Welche Sachen sind Zollpflichtig?
Gefragt von: Sibylle Reiter | Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2026sternezahl: 4.8/5 (63 sternebewertungen)
Zollpflichtig sind grundsätzlich alle Waren, die aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland eingeführt werden, sobald bestimmte Wert- oder Mengenfreigrenzen überschritten werden, insbesondere bei Online-Bestellungen über 150 € Warenwert und bei Reisen über die Freimengen für Alkohol, Tabak, Parfüm oder andere Wertgegenstände hinaus (z.B. Bargeld über 10.000 €), sowie Waren mit Einfuhrbeschränkungen (z.B. Tierprodukte, gefälschte Markenartikel). Abgaben fallen oft schon unter 150 € (Einfuhrumsatzsteuer) an.
Welche Produkte sind zollpflichtig?
Man muss Waren verzollen, die aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland eingeführt werden, wenn sie bestimmte Wertgrenzen überschreiten oder bestimmten Beschränkungen unterliegen, wie z.B. bei Online-Bestellungen ab 150 € (Zoll + Einfuhrumsatzsteuer) und bei Reisen bestimmte Mengen Alkohol, Tabak oder wertvolle Gegenstände über den Freimengen (je nach Reiseart 300€/430€). Auch Bargeld über 10.000 € und bestimmte geschützte Arten (Pflanzen, Tiere, Produkte) müssen beim Zoll angemeldet werden.
Welche Waren müssen beim Zoll angemeldet werden?
Seit dem 1. Juli 1999 müssen bei Reisen innerhalb der Europäischen Union ausnahmslos alle Waren, die in einem Duty-Free-Shop gekauft worden sind, beim Zoll angemeldet und die Einfuhrabgaben (Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und eventuell Verbrauchsteuer) entrichtet werden. Es gelten keine Reisefreimengen.
Woher weiß ich, ob ich Zollgebühren zahlen muss?
Sachwert größer als 150 Euro. Ab einem Sachwert von mehr als 150 Euro werden die Abgaben nach dem Zolltarif berechnet.
Welche Waren sind zollfrei?
Warenwert bis 150 € sind bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern in die EU zollfrei, aber Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) (19 %/7 %) und ggf. Verbrauchsteuern fallen trotzdem an, es sei denn, der Händler hat das Import-One-Stop-Shop (IOSS) Verfahren genutzt. Eine frühere Grenze von 22 € für EUSt-Freiheit gibt es nicht mehr. Bei Werten über 150 € wird sowohl Zoll als auch EUSt fällig, wobei der Zoll nach Zolltarif berechnet wird. Ausgenommen von der Zollfreiheit sind immer Alkohol, Tabak, Parfüm und Kaffee, unabhängig vom Wert.
Vorsicht Zoll! Was darf ich mitnehmen und ab wann gibt es Ärger? | SAT.1 Frühstücksfernsehen
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Wie viel Zoll bei über 150 €?
Die 150-Euro-Zollfreigrenze für private Sendungen aus Nicht-EU-Ländern wird EU-weit abgeschafft, und zwar bereits ab 2026 – statt ursprünglich 2028. Das bedeutet, dass ab dann für alle Waren (außer wenigen Ausnahmen wie Alkohol, Tabak) Zoll und Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) erhoben werden, unabhängig vom Wert, wobei für Kleinsendungen pauschale Abgaben diskutiert werden und Plattformen wie Shein und Temu die Verantwortung übernehmen sollen. Bis dahin gilt: Unter 150 € ist Zoll frei, aber EUSt (19%/7%) plus ggf. Verbrauchsteuern (Alkohol, Tabak) fallen an.
Ist Kleidung zollfrei?
Nur wenn der Wert der Waren oder die Menge innerhalb der Reisefreigrenzen liegt, bleiben sie abgabenfrei. Bei Waren des täglichen Bedarfs - dazu gehört zum Beispiel auch Bekleidung - liegt diese Freigrenze bei 175 Euro. Und die ist schnell erreicht.
Wann muss man Zoll für ein Paket zahlen?
Voraussetzungen. Unabhängig von der Person des Versenders und des Empfängers sind alle Sendungen von Waren, deren Sachwert nicht höher ist als 150 Euro, zwar zollfrei (Art. 23 und 24 Zollbefreiungsverordnung), aber nicht frei von Einfuhrumsatzsteuer. Abgaben von weniger als 1 Euro werden jedoch nicht erhoben.
Welche Einfuhren sind steuerfrei?
Hiernach ist nach § 5 Abs. 1 Nr. 7 UStG steuerfrei, die Einfuhr von aus dem Drittlandsgebiet eingeführten Gegenständen in Sendungen mit einem Sachwert von höchstens 150 €, für die die Steuer im Rahmen des besonderen Besteuerungsverfahrens nach § 18k UStG (sog. IOSS-Verfahren) zu erklären ist.
Woher weiß der Zoll den Warenwert?
Der Zoll ermittelt den Warenwert primär anhand des tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Preises (Transaktionswert) aus der Rechnung, wobei auch Transport-, Versicherungs- u.ä. Kosten bis zur EU-Grenze hinzugerechnet werden können, aber nachträgliche Boni nicht zählen. Bei Internetbestellungen steht der Wert oft auf der Zollinhaltserklärung (CN22/CN23) auf dem Paket, aber der Zoll kann die Angaben überprüfen und bei Unstimmigkeiten eigene Methoden anwenden, bis hin zu statistischen Werten.
Welche Gegenstände werden in Zoll angegeben?
Welche Waren müssen beim Zoll deklariert werden?
- nicht für den Eigenbedarf bestimmte Waren.
- außerhalb der EU erworbene Waren, die die Freimengen für Tabakwaren, Alkoholika, nicht schäumende Weine, Bier und Arzneimittel und die Freigrenze für andere Waren übersteigen.
Was sind anmeldepflichtige Waren?
Anmeldepflichtige Waren einführen
Waren, die zum Handel oder zur gewerblichen Verwendung bestimmt sind, sind unabhängig von ihrem Wert immer anzumelden.
Welche Waren sind in der EU zollfrei?
"Zollfrei EU" bezieht sich hauptsächlich auf die innergemeinschaftliche Reisefreiheit innerhalb der EU (keine Zölle, aber Steuern) und Importe aus Nicht-EU-Ländern, wo Wertgrenzen (z.B. 300/430 € für Waren, strengere für Genussmittel) gelten, ab denen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer anfallen, wobei die frühere 22€-Grenze für Online-Bestellungen entfiel. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Reisen innerhalb der EU (z.B. 800 Zigaretten) und der Rückkehr aus Drittländern (z.B. 200 Zigaretten).
Welche Ware muss verzollt werden?
Man muss Waren verzollen, die aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland eingeführt werden, wenn sie bestimmte Wertgrenzen überschreiten oder bestimmten Beschränkungen unterliegen, wie z.B. bei Online-Bestellungen ab 150 € (Zoll + Einfuhrumsatzsteuer) und bei Reisen bestimmte Mengen Alkohol, Tabak oder wertvolle Gegenstände über den Freimengen (je nach Reiseart 300€/430€). Auch Bargeld über 10.000 € und bestimmte geschützte Arten (Pflanzen, Tiere, Produkte) müssen beim Zoll angemeldet werden.
Wie erfahre ich, ob mein Paket beim Zoll ist?
Um zu erfahren, ob Ihr Paket beim Zoll ist, verfolgen Sie die Sendung über die Sendungsnummer beim Versanddienstleister (DHL, FedEx, etc.) – dort sehen Sie Statusmeldungen wie „An Zoll übergeben“. Wenn es sich um eine Nicht-EU-Sendung handelt, erhalten Sie vom Paketdienstleister eine Benachrichtigung (oft per Post oder E-Mail) mit Anweisungen zur Zollabwicklung oder zur Abholung beim Zollamt. Der Zoll selbst registriert Sendungen nicht mit der Versendernummer, daher ist der Dienstleister Ihr erster Ansprechpartner.
Wie hoch sind die Zollgebühren für Waren aus China nach Deutschland?
Für China-Importe fallen in Deutschland Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) und ggf. Zoll an: Ab 150 € Warenwert kommen Zollgebühren hinzu, darunter 19 % EUSt (bereits ab 0,01 €), plus eventuelle Verbrauchssteuern für Alkohol/Tabak/Parfüm, sowie Service-Gebühren der Versanddienstleister. Der Zollsatz (0 % bis ca. 15 % oder mehr, z.B. Antidumpingzölle) hängt stark von der Ware ab (HS-Code).
Was sind zollfreie Waren?
Duty-free bedeutet ins Deutsche übersetzt „zollfrei“. Zollfrei heißt, dass zu den Warenpreisen keine Zollgebühren, Mehrwert- und Verbrauchersteuer hinzukommen. Bis vor einigen Jahren galt das für Reisen innerhalb und außerhalb Europas. Seit dem 01. Juli 1999 gibt es eine andere Regelung für Reisen innerhalb Europas.
Woher weiß ich, ob ich Einfuhrumsatzsteuer zahlen muss?
Es gibt keine Einfuhrumsatzsteuer-Freigrenze mehr. Das heißt: In der Regel fällt immer EUSt an. Bei einem Sachwert bis 150 Euro werden keine Zollgebühren, aber eine Einfuhrsteuer fällig.
Wie hoch ist die Zollgebühr?
Eine Zollgebühr ist eine Abgabe auf eingeführte Waren, die zusammen mit der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt.) und ggf. Verbrauchsteuern anfällt, wenn der Wert von Sendungen aus Nicht-EU-Ländern 150 € übersteigt oder bestimmte Waren eingeführt werden. Die Höhe variiert je nach Ware, Ursprungsland und Zolltarif; für Sendungen unter 150 € fällt zwar meist kein Zoll, aber EUSt. an.
Wie weiß ich, ob ich Zoll zahlen muss?
Das Wichtigste in Kürze: Bereits seit dem 1. Juli 2021 müssen Sie für alle Bestellungen, die aus Nicht-EU-Ländern geliefert werden, Einfuhrabgaben bezahlen. Für Sendungen unter einem Warenwert von 150 Euro müssen Sie keine Zölle zahlen. Es wird jedoch eine Einfuhrumsatzsteuer fällig.
Wie viel Zoll bei 100 Euro?
Es werden 19% Einfuhrumsatzsteuer fällig. Es gibt keine 22-Euro-Freigrenze mehr. Bei Einkäufen ab 150 Euro kann zusätzlich Zoll fällig werden.
Woher weiß ich, ob ich Zoll bei DHL zahlen muss?
Ob Sie Zoll zahlen müssen, hängt vom Warenwert und dem Herkunftsland ab: Sendungen aus Nicht-EU-Ländern sind immer ab dem ersten Cent steuerpflichtig (Einfuhrumsatzsteuer), ab 150 € kommen Zölle hinzu, die je nach Produkt variieren. DHL informiert Sie, wenn Gebühren anfallen, oft per Post oder E-Mail, und bietet Wege zur Online-Zahlung über Portale wie MyBill oder ebilling.dhl.com. Nutzen Sie den Zollrechner auf zoll.de, um die Kosten genau zu ermitteln.
Welcher Warenwert ist zollfrei?
Warenwert bis 150 € sind bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern in die EU zollfrei, aber Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) (19 %/7 %) und ggf. Verbrauchsteuern fallen trotzdem an, es sei denn, der Händler hat das Import-One-Stop-Shop (IOSS) Verfahren genutzt. Eine frühere Grenze von 22 € für EUSt-Freiheit gibt es nicht mehr. Bei Werten über 150 € wird sowohl Zoll als auch EUSt fällig, wobei der Zoll nach Zolltarif berechnet wird. Ausgenommen von der Zollfreiheit sind immer Alkohol, Tabak, Parfüm und Kaffee, unabhängig vom Wert.
Werden innerhalb der EU Zölle erhoben?
Nein, es gibt grundsätzlich keinen Zoll für Waren innerhalb der EU, da die EU eine Zollunion ist und der freie Warenverkehr gilt. Allerdings müssen bei bestimmten Genussmitteln (Alkohol, Tabak, Kaffee) und speziellen Gütern (Waffen, Feuerwerkskörper) Mengenbeschränkungen und Steuern beachtet werden, und der Warenverkehr kann aus Gründen der Sicherheit oder Gesundheit eingeschränkt sein.
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