Welche Papageien sind nicht meldepflichtig?
Gefragt von: Inge Weidner-Mertens | Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026sternezahl: 4.9/5 (47 sternebewertungen)
Nicht meldepflichtig sind vor allem häufige, nicht streng geschützte Arten wie Wellensittiche, Nymphensittiche und viele Agaporniden (Unzertrennliche) (z.B. Rosenköpfchen, Pfirsichköpfchen), die in Anlage 5 der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) gelistet sind. Auch der Halsbandsittich (Kleiner Alexandersittich) ist häufig ausgenommen, solange er privat gehalten wird, da er nur als besonders geschützt, aber nicht streng geschützt gilt. Viele andere Papageien, wie Graupapageien, sind hingegen meldepflichtig und müssen bei der Naturschutzbehörde angemeldet werden.
Sind Edelpapageien meldepflichtig?
Alle Papageien sind aufgrund von Artenschutzbestimmungen (Washingtoner Artenschutzabkommen, Bundesartenschutzverordnung) kennzeichnungs- und meldepflichtig (ausgenommen die meisten Sittiche und Agaporniden).
Welche Papageien darf man zu Hause halten?
Beliebte Papageienarten als Haustiere sind der leicht zu haltende Wellensittich und Nymphensittich, die intelligenteren und sozialeren Graupapageien (gut für Sprachtalent), die lebhaften Agaporniden (Unzertrennliche) sowie anspruchsvollere Arten wie Amazonen und Aras, die viel Platz und Erfahrung erfordern. Wichtig sind Artgerechtigkeit, ausreichend Platz, Beschäftigung und oft ein Partner, da die meisten Papageien sehr sozial sind.
Ist ein Halsbandsittich meldepflichtig?
Nein, der Halsbandsittich (Psittacula krameri) unterliegt in Deutschland keiner Meldepflicht nach dem Artenschutz, da er nicht als besonders geschützte Art eingestuft wird (anders als viele andere Papageienarten). Sie müssen also den Erwerb, die Haltung, Abgabe oder den Tod eines Halsbandsittichs nicht bei der Naturschutzbehörde melden, aber die Herkunftsnachweise (z.B. Kaufbelege) für den rechtmäßigen Erwerb sollten Sie dennoch aufbewahren, um bei Bedarf die Herkunft belegen zu können.
Sind Graupapageien meldepflichtig?
Graupapageien sind meldepflichtig!
Nicht vergessen: Du musst deinen Graupapagei unmittelbar nach der Übernahme bei der für dich zuständigen Behörde anmelden. Welche Stelle das ist, hängt von deinem Wohnort ab – dein Amtstierarzt kann dir hier weiterhelfen.
Papageien: Warum manche Papageien und Sittiche nicht auf die Hand steigen
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Welche Vögel müssen gemeldet werden?
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- Diademlori. Eos histrio. Blaustrichellori. ...
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- Arakakadu, Palmkakadu. Probosciger aterrimus.
Ist es legal, einen Papagei zu haben?
Eine Einzelhaltung kann die Vögel nicht nur schnell vereinsamen lassen, sondern auch zu Krankheiten oder Verhaltensstörungen führen. Daher ist die Einzelhaltung laut Tierschutzgesetz seit 2005 offiziell verboten. Du brauchst also mindestens zwei der Vögel, um sie artgerecht bei dir zuhause halten zu können.
Welcher Papagei eignet sich am besten als Haustier für eine Familie?
Wellensittiche gehören zu den beliebtesten Haustieren weltweit – und das aus gutem Grund. Sie sind klein, relativ pflegeleicht und unglaublich gesellig. Mit regelmäßigem Kontakt können sie sprechen lernen und Kunststücke vorführen. Ihr fröhliches Zwitschern und ihr farbenprächtiges Gefieder machen sie zu einer wahren Freude.
Ist es erlaubt, Papageien in einer Mietwohnung zu haben?
Sonderfall Papageien als Haustiere in der Mietwohnung
Noch ein Sonderfall sind Papageien: Die exotischen Vögel dürfen nur mit Genehmigung des Vermieters einziehen, da sie viel Lärm verursachen können. Außerdem stehen bestimmte Papageienarten unter Artenschutz.
Was passiert, wenn man Tiere nicht anmeldet?
Geldbußen sind bis 25.000 Euro möglich, bei Tierquälerei kann sogar eine Haftstrafe drohen. Wer mit der Haltung seines Haustiers überfordert ist, sollte es auf gar keinen Fall aussetzen, sondern sich mit einem Tierheim in Verbindung setzen.
Für welche Vögel braucht man eine Zuchtgenehmigung?
Wer Wellensittiche züchten möchte, benötigt hierfür keine Genehmigung. Bei „besonders geschützten Arten“ wie anderen Sittichen oder Papageien sieht das etwas anderes aus. Um mit diesen Vögeln zu züchten, benötigt man vorab eine Zuchtgenehmigung.
Sind Mohrenkopfpapageien meldepflichtig?
Auch die Abgabe oder der Tod von Tieren ist meldepflichtig. Die Meldepflicht dient auch dazu, seitens der Behörde die rechtmäßige Herkunft eines Tiers überprüfen zu können. Die Meldung ist für den Tierhalter kostenfrei.
Welche Papageien sind in Deutschland erlaubt?
Auf nationaler Ebene nach Bundesnaturschutzgesetz unterliegen fast alle Papagei- envögel (z.B. Papageien, Kakadus, Sittiche, Loris) je nach Artzugehörigkeit einem besonderen bzw. strengen Schutz. Alle streng geschützten Arten (höchste Schutz- kategorie) sind dabei grundsätzlich auch als besonders geschützt anzusehen.
Sind Sperlingspapageien meldepflichtig?
Alle Sperlingspapageien gehören deshalb im Washingtoner Artenschutzabkommen zum Anhang B (CITES B oder CITES II) und sind in Deutschland und in Österreich, außer Wien, nicht meldepflichtig.
Welche Papiere braucht ein Papagei?
Zum einen müssen Sie Graupapageien immer bei ihrer unteren Naturschutzbehörde (uNB) anmelden. Darüber hinaus müssen Sie nachweisen, dass Sie das Tier rechtmäßig erworben haben. Für den Graupapagei genügte als Art des Anhangs B (gemäß EU-Artenschutzverordnung) lange Zeit ein sog. Herkunftsnachweis.
Welcher Papagei ist gut für Anfänger?
Für Anfänger eignen sich besonders Wellensittiche und Nymphensittiche, da sie zahm werden und relativ pflegeleicht sind, sowie kleinere Arten wie Sperlingspapageien oder Agaporniden (Rosenköpfchen), die gesellig sind und eine Voliere benötigen. Wichtig ist immer, dass Papageien mindestens zu zweit (als Pärchen) gehalten werden, viel Platz (Voliere) haben und täglichen Freiflug bekommen, da jede Art individuelle Bedürfnisse hat und auch kleinere Arten laut sein können.
Welcher Papagei ist am zutraulichsten?
1. Weißkopfpapagei. Weißkopfpapageien gehören zu den ausgeglichensten und friedfertigsten Vögeln überhaupt. Nicht nur deshalb gelten sie als ruhige Vögel, die du mit ausreichend Platz problemlos Zuhause halten kannst.
Welche Papageien müssen angemeldet werden?
Für Zucht und Handel mit Papageien und Sittichen ist eine tierseuchenrechtliche Erlaubnis erforderlich. Warum ist diese Erlaubnis erforderlich? Papageien und Sittiche (Psittaciden) können an der Papageienkrankheit (Psittakose) erkranken. Erreger dieser Erkrankung ist Chlamydophila psittaci.
Wie groß darf eine Voliere ohne Genehmigung sein?
Als grobe Faustregel gilt: Ist die Voliere fest im Boden verankert, überdacht und hat eine Grundfläche von über 10 Quadratmetern, kann eine Genehmigungspflicht bestehen. Dazu sollte man beim örtlichen Bauamt nachfragen. Kleinere, mobile Volieren sind hingegen meist genehmigungsfrei.
Wie viel kostet ein Papagei im Monat?
Rechne mit etwa 20 bis 50 Euro pro Monat für diese wiederkehrenden Kosten.
Welche Tiere müssen nicht gemeldet werden?
Was muss abgemeldet werden: Abgemeldet werden müssen Tierhaltungen folgender Tierarten: Pferde, Rinder (einschließlich Bisons, Wisente und Wasserbüffel), Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel und Bienenvölker.
Sind tote Vögel meldepflichtig?
Liegen viele tote Vögel an einem Ort oder finden Sie größere Vögel wie Kraniche, Gänse, Schwäne, Enten oder Greifvögel tot vor, sollten Sie diese den Fachämtern Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt melden, die Kontaktdaten der Ämter finden Sie hier .
Was sind anmeldepflichtige Haustiere?
Meldepflichtige Tierkrankheiten sind auf Haustiere und Süßwasserfische übertragbare Krankheiten. Diese Tierkrankheiten werden nicht mit staatlichen Maßnahmen bekämpft, über sie muss jedoch ein ständiger Überblick vorhanden sein.
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