Zum Inhalt springen

Welche Symptome hat man bei Herzmuskelentzündung?

Gefragt von: Burkhard Hildebrandt  |  Letzte Aktualisierung: 17. Oktober 2026
sternezahl: 4.6/5 (25 sternebewertungen)

Symptome einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) sind vielfältig und oft unspezifisch, beginnen häufig mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Müdigkeit, Muskelschmerzen und können sich zu Brustschmerzen, Herzrasen, Herzstolpern und Atemnot entwickeln. Oft werden sie übersehen, da sie mild verlaufen können, aber auch Leistungsschwäche und Abgeschlagenheit sind typisch. Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Beinen können bei stärkerer Ausprägung auftreten.

Wie merkt man, ob man eine Herzmuskelentzündung hat?

Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) äußert sich oft schleichend, mit unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen und Fieber nach einem Infekt. Später können spezifischere Herzbeschwerden wie Atemnot bei Belastung, Brustschmerzen, Herzrasen oder Herzstolpern (Herzrhythmusstörungen) auftreten, oft verbunden mit Schwäche, Schwindel und Wassereinlagerungen in den Beinen. Wichtig: Da die Symptome vielfältig sind und oft erst nach Wochen nach einer Erkältung auftreten, ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich.
 

Wie merkt man, ob eine Erkältung aufs Herz geht?

Erkältungs- und Grippeviren können selten den Herzmuskel befallen und eine Myokarditis auslösen. Warnzeichen wie Müdigkeit, Schwäche, Brustschmerzen und Herzstolpern sollten ärztlich abgeklärt werden. Bei einem Infekt keinen Sport treiben und auf körperliche Anstrengungen verzichten.

Wo tut es bei Herzmuskelentzündung weh?

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) treten Schmerzen meist als drückendes Engegefühl oder Stechen hinter dem Brustbein auf, können aber auch in Arm, Hals oder Oberbauch ausstrahlen und ähneln manchmal einem Herzinfarkt, oft verbunden mit Luftnot, Herzrasen, Müdigkeit und Schwellungen in den Beinen. Die Schmerzen sind typischerweise nicht nur bei Belastung, sondern auch in Ruhe spürbar und ein sofortiger Arztbesuch ist ratsam. 

Wie fühlen sich Herzmuskelschmerzen an?

Schmerzen im Herzmuskel (oft bei einer Entzündung, Myokarditis) äußern sich als dumpfes Druck- oder Engegefühl hinter dem Brustbein, begleitet von Symptomen wie Atemnot, Herzrasen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Herzstolpern, Schwindel und manchmal grippeähnlichen Zuständen (Fieber). Diese Beschwerden können unspezifisch sein und in Arme, Hals oder Kiefer ausstrahlen, weshalb bei Brustschmerzen immer ein Arzt aufgesucht werden sollte.
 

Lebensgefahr Herzmuskelentzündung: Wenn durch Viren, Stress und Erkältung das Herz beschädigt wird

29 verwandte Fragen gefunden

Wie unterscheide ich Herzschmerzen und Verspannungen?

Herzschmerzen und Verspannungen im Brustbereich können sich ähnlich anfühlen, aber oft lassen sich Unterschiede erkennen: Verspannungsschmerzen sind meist stechend, durch Bewegung oder Druck veränderbar und auf die betroffenen Muskeln beschränkt, während echte Herzschmerzen dumpfer, drückender sein können, bei Belastung auftreten und mit Atemnot, Schwindel oder Ausstrahlung in Arm/Kiefer einhergehen können – bei Verdacht auf Herzprobleme sofort ärztliche Hilfe suchen, da nur ein Arzt die Ursache sicher klären kann.
 

Wie habt ihr eine Herzmuskelentzündung gemerkt?

Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Fieber, Husten und Schnupfen werden anfangs meist dem Infekt zugeordnet. Erste Anzeichen einer Myokarditis bemerken Betroffene meistens einige Wochen nach einer durchgemachten Infektion.

Kann eine Herzmuskelentzündung von alleine heilen?

Ja, eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) heilt in der Mehrzahl der Fälle von selbst aus, oft folgenlos, aber strikte körperliche Schonung ist entscheidend, um Komplikationen wie Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen zu vermeiden. Die wichtigste Maßnahme ist das vollständige Auskurieren von Infekten und das Vermeiden von Sport und Anstrengung für mehrere Monate, um das Herz zu schützen und eine chronische Erkrankung zu verhindern. 

Welche Symptome zeigen Frauen bei Herzbeschwerden?

Herzprobleme bei Frauen zeigen sich oft atypisch: Neben dem klassischen Brustschmerz (Druck, Enge) sind Atemnot, unerklärliche Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Oberbauch- oder Rückenschmerzen (zwischen den Schulterblättern), Schweißausbrüche, Schwäche, Ziehen in den Armen und manchmal Angstzustände, Schwindel, Kiefer- oder Nackenschmerzen häufige Symptome. Diese unspezifischen Zeichen werden oft fälschlicherweise als Magenprobleme oder Stress interpretiert, sind aber dringende Alarmsignale, die sofortige ärztliche Abklärung erfordern.
 

Was sind die Symptome eines geschwollenen Herzens?

Eine Herzvergrößerung (Dilatation des Herzens) ist eine der häufigsten Formen der Kardiomyopathie. Die häufigsten Symptome sind Atemnot und geschwollene Knöchel . Seltenere Symptome sind Schwindel und Brustschmerzen. Myokarditis ist eine Herzmuskelentzündung, die in der Regel durch Viren verursacht wird.

Ist der Blutdruck bei einer Herzmuskelentzündung hoch oder niedrig?

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kann der Blutdruck sowohl hoch als auch niedrig sein, aber **oft tritt ein niedrigerer Blutdruck (Hypotonie) zusammen mit Symptomen wie Müdigkeit, Schwindel, Herzrasen und Atemnot auf, weil das Herz geschwächt ist. Es können aber auch Herzrhythmusstörungen und Herzrasen vorkommen, die indirekt mit Blutdruckschwankungen zusammenhängen oder auch zu Bluthochdruck führen können. 

Wie äußert sich Herzhusten?

Herzhusten äußert sich durch hartnäckigen, oft trockenen Husten, der sich im Liegen und nachts verstärkt und oft mit Atemnot einhergeht, besonders beim Aufwachen. Manchmal kommt es zu rasselnden Atemgeräuschen und es kann weißlicher oder schaumiger Auswurf auftreten, da sich Flüssigkeit in der Lunge staut (Asthma cardiale/Lungenödem). Weitere Symptome sind schnelle Ermüdung, Leistungsknick und ein beschleunigter Puls. 

Wie bemerkt man eine verschleppte Erkältung?

Symptome einer verschleppten Erkältung sind oft eine längere Dauer der typischen Beschwerden (Schnupfen, Husten, Abgeschlagenheit) über 10 Tage hinaus sowie eine Wiederkehr oder Verstärkung der Symptome, was auf Folgeinfektionen wie Bronchitis (produktiver Husten, gelber Schleim) oder Nasennebenhöhlenentzündung (Gesichtsschmerzen) hindeuten kann. Ernste Warnzeichen sind hohes Fieber, Schüttelfrost, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit oder Herzrasen, die auf eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung (Myokarditis) hinweisen und sofortige ärztliche Behandlung erfordern. 

Was darf man bei Herzmuskelentzündung nicht machen?

Dauer einer Herzmuskelentzündung

Trotz vielfältiger Möglichkeiten der Behandlung gilt eine Regel immer: Patientinnen und Patienten sollten sich schonen und körperliche Belastung vermeiden. Das kann sogar Bettruhe während der akuten Phase bedeuten. Sport oder Schulsport sind mindestens drei Monate lang tabu.

Kann ein Hausarzt eine Herzmuskelentzündung feststellen?

Ja, Ihr Hausarzt ist die richtige erste Anlaufstelle bei Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und kann erste wichtige Untersuchungen wie Blutdruck messen, Herz/Lunge abhören, ein EKG schreiben und Blut abnehmen durchführen, um erste Hinweise zu finden, wird Sie aber bei Verdacht meist an einen Spezialisten (Kardiologen) überweisen, der mit Herzultraschall (Echokardiografie), Herz-MRT und ggf. einer Gewebeprobe (Biopsie) eine genaue Diagnose stellt.
 

Welche Schmerzen im Brustkorb sind eher Magenschmerzen oder Herzschmerzen?

Magenschmerzen und Herzprobleme können sich oft ähneln, da sowohl Magen-Darm-Beschwerden (wie das Roemheld-Syndrom) als auch ein Herzinfarkt (besonders bei Frauen) Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Engegefühl und Atemnot verursachen können. Während starke, anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Kiefer oder Rücken ausstrahlen, ein Notfall-Alarmzeichen sind, können unspezifische Symptome wie Oberbauchschmerzen auch auf ein Herzproblem hindeuten. Bei starken, plötzlich auftretenden oder anhaltenden Beschwerden, die Sie nicht eindeutig zuordnen können, rufen Sie sofort den Notruf (112) an, da dies lebensrettend sein kann..
 

Wie kann ich testen, ob ich Herzprobleme habe?

Herzprobleme-Tests umfassen medizinische Untersuchungen wie EKG, Herzultraschall (Echokardiographie), Bluttests (z.B. BNP, Troponin) zur Diagnose von Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt, sowie Belastungstests, die das Herz unter Stress prüfen. Online-Selbsttests und Pulsmessungen bieten erste Anhaltspunkte, ersetzen aber keine ärztliche Diagnose; sie können jedoch das Gespräch mit einem Arzt vorbereiten.
 

Wie macht sich ein stiller Herzinfarkt bei Frauen bemerkbar?

Ein stiller Herzinfarkt bei Frauen macht sich oft durch atypische, subtile Symptome bemerkbar, da die klassischen Brustschmerzen fehlen können: Dazu gehören unerklärliche Müdigkeit, Atemnot, Übelkeit/Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch, Rücken- oder Armschmerzen, Schwindel oder Schwitzen. Diese unspezifischen Anzeichen werden häufig fälschlicherweise als Stress, Verdauungsprobleme oder Erschöpfung abgetan, können aber auf einen schweren Herzschaden hindeuten und erfordern sofortige ärztliche Abklärung (Notruf 112).
 

Wie kündigen sich Herzprobleme bei Frauen an?

Herzprobleme bei Frauen äußern sich oft untypisch: Statt klassischer Brustschmerzen stehen häufig Atemnot, extreme Müdigkeit, Übelkeit/Erbrechen, Oberbauch-, Rücken-, Nacken- oder Kieferschmerzen, Schwindel und unerklärliche Angst im Vordergrund. Diese Symptome können auch auf eine Herzschwäche oder andere Herzerkrankungen hinweisen und werden leicht mit Magenproblemen oder Stress verwechselt, weshalb eine sofortige ärztliche Abklärung wichtig ist, besonders wenn sie plötzlich auftreten.
 

Wie kündigt sich eine Herzmuskelentzündung an?

Erste Anzeichen einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) sind oft unspezifisch und ähneln einer Grippe: starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, die oft mit Brustschmerzen, Atemnot, Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern einhergehen, insbesondere nach einer vorangegangenen Infektion. Da die Symptome variieren können und manchmal erst Wochen später auftreten, ist eine frühzeitige ärztliche Abklärung wichtig, besonders bei starken Brustschmerzen oder Atemnot. 

Welche Tabletten helfen gegen Herzmuskelentzündung?

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) werden je nach Ursache und Schweregrad entzündungshemmende Medikamente (wie Ibuprofen, Cortison, Colchicin) gegen die Entzündung, Betablocker zur Entlastung des Herzens, ACE-Hemmer oder Diuretika bei Herzschwäche verordnet, sowie bei bakteriellen Ursachen Antibiotika; oft ist aber vor allem strikte körperliche Schonung entscheidend. Die Therapie zielt darauf ab, die Entzündung zu bekämpfen, die Herzfunktion zu unterstützen und die Pumpleistung zu stabilisieren. 

Wie lange dauert die akute Phase einer Herzmuskelentzündung?

Die akute Phase dauert in der Regel einige Tage, während die subakute Phase Wochen bis Monate dauert.

Was passiert, wenn eine Herzmuskelentzündung unentdeckt bleibt?

Herzmuskelentzündung (Myokarditis): und mögliche FolgenDauer

Verläuft eine Myokarditis chronisch-schleichend und kann unentdeckt fortschreiten, sind schlimmstenfalls Folgen wie eine Herzinsuffizienz oder gar ein Herzversagen denkbar. Selten ist das auch bei einer akuten Herzmuskelentzündung möglich.

Wie ist der Blutdruck bei Herzmuskelentzündung?

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) ist der Blutdruck oft niedrig (hypoton), besonders wenn das Herz geschwächt ist und nicht mehr kräftig genug pumpen kann, was zu Symptomen wie Müdigkeit, Schwächegefühl und Kurzatmigkeit führen kann; auch ein schneller Puls (Tachykardie) tritt häufig auf. Der niedrige Blutdruck ist eine Folge der Herzfunktionsstörung, da das entzündete Herz das Blut nicht mehr effektiv pumpen kann, was auch zu Herzrhythmusstörungen und Atemnot führen kann.
 

Wie bekommt man eine Herzmuskelentzündung wieder weg?

Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) heilt man hauptsächlich durch konsequente körperliche Schonung über Wochen bis Monate aus, um das Herz zu entlasten und Schäden zu verhindern; je nach Ursache können entzündungshemmende Medikamente, ACE-Hemmer, Beta-Blocker oder Antibiotika (bei bakterieller Ursache) unterstützend eingesetzt werden, aber Ruhe ist das Wichtigste für das Immunsystem, bis eine vollständige Genesung durch kardiologische Kontrollen bestätigt ist.