Zum Inhalt springen

Welche Versicherung zahlt bei Wasser im Keller?

Gefragt von: Ulf Jürgens  |  Letzte Aktualisierung: 27. Juni 2026
sternezahl: 4.4/5 (20 sternebewertungen)

Bei Wasser im Keller greifen je nach Ursache unterschiedliche Versicherungen: Die Hausratversicherung zahlt für Schäden an Ihren Möbeln und Gegenständen (Leitungswasser, grobe Fahrlässigkeit), die Wohngebäudeversicherung für Schäden am Haus selbst (Leitungswasser, Sturm/Hagel). Bei Schäden durch Starkregen, Hochwasser oder Rückstau benötigen Sie eine erweiterte Elementarschadenversicherung (als Zusatz für Gebäude und Hausrat), da dies nicht in der Grunddeckung enthalten ist.

Welche Versicherung zahlt Wasser im Keller?

Wenn durch (Hoch)Wasser im Keller Schäden an eigenen Gegenständen, Möbeln etc. entstehen, ist die Hausratversicherung zuständig. Kommt es zu Schäden am Gebäude, wendet man sich an die Gebäudeversicherung. Wichtig bei beiden Versicherungen: Es muss eine zusätzliche Elementarschadenversicherung abgeschlossen worden sein!

Welche Versicherung kann ich bei einem Wasserschaden im Keller geltend machen?

Bei einem Wasserschaden im Keller können Sie Schäden am Hausrat (Möbel, Elektrogeräte) über die Hausratversicherung geltend machen und Schäden am Gebäude (Wände, Boden) über die Wohngebäudeversicherung, wobei Schäden durch Leitungswasser meist abgedeckt sind, Schäden durch Starkregen oder Hochwasser aber oft nur mit zusätzlicher Elementarschadenversicherung. Als Mieter können Sie bei erheblicher Beeinträchtigung der Wohnqualität eine Mietminderung fordern, dies aber erst nach Absprache mit dem Vermieter. Dokumentieren Sie den Schaden (Fotos/Videos) und melden Sie ihn umgehend der Versicherung, bevor Sie mit Aufräum- und Trocknungsarbeiten beginnen. 

Ist Grundwasser in der Gebäudeversicherung versichert?

Schäden am Haus, die durch Grundwasser entstehen, sind weder in der Wohngebäude- noch in der Elementarschadenversicherung versichert. Werden Kellerwände durch Grundwasser nass, liegt häufig ein Baumangel oder ein Defekt vor - also kein versicherter Schaden.

Wer zahlt bei Wasserschaden im Keller?

Bei Wasserschäden im Keller einer Mietwohnung zahlt die Hausratversicherung bzw. Wohngebäudeversicherung des Vermieters. Wurde der Wasserschaden durch einen Mieter verursacht, greift unter Umständen auch dessen Haftpflichtversicherung.

Water damage through no fault of your own | Who pays? | Home contents, liability, and building in...

44 verwandte Fragen gefunden

Wer haftet bei Grundwasser im Keller?

Wer haftet bei Grundwasserschäden im Keller? Als Eigentümer des Gebäudes sind Sie für die Instandhaltung und Reparatur des Kellers verantwortlich und somit im Prinzip haftbar, wenn einem Dritten ein Schaden entsteht, z.B. einem Mieter.

Welche Wasserschaden zahlt die Gebäudeversicherung nicht?

Die Gebäudeversicherung zahlt nicht für Wasserschäden durch Elementarereignisse (Starkregen, Hochwasser), Grundwasser, Rückstau und normalen Verschleiß/mangelhafte Wartung (z.B. undichte Dächer), sowie Schäden durch grobe Fahrlässigkeit/Vorsatz, Krieg oder Kernenergie; Schäden an beweglichem Inventar wie Möbeln sind Sache der Hausratversicherung, auch wenn sie durch Leitungswasser verursacht wurden. 

Was tun, wenn Grundwasser im Keller steht?

Bei Grundwasser im Keller müssen Sie sofort das Wasser abpumpen (ggf. Feuerwehr rufen), Strom abstellen, die Versicherung informieren und anschließend einen Fachbetrieb beauftragen, um die Ursache zu finden und eine professionelle Abdichtung (Innen- oder Außenabdichtung) durchführen zu lassen, da nur so dauerhafte Schäden und Schimmel verhindert werden.
 

Wann zahlt die Elementarversicherung bei Starkregen?

Die Elementarversicherung zahlt:

wenn Oberflächenwasser in das Gebäude dringt) bei Schäden durch Rückstau (z. B. wenn Abwasser durch Sanitäranlagen in das Haus gedrückt wird, weil die Kanalisation durch Starkregen überlastet ist)

Warum zahlt meine Gebäudeversicherung bei einem Wasserschaden nicht?

Wenn die Versicherung bei einem Wasserschaden nicht zahlt, liegt es oft an vertraglichen Ausschlüssen (z. B. grobe Fahrlässigkeit, fehlende Wartung, Naturereignisse wie Hochwasser), mangelnder Dokumentation oder Fehlern im Vertrag; Betroffene sollten schriftlich fristgerecht widersprechen, einen Anwalt für Versicherungsrecht hinzuziehen und ggf. BaFin oder Ombudsmann einschalten, um den Anspruch durchzusetzen. 

Warum zahlt meine Versicherung die Kosten für eine Leckortung nicht?

Wenn die Versicherung die Leckortung nicht zahlt, liegt es oft daran, dass die Schadensursache nicht gedeckt ist (z.B. durch grobe Fahrlässigkeit oder Wartungsmängel), der Schaden zu spät gemeldet wurde, oder es sich um einen älteren Vertrag handelt, der die Leckortung ausschließt; Sie können gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen, die BaFin oder den Ombudsmann einschalten oder rechtliche Schritte prüfen. 

Was tun, wenn Wasser im Keller durch die Wand kommt?

Plötzlich steht der Keller unter Wasser, denn das Wasser drückt durch die Kellerwand. Nach dem ersten Schreck sollte der Hausherr aktiv werden, um den Schaden in Grenzen zu halten. Die wichtigste Maßnahme ist es dann, im Kellerbereich sofort und komplett den Strom abzustellen.

Kann man Keller nachträglich abdichten?

Um einen Keller nachträglich abzudichten, gibt es hauptsächlich zwei Wege: die aufwändigere Außenabdichtung, die das Freilegen der Kellerwand erfordert, und die meist bevorzugte, einfachere Innenabdichtung (z. B. mit Dichtungsschlämmen, Injektionen oder Mauersägeverfahren), die Feuchtigkeit von innen blockiert, ohne die Wände freilegen zu müssen. Die Wahl hängt von der Art der Feuchtigkeit (Bodenfeuchte, aufstauendes Sickerwasser) und der Bausubstanz ab; oft ist eine Kombination oder eine professionelle Analyse sinnvoll, um Schimmel und Bauschäden zu vermeiden.
 

Welche Versicherung zahlt Wasserschaden durch Regen?

Eine Wohngebäudeversicherung deckt Schäden durch Überschwemmungen ab, die durch Hochwasser, Sturzfluten, Starkregen oder Schneedruck entstehen – vorausgesetzt, Elementarschäden sind mitversichert. Ist Ihre Immobilie nach einem Wasserschaden unbewohnbar, kann die Versicherung Hotel- oder Unterbringungskosten übernehmen.

Was deckt die Gebäudeversicherung nicht ab?

Schäden an einem im Bau befindlichen Haus sichert die Gebäudeversicherung nicht ab. Für die Bauphase gibt es die Rohbauversicherung und die Bauherren-Haftpflicht.

Ist der Keller in der Hausratversicherung versichert?

Ja, der Keller ist grundsätzlich durch die Hausratversicherung abgedeckt, solange er nur von Ihnen genutzt wird und als zu Ihrer Wohnung gehörig gilt; bei Einbrüchen oder Wasserschäden (z. B. durch Rohrbruch) zahlt die Versicherung, aber bei grober Fahrlässigkeit (z. B. offenes Fenster) oder Schäden durch Rückstau/Überschwemmung braucht es oft Zusatzbausteine wie Elementarschäden und spezielle Sicherungen für Wertgegenstände, damit der Schutz greift.
 

Wann greift die Elementarversicherung nicht?

Schäden durch Wasser

Zwar deckt eine Elementarversicherung Schäden durch Starkregen oder Überschwemmungen ab, aber es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel sind Schäden durch Grundwasser, das direkt in den Keller eindringt, ohne dass es zu einer Überflutung des Grundstücks gekommen ist, nicht versichert.

Welche Versicherung übernimmt Schäden im Keller durch Starkregen?

Wasser im Keller nach Starkregen wird meist von der Elementarschadenversicherung übernommen, die als Zusatz zur Wohngebäude- und/oder Hausratversicherung abgeschlossen werden muss; ohne diesen Baustein zahlen die Standardversicherungen oft nicht, da Schäden durch Naturgewalten wie Starkregen und Überschwemmung nicht grundsätzlich abgedeckt sind. Die Hausratversicherung deckt Schäden am beweglichen Inventar ab, die Wohngebäudeversicherung die Bausubstanz, während die Elementarversicherung explizit Schäden durch Hochwasser, Starkregen und Grundwasseranstieg abdeckt, auch bei Wassereintritt durch Lichtschächte oder Kellerfenster (sofern keine Fahrlässigkeit vorliegt). 

Ist Grundwasserschaden in der Elementarversicherung versichert?

Ja, Schäden durch Grundwasser können über die Elementarversicherung abgedeckt werden, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen: Das Wasser muss infolge einer versicherten Überschwemmung (z.B. durch Starkregen oder Hochwasser) bis an die Erdoberfläche gestiegen und haben das Grundstück überflutet, bevor es ins Haus eindringt. Rein drückendes Grundwasser, das direkt durch Wände oder Boden in den Keller eindringt, ist in der Regel nicht versichert, es sei denn, es gibt spezielle Tarife oder einen expliziten Grundwassereinschluss, der diesen Fall abdeckt. 

Wen anrufen bei Grundwasser im Keller?

Wo rufe ich an, wenn Wasser im Keller steht? Steht der Keller unter Wasser, ist die Feuerwehr der richtige Ansprechpartner.

Welche Kosten übernimmt die Hausratversicherung bei Wasserschäden im Keller?

Sie übernimmt Schäden, die zum Beispiel durch Leitungswasser sowie Sturm und Hagel verursacht wurden. Das bedeutet: Ihre Hausratversicherung übernimmt die Kosten, wenn Wasser im Keller Ihr Hab und Gut beschädigt und dies durch ein versichertes Ereignis geschieht. Das kann zum Beispiel ein Rohrbruch sein.

Wer haftet bei Grundwasserschäden?

Für Schäden am Gebäude kommt die Wohngebäudeversicherung auf, für das bewegliche Eigentum der Bewohner die Hausratversicherung. Besteht keine Versicherung für Hochwasserschäden, muss der Eigentümer die Kosten am Gebäude und der Bewohner die Kosten an seinem Hausrat selbst tragen.

Wie lange hat eine Versicherung Zeit, einen Wasserschaden zu regulieren?

Für die Schadensregulierung eines Wasserschadens gibt es keine gesetzliche Höchstfrist, aber eine angemessene Prüffrist von 4-6 Wochen gilt als Standard, sobald alle Unterlagen vorliegen. Wichtig ist eine umgehende Meldung an die Versicherung (Hausrat oder Gebäude), Schadensbegrenzung (z.B. Wasser abstellen, trocknen lassen) und umfangreiche Dokumentation (Fotos, Rechnungen) vor Reparatur, idealerweise mit schriftlicher Freigabe der Versicherung für Handwerker. Nach Anerkennung erfolgt die Auszahlung meist schnell, bei großen Schäden sind Teilzahlungen möglich.
 

Wer ist bei Wasser im Keller zuständig?

Bei Wasser im Keller ist zuerst die Feuerwehr (nicht 112, sondern örtliche Nummer) für akute Hilfe zu rufen, dann der Vermieter (bei Mietobjekt) oder der Hausbesitzer und anschließend die Versicherungen (Hausrat für eigene Sachen, Gebäudeversicherung für Bauschäden). Die Zuständigkeit der Versicherungen hängt vom Verursacher und der Art des Schadens ab (z.B. Elementarschaden-Zusatz für Hochwasser). 

Was kann man tun, wenn die Versicherung nicht zahlen will?

Wenn Ihre Versicherung nicht zahlt, prüfen Sie das Ablehnungsschreiben, legen Sie schriftlich und fristgerecht Widerspruch mit zusätzlichen Beweisen ein, kontaktieren Sie das Beschwerdemanagement oder den kostenfreien Versicherungsombudsmann für eine Schlichtung, und bei Bedarf ziehen Sie einen Versicherungsberater oder Anwalt für Versicherungsrecht hinzu.