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Welche Stunden muss der Arbeitgeber bezahlen?

Gefragt von: Frau Prof. Walburga Funke B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 30. Januar 2026
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Der Arbeitgeber muss alle tatsächlich geleisteten Stunden bezahlen, einschließlich Überstunden, die oft mit Zuschlägen oder durch Freizeitausgleich vergütet werden, sowie bestimmte Zeiten wie Bereitschaftsdienst, Pausen (Toilettengänge) und Ausfallzeiten, die dem Arbeitnehmer zuzurechne, aber nicht selbst verschuldet sind (z.B. Urlaub, Krankheit). Entscheidend ist das Arbeitszeitgesetz und der Arbeitsvertrag, wobei Tarifverträge oft spezifische Regelungen zu Überstunden vorsehen.

Was sind "bezahlte Stunden"?

Zu den bezahlten Stunden zählen alle tatsächlich geleisteten Stunden sowie Ausfallstunden der Lohn- und Gehaltsempfänger (ohne Heimarbeiter) des Unternehmens.

Wann beginnt die bezahlte Arbeitszeit?

Die Arbeitszeit beginnt, sobald der Arbeitnehmer das Firmengelände betritt. In der Praxis gestaltet es sich jedoch oftmals schwierig, den Beginn der Arbeitszeit genau im Blick zu behalten. Sofern keine elektronische Arbeitszeiterfassung vorhanden ist, fällt unpünktliches Erscheinen nicht immer auf.

Welche Überstunden muss der Arbeitgeber vergüten?

5 AZR 517/09). Folge: Hast Du Überstunden gemacht, kannst Du von Deinem Arbeitgeber verlangen, dass er sie auch bezahlt. „Überstunden werden nicht gesondert vergütet, sondern sind mit dem Gehalt abgegolten, soweit sie einen Umfang von drei Stunden pro Woche/zehn Stunden pro Kalendermonat nicht überschreiten.

Ist 160 Stunden pro Monat Vollzeit?

160 Stunden sind ein gängiger Richtwert für eine Vollzeit-Monatsarbeitszeit, oft basierend auf einer 40-Stunden-Woche mit 4 Wochen, aber der Durchschnitt liegt durch Feiertage und unterschiedliche Monatslängen meist zwischen 160 und 184 Stunden pro Monat. Es gibt keine starre gesetzliche Vorgabe, sondern die tatsächliche Stundenanzahl hängt von Tarifverträgen, Branche und dem konkreten Monat ab, wobei das Arbeitszeitgesetz nur die maximalen täglichen (8-10h) und wöchentlichen (48h) Grenzen festlegt. 

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Wie viele Stunden muss man für 520 € arbeiten?

Um 520 € zu verdienen, müssen Sie je nach Stundenlohn unterschiedlich viele Stunden arbeiten: Bei 12 € Mindestlohn sind es rund 43,3 Stunden, bei 14 € wären es ca. 37 Stunden, aber bei höheren Löhnen (wie dem aktuellen Mindestlohn von 13,90 € ab 2026) sinkt die Stundenzahl entsprechend (ca. 37,4 Stunden für 520 €). Es gibt keine feste Wochenstundenzahl, die maximale Monatsstundenzahl hängt vom konkreten Stundenlohn ab, da die 520 € als Minijob-Grenze gelten.
 

Sind 200 Arbeitsstunden im Monat erlaubt?

Wie viele Stunden dürfen Arbeitnehmer in der Woche arbeiten? Die maximale Arbeitszeit pro Woche laut Arbeitszeitgesetz beträgt 48 Arbeitsstunden, die maximale Arbeitszeit pro Monat beläuft sich auf 192 Stunden. Zur Einhaltung der wöchentlichen Arbeitszeit sind Arbeitgeber laut Arbeitsrecht verpflichtet.

Wie viele Überstunden muss man unbezahlt machen?

Die Anzahl der zulässigen unbezahlten Überstunden ist gesetzlich nicht genau festgelegt. Grundsätzlich sollten unbezahlte Überstunden jedoch nur in Ausnahmefällen geleistet werden und in angemessenem Verhältnis zur regulären Arbeitszeit stehen.

Wie viele Überstunden sind für eine Vollzeitkraft erlaubt?

Für eine Vollzeitkraft mit einer 40-Stunden-Woche sind maximal 20 Überstunden erlaubt. Das ergibt sich aus dem Arbeitszeitgesetz (§ 3 Abs. 2 ArbZG). Es regelt die Arbeitszeiten, die pro Tag und Woche erlaubt sind.

Was bedeutet 10 Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten?

Was bedeutet: Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten? „Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“ bedeutet, dass alle geleisteten Überstunden bereits durch das vereinbarte Grundgehalt abgedeckt sind und für diese Zeiten keine separaten zusätzlichen Zahlungen vorgesehen sind.

Wie viele Minuten Umkleidezeit?

Die benötigte Zeit zum Umziehen ist individuell verschieden, aber im Job oft pauschal 5 bis 15 Minuten pro Vorgang (An- und Ablegen, Wege zum/vom Arbeitsplatz), abhängig von Arbeitskleidung und Branche, und wird bei vorgeschriebener Kleidung zur bezahlten Arbeitszeit. Es gibt keine pauschale Regel, aber Gerichte orientieren sich daran, dass es "so kurz wie möglich, so lang wie nötig" dauern darf, wobei auch Wegezeiten zum Umkleideraum zählen können. Bei einem privaten Umzug sind die Zeiten viel länger und hängen von Umzugshelfern, Organisation und Menge ab. 

Wie viele Minuten früher muss ich bei der Arbeit sein?

Du musst in der Regel 5 bis 15 Minuten vor Arbeitsbeginn da sein, um dich vorzubereiten (umziehen, PC hochfahren), aber bezahlte Arbeitszeit beginnt erst mit der tatsächlichen Tätigkeit, es sei denn, es gibt eine spezielle betriebliche Regelung oder Vereinbarung. Oft wird eine Anwesenheit von 10 Minuten empfohlen, aber der Arbeitgeber darf keine unbezahlte Arbeit davor verlangen, es sei denn, dies ist vertraglich anders geregelt oder die Ankunftszeit wird minutengenau erfasst und bezahlt. 

Ist PC hochfahren Arbeitszeit?

Ja, das Hochfahren des PCs zählt grundsätzlich zur Arbeitszeit, da es eine notwendige Vorbereitungszeit (Rüstzeit) ist, um die eigentliche Arbeit aufnehmen zu können, so die herrschende Meinung im Arbeitsrecht. Diese Zeit, in der man sich für die Arbeit bereit macht (z.B. Anmelden, Programme öffnen), muss vom Arbeitgeber bezahlt werden, da sie einem fremden Bedürfnis dient, bevor die eigentliche Tätigkeit beginnt. 

Welche Zeiten zählen nicht zur Arbeitszeit?

Im Umkehrschluss ist die Zeit, in der Sie nicht arbeiten, auch nicht als Arbeitszeit anzusehen. Dazu gehören zum Beispiel private Telefongespräche, Surfen im Internet oder auch der Besuch in der Cafeteria. Ruhepausen werden ebenfalls nicht in die Arbeitszeit mit einberechnet.

Was ist ein gutes Gehalt pro stunde?

Ein guter Stundenlohn berücksichtigt Branche, Erfahrung und Jobtitel. Durchschnittlich verdienen Männer in Vollzeit 25,30 € und Frauen 20,84 €.

Ist es erlaubt, während der Arbeitszeit Essen zu holen?

Egal ob im Pausenraum oder im Büro. Die gute Nachricht vorab: Aktuell (2021) gibt es keine Gesetze, die festhalten, dass Essen im Büro oder direkt am Schreibtisch verboten ist. Es gilt also: Der Verzehr von Speisen am Arbeitsplatz an sich ist erlaubt.

Was ändert sich 2025 mit den Überstunden?

Im Koalitionsvertrag 2025 ist vorgesehen, Zuschläge für Mehrarbeit über die Vollzeitarbeit hinaus steuerfrei zu stellen. Ein Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums vom September 2025 liegt vor und sieht eine Steuerfreiheit für Überstundenzuschläge bis maximal 25 % des Grundlohns vor.

Was ist die aktuelle Regelarbeitszeit?

(4) Die Arbeitszeit darf 48 Stunden wöchentlich nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 60 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von vier Kalendermonaten oder 16 Wochen im Durchschnitt 48 Stunden wöchentlich nicht überschritten werden.

Ist eine Überstundenanordnung bei Teilzeit erlaubt?

Prinzipiell müssen Mitarbeiter in Teilzeit keine Überstunden leisten. Eine Pflicht dazu besteht zumindest nicht ohne weiteres. Denn der Arbeitgeber kann nicht ohne rechtliche Grundlage die Arbeitszeit heraufsetzen, indem er die Ableistung von Überstunden verlangt. Bei Teilzeit gilt das genauso wie bei Vollzeit.

Wie ist die gesetzliche Regelung bei Überstunden?

Gesetzlich sind Überstunden in Deutschland durch das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geregelt, das täglich maximal 8 Stunden Arbeit vorsieht, die auf 10 Stunden verlängert werden kann, sofern die Mehrarbeit innerhalb von 6 Monaten ausgeglichen wird und der Durchschnitt von 48 Wochenstunden nicht überschritten wird; der Arbeitgeber darf Überstunden nur bei vertraglicher Grundlage (Arbeits-/Tarifvertrag) anordnen, außer in Notfällen, und Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf Ausgleich oder Vergütung. Wichtig ist die Zeiterfassung und dass es keine allgemeine Obergrenze gibt, aber die Ruhezeiten (11 Std.) einzuhalten sind. 

Sind 60 Stunden pro Woche erlaubt?

Ja, eine 60-Stunden-Woche ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, aber nur vorübergehend und muss innerhalb eines Ausgleichszeitraums (meist sechs Monate) auf den gesetzlichen Durchschnitt von 48 Stunden pro Woche heruntergeregelt werden, wobei die tägliche Arbeitszeit maximal 10 Stunden betragen darf und Ruhezeiten strikt einzuhalten sind. Es gelten strenge Ausnahmen für bestimmte Berufe (z.B. Ärzte) und spezielle Regelungen durch Tarifverträge, aber der EU-Durchschnitt von 48 Stunden pro Woche muss eingehalten werden.
 

Sind Überstunden bei verkürzter Vollzeit erlaubt?

Mit den Überstunden darf nicht die Maximalarbeitszeit von 48 Stunden/Woche überschritten werden. Wenn Sie über längere Zeit regelmäßig Überstunden leisten, kann aus der Teilzeitstelle automatisch eine Vollzeitstelle werden. Überstunden müssen vergütet oder durch zusätzliche Freizeit ausgeglichen werden.

Ist eine 7-Tage-Arbeitswoche zulässig?

Nein, eine 7-Tage-Woche ist nach deutschem Arbeitsrecht grundsätzlich nicht erlaubt, da Arbeitnehmer einen garantierten Ruhetag pro Woche benötigen; Ausnahmen gibt es nur für bestimmte Branchen mit Ausgleich, aber eine durchgehende Arbeit an 7 Tagen ist die Ausnahme und muss durch Ausgleichstage kompensiert werden, wobei Arbeitgeber die Gesundheit der Beschäftigten schützen müssen. Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) legt fest, dass Arbeitnehmer innerhalb von sieben Tagen eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 24 Stunden haben müssen. 

Sind 160 Stunden im Monat Vollzeit?

Die Regeln sind meist 40 Stunden pro Arbeitswoche bei einer Beschäftigung in Vollzeit, aufgeteilt auf fünf Tage zu je acht Stunden – im Durchschnitt im Monat also 160 Stunden.

Wie viel Pause bei 8 Stunden Arbeit?

Bei 8 Stunden Arbeit müssen Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 30 Minuten Pause machen, da das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) für Arbeitszeiten von mehr als sechs bis zu neun Stunden eine Mindestruhepause von 30 Minuten vorschreibt, die in Abschnitte von mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden kann. 

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