene Leben schützen, aber auch das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren achten muss, was zu diesem Kompromiss führte.
Welches Gesetz regelt Abtreibung?
Strafgesetzbuch (StGB) § 218 Schwangerschaftsabbruch
1. 2. leichtfertig die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung der Schwangeren verursacht. (3) Begeht die Schwangere die Tat, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.
Welcher Artikel gilt bei Abtreibung?
Derzeit gelten für Abtreibungen die in Paragraf 218 des Strafgesetzbuches festgeschriebenen Regeln. Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich rechtswidrig. Er bleibt jedoch straffrei, wenn er in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft vorgenommen wird.
Was sagt das Grundgesetz zur Abtreibung?
Die Rechtslage in Deutschland. Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland für alle Beteiligten straffrei, wenn er nach der Beratungsregelung erfolgt (§ 218a Absatz 1 Strafgesetzbuch (StGB)) oder wenn es einen medizinischen oder kriminologischen Grund für den Abbruch gibt (§ 218a Absatz 2 und 3 StGB).
Was sagt der Paragraph 218 aus?
§ 218 des deutschen Strafgesetzbuchs (StGB) stellt den Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich unter Strafe, droht aber in der Praxis Straffreiheit an, wenn er innerhalb der ersten 12 Wochen nach Beratung erfolgt (Beratungsregelung) oder medizinische/kriminologische Gründe vorliegen, wodurch er nicht rechtswidrig, sondern straflos ist, wie in § 218a StGB geregelt, wobei die zugrunde liegende Rechtslage immer wieder Gegenstand politischer Debatten und Reformvorschläge ist, die eine Entkriminalisierung anstreben.
Abtreibung - Was regelt der Paragraph 219a? #fragBR24💡 | BR24
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In welchen Fällen ist Abtreibung erlaubt?
Ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland ist unter bestimmten Voraussetzungen straffrei möglich: In der Regel bis zur 12. Schwangerschaftswoche (14. SSW ab letzter Regelblutung) mit Beratungsschein (nach 3 Tagen Bedenkzeit) und ärztlicher Durchführung, oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation (z. B. Vergewaltigung, Gefahr für die Gesundheit der Frau) auch später, wobei hier meist eine ärztliche Bescheinigung ausreicht und keine Beratungspflicht besteht, aber die Durchführung durch einen Arzt erfolgt.
Wann ist Paragraph 218 abgeschafft worden?
"Werbeverbot" für Abtreibungen abgeschafft
Die Ampelkoalition hatte beim Thema Abtreibungen einiges bewegt. Im Jahr 2022 wurde der umkämpfte Strafrechtsparagraf 219a abgeschafft und somit das Ende des "Werbeverbots" für Abtreibungen.
Ist das Recht auf Abtreibung ein Menschenrecht?
Ja, viele Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International sehen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch als fundamental an, da es mit körperlicher Selbstbestimmung, Gesundheit und Nichtdiskriminierung zusammenhängt, auch wenn die rechtliche Situation, wie in Deutschland mit § 218 StGB, komplex bleibt und Abtreibungen grundsätzlich als rechtswidrig, aber unter bestimmten Bedingungen straffrei behandelt, was international oft kritisiert wird. Der Zugang zu sicheren Abbrüchen wird weltweit als Menschenrecht gefordert, um gefährliche, unsichere Eingriffe zu verhindern.
Was versteht man unter Artikel 258 für Abtreibung?
ARTIKEL 258. Abtreibung durch die Frau selbst oder ihre Eltern . — Eine Frau, die eine Abtreibung an sich selbst vornimmt oder zustimmt, dass eine andere Person dies tut, wird mit einer Freiheitsstrafe im mittleren und maximalen Umfang bestraft.
Bis wann darf man rechtlich abtreiben?
In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich bis zur 12. Woche nach Empfängnis straffrei, wenn eine verpflichtende Beratung (Schwangerschaftskonfliktberatung) erfolgt ist und der Abbruch durch einen Arzt vorgenommen wird; bei medizinischer oder kriminologischer Indikation kann der Abbruch auch später (bis ca. 22. Woche) straffrei sein. Mediziner diskutieren zudem eine geplante Gesetzesreform, die Abbrüche bis zur 12. Woche grundsätzlich entkriminalisieren würde, aber die aktuelle Fristenregelung bleibt bestehen.
Wer entscheidet, ob man abtreiben darf?
Die Entscheidung, ob Sie Ihre Schwangerschaft abbrechen lassen, liegt allein bei Ihnen. Diese höchstpersönliche Entscheidung kann und darf niemand anderes für Sie treffen. Schwangerschaftsabbrüche werden in verschiedenen Kulturen und Religionen unterschiedlich wahrgenommen werden.
Welche vier Ausnahmen gibt es vom Abtreibungsrecht?
Nahezu alle dieser Verbote enthalten Ausnahmen, die sich im Allgemeinen in vier Kategorien einteilen lassen: um den Tod der Schwangeren zu verhindern, wenn ein Risiko für die Gesundheit der Schwangeren besteht, wenn die Schwangerschaft das Ergebnis einer Vergewaltigung oder von Inzest ist und wenn eine letale fetale Anomalie vorliegt .
Wann ist die Spättabtreibung?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Wie lautet die neue Regelung zum Thema Abtreibung?
Die Frist von 24 Wochen bleibt unverändert, und in Ausnahmefällen kann sie überschritten werden ; • Die vom Parlament 2022 beschlossene Frist von 10 Wochen für telemedizinische Leistungen bleibt bestehen; • Für einen rechtsgültigen Schwangerschaftsabbruch sind weiterhin die Unterschriften zweier Ärzte erforderlich; • Frauen müssen weiterhin einen der folgenden Gründe erfüllen ...
Warum darf man bis zur 12. Woche abtreiben?
In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche (nach der Befruchtung, also ca. 14. SSW) grundsätzlich straffrei, weil er als weniger gravierend angesehen wird, da der Fötus noch keine eigenständige Lebensfähigkeit entwickelt hat und die Risiken für die Schwangere geringer sind, zudem die Schwangere in dieser Phase das Recht auf Selbstbestimmung stärker wiegt, während ein Abbruch danach nur bei medizinischer oder kriminologischer Indikation möglich ist. Es gibt eine Beratungspflicht und eine Wartefrist, aber der Abbruch wird nicht bestraft, wenn diese eingehalten werden.
Ist Abtreibung in Deutschland legal 2025?
Das Abtreibungsgesetz in Deutschland bleibt 2025 im Wesentlichen beim bekannten Modell des § 218 StGB: Grundsätzlich strafbar, aber bis zur 12. Schwangerschaftswoche unter bestimmten Bedingungen (Pflichtberatung und Wartezeit) straffrei, wobei 2025 intensive Debatten und Gesetzesinitiativen zur Reform liefen, die jedoch nicht zu einer Verabschiedung führten, sodass der bestehende Kompromiss – inklusive der umstrittenen dreitägigen Frist – weiterhin die Rechtslage prägt, während Forderungen nach Entkriminalisierung und besserer Versorgung anhalten.
Für wen gilt Artikel 258?
Artikel 258 AEUV ermächtigt die Europäische Kommission, die Anwendung des EU-Rechts durch die Mitgliedstaaten zu überwachen und zu kontrollieren. Ist die Kommission der Ansicht, dass ein Mitgliedstaat einer Verpflichtung nicht nachgekommen ist, kann sie ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten.
Wann ist Abtreibung eine Straftat?
In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich rechtswidrig, aber straffrei bis zur 12. Schwangerschaftswoche (gerechnet ab der letzten Regelblutung), wenn eine obligatorische Beratung bei einer anerkannten Stelle erfolgt und eine mindestens dreitägige Wartezeit zwischen Beratung und Eingriff eingehalten wird, so das Bundesverfassungsgericht und Bundestag. Ohne diese Frist und Beratung bleibt er strafbar, außer bei medizinischer (Lebens- oder Gesundheitsgefahr) oder kriminologischer Indikation (z.B. nach Vergewaltigung).
Was ist ein Beispiel für Artikel 258?
Beispiel 1:
Die Zentralregierung stellt die notwendigen Mittel und Ressourcen bereit, die Durchführung obliegt jedoch dem jeweiligen Landesgesundheitsamt . Anwendung: Gemäß Artikel 258 Absatz 1 kann der Präsident diese Verantwortung an die Landesregierung delegieren, obwohl Gesundheit primär Ländersache ist.
Welche Argumente sprechen für Abtreibung?
Hier einige Argumente der Frauenrechtsbewegung, die für das Recht auf Abtreibung sprechen: Frauen haben ein moralisches Recht, über ihren Körper selbst zu bestimmen . Das Recht auf Abtreibung ist unerlässlich für die Gleichstellung der Geschlechter. Das Recht auf Abtreibung ist unerlässlich, damit Frauen ihr volles Potenzial ausschöpfen können.
Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?
Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht.
Hat der Mann Mitspracherecht bei einer Abtreibung?
Entscheid für Abtreibung Väter haben kein Mitspracherecht bei Schwangerschaftsabbrüchen. Ein Kindsvater klagte bis vor Bundesgericht. Doch dieses hält fest: Der Mann ist nicht zur Klage berechtigt.
Wie ist die aktuelle Rechtsregelung für Schwangerschaftsabbruch in Deutschland?
Ein Schwangerschaftsabbruch, der von einem Arzt durchgeführt wurde, ist für die Schwangere auch dann nicht strafbar, wenn seit der Empfängnis nicht mehr als zweiundzwanzig Wochen verstrichen sind und zuvor eine Beratung ( § 219 StGB ) stattgefunden hat ( § 218a Absatz 4 Satz 1 StGB ).
Was ist Abschnitt 218 Absatz 1 der Verfassung?
218. Staatsgarantien (1)
(1) Die nationale Regierung, eine Provinzregierung oder eine Gemeinde darf eine Bürgschaft für ein Darlehen nur dann übernehmen, wenn die Bürgschaft den in der nationalen Gesetzgebung festgelegten Bedingungen entspricht .
Wann ist eine Abtreibung erlaubt?
In Deutschland ist eine Abtreibung grundsätzlich bis zu 12 Wochen nach der Empfängnis straffrei, wenn eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatung (mindestens 3 Tage vorher) erfolgt ist und der Abbruch durch einen Arzt vorgenommen wird. Es gibt auch Ausnahmen (Indikationen), wie medizinische oder kriminologische Gründe, bei denen eine Abtreibung auch nach der 12-Wochen-Frist straffrei sein kann. Der medikamentöse Abbruch ist oft bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.
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