Welche Schallschutzklasse für Fenster?
Gefragt von: Herr Prof. Arthur Albers | Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2026sternezahl: 4.3/5 (42 sternebewertungen)
Fenster haben verschiedene Schallschutzklassen (SSK), die ihren Lärmschutz in Dezibel (dB) angeben: Klasse 1 (25-29 dB) für ruhige Lagen, Klasse 3 (35-39 dB) für stärker befahrene Straßen, Klasse 4 (40-44 dB) für Hauptverkehrsstraßen und Klasse 6 (> 50 dB) für extreme Anforderungen wie Fluglärm, wobei höhere dB-Werte besseren Schutz bedeuten. Die Wahl der richtigen Klasse hängt vom Lärmpegel der Umgebung ab, der durch Verkehrsdichte oder Entfernung zur Lärmquelle definiert wird.
Welche Schallschutzklasse hat ein Fenster?
Schallschutzklasse 6: über 50 dB
Beeinträchtigungen durch Flug- oder Bahnlärm, empfehlen wir Ihnen ein Schalldämmmaß ab etwa 40 – 45 dB. Förderung für Schallschutz an Verkehrswegen: Der Schutz vor Verkehrslärm ist staatlich durch das Bundes-Imissionsschutzgesetz (BImSchG) geregelt.
Ist eine 2-fach- oder 3-fach-Verglasung besser für den Schallschutz?
Eine normale 3-fach-Verglasung dämmt den Lärm meist nur um zwei bis drei Dezibel besser als etwa eine gute 2-fach-Verglasung. Das liegt daran, dass bei beiden Varianten gleich dicke Glasscheiben verwendet werden – der Aufbau allein macht also nicht den riesigen Unterschied.
Was bedeutet die Schallschutzklasse 4 bei Fenstern?
Das bedeutet für das Fenster der Schallschutzklasse 4, dass es vom auf die Scheibe treffenden Lärm (gemessen in dB bzw. Dezibel) 40 bis 44 dB absorbiert oder ablenkt und damit nicht hindurchlässt.
Warum keine 3-fach Verglasung im Altbau?
Die eine Gruppe der Experten rät dringend davon ab, dreifach verglaste Fenster im Altbau zu nutzen. Dies führe zu Schimmel in und an den Wänden. Wenn ein Einbau geplant ist, müsse vorab auch die Außenwand gedämmt werden. Die andere Expertengruppe sieht im Einbau dreifach verglaster Fenster im Altbau kein Problem.
Schallschutz - Mehr Ruhe in den eigenen vier Wänden (Deutsch)
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Wie schalldicht müssen Fenster sein?
Verbundfenster sind üblich für die Schallschutzklassen 3 bis 5 (35 bis 50 dB), während Kastenfenster vorwiegend für hohe Schallschutzanforderungen der Klassen 5 und 6 (45 bis 60 dB) in Betracht kommen. Die Schalldämmung von Fenstern überdeckt je nach Konstruktion und Güte den weiten Bereich von etwa Rw = 20 bis 60 dB.
Welche Nachteile hat die Dreifachverglasung?
Die Nachteile der Dreifachverglasung sind höhere Anschaffungs- und Installationskosten, das höhere Gewicht (erschwert Montage, erfordert robustere Rahmen) und eine geringere Lichtdurchlässigkeit sowie ein reduzierter solaren Wärmegewinn. Zudem können sie in schlecht gedämmten Altbauten das Raumklima negativ beeinflussen und Schimmel begünstigen, weshalb oft eine umfassende Sanierung nötig ist.
Kann man Fenster schalldichter machen?
Fenster mit Schallschutzglas einsetzen
Die effektivste Variante gegen Lärm ist ein Fensterersatz. Moderne Schallschutzfenster mit drei Dichtungsebenen und entsprechendem Glas ermöglichen eine Lärmreduktion von bis zu 45 dB. Der subjektiv wahrgenommene Lärm wird dadurch um bis zu 97 % reduziert.
Welche sind die besten Schallschutzfenster?
Gemäß der VDI-Richtlinie 2719 bieten Fenster, die der Schallschutzklasse 5 oder 6 entsprechen, den besten Schallschutz. Fenster dieser Art bieten sich an, wenn Ihr Haus sich in unmittelbarer Nähe von Bahngleisen, Schnellstraßen oder einem Flughafen befindet.
Welches Material blockiert den Schall am meisten?
Je dichter und massereicher ein Material ist, desto besser blockiert es die Ausbreitung von Schallwellen. Schall kann durch dichte Materialien weniger leicht hindurchdringen, weshalb Schwerschaum und Mineralwolle mit hoher Dichte zu den besten Schalldämmmaterialien zählen.
Welche Schallschutzstufen gibt es?
Schallschutzklassen (SSK) sind standardisierte Einteilungen für Bauelemente wie Fenster und Türen, die angeben, wie gut sie Lärm dämmen, gemessen am bewerteten Schalldämmmaß (Rw) in Dezibel (dB), wobei höhere dB-Werte eine bessere Dämmung bedeuten und sich nach Lärmquellen (z.B. Straßenverkehr) richten, von SSK 1 (ca. 25-29 dB) für geringen Verkehr bis SSK 4 oder 5 (40-59 dB) für Hauptverkehrsstraßen. Es gibt auch andere Klassifizierungen wie die VDI-Richtlinie 4100 für den Gesamtkomfort in Wohngebäuden.
Wie hoch ist der Aufpreis für Schallschutzfenster?
Kosten für Schallschutzfenster
Bei Fenster der Schallschutzklasse 3 sollte man einen Aufpreis von durchschnittlich 60 Euro pro m² Fensterfläche einplanen. Bei der Klasse 5 liegt der Aufpreis bereits bei bis zu 200 Euro pro m².
Welche U-Werte haben Schallschutzfenster?
Allgemein gilt: Je niedriger der UW-Wert, desto besser ist die Wärme- dämmung des Fensters. Zukunftsfähige Fenster sollten einen UW-Wert von höchstens 0,9 W/m2K, besser noch von 0,8 W/m2K errei- chen.
Welche Schallschutzklasse haben normale Fenster?
Welche Schallschutzklasse haben normale Fenster? Normale Fenster haben einen Schallschutz von 29 dB und sind somit der Schallschutzklasse 1 zugeordnet.
Welche Schallschutzklasse haben Fenster mit Doppelverglasung?
Fenster mit normaler Doppelverglasung können bereits eine Schallschutzklasse von 2 haben und dämmen den Schall um 30-34 dB. Ein Fenster der Schallschutzklasse 3 reduziert den in den Raum eindringenden Lärm um 35-39 dB. Fenster der Schallschutzklasse 6 isolieren den Schall um mehr als 50 dB.
Was dämmt besser, Holz- oder Kunststofffenster?
Wärmedämmung ist für viele das Hauptkriterium bei der Fensterauswahl. Moderne Holz- und Kunststofffenster sind gut isoliert, doch Holz bietet leicht bessere Wärmedämmung und reguliert zudem die Raumfeuchtigkeit.
Sind 30 Jahre alte Fenster noch gut?
Nach 30 Jahren haben die meisten Fenster jedoch bereits deutliche Abnutzungserscheinungen. Die Dichtungen werden porös, die Beschläge verschleißen und die Isolierwirkung lässt erheblich nach. Selbst wenn das Fenster noch funktioniert, entspricht die Verglasung nicht mehr den heutigen Energiestandards.
Ist es besser, Fenster im Altbau 2-fach oder 3-fach verglast zu haben?
Im Altbau hängt die Wahl zwischen 2-fach und 3-fach Verglasung stark von der Dämmung ab: Bei ungedämmten Wänden ist oft eine 2-fach Verglasung besser, da sie als kontrollierte "Feuchtefalle" Feuchtigkeit an den Scheiben kondensieren lässt, was Schimmel an den Wänden verhindert; bei gedämmten Wänden oder energetischer Sanierung ist die 3-fach Verglasung wegen der deutlich besseren Dämmung (niedrigerer U-Wert) und Heizkostenersparnis vorzuziehen, erfordert aber ein angepasstes Lüftungskonzept und Dämmung der Fassade, um Schimmel zu vermeiden.
Ist Zweifachverglasung noch erlaubt?
Ja, 2-fach verglaste Fenster sind noch erlaubt. Oft erfüllen diese aber nicht die Fördervoraussetzungen (U-Wert ≤ 0,95 W/m²K). Für Förderung sind daher 3-fach verglaste Fenster notwendig.
Was kosten 10 neue Fenster mit Einbau 2025?
Fazit. 10 neue Fenster mit Einbau kosten Zwischen 7.000 und 15.000 Euro, abhängig von Material, Verglasung, Größe und Montageaufwand. Durch Förderprogramme und energieeffiziente Fenster lohnt sich die Investition langfristig.
Kann man Fenster nachträglich schallisolieren?
Kann man Fenster nachträglich schallisolieren? Ein Fenster lässt sich im Nachhinein nur sehr eingeschränkt schallisolieren. Der eigentliche Schallschutz steckt im Aufbau des Fensters selbst – also in Verglasung, Rahmen und der festen Verbindung zur Wand.
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