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Welcher Frauenarzt macht Schwangerschaftsabbrüche?

Gefragt von: Rebecca Schumacher  |  Letzte Aktualisierung: 10. Juli 2026
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Um einen Frauenarzt zu finden, der Schwangerschaftsabbrüche durchführt, nutzen Sie die Online-Listen der Bundesärztekammer, des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) (familienplanung.de) und des Hilfetelefons 0800-4040020, da viele Praxen einen Abbruch anbieten, jedoch nicht alle in offiziellen Listen verzeichnet sind; eine Schwangerschaftskonfliktberatung (z. B. bei Pro Familia) hilft ebenfalls bei der Vermittlung und stellt den nötigen Beratungsschein aus.

Welche Ärzte dürfen Schwangerschaftsabbrüche durchführen?

Allerdings erfolgt dies überwiegend in theoretischer Form durch Vorlesungen und Seminare. Beratungsgespräche werden dabei eher weniger geübt. Für die Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs ist grundsätzlich jede Ärztin und jeder Arzt berechtigt.

Kann jeder Frauenarzt einen Schwangerschaftsabbruch durchführen?

Ohne Ärzte, die bereit sind, Schwangerschaften zu beenden, keine Abbrüche – so einfach ist das. Gar nicht so einfach ist die persönliche Entscheidung jeder Gynäkologin, ob sie den Eingriff machen möchte. Das Gesetz stellt es Ärztinnen und Ärzten frei, ob sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen oder nicht.

Wie sage ich meiner Frauenärztin, dass ich abtreiben möchte?

Wenn Sie beraten werden möchten, kontaktieren Sie bitte eine Beratungsstelle. Dort können Sie einen Termin vereinbaren. Den für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch erforderlichen Beratungsschein stellen nur staatlich anerkannte Beratungsstellen aus, die nach §§ 5 und 6 SchKG beraten.

Was muss ich tun, wenn ich einen Schwangerschaftsabbruch möchte?

Wenn Sie über eine Abtreibung nachdenken, müssen Sie sich zuerst an eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle wenden, um einen Beratungsschein zu erhalten, der für den Eingriff innerhalb der ersten 12 Wochen gesetzlich vorgeschrieben ist. Dort erhalten Sie Unterstützung bei der Entscheidungsfindung, Informationen zu den Methoden (medikamentös oder operativ) und können auch Hilfe bei der Kostenerstattung (z.B. durch das Bundesland) beantragen, wenn Sie wenig Einkommen haben. Nach der Beratung mit mindestens drei Tagen Wartezeit suchen Sie eine Ärztin oder Klinik auf, die den Eingriff durchführt. 

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Wo melde ich mich, wenn ich abtreiben will?

Die Schwangerschaftsberatungsstellen der AWO sind gesetzlich anerkannte Beratungsstellen nach § 219 Strafgesetzbuch (StGB) und § 5 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG). Wenn Sie eine Schwangerschaft abbrechen lassen möchten, brauchen Sie einen Beratungsschein von einer solchen staatlich anerkannten Beratungsstelle.

Wie lange muss man auf einen Abtreibungstermin warten?

Für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch in Deutschland müssen mindestens drei volle Kalendertage zwischen der obligatorischen Schwangerschaftskonfliktberatung (mit Beratungsschein) und dem Eingriff liegen; der Termin selbst hängt dann von der Verfügbarkeit der Arztpraxis oder Klinik ab, wobei der Abbruch nach der Beratungsregelung bis zur 12. Schwangerschaftswoche (ca. 14. Woche nach letzter Periode) möglich ist, medikamentös aber meist früher (bis 9. Woche). Eine frühe Terminvereinbarung bei Beratungsstelle und Arzt/Klinik ist wichtig, da Wartezeiten für die Beratung und den Eingriff selbst entstehen können. 

Ist Beratung vor Abtreibung Pflicht?

Die Pflichtberatung und die Wartezeit vor einem Schwangerschaftsabbruch müssen entfallen.

Wie viel kostet eine Abtreiben-Pille?

Die Kosten für eine ambulante Abtreibung liegen zwischen 350 und 500 Euro. Ein stationärer Schwangerschaftsabbruch kostet mehr als 500 Euro. Die Kosten können nicht von der AOK übernommen werden; sie sind von der Frau selbst zu bezahlen.

Wem soll ich von meiner Abtreibung erzählen?

Studien von MSI Reproductive Choices ergaben, dass nur jede dritte Person ihrer Familie von einem Schwangerschaftsabbruch erzählt und etwa 62 % ihrem Sexualpartner davon berichten. Ob Sie Ihrem Partner, Ihrer Familie und Ihren Freunden davon erzählen, ist ganz allein Ihre Entscheidung.

Wie lange wartet man auf einen Termin für eine Abtreibung?

Für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch in Deutschland müssen mindestens drei volle Kalendertage zwischen der obligatorischen Schwangerschaftskonfliktberatung (mit Beratungsschein) und dem Eingriff liegen; der Termin selbst hängt dann von der Verfügbarkeit der Arztpraxis oder Klinik ab, wobei der Abbruch nach der Beratungsregelung bis zur 12. Schwangerschaftswoche (ca. 14. Woche nach letzter Periode) möglich ist, medikamentös aber meist früher (bis 9. Woche). Eine frühe Terminvereinbarung bei Beratungsstelle und Arzt/Klinik ist wichtig, da Wartezeiten für die Beratung und den Eingriff selbst entstehen können. 

Kann ein Frauenarzt eine Abtreibung verweigern?

Wann darf ein Arzt eine Abtreibung verweigern? Grundsätzlich darf es ein Arzt in Deutschland ablehnen, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen - auch das gewährleistet das Schwangerschaftskonfliktgesetz.

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Kann man direkt beim Frauenarzt abtreiben?

Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden („Abtreibung“). Der operative Schwangerschaftsabbruch (Absaugung) wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt.

Wann wird ein Schwangerschaftsabbruch abgelehnt?

Die Schwangere bleibt zudem straflos, wenn der Schwangerschaftsabbruch nach einer Beratung durch eine anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle von einer Ärztin oder einem Arzt vorgenommen wird und seit der Empfängnis nicht mehr als 22 Wochen verstrichen sind.

Ist ein Schwangerschaftsabbruch mit der Pille möglich?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich. Es werden dazu zwei Medikamente in Tablettenform eingesetzt: eines mit dem Wirkstoff Mifepriston und eines mit einem Prostaglandin.

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Ist die erste Abtreibung gratis?

Nein, eine erste Abtreibung ist in Deutschland grundsätzlich nicht automatisch kostenlos, aber die Kosten können für Frauen mit geringem Einkommen übernommen werden; die ärztliche Beratung und Nachsorge zahlt die Krankenkasse immer. Die Kosten für den Eingriff selbst (ca. 300–800 €) trägt man selbst, wenn das Einkommen über einer bestimmten Grenze liegt (oft < 1.500 € netto/Monat), aber man kann eine Übernahme beantragen, wenn man bedürftig ist, wobei dann das Bundesland oder die Krankenkasse zahlt. 

Wie schmerzhaft ist die Abtreibungspille?

Die Abtreibungspille kann für manche Frauen eine unangenehme Erfahrung sein. Die Abtreibungspille verursacht Unterleibsschmerzen, die mehrere Stunden andauern können. Etwa so, wie sehr starke Menstruationskrämpfe. Andere mögliche Nebenwirkungen der Abtreibungspille sind Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und Durchfall.

Wo melden, wenn man abtreiben will?

Vor einem Schwangerschaftsabbruch (umgangssprachlich auch Abtreibung genannt) muss sich die Frau beraten lassen. Dies geschieht in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstelle. Die Beratung soll ergebnisoffen sein.

Warum darf man bis zur 12. Woche abtreiben?

In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche (nach der Befruchtung, also ca. 14. SSW) grundsätzlich straffrei, weil er als weniger gravierend angesehen wird, da der Fötus noch keine eigenständige Lebensfähigkeit entwickelt hat und die Risiken für die Schwangere geringer sind, zudem die Schwangere in dieser Phase das Recht auf Selbstbestimmung stärker wiegt, während ein Abbruch danach nur bei medizinischer oder kriminologischer Indikation möglich ist. Es gibt eine Beratungspflicht und eine Wartefrist, aber der Abbruch wird nicht bestraft, wenn diese eingehalten werden. 

Wer entscheidet, ob man abtreiben darf?

Die Entscheidung, ob Sie Ihre Schwangerschaft abbrechen lassen, liegt allein bei Ihnen. Diese höchstpersönliche Entscheidung kann und darf niemand anderes für Sie treffen. Schwangerschaftsabbrüche werden in verschiedenen Kulturen und Religionen unterschiedlich wahrgenommen werden.

Wann ist es zu spät, um abzutreiben?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Was ist besser, medikamentöse oder operative Abtreibung?

Es gibt keine pauschal "bessere" Methode; sowohl medikamentöse als auch operative Abtreibungen sind sehr sicher, aber sie unterscheiden sich in Ablauf, Dauer und dem Erleben für die Frau, wobei die Wahl oft von der Schwangerschaftswoche und den persönlichen Präferenzen abhängs, betont www.familienplanung.de und www.familienplanung.de. Der medikamentöse Abbruch dauert länger (mehrere Tage), fühlt sich natürlicher an und erfordert keine Narkose, kann aber stärkere Blutungen und Krämpfe verursachen, während der operative Abbruch (Absaugung) schneller unter Narkose abläuft und meist leichtere Blutungen nach sich zieht, aber ein kleinerer Eingriff ist. Die Entscheidung sollte nach ausführlicher ärztlicher Beratung getroffen werden, oft ist bis etwa zur 9. Woche die Wahl zwischen beiden Methoden möglich, danach muss operativ abgebrochen werden. 

Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

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