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Welche Vitamine sind in Leitungswasser?

Gefragt von: Tim Bode  |  Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2026
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Leitungswasser enthält keine signifikanten Mengen an Vitaminen, da Vitamine wasserlösliche oder fettlösliche organische Verbindungen sind, die nicht typischerweise in Spuren im Grund- oder Oberflächenwasser vorkommen, sondern primär in Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukten zu finden sind. Es liefert jedoch wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium, Eisen und Sulfat, die je nach Region variieren.

Wie gesund ist es, nur Leitungswasser zu trinken?

Ja, Leitungswasser in Deutschland zu trinken ist gesund, kostengünstig und umweltschonend, da es streng kontrolliert wird und wichtige Mineralien wie Calcium und Magnesium liefert, wobei die Qualität meist so hoch ist, dass Filter oder Mineralwasserflaschen überflüssig sind, solange keine alten Blei- oder Kupferrohre im Haus vorhanden sind.
 

Sind Vitamine im Leitungswasser?

Während Vitamine beispielsweise schnell durch Hitze zerstört werden, ist dies bei Mineralstoffen nicht der Fall. Mineralstoffe können auch durch Leitungswasser aufgenommen werden. Leitungswasser wird in Deutschland vor allem aus Grundwasser gewonnen. Wenn es regnet, versickert der größte Teil des Regenwassers im Boden.

Sind im Leitungswasser genug Mineralien?

Ja, Leitungswasser enthält wichtige Mineralien wie Kalzium und Magnesium, oft sogar genauso viel oder mehr als manche Mineralwässer, aber es reicht nicht aus, um den gesamten Mineralstoffbedarf zu decken; dafür ist eine ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln wie Gemüse, Nüssen und Milchprodukten notwendig. Der Mineralstoffgehalt variiert je nach Region (z. B. Härtegr T-Online https://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_100131738/wie-viele-mineralien-stecken-in-leitungswasser-.html). 

Welche Nährstoffe sind in Leitungswasser?

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über die Inhaltsstoffe in unserem Trinkwasser und ihre jeweilige Wirkung:

  • Hydrogencarbonat (Natron) Hilft bei Übersäuerung des Magens. ...
  • Sulfat. Regt die Verdauung an und bringt den trägen Darm wieder „in Schwung“. ...
  • Chlor (Chlorid) ...
  • Nitrat. ...
  • Calcium. ...
  • Natrium (Kochsalz) ...
  • Kalium.

Vitaminwasser – gesund oder überteuerte Mogelpackungen? | Marktcheck SWR

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Was ist gesünder, Mineralwasser oder Hahnenwasser?

Nein, Leitungswasser ist nicht pauschal ungesünder als Mineralwasser; oft ist es sogar gleichwertig oder besser, da es strenger kontrolliert wird und eine ausgewogene Ernährung für Mineralien wichtiger ist, aber Mineralwasser kann bei Mangelerscheinungen durch spezifische Mineralstoffe sinnvoll sein und hat oft einen besseren Geschmack und ist günstiger und umweltfreundlicher. Beide sind für gesunde Menschen in der Regel unbedenklich, aber Mineralwasser enthält oft mehr Mineralien (wie Kalzium und Magnesium), was bei Mangel nützlich ist, während Leitungswasser oft weniger Natrium enthält.
 

Welche Zusätze sind im Leitungswasser erlaubt?

Rund 90 Zusatzstoffe sind im Leitungswasser erlaubt

Lediglich Eisen, Schwefel und Mangan dürfen entfernt werden, da sie das Wasser zum Beispiel braun färben würden. Außerdem darf Kohlensäure entfernt oder zugesetzt werden. Die charakteristische Zusammensetzung aber darf der Abfüller nicht verändern.

Warum kein Wasser aus der Leitung trinken?

Man sollte Leitungswasser nicht trinken, wenn alte Bleirohre vorhanden sind (Schadstoffe wie Blei können ins Wasser gelangen, besonders gefährlich für Kinder), wenn das Wasser warm ist (Risiko von Legionellen, Schwermetalle lösen sich leichter) oder wenn es längere Zeit im Hahn stand (Stagnationswasser) – am besten immer erst kalt laufen lassen, bevor man trinkt. In Deutschland ist Leitungswasser meist sehr gut kontrolliert, aber in älteren Installationen und bestimmten Situationen können Risiken bestehen. 

Hat Leitungswasser genug Magnesium?

Studie: Kaum Mineralstoffe in Leitungswasser

Eine aktuelle deutsche Studie zeigt, dass weiches Leitungswasser kaum Mineralstoffe enthält. Erst Leitungswasser mit Härtegraden ab 17°dH weist nennenswerte Mengen an Kalzium und Magnesium auf – allerdings nur, wenn man es nicht mit Filtern (Ionenaustauscher) enthärtet.

Ist in Leitungswasser Medikamentenrückstände?

Ja, im Leitungswasser können Medikamentenrückstände nachgewiesen werden, da Kläranlagen diese winzigen Mengen oft nicht vollständig entfernen, aber die Konzentrationen liegen meist so niedrig (im Nanogramm-Bereich), dass sie nach aktueller Kenntnis als unbedenklich für die menschliche Gesundheit gelten, wobei das Umweltbundesamt vorsorgliche Grenzwerte empfiehlt. Es gibt jedoch Wissenslücken und Forscher fordern den Ausbau von Kläranlagen um eine vierte Reinigungsstufe (z.B. Ozonung, Aktivkohle) zur besseren Entfernung dieser sogenannten Mikroschadstoffe.
 

Ist es besser, Wasser aus der Flasche oder Leitungswasser zu trinken?

Leitungswasser ist in den meisten Fällen die bessere Wahl als Wasser aus der Flasche, da es günstiger, umweltfreundlicher (weniger CO2-Emissionen, keine Plastikflaschen) und in Deutschland strenger kontrolliert wird, oft sogar strenger als Mineralwasser. Flaschenwasser kann Mikroplastik oder hormonähnliche Stoffe enthalten und verursacht mehr Verpackungsmüll. Für persönlichen Geschmack oder Bedenken bezüglich lokaler Rohre gibt es Wasserfilter, aber im Allgemeinen ist Leitungswasser eine Top-Lösung.
 

Ist Leitungswasser calciumhaltig?

Ja, Leitungswasser enthält immer Calcium, da es ein natürlicher Bestandteil ist, der hauptsächlich durch die Auflösung von Gesteinen wie Kalkstein entsteht und den Härtegrad des Wassers bestimmt. Der genaue Gehalt variiert je nach Region stark, kann aber von wenigen Milligramm pro Liter bis zu über 100 mg/l reichen, was eine wertvolle zusätzliche Quelle für die Knochengesundheit darstellt. 

Welches Wasser empfehlen Ärzte?

Ärzte empfehlen häufig „natriumarmes“ Wasser zu trinken. Zudem enthält ein gesundes Mineralwasser Calcium und Magnesium. Ab einem Gehalt von 50 mg pro Liter darf sich ein Mineralwasser als magnesiumhaltig bezeichnen.

Warum nicht so viel Leitungswasser trinken?

Die Nieren sind so leistungsfähig, dass sie über den Tag verteilt bis zu zehn Liter Flüssigkeit verarbeiten können. Kritisch kann es werden, wenn mehrere Liter Wasser auf einmal getrunken werden. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu einer Wasservergiftung, die mit Übelkeit, Erbrechen und Schwindel einhergehen kann.

Kann Leitungswasser Mineralwasser ersetzen?

Wer gerne regionale Lebensmittel nutzt, kann daher bei der Frage, er man lieber Leitungswasser statt Mineralwasser trinken möchte, ganz klar auf Leitungswasser zurückgreifen, denn dieses stammt in Deutschland in aller Regel aus regionalen Grundwasserbrunnen beziehungsweise aus Quell- oder Oberflächenwasser.

Was ist die gesündeste Art Wasser zu trinken?

Das gesündeste Wasser ist oft Leitungswasser, da es in Deutschland topkontrolliert ist und Mineralien liefert, gefolgt von natürlichem Quellwasser mit wichtigen Mineralien, aber auch stillem Mineralwasser von Marken wie Black Forest oder K-Classic, die oft als Testsieger abschneiden und frei von Schadstoffen sind. Die Wahl hängt von Ihren Bedürfnissen ab: Leitungswasser ist günstig und sicher, Mineralwasser bietet gezielt Mineralien, aber achten Sie auf Qualität und Umweltaspekte (Flaschen). 

Ist abgekochtes Wasser gesünder als Leitungswasser?

Abgekochtes Wasser ist eine einfache und effektive Methode, Wasser trinkbar zu machen. Durch das Kochen werden Wasserverunreinigungen und potenzielle Giftstoffe abgetötet, sodass es trinkbar wird. Heißes Wasser enthält zudem weniger Schadstoffe als Leitungswasser, das Schwermetalle oder Chemikalien enthalten kann.

Sind im Leitungswasser auch Mineralien?

Ja, Leitungswasser enthält Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium und Sulfat, da es beim Durchfließen von Gesteinsschichten Mineralstoffe aufnimmt; der Gehalt variiert je nach Region und Bodenbeschaffenheit, kann aber mit dem von Mineralwasser vergleichbar oder sogar höher sein, obwohl es oft als "Kalk" abgetan wird. Einige Mineralwässer haben zwar einen höheren Gehalt, aber Leitungswasser liefert eine gute Grundversorgung und ist oft preiswerter und umweltfreundlicher. 

Was passiert, wenn man nur noch Leitungswasser trinkt?

Wenn man nur Leitungswasser trinkt, profitiert man von einer kostengünstigen, umweltfreundlichen und in Deutschland meist sehr hochwertigen Flüssigkeitsquelle, die den Körper hydriert; es kann jedoch in alten Gebäuden zu Schwermetallen (Blei, Kupfer) oder bei Verunreinigungen zu Magen-Darm-Problemen kommen, auch wenn das Wasser offiziell den Grenzwerten entspricht, weshalb eine Überprüfung der Wasserqualität im eigenen Haus wichtig ist, insbesondere bei älteren Installationen. 

Welches Land hat das beste Leitungswasser?

Es gibt nicht das eine Land mit dem besten Leitungswasser, aber Finnland, Island, die Schweiz und Österreich werden regelmäßig zu den Top-Ländern mit herausragender Qualität gezählt, dank strenger Kontrollen und natürlicher Gegebenheiten. Auch Länder wie Norwegen, die Niederlande, Großbritannien und Kroatien haben oft exzellentes Leitungswasser, wobei es in letzterem regional Geschmacksunterschiede geben kann. 

Welche Krankheiten treten durch Leitungswasser auf?

Weltweit verwenden insgesamt 1,8 Milliarden Menschen Trinkwasser, das zumindest zweitweise mit Fäkalien kontaminiert ist, berichtet die WHO. Dieses kann Erreger von Erkrankungen wie Cholera, Typhus, Hepatitis, verschiedenen Durchfallerkrankungen sowie Polio enthalten.

Ist Mineralwasser oder Leitungswasser besser?

Weder Mineral- noch Leitungswasser ist pauschal besser; beide sind in Deutschland meist von hoher Qualität, aber Leitungswasser ist günstiger, umweltfreundlicher und oft genauso mineralstoffreich wie Mineralwasser, das durch seine spezielle Mineralzusammensetzung punkten kann, aber teurer ist und Müll verursacht. Für eine ausgewogene Ernährung ist beides gut, aber Mineralwasser kann bei gezieltem Bedarf sinnvoll sein, während Leitungswasser die umweltfreundlichste Wahl ist. 

Hat Leitungswasser genug Nährstoffe?

Eine aktuelle deutsche Studie[2] zeigt, dass weiches Leitungswasser kaum Mineralstoffe enthält. Erst Leitungswässer mit Härtegraden ab 17° dH weisen nennenswerte Mengen an Calcium und Magnesium auf – allerdings nur, wenn man diese nicht mit Filtern (Ionenaustauscher) enthärtet.

Wie gesund ist Wasser aus dem Hahn?

Ja, Leitungswasser in Deutschland zu trinken ist gesund, kostengünstig und umweltschonend, da es streng kontrolliert wird und wichtige Mineralien wie Calcium und Magnesium liefert, wobei die Qualität meist so hoch ist, dass Filter oder Mineralwasserflaschen überflüssig sind, solange keine alten Blei- oder Kupferrohre im Haus vorhanden sind.