Welcher Blutdruck bei Schilddrüsenunterfunktion?
Gefragt von: Beate Wiedemann-Hildebrandt | Letzte Aktualisierung: 22. April 2026sternezahl: 4.8/5 (23 sternebewertungen)
Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) beeinflusst den Blutdruck oft, indem sie den diastolischen (unteren) Wert erhöht, während der Puls langsamer wird, da die Schilddrüsenhormone den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System beeinflussen. Paradoxerweise kann es in der Anfangsphase einer Hashimoto-Thyreoiditis auch zu Bluthochdruck (Hypertonie) mit schnellem Puls kommen. Wichtig ist, dass eine Schilddrüsenfehlfunktion eine mögliche Ursache für Bluthochdruck sein kann, der sich durch die richtige Therapie meist beheben lässt.
Wie ist der Blutdruck bei Schilddrüsenunterfunktion?
Schilddrüsenhormone beeinflussen auch das Herz. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion kommt es zu schnellerem Puls, zu erhöhtem Blutdruck und zu Herzrhythmusstörungen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es zu langsamerem Puls, einem eher niedrigen Blutdruck und auch zu Herzrhythmusstörungen.
Ist der Blutdruck bei einer Schilddrüsenunterfunktion hoch oder niedrig?
Ja, es besteht ein Zusammenhang zwischen Schilddrüsenunterfunktion und Bluthochdruck. Nicht jeder mit einer Schilddrüsenunterfunktion entwickelt Bluthochdruck , aber es ist wichtig zu wissen, dass dies vorkommen kann. Der Blutdruck kann im Laufe des Tages etwas schwanken. Bleibt er jedoch dauerhaft erhöht, spricht man von Bluthochdruck.
Welche Warnsignale gibt es bei einer Schilddrüsenunterfunktion?
Die häufigsten Symptome bei Schilddrüsenunterfunktion im Überblick
- Leistungsschwäche.
- Konzentrationsschwäche.
- dauerhafte Müdigkeit.
- erhöhte Kälteempfindlichkeit.
- Haarausfall.
- depressive Verstimmungen.
- Gewichtszunahme.
- geschwollene Glieder.
Welche Werte sind bei einer Schilddrüsenunterfunktion erhöht?
Das ist je nach Alter unterschiedlich: Ein TSH-Wert über 4 mU/l ist bei Erwachsenen bis 70 Jahre „erhöht“. Bei Menschen zwischen 70 und 80 Jahren sind TSH-Werte bis 5 mU/l, bei Menschen über 80 Jahre sogar bis 6 mU/l normal. Ein erhöhter TSH-Wert weist auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hin.
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Wie fühlt man sich bei einer Unterfunktion der Schilddrüse?
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) fühlt man sich oft müde, schlapp, antriebslos und leistungsgeschwächt, selbst nach ausreichend Schlaf, und friert leicht, da der Stoffwechsel verlangsamt ist, was auch zu Gewichtszunahme, trockener Haut, Haarausfall, Konzentrationsproblemen, Verstopfung und depressiven Verstimmungen führen kann. Die Symptome entwickeln sich oft schleichend und können auch als Depression missverstanden werden, da der Körper insgesamt herunterfährt.
Welche Werte treten bei Schilddrüsenunterfunktion auf?
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ist der TSH-Wert (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) typischerweise erhöht (oft über 4,0 mU/l), da die Hirnanhangdrüse mehr TSH ausschüttet, um die unteraktive Schilddrüse anzuregen; gleichzeitig sind oft die freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 erniedrigt (aber nicht immer sofort). Der TSH-Wert liegt oft über 2,0 mU/l, wobei Werte über 10 mU/l meist eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen (L-Thyroxin) rechtfertigen, aber auch niedrigere, anhaltend erhöhte TSH-Werte bei Symptomen oder Antikörpern behandelt werden können.
Wo tut es weh bei Schilddrüsenunterfunktion?
Sie haben Schmerzen im Bereich der Schilddrüse, die bis zu den Ohren, zum Unterkiefer, in den ganzen Kopf oder in den Brustbereich ausstrahlen können.
Was ist das eine Lebensmittel, das Sie jeden Morgen für Ihre Schilddrüse essen sollten?
1. Traditionelle Eier oder Eier-Muffin-Förmchen. Eier sind eine hervorragende Quelle für Jod und Selen, ein weiteres wichtiges Nährstoff für die Schilddrüsengesundheit.
Was sind die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion und einer Überfunktion?
Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bedeutet zu wenig Hormone (verlangsamter Stoffwechsel), was zu Müdigkeit, Gewichtszunahme und Frieren führt, während eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) zu viel Hormon produziert (beschleunigter Stoffwechsel) mit Symptomen wie Herzrasen, Gewichtsverlust, Nervosität und Schwitzen; beide können Haarausfall verursachen und erfordern eine ärztliche Diagnose (Bluttest/TSH) und Behandlung, um den Hormonhaushalt zu normalisieren.
Kann eine Schilddrüsenunterfunktion wieder verschwinden?
Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ist meist nicht heilbar, aber durch tägliche Einnahme von synthetischem Schilddrüsenhormon (Levothyroxin/L-Thyroxin) sehr gut behandelbar; die Hormone gleichen den Mangel aus, wodurch die Beschwerden wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit verschwinden und der Stoffwechsel sich normalisiert. Die Therapie ist oft lebenslang notwendig, um die Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität zu sichern.
Hat L-Thyroxin Einfluss auf den Blutdruck?
Ja, L-Thyroxin beeinflusst den Blutdruck direkt, da Schilddrüsenhormone das Herz-Kreislauf-System steuern; eine Unterdosierung kann durch Gefäßverengung den Blutdruck erhöhen, während eine Überdosierung zu Herzrasen und Bluthochdruck (besonders systolisch) führen kann, weshalb die richtige Einstellung entscheidend ist, um Herz-Kreislauf-Probleme zu vermeiden.
Hat man bei Schilddrüsenunterfunktion niedrigen Puls?
Ja, eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) verursacht häufig einen niedrigen Puls (Bradykardie), weil der Stoffwechsel verlangsamt wird, was auch zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kälteempfindlichkeit und Gewichtszunahme führt, weil die Schilddrüsenhormone das Herz-Kreislauf-System beeinflussen und dessen Leistungsfähigkeit mindern. Dieser Zusammenhang besteht, weil Schilddrüsenhormone die Herzfunktion steuern; bei Mangel verlangsamt sich der Herzschlag, die Schlagkraft nimmt ab und es kann zu Herzrhythmusstörungen kommen, was die Durchblutung beeinträchtigt. Eine ärztliche Abklärung mittels Bluttest ist wichtig, da die Symptome auch auf andere Erkrankungen hindeuten können und eine rechtzeitige Hormonersatztherapie (Levothyroxin) die Herzfunktion normalisiert.
Hat man bei Schilddrüsenunterfunktion Kreislaufprobleme?
Wird die Unterfunktion nicht behandelt, kann es zum Beispiel zu Kreislaufproblemen kommen. Manchmal erholt sich die Schilddrüse auch von selbst – zum Beispiel, wenn die Entzündung abklingt.
Welches Frühstück ist gut für die Schilddrüse?
Ein proteinreiches Frühstück bei Hashimoto stabilisiert den Blutzucker und liefert Energie für den ganzen Tag. Empfehlenswert sind griechischer Joghurt mit Nüssen, Omelett mit Gemüse oder ein Protein-Smoothie mit pflanzlichem Eiweißpulver und nährstoffreichen Zutaten.
Welches Gemüse ist nicht gut für die Schilddrüse?
Bestimmte Lebensmittel können die Hormonproduktion der Schilddrüse hemmen – etwa rohes Kohlgemüse, Soja oder Hirse. Zucker, Fast Food und Transfette dagegen fördern Entzündungen und können den Stoffwechsel zusätzlich verlangsamen.
Welche Warnsignale gibt es bei Schilddrüsenunterfunktion?
Entsprechend vielfältig können die Symptome bei einer Schilddrüsenerkrankung sein: Symptome bei einer Unterfunktion der Schilddrüse sind beispielsweise häufiges Frieren, gesteigertes Schlafbedürfnis, deutliche Gewichtszunahme, Antriebslosigkeit und Gedächtnisstörungen.
Kann die Schilddrüse Schmerzen in den Beinen verursachen?
Bei ausgeprägter Schilddrüsenunterfunktion können Gelenkschmerzen oder Muskelschmerzen, gelegentlich sogar eine Muskelschwäche auftreten.
Hat die Schilddrüse Einfluss auf die Ohren?
Vor allem bei einer Schilddrüsenunterfunktion, wenn die Schilddrüse nicht genügend Hormone für den Bedarf des Organismus erzeugt, können Schäden am Zentralnervensystem entstehen, die das Hörnervensystem beeinträchtigen und in schweren Fällen auch zu einem Hörverlust auf beiden Ohren führen können.
Was verfälscht den TSH-Wert?
Der TSH-Wert kann durch Medikamente (z.B. ASS, Heparin, Kortikoide, Biotin), Körperliche Zustände (Schwangerschaft, Leberzirrhose, Herzinsuffizienz, starkes Übergewicht, Stress), Tageszeit (Maximum morgens), Jahreszeit und Alter verfälscht oder beeinflusst werden. Besonders wichtig: Biotin (Vitamin B7) in Nahrungsergänzungsmitteln kann die Laborwerte stark verfälschen und sollte vor der Blutentnahme abgesetzt werden.
Wie fühlt man sich bei Unterfunktion der Schilddrüse?
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) fühlt man sich oft müde, schlapp, antriebslos und leistungsgeschwächt, selbst nach ausreichend Schlaf, und friert leicht, da der Stoffwechsel verlangsamt ist, was auch zu Gewichtszunahme, trockener Haut, Haarausfall, Konzentrationsproblemen, Verstopfung und depressiven Verstimmungen führen kann. Die Symptome entwickeln sich oft schleichend und können auch als Depression missverstanden werden, da der Körper insgesamt herunterfährt.
Wie hoch ist die Lebenserwartung mit einer Schilddrüsenunterfunktion?
Eine gut eingestellte Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) hat keine negative Auswirkung auf die Lebenserwartung, Betroffene können ein normales Leben führen, da die lebenslange Hormonersatztherapie (z. B. mit L-Thyroxin) die Beschwerden beseitigt und die Funktion wiederherstellt. Unbehandelt kann eine Schilddrüsenunterfunktion jedoch schwerwiegende Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben und die Lebenserwartung senken, weshalb eine frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie entscheidend sind.
Welche Nebenwirkungen hat Unterfunktion der Schilddrüse?
Klassische Zeichen sind Antriebsarmut, Abstumpfung, Verlangsamung, Gewichtszunahme, stumpfes und strohiges Haar, Haarausfall, geschwollenes Gesicht, Verstopfung, Libidoverlust, depressive Verstimmung und Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.
Wie sieht das Gesicht bei Schilddrüsenunterfunktion aus?
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wirkt das Gesicht oft aufgedunsen, teigig und geschwollen, besonders um die Augen und Augenlider, die hängen können. Die Haut ist typischerweise trocken, kühl, rau und schuppig, manchmal auch blass oder gelblich. Der Gesichtsausdruck kann insgesamt stumpf wirken, begleitet von langsamer Sprache und Heiserkeit.
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